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Zehnkampf-Team holt Vize-DM-Titel

(jth) Mit einem beherzten 1.500-Meter-Lauf hat Adrian Becker (LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck) am Freitagabend bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Potsdam die 7.000-Punkte-Grenze geknackt und somit die Bronzemedaille gewonnen. Am Ende standen 7.077 Zähler zu Buche. Basis des Erfolges waren gute 11,25 sec im 100 m Sprint sowie 7,10 m im Weitsprung und 60,12 m mit dem Speer. In der Teamwertung sicherte er sich, gemeinsam mit seinen Zehnkampfkollegen Konstantin Grißmer ( 6364 Punkte) und Rouven Höfer ( 6355 Punkte) einen unerwarteten zweiten Rang mit 19.796 Punkten hinter dem LAV Asics Tübingen ( 20.171). Die Heuchelheimerin Nastasia Lich, gewann mit der Mannschaft der LG Eintracht Frankfurt die deutsche Meisterschaft mit 15.437 Zählern. Lich erreichte 4902 Punkte und damit den vierten Rang.

„Es waren für uns Mehrkämpfer katastrophale Wettkampfbedingungen, denn es war sehr kühl und es regnete den ganzen Tag, hinzu kam noch ein leichter Gegenwind. Es  konnte also nicht in allen Disziplinen optimal laufen, doch in den Läufen, im Weitsprung und im Speerwurf habe ich die Grundlagen für den Erfolg gelegt“ so Becker. Er startete mit der drittschnellsten Zeit aller Zehnkämpfer von 11,25 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 7,10 m weit. „ Es ging sehr wackelig los, doch am Ende konnte ich hinter Michael Schrader die zweitbeste Weite anbieten, so der Grundschul-Lehramtsstudent“. Im Kugelstoßen gelang ihm dann  mit 12,25m endlich mal ein „Zwölfer“. Doch im folgenden Hochsprung konnte er nicht sein Potential abrufen. „Adrian hatte als bester Hochspringer der drei LAZ - Jungs bei diesen Bedingungen Riesenprobleme mit seinem schnellen Anlauf und schaffte leider nur 1,79  und blieb so gute 10 cm unter seinen Möglichkeiten“ so der Coach. Im abschließenden 400m Lauf fand er recht schnell zu alter Stärke zurück und lief gute 51,30 sec. Mit erzielten 3641 Punkten lag der Lehramtsstudent nach dem ersten Tag auf einem ausgezeichneten dritten Rang.  Das LAZ- Mehrkampfteam führte nach dem ersten Wettkampftag mit 10.568 Zählern. „ Wir sind auf Kurs, doch das Team der LAV Asics Tübingen ist uns dicht auf den Fersen und die Truppe hat einen ausgezeichneten zweiten Tag“ so Markus Czech.

Der zweite Wettkampftag begann für Becker mit 15,11 sec auf der 110 m Hürdenstrecke  und einer guten Diskuswurfleistung von 35,79 m. „Trotz der für ihn guten Leistung, ist er auf den vierten Rang zurückgefallen, denn Tom Bechert ( LG Telis Finanz Regensburg) hatte mit 41,39 m eine ausgezeichnete Weite angeboten. Ausgerechnet zum Beginn des Stabhochsprunges fing es wieder an zu regnen, somit waren es keine optimalen Bedingungen, denn wichtig ist, dass der Stab sicher gegriffen werden kann“ so Trainer Markus Czech. Mit übersprungenen 4,10 m im Stabhochsprung, meisterte Becker die Regenschlacht souverän. „ Ich brauche jetzt einen Kracher im Speerwurf, um wieder auf den Bronzerang zu kommen “ so der Toher-Mehrkämpfer. Mit 60,12 m setzte er sein Vorhaben um und erhielt ein besonderes Lob vom Trainer. „ Im Speerwurf zeigten unsere Jungs der Konkurrenz aus Tübingen die Zähne. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon klar war, dass Tübingen die Mannschaftswertung für sich entscheiden würde, setzten die LAZ-Jungs einiges dagegen. Durch Addis hervorragende Leistung ergatterte er sich seinen Bronzerang zurück. Den galt es nun im abschließenden 1500 m Lauf zu verteidigen. Mit 4:47,36 min gelang ihm auch dies in beeindruckender Manier, er hatte den viertplatzierten ständig unter Kontrolle und hätte auch noch reagieren können. „ In diesem Jahr bin ich Deutscher Hochschulmeister im Weitsprung geworden und jetzt zum Saisonabschluss eine Bronzemedaille im Zehnkampf bei der DM. Es war klasse und unglaublich ! “ so Adrian Becker.
 

LAZ-Vereinskollege Rouven Höfer war ebenfalls in der Männerwertung am Start. „ Mein Wettkampf verlief bei diesen Bedingungen optimal, denn ich konnte meine Normalleistung abrufen und hatte keinen extremen Aussetzer“ so Rouven über sein Wochenende. Mit 11,57 sec im Sprint und 6,64 m im Weitsprung fing das Zehnkampfabenteuer für den Studenten sehr gut an. Nach 12,81m mit der Kugel und übersprang er 1,73m im Hochsprung. „Beim Einspringen wurde schnell klar, dass das Hochspringen bei den immer schlechter werdenden Wetterbedingungen zu einer Zitterpartie wird. Anlaufen durch Pfützen und Abspringen auf nassem Untergrund macht die Teilnehmer nervös“ so Czech. Im abschließenden 400m Lauf zauberte Höver dann eine Zeit von 52,28 sec auf die Tartanbahn und mit 3405 Zählern übernachtete er auf dem neunten Rang der Männerwertung. Mit 16,83 sec über die Hürden startete der zweite Tag optimal und auch mit dem Diskus warf er sehr gute 38,45 m. Der Stabhochsprung mit nassem Anlauf und feuchten Stabhochsprungstäben wurde zur Horrorsituation. Um ein Haar wäre der Traum eines Mannschaftserfolgs geplatzt. Rouven hatte große Probleme in den Wettkampf zu kommen und hatte keinen Sprung im Einspringen, der richtig funktionieren sollte. Dann wäre die Anfangshöhe fast schon das AUS für ihn gewesen, wenn er nicht mit aller Kraft im letzten Versuch die Höhe  von 3,30 m gemeistert hätte. Durch die neue Bestleistung von 57,93 m im Speerwurf ging es punktemäßig  steil bergauf.„ 5:04,07 min über die 1500 m Distanz sind bei diesem Wetter für ihn super und am Ende konnte er mit 6.355 Zählern den zehnten Rang im Männerklassement erzielen.  

Bei den Junioren ging LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer an den Start.  Der Student hatte sich als Ziel gesetzt deutlich die 6.500 er Marke zu knacken. Der Wettkampf fing mit 11,54 sec bei leichtem Gegenwind nicht optimal an und auch im Weitsprung war es ein Zitterspiel, doch nach zwei ungültigen Sprüngen konnte er zwar mit 6,69 m noch einen akzeptable Weite anbieten, doch  mit 11,24 m mit der Kugel lag er dann wieder unter seinem Soll. „ Im Hochsprung zeigte er mit überfloppten 1,85m, was neue Bestleistung bedeutete eine solide Leistung und die 50,17 sec auf der 400 m Distanz sind spitze. So konnte er mit 3522 Zählern und Rang neun in der Juniorenwertung den ersten Wettkampftag abschließen“ so Trainer Czech. Am zweiten Zehnkampftag startete „Konni“ mit 15,75 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und schwachen 27,94 m im Diskuswerfen.. „Im Stabhochsprung konnte ich mich dann wieder fangen und 3,70 m überqueren“ so Grißmer. Im Speerwurf lieferte er mit 44,15 m ein akzeptables Ergebnis ab und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber entscheiden, ob er zumindest die 6300 Marke knacken konnte. Bei strömendem Regen holten die LAZ-Mehrkämpfer alles aus sich raus und erzielten persönliche Topleistungen. Konstantin lief gleich im ersten Lauf 4:49,96 persönliche Bestleistung. Ein gutes Ergebnis und der Lohn für 6364 Zähler was ihn am Ende den zwölften Rang im Juniorenklassement einbrachte.

 „Wir sind als Mehrkampfteam hier angetreten um 20.000 Punkte zu machen. Jetzt sind es 19.796 Zähler bei schlechten Bedingungen geworden. Der DM-Vize-Titel ist eine absolute Überraschung. Ich bin Stolz auf die Jungs, denn die haben einen intensive und ausgezeichnete Vorbereitung absolviert, die sich nun gelohnt hat. Ich glaube in der LAZ-Geschichte gab es noch keine deutsche Vizemeisterschaft für ein Zehnkampfteam. Wir haben somit Vereinsgeschichte geschrieben“ so Trainer Markus Czech.

Im Feld der weiblichen Jugend A konnte LAZ-Athletin Lisa Magel  ( LAZ / SV Garbenteich) mit erzielten 4745 Punkten zum Saisonausstand einen neunten Rang mit nach Hause bringen. Die Schülerin der Ost-Schule startete mit 14,96 sec im 100 m Hürdenlauf und überfloppte danach 1,66 m.  Es folgten 9,86m mit der Kugel und 26,72 sec im abschließenden  200 m Sprint. Der zweite Tag begann mit 5,41 m im Weitsprung und 28, 93 m im Speerwurf. In der letzten Disziplin, dem 800 m Lauf zeigte sie mit 2:28,85 min noch einmal gute Kämpferqualitäten und sicherte sich so verdient die Platzierung unter den Top-Ten in Deutschland. „Mein Wettkampf ist leider nicht wie gewünscht verlaufen, da ich unbedingt 8. werden wollte. Dies habe ich leider durch meinen Speerwurf verhindert, da 28m einfach zu wenig waren und ich so viele Punkte auf meine Konkurrenz eingebüßt habe.“ so Lisa Magel in der Selbstanalyse.

Julia Gerter ( LAZ / SV Garbenteich) die in der weiblichen B-Jugend an den Start gehen wollte, musste kurzfristig wegen einer Verletzung die Wettkampfteilnahme absagen.

 

 

28 Jahre alten Rekord unterboten

                                                    

25.08.2010 - SCHWÄBISCH-GMÜND

(ras). Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen lieferte bei ihrem letzten Freiluftauftritt als B-Jugendliche einen tollen Saisonabschluss ab, denn sie gewann bei den Süddeutschen Meisterschaften in Schwäbisch Gmünd mit starken Zeiten die Sprinttitel über 100 und 200 m. Zudem erkämpfte ihre Trainingsgefährtin Julia Gerter im Weitsprung Silber. Freuen durfte sich auch die TSG Gießen-Wieseck, denn über 4 x 100 m gewannen Nikola Graupner, Lara Matheis, Theresa Wedemeyer und Anna Julia Beimdicke bei den Frauen Bronze.

Die Motivation von Ann-Christin Strack, bei den „Süddeutschen“ anzutreten, war laut ihres Trainers Philipp Schlesinger eher gering. „Nach einer langen Saison und den nicht gerade nach Wunsch verlaufenen Deutschen Jugendmeisterschaften, habe ich es Ann-Christin freigestellt, ob sie in Schwäbisch Gmünd antreten möchte. Ein Blick in die Meldeliste überzeugte sie jedoch. Nun musste Ann-Christin aber mit der Favoritenrolle klarkommen“, sagte Schlesinger nach Abschluss der Wettkämpfe. Die Ostschülerin nahm die Favoritenbürde mit Bravour. Trotz langer Wartezeit im Callroom sprintete Strack im letzten der sechs 100-m-Vorläufe mit 12,25 s die mit Abstand schnellste Zeit der 30 Teilnehmerinnen. Im Zwischenlauf folgte mit 12,16 s eine persönliche Bestzeit, die Strack im Finale mit 12,11 s nochmals steigerte und so vor Sandra Dinkeldein (12,17) vom TuS Steißlingen siegen konnte. Mit der Zeit von 12,11 s unterbot Ann-Christin Strack zudem den seit 1982 von Birgit Clarius gehaltenen Gießener 100-m-Kreisrekord von handgestoppten 12,0 s und zählt damit in dieser Saison zu den drei schnellsten 100-m-Sprinterinnen Hessens aus allen Altersklassen. Handgestoppte Zeiten können laut Reglement mit elektronischen Ergebnissen verglichen werden, wenn man bei Sprintstrecken 24 Hundertstel Sekunden hinzu addiert.

Nach dem ersten Titelgewinn standen die 200 m auf dem Plan. Im Vorlauf begnügte sich Strack mit der Laufbestzeit von 25,37 s. Auch im Finale zeigte sich die LAZ-Athletin nervenstark und gewann in 25,02 s, diesmal vor Luisa Valeske (25,13) vom SV Schlau Com Saar 05.

Im Weitsprung der B-Jugendlichen traten 23 Mädels aus sieben Bundesländern an. Den Titel machten jedoch durch Kyra Buhlmann von der LG Eintracht Frankfurt und Julia Gerter vom LAZ Gießen zwei Hessinnen unter sich aus. Die Entscheidung fiel bereits in den ersten Versuchen. Julia Gerter sprang 5,63 m, aber die Frankfurterin konterte mit 5,66 m. Gerter setzte in der Folge ausnahmslos Sprünge über 5,50 m in die Grube, aber ein wechselnder Wind störte nun beim Anlauf, so dass keine Verbesserung erfolgte. Gerter startete zudem über 100 m und erreichte nach 12,53 im Zwischenlauf gemeinsam mit Ann-Christin Strack das Finale, welches die Schülerin der Butzbacher Weidigschule mit erneut 12,53 s als Sechste beendete.

Über die 100 m der männlichen Jugend B hatten Issam Ammour und Laurenz Costa für das LAZ Gießen gemeldet. Auf Grund der bei den deutschen Jugendmeisterschaften erlittenen Verletzung musste Costa jedoch auf den Start in Schwäbisch Gmünd verzichten. Als Zweiter seines Vorlaufes, in 11,23 s, qualifizierte sich Issam Ammour im Zwischenlauf mit 11,29 s für das Finale. Im Endlauf siegte überlegen der Württemberger Dennis Schwarze (10,96) vom TSV Riederich. Hinter Dameon Jones (Eintracht Frankfurt/11,25) und Tim Ruhstorfer (LAZ Zweibrücken/11,26) verfehlte Ammour in 11,30 s nur ganz knapp einen Podestplatz.

 

 

Finalträume bleiben unerfüllt

10.08.2010 - GIESSEN

Deutsche Jugendmeisterschaften für mittelhessische Starter unter keinem guten Stern - Gerter und Strack scheitern knapp

ULM (ras). Bei den dreitägigen Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm setzten sich mit der Dillenburgerin Gesa Krause und Sara Gambetta von der TG Schlitz zwei Athletinnen herausragend in Szene. Die seit der Saison 2009 für die LG Eintracht Frankfurt startende Krause, vor 14 Tagen bereits Vierte über 3000 m Hindernis bei der U20-WM in Moncton/Kanada, pulverisierte in 6:23,42 Minuten den Deutschen A-Jugendrekord über 2000 m Hindernis und gewann mit einer halben Minute Vorsprung. In Kanada erkämpfte die erst siebzehnjährige Sara Gambetta Silber im Siebenkampf. Nun lehrte die Schlitzerin in Ulm die nationalen Spezialistinnen das Fürchten und gewann im Hochsprung mit 1,82 m Gold, das sie vier Stunden später durch 6,24 m im Weitsprung mit Silber ergänzte.

Weniger gut lief es im Donaustadion für die Athleten aus Gießener Vereinen, denn keiner erreichte ein Finale. Eine gute Chance auf die Endlaufteilnahme hatte sich Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen bei den B-Jugendlichen über 200 m ausgerechnet. Aber ein Gegenwind von 0,3 m/s schuf im letzten der fünf Vorläufe für die noch Sechzehnjährige schlechte Voraussetzungen. Strack sprintete als Zweite des Laufes in 25,30 über die Ziellinie und verpasste mit der zehntschnellsten Vorlaufzeit den Endlauf der besten Acht um knapp drei Zehntel Sekunden. Den Titel gewann Katharina Grompe (LG Olympia Dortmund) in 24,13.

Einen Tag zuvor bestritt Strack die 100 . In ihrem Vorlauf stellte die Ostschülerin mit 12,22 ihre persönliche Bestzeit ein und qualifizierte sich als Fünfzehnte für die drei Zwischenläufe. Auf der ungeliebten Außenbahn musste sich Strack nach einem schwachen Start in 12,29 mit Platz sechs begnügen. „Anni hatte einen guten Vorlauf. Schade, dass sie im Zwischenlauf keinen guten Start erwischte, dann wäre es eine persönliche Bestleistung geworden,“ bedauerte anschließend ihr Trainer Philipp Schlesinger. Erwartungsgemäß gewann das Finale Stefanie Pähler (11,82 von der LG Olympia Dortmund.

LAZ-Staffel auf Platz 14

Mit Julia Gerter schrammte eine weitere B-Jugendliche des LAZ Gießen knapp an einem Finale vorbei. Im Weitsprung landete sie im ersten Versuch bei 5,57 m. In den beiden nächsten Sprüngen trat Gerter leicht über das Brett und verpasste als Neunte das Finale um drei Zentimeter. Die Disziplin gewann Lena Malkus (LG Ratio Münster) mit 6,34 m.

Am Sonntagmorgen stand vor den 200 m ür Ann-Christin Strack, Julia Gerter sowie Isabell Pastau und Lisa Magel bereits der Vorlauf der 4x100 m der Jugend A auf dem Plan. „Beim zweiten Wechsel von Gerter auf Strack musste Anni gewaltig Tempo herausnehmen, um noch eine reguläre Übergabe zu schaffen. Das verhinderte eine ähnliche Zeit wie die 48,36 bei den hessischen Meisterschaften in Neu-Isenburg. Schade, denn 48,48 hätten zum Finale gelangt, kommentierte Schlesinger den nicht optimal gelungenen Lauf. In 49,04 Sekunden landete das LAZ-Quartett so auf Rang vierzehn der 21 Staffeln.

Lisa Magel bestritt in der Jugend A am Samstag zudem Hürdensprint und Hochsprung. Die Siebenkämpferin sah die Einzeldisziplinen als Vorbereitung auf die Deutschen Mehrkämpfe und schied über 100 m Hürden mit passablen 14,81 im Vorlauf aus. Im Hochsprung überwand sie ohne Fehlversuch die Einstiegshöhe von 1,60 m und meisterte anschließend 1,65 m im zweiten Versuch. Mit einer Saisonbestleistung von 1,71 m angetreten, war für die Steinbacherin die folgende Höhe von 1,70 m an diesem Tag nicht zu bezwingen, sie wurde Zehnte. Den Hochsprung gewann Nele Hollmann (LG Elsey-Kabel) vor der höhengleichen Julia Stockmann (TV Jahn Rheine) mit 1,79 m.

 
  Live-Stream aus Ulm

 

 

Staffel darf auf Finalteilnahme hoffen

06.08.2010 - GIESSEN

Ab heute deutsche Jugendmeisterschaften mit LAZ Gießen, TSG Wieseck und TSF Heuchelheim in Ulm

GIESSEN/ULM (ras). Von Freitag bis Sonntag finden in Ulm die Deutschen Jugendmeisterschaften statt. Für die Wettkämpfe im Donaustadion haben auch Jugendliche des LAZ Gießen Stadt und Land, der TSG Gießen-Wieseck und von den TSF Heuchelheim gemeldet. Auf die Finalteilnahme hoffen darf in der weiblichen A-Jugend die 4x100 m Staffel des LAZ. Ergänzt durch Dorina Ludwig, kann das LAZ-Quartett mit Lisa Magel, Isabell Pastau, Ann-Christin Strack und Julia Gerter mit 48,36 Sekunden die achtbeste Zeit der 26 gemeldeten Staffeln vorweisen.

Dank großen Engagements des früheren langjährigen LAZ-Vorsitzenden Volker Clarius tritt zudem eine männliche 4x100 m Staffel an. Bereits die Normerfüllung für deutsche Jugendmeisterschaften zeugt von außergewöhnlichem Niveau und so steht für Dennis Titow, Issam Amour, Matia N‘Dongo und Costa Laurenz im Feld der 30 Jugend A Staffeln vornehmlich Erfahrung sammeln und die Steigerung ihrer Bestzeit von 43,74 s im Vordergrund. Gespannt sein darf man auf die Einzelstarts von Amour und Laurenz über die 100 m bei den B-Jugendlichen. Denn als Fünfter, beziehungsweise Zehnter der Setzliste, besteht für beide durchaus Chancen auf die Endlaufteilnahme. Ein hartes Programm nimmt Costa Laurenz in Angriff, der zudem noch über 200 m startet.

In der weiblichen A-Jugend wird sich Lisa Magel (LAZ Gießen) über die Hürden und im Hochsprung mit den Besten Deutschlands messen. Die lange Zeit verletzte Siebenkämpferin sieht Ulm jedoch laut ihres Trainers Philipp Schlesinger vorwiegend als Vorbereitung auf die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften Ende des Monats in Potsdam.

Über die 100 m Gerade ist Lara Matheis von der TSG Wieseck gemeldet. Nach zwei Erkrankungen in den letzten Wochen muss die Watzenbornerin ihre Erwartungen aber deutlich zurückschrauben. In der B-Jugend stehen für Ann-Christin Strack und Julia Gerter neben dem Staffeleinsatz sowohl 100 m als auch 200 m auf dem Plan. Mit ihrer 200 m Bestleistung von 24,87 s ist Strack Zehntschnellste der Meldeliste. Gerter ist zudem eine von elf B-Jugendlichen, die die Qualifikationsnorm von 4,75 m im Weitsprung erfüllen. Zwar gemeldet, aber in Ulm nicht am Start, ist Cynthia Schmidt von der TSF Heuchelheim. Die Vorjahressechste über 100 m laboriert an einer Muskelverhärtung und hat die Freiluftsaison deswegen bereits beendet.

 
 

Julia Gerter unterliegt im Zielspringen

27.07.2010 - BAUNATAL

Hessische Jugendliche im Ländervergleich in Baunatal ohne Siegchance - Höhen und Tiefen für heimische Starter

BAUNATAL (ras). Es war nicht der Tag der Hessen beim U18-Ländervergleich der Leichtathleten mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Nicht zuletzt durch verletzungsbedingte Absagen deutete sich schon vor Wettkampfbeginn im Baunataler Parkstadion an, dass sich das Hessenteam wie im Vorjahr gegen die zwei wohl stärksten deutschen Landesverbände mit Platz drei würde begnügen müssen. Letztlich gewann Baden-Württemberg mit 261,5 Punkten knapp vor Nordrhein-Westfalen (257,5) und Hessen, das abgeschlagen mit 172 Punkten auf Rang drei landete.

Einen guten Eindruck in Baunatal hinterließ jedoch Laurenz Costa vom LAZ Gießen. Trotz einer 14-tägigen Trainingspause durch Erkrankung und eine Zerrung lieferte Costa über 100 m in 11,27 s eine ansprechende Zeit ab. Viel Achtung erwarb sich der Schüler der Anne-Frank-Schule Linden, als er erstmals über die 200 m-Distanz antrat und nach einem beherzten Lauf in 22,93 Platz vier der Länderwertung erkämpfte. „Die letzten 50 m waren schon hart,“ gestand Costa anschließend. Sein gelungener Auftritt als Startläufer in der schnelleren hessischen 4x100m-Staffel wurde nicht belohnt, denn beim letzten Wechsel kam es im Wechselraum nicht zur Staffelholzübergabe.

Die Erwartungen erfüllte auch Julia Gerter im Weitsprung, denn mit 5,70 m blieb sie nur fünf Zentimeter unter ihrer Bestleistung. Das bedeutete Platz zwei in einem „Zielspringen“, denn gleich drei Mädels erzielten eine Tagesbestweite von 5,70 m. So gewann mit zwei 5,70 m-Sprüngen die Frankfurterin Kyra Buhlmann vor der LAZ-Athletin, deren zweitbester Versuch mit 5,68 m gemessen wurde. Das „Punktspringen“ ergänzte Franziska Braun (Nordrhein-Westfalen), die in ihrem zweitweitesten Satz bei 5,65 m landete. Über 200 m blieb Gerter als Sechste in 26,03 deutlich unter ihren Möglichkeiten und erläuterte später, „ich hatte mir schon eine bessere Zeit erhofft, aber ich musste mich in den letzten Wochen mit Tempoläufen zurückhalten und habe nach zwei Monaten Pause gerade erst wieder mit Krafttraining angefangen.“

Über 200 m startete mit Ann-Christin Strack eine weitere Sprinthoffnung des LAZ Gießen im Hessentrikot. Hinter Katharina Grompe (NRW), die sich in 24,32 auf Platz neun der deutschen U20-Bestenliste schob und der Baden-Württembergerin Carina Frey, die mit persönlicher Bestleistung von 24,60 nun als Achte der deutschen Rangliste in der U18 geführt wird, sprintete Strack in 25,23 s als Dritte über die Ziellinie. Auch über die 100 m Strecke wurde Strack mit vier Punkten in der Länderwertung belohnt. Bei unzulässigem Rückenwind von 2,3 m/s blieb sie in 12,26 vier hundertstel Sekunden über ihrer Bestleistung. Kein Glück hatten die beiden LAZ-Athletinnen in der abschließenden 4x100m Staffel, die wegen eines Wechselfehlers ebenfalls nicht gewertet werden konnte.

 

 

Trainer Markus Czech nimmt schwaches Abschneiden von Weitspringerin Beatrice Marscheck gelassen

21.07.2010

Von Albert Mehl

GIESSEN. Enttäuscht, aber dennoch zufrieden. Das Abschneiden seines Schützlings Beatrice Marscheck trägt Trainer Markus Czech mit erstaunlicher Gelassenheit. Natürlich hatte sich das Duo vom LAZ Gießen Stadt und Land mehr erwartet von den deutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Braunschweig. Denn über die 100 Meter war „Bea“ Marscheck im Vorlauf hängen geblieben. Und im Weitsprung, ihrer Paradedisziplin, hatte sie mit 6,08 Metern nicht mal die Finalqualifikation geschafft, musste mit Platz 13 vorlieb nehmen. Nach dem WM-Start im Vorjahr wurde es diesmal nichts mit der Qualifikation für die Europameisterschaft in Spanien.

Czech, der schon rund zehn Jahre die vom SV Garbenteich stammende Läuferin und Springerin betreut, verweist im Gespräch mit dem Anzeiger vielmehr auf die konstante Weiterentwicklung von Beatrice Marscheck und blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir werden nächstes und übernächstes Jahr wieder angreifen.“

War die Enttäuschung groß nach der DM in Braunschweig?

Markus Czech: Das kann man schon so sagen. Natürlich hatten wir uns mehr erwartet. Wir hatten in dieser Saison das Ziel, uns frühzeitig für die Europameisterschaft in Barcelona zu qualifizieren. Bea ist auch konstant in die Saison gestartet. In der letzten Saison hatten wir einen Ausreißer nach oben. Den hatten wir diesmal nicht. Dazu kam, dass wir durchweg besch... Windverhältnisse hatten. Die waren auch in Braunschweig miserabel. So schon beim 100-Meter-Lauf am Samstag. Das mussten wir dann erst einmal verdauen.

Aber beim Einspringen sah es so gut aus. Beim ersten Sprung herrschte dann starker Gegenwind. Da hat Bea den letzten Schritt zu weit gemacht und hat dadurch nicht genug Sprungkraft gehabt. Beim zweiten Sprung herrschte ein starker Rückenwind. Dadurch ist sie einen Zentimeter übergetreten. Der Sprung wäre bei 6,45 Metern gewesen. Beim dritten Sprung hatte ich Bea den Rat gegeben, auf die Windverhältnisse bei ihrer Vorspringerin zu achten und sich nach der zu richten. Das hat sie auch gemacht. Aber während ihres Laufs hörte der Wind auf einmal auf. Dadurch hat sie eineinhalb Füße verschenkt. Das sind knapp 40 Zentimeter. Damit wäre sie zumindest im Endkampf gewesen. So war sie mit 6,08 raus.

Dabei waren Sie doch optimistisch in die Saison gegangen.

Czech: Es lief ja auch eigentlich ganz gut. Und ihre Leistung kann sich ebenfalls immer noch sehen lassen. Beatrice ist immer noch Vierte der deutschen Bestenliste im Weitsprung. Und sie ist unter den 15 besten deutschen Sprinterinnen über 100 und 200 Meter. Sie hat im Blick auf ihre Schnelligkeit noch nie so gute Spitzenwerte gehabt. Sie ist so schnell wie nie. Und als Schnitt in dieser Saison hat sie im Weitsprung einen Wert von Ende 6,30. Bei den ersten vier Wettkämpfen waren alle Sprünge um die 6,50 Meter. Unter anderem ist sie zweimal deutsche Hochschulmeisterin geworden. So schlecht ist die Saison für Beatrice gar nicht.

Was hat es mit dem längeren Anlauf von Beatrice Marscheck auf sich?

Czech: Die Anlaufgeschwindigkeit spielt eine massive Rolle im Weitsprung. Und man benötigt zusätzlich viel Kraft, um nach oben zu springen. Die Kernkompetenz von Bea ist ihr schneller Anlauf. Den wollen wir nutzen, damit sie vorne am Brett stärker wird. Die höhere Höchstgeschwindigkeit wirkt sich bei längeren Strecken besser aus. Das haben wir im Training getestet. Das muss man dann vorne beim Sprung umsetzen. Dazu braucht es mehr Sprünge. Das war uns klar. Aber die Pleite von Wattenscheid war uns rätselhaft. Es hat sich nach vielen Gesprächen auch gezeigt, dass der mentale Druck auf Bea immer größer wird. Da muss sie noch ein bisschen Erfahrung reinbringen. Es hängt oft am ersten Sprung.

Auf der anderen Seite ist sie wesentlich konstanter geworden. Ihre reellen Werte, also vom wirklichen Absprung aus gemessen, das hat der Olympiastützpunkt ermittelt, liegen ab 6,40 Meter aufwärts. Nur steht das nicht in den Ergebnislisten. Und man muss bedenken, dass Bea erst seit 2007 in diesem Bereich springt.

Haben Sie denn in den vergangenen Wochen das Gefühl gehabt, etwas falsch gemacht zu haben als Trainer?

Czech: Das ist jedes Jahr so. Auch weil wir viele Dinge abseits des gewohnten Weges machen. Wir probieren mangels wirklicher Konkurrenz hierzulande viel aus. Ich spreche mich aber auch oft mit dem Bundestrainer ab. Der hat viel Erfahrung. Und auch ich war als Athlet selbst im Bundeskader und kenne mich dort ein bisschen aus.

Bea hat erst spät mit dem Krafttraining begonnen. Dafür habe ich viel Kritik erhalten. Aber ich habe erst den Wert auf das Schnelligkeitstraining gelegt. Und bin letztendlich bestätigt worden.

Ist die Saison jetzt für Beatrice Marscheck beendet oder gibt es noch Ziele?

Czech: Wir wollen auf jeden Fall bei den süddeutschen Meisterschaften in Schwäbisch-Gmünd Mitte August starten. Und auch bei einigen Abendsportfesten wird Bea über 100 und 200 Meter und im Weitsprung starten. Sie hat auch keinen Frust. Es hat halt nicht geklappt. In den letzten fünf, sechs Jahren ging es bei ihr immer steil nach oben. Sie hat nie einen Tiefpunkt gehabt. Da muss man ihr auch schon mal eine Situation wie jetzt zugestehen. Das Glück, das sie im vergangenen Jahr mit den 6,73 Metern in Ulm gehabt hat, das hatte sie diesmal nicht. Aber wir werden nächstes und übernächstes Jahr wieder angreifen. Es wird ihre vierte Saison im Spitzenbereich sein. Sie wird dann ein ganz anderes Standing haben. Dabei ist sie noch gar nicht im richtigen Sprungalter. Das liegt so um die 27 Jahre. Deshalb bin ich gar nicht so traurig, dass das am Wochenende nicht so geklappt hat.

 
 

EM-Norm bleibt für Beatrice Marscheck unerreicht - Als 13. nicht für Endkampf qualifiziert

19.07.2010 - GIESSEN

BRAUNSCHWEIG (jth). Unter dem Motto „Von B(erlin) über B(raunschweig) nach B(arcelona)“ fanden im Eintracht Stadion in Braunschweig die 110. deutschen Leichtathletik-Meisterschaften statt. Denn es ging bei der DM auch um die letzten EM-Tickets.

Für Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich ging es darum, ihre gezeigten Vorleistungen über 100 m und dem Weitsprung im Feld der nationalen Spitze zu bestätigen und sich dort zu behaupten. Mit der 100 m-Zeit von 12,06 sec lieferte die Sportstudentin keine neue Saisonbestleistung ab, hatte jedoch die ideale Vorbelastung für den Weitsprungwettkampf. Doch der Weitsprungwettbewerb war für die Studentin nicht wie im Vorjahr mit der Vizemeisterschaft die Krönung des Wettbewerbes, denn mit 6,08 m war sie als 13. nicht für das Finale der besten acht Springerinnen qualifiziert.

„Ich hatte eigentlich ein super Laufgefühl. Der Start war optimal, denn ich hatte die beste Reaktionszeit, doch bei 60 m verkrampfte ich ein wenig, kam nicht mehr in Tritt und konnte die entstandene Lücke zur Spitze nicht mehr verringern. Es herrschte ein gewaltiger Gegenwind, es war ein Kampf ohne Ende“, sagte Marscheck. Den Vorlauf gewann Yasmin Kwadwo (TV Wattenscheid) in 11,69 vor Cathleen Tschirch (Bayer Leverkusen/11,92). „Bea hat einen etwas unglücklichen Auftritt im Sprint gehabt, sie ist fit für den Weitsprung“, orakelte ihr Trainer Markus Czech.

Am Sonntag stand der im Vorfeld erwartete Weitsprung-Krimi auf dem Programm. Gleich sechs Kandidatinnen klopfen an die EM-Norm von 6,60 m, die bisher nur von Bianca Kappler zwei mal erfüllt wurde. „Heute geht es um die Wurst. Bea ist gut drauf und wurde noch mal vom HLV-Physio behandelt. Sie kann ihren Vizetitel aus dem Vorjahr verteidigen und sich in der nationalen Spitze etablieren. Erstes Etappenziel ist jedoch in das Finale zu kommen, hierzu ist schon eine Weite von 6,40 von Nöten“, sagte Trainer Czech vor dem Wettkampf.

Doch man hatte den Eindruck, als wäre Braunschweig kein gutes Pflaster für die Studentin des LAZ, denn im ersten Durchgang landete sie nur bei 6,06 m. „Wir haben heute hier mit wechselnden Winden zu kämpfen, auf diese Bedingungen müssen sich alle Athletinnen erst einmal einstellen“, meinte ihr Trainer. Der zweiten Versuch wurde er als ungültig in die Statistik aufgenommen. „Im dritten Versuch hieß es also dann für mich, alles auf eine Karte zu setzen. Was passiert, werden wir sehen“, lautete das Vorhaben von Marscheck. „Kurz vor dem Ablauf kam noch mal eine Windböe auf und ich ging sicherheitshalber einen Fuß zurück, so verschenkte ich aber am Brett 30 cm“, berichtete die Springerin. Ihr dritter Durchgang landete auch nur bei 6,08 m. Der Endkampf war ihr somit als 13. verwehrt geblieben.

„Es war nicht unser Wochenende, wir sind natürlich enttäuscht über das Abschneiden. Jetzt möchte Bea noch mal bei den Süddeutschen ihr Saisonbestleistung von 6,56 m unter Beweis stellen“, gab sich Trainer Markus Czech aber nicht geschlagen.

Den Wettbewerb gewann in einem spannenden Finale, durch den Saisonverzicht von Sophie Krauel (TuS Jena), der deutschen Meisterin von 2008 und 2009, Bianca Kappler (LC Rehlingen), die sich mit 6,59 m klar durchsetzte. Vier ihrer fünf gültigen Versuche hätten zum Titel gereicht. Rang zwei sicherte sich Nadja Käther. Die Hamburgerin sprang im fünften Versuch 6,50 m weit, verpasste damit aber die zweite EM-Normerfüllung um zehn Zentimeter. Gar nicht erst in den Endkampf kam Sosthene Moguenara. Die Wattenscheiderin verließ als Neunte mit 6,21 Metern frühzeitig das Stadion. Da aber keine andere Springerin die EM-Norm schaffte, kann die im Tschad geborene Weitspringerin aber davon ausgehen, mit in Barcelona dabei zu sein. Bronze ging an Melanie Bauschke (LG Nike Berlin, 6,47).

 

 

Zehnkämpfer holen HM-Titel

                                                                               

(jth) Die Hessischen Mehrkampf-Meisterschaften in Darmstadt waren am vergangenen Wochenende, nach der Weltmeisterschaft in Südafrika, das sportliche Großereignis auf hessischer Ebene. Aus heimischer Sicht waren vier Athletinnen und Athleten am Start und  die beiden LAZ-Zehnkämpfer Konstantin Grißmer bei den Junioren und Rouven Höfer im Feld der Aktiven konnten zwei Hessentitel an die Lahn holen.

Im Feld der Schüler A war Clemens Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar einer von 14 Schülern, die das Abenteuer Achtkampf bei einer „Gluthitze“ angehen wollten. „Sein Ziel war es, die Punktzahl vom ersten Achtkampf beim LAZ-Mehrkampfmeeting ( 3258) zu verbessern, so das Trainerteam Andrea Ewald und Erich Gebhardt. Für den Lollarer fing der Wettkampf mit 13,78 sec über die Hürdendistanz an  und im Anschluss lies er den Diskus auf 15,80 m segeln. Im Stabhochsprungwettbewerb steigerte er sich mit 2,40 m zum LAZ-Mehrkampf sehr deutlich und der Speer landete in der letzten Übung des Tages bei 27,17m. Tag zwei startete mit überfloppten 1,30 im Hochsprung und 6,96 m mit der Kugel. Eine neue Bestleistung konnte Clemens Grau dann mit 4,61 m im Weitsprung beisteuern und im abschließenden 1000 m Lauf blieben die Uhren bei 3:21,03 Minuten stehen. „ Clemens ist mit 3308 Zählern Vierter geworden, er stellte dabei vier neue Bestleistungen auf und konnte seine Punktzahl um 50 Zähler steigern. Es fehlten nur sechs Punkte zu Rang drei“ so das Trainerteam. 

Bei den Junioren ging LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer an den Start.  Der Student hatte sich als Ziel gesetzt die 6.500 er Marke zu knacken. Der Wettkampf fing mit 11,37 sec bei leichtem Gegenwind mit der zweitbesten Zeit aller Teilnehmer gut an. Auch mit den 7,05 m im Weitsprung und 12,12 m mit der Kugel lag er im Soll. „ Im Hochsprung zeigte er mit 1,81 eine solide Leistung und die 49,83 sec auf der 400 m Distanz sind spitze, so dass er mit 3678 Zählern und Rang eins in der Juniorenwertung nach dem ersten Wettkampftag abschloss“ so Trainer Czech. Am zweiten Zehnkampftag startete „Konni“ mit 15,83 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und schwächeren 33,49 m im Diskuswerfen.. „Im Stabhochsprung hatte ich super Sprünge, doch als Höhe konnte ich nur 3,60 m überqueren, es war ein bisschen Pech dabei “ so Grißmer. Im Speerwurf lieferte er mit 49,10 m ein akzeptables Ergebnis ab und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber entscheiden, ob er die 6600 Marke knacken konnte. „Konni ist bei einer Außentemperatur von annähernd 40 Grad eine 4:52,67 min gelaufen. Ein gutes Ergebnis und der Lohn für 6651 Zähler. Bei den Deutschen peilen wir die 6800 Punkte an“ so Trainer Markus Czech. Mit dieser Leistung holte er sich dann auch die Hessenmeisterschaft in der Juniorenwertung vor

Im Feld der Männer zeigte LAZ-Athlet Rouven Höfer seine Mehrkampfqualitäten. „ Mein Wettkampf verlief optimal, denn ich konnte mich deutlich  gegenüber dem LAZ-Mehrkampf  verbessern“ so Rouven über sein Wochenende.

Mit 11,41 sec im Sprint und 6,45 m im Weitsprung lief es trotz einer Fersenprellung optimal an für den Studenten. Nach 12,35m mit der Kugel und übersprungenen 1,75m im Hochsprung zauberte er im abschließenden 400m Lauf, dann eine gute Zeit von 51, 83 sec auf die Tartanbahn und mit 3401 Zählern übernachtete er auf dem ersten Rang der Männerwertung. „Mit 16,92 sec startete er über die Hürden am zweiten Tag optimal und auch mit dem Diskus warf er gute 36,46 m“ so Trainer Markus Czech. Durch die 3,50m im Stabhochsprung und sehr guten 57,39 m im Speerwurf ging es punktemäßig  steil bergauf mit dem Studenten des LAZ Giessen. „ 4:58,09 min über die 1500 m Distanz sind bei dieser Hitze für ihn super und am Ende konnte er mit 6.379 Zählern den Hessentitel im Männerklassement gewinnen. „Rouven´s Ziel, die  6.500 Punkte zu knacken, ist eine Aufgabe für die Deutschen Meisterschaften Ende August in Potsdam. „Mit Adrian Becker, der einen leichte Oberschenkelverletzung hat und deshalb nicht starten konnte und Konstantin Grißmer kämpft das Team um den DM-Titel “,  so Markus Czech.

 

 

LAZ-Staffel schafft DM-Quali

05.07.2010 - GIESSEN

GIESSEN (V). Am Tag vor Beginn der Sommerferien versuchten die vier schnellen Läufer der 4x100m Staffel des LAZ/MTV Gießen bei einem Abendsportfest im südhessischen Riedstadt die Qualifikationsnorm für die Deutschen-Jugendmeisterschaften in Ulm zu erreichen. Wegen Klassenfahrten, Verletzung und andere Belastungen hatten die vier Schüler nicht bei den hessischen Meisterschaften in Neu-Isenburg in den Kampf um Norm und Spitzenplatzierung eingreifen können. Auch ein gemeinsames Staffeltraining war selbst bis zur Fahrt nach Riedstadt fast unmöglich. Dennoch gingen die vier Sprinter, von denen die beiden schnellsten noch der Jugendklasse B angehören, im Vertrauen auf ihre Stärke hoffnungsvoll das Unternehmen „Qualifikation“ an, wollten sie es doch ihren vier schnellen LAZ-Kameradinnen gleichtun, die in Neu-Isenburg dieses Ziel bereits erreicht hatten. Dennis Titow, Costa Laurenz, Issam Ammour und Matis N´Dongo mussten schließlich aber ihr ganzes läuferisches Vermögen auspacken, um nach sehr schlechten Wechseln mit 43,74 Sekunden ihr gestecktes Ziel zu erreichen. Wenn bis zu den „Deutschen“ die Wechsel dem läuferischen Können angepasst werden können, kann in Ulm ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden.

 

Lisa Magel holt Hessentitel im Hochsprung -  LAZ-Staffel Zweite

30.06.2010 - NEU-ISENBURG   

(ras). Eine Gluthitze herrschte im Neu-Isenburger Stadion beim zweiten Teil der hessischen Einzel-Meisterschaften und beeinflusste besonders die spät an beiden Wettkampftagen gelegenen Sprintendläufe und Langstrecken. Nach dem starken Auftritt Gießener Athleten in Wetzlar gab es auch in Neu-Isenburg bei der A-Jugend und den A-Schülern viele Titel und Podestplätze. In der Jugend A gewannen Cynthia Schmidt von der LG Erda-Heuchelheim im 100 m Sprint und Lisa Magel vom LAZ Gießen beim Hochsprung.

Den zweiten Titel für eine A-Jugendliche aus dem Gießener Raum gab es am Sonntag. Bereits nach dem Zeitlauf (14,69) über 100 m Hürden sah Lisa Magel wie die sichere Siegerin aus. Im Finale fädelte sie deutlich in Führung liegend an einer Hürde ein, kam dadurch aus dem Tritt, und landete in 16,07 auf dem Bronzerang. Eineinhalb Stunden später hatte die Siebenkämpferin ihren Ärger überwunden und dominierte klar den Hochsprung. Mit 1,71 m qualifizierte sich die Steinbacherin für die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm und konnte wieder lächeln. »Ich bin die Hürden aggressiv angegangen, und es lief eigentlich gut. Ab der siebten Hürde habe ich aber mehrfach touchiert, und das brachte mich aus dem Rhythmus.« Einen Silberplatz gab es für Magel zudem in der 4x-100-m-Staffel. Die LAZ-Mädels Isabell Pastau, Julia Gerter, Ann-Christin Strack sowie Lisa Magel mussten sich in 48,36 s nur der Startgemeinschaft Wiesbaden-Reisen (47,83) geschlagen geben

 Im Weitsprung sprang Julia Gerter (LAZ) im letzten Versuch mit 5,62 m auf den Bronzeplatz. Hier siegte Gesa Kratsch von der LG Friedberg-Fauerbach (5,79) vor Kyra Buhlmann (5,70) von der LG Eintracht Frankfurt.

Den hochklassigsten Wettbewerb der Meisterschaften lieferte die 22 Mädels der Jugend B über 200 m ab. „Rund 10 Teilnehmerinnen haben Chancen auf das Finale. Da muss man schon im Vorlauf vollen Einsatz laufen,“ bedauerte Cynthia Schmidt. Entsprechend eng wurde es in den Vorläufen, bei denen Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/25,35) um eine Hundertstel das Finale verpasste. Im Endlauf sah Julia Gerter nach dem Startschuss die rote Karte. „Ich habe ein wenig gezuckt,“ gestand Gerter nach ihrer Disqualifikation. Schmidt und Ann-Christin Strack gingen in diesem Finale ohne Medaillen von der Bahn. Strack wurde in 25,26 Vierte. Nach den Vorläufen Zweite (25,22), musste sich eine entkräftete Schmidt mit Rang fünf (25,80) begnügen. In 24,36 siegte Julia Schaefers (LAV Kassel) und schob sich damit auf Rang sieben der deutschen Jugendbestenliste vor. 

Patricia Bock überzeugt mit kämpferischer Leistung bei Berglauf Jugend-WM in Italien

Das Nachwuchstalent vom LAZ Gießen startete erstmals bei einem Berglauf - und dann gleich im Trikot des DLV!

Der erste Start im Nationaltrikot kam für die Patricia Bock vom LAZ Gießen / TSG Lollar etwas überraschend. Erst eine Woche vor dem Wettkampf erfuhr die B-Jugendliche von ihrer Nominierung für die 5. WMRA (World Mountain Running Association) Youth Team Challenge, der Berglauf-Weltmeisterschaft für Jugendliche in Sauze d’Oulx / Italien (bei Turin) am Samstag den 26. Juni 2010. In der kurzen Zeit war für Patricia natürlich keine vernünftige Vorbereitung auf den Wettbewerb möglich, während sich die meisten ihrer Konkurrentinnen aus neun Nationen schon lange spezifisch auf diese Herausforderung hatten vorbereiten können. Dennoch kam es für die Buseckerin nicht in Frage, diese anspruchsvollen Aufgabe abzulehnen, obwohl es für sie nicht nur der erste internationale Einsatz für den DLV, sondern zugleich auch der erste Berglauf war.

Angesichts dieser Umstände schlug Patricia Bock sich sehr achtbar und kam nach großem Kampf als 32. von 46 gestarteten Teilnehmerinnen ins Ziel. Allein dem Erreichen des Ziels ist schon Respekt zu zollen, mussten doch nicht wenige Läuferinnen auf dem selektiven Kurs das Rennen aufgeben. Beste deutsche Läuferin war Clara Hildt (TV Waldstraße Wiesbaden) auf dem 28. Platz. Weil die dritte deutsche Läuferin leider krankheitsbedingt ausfiel, kam bedauerlicherweise keine Mannschaft zustande.

"Die Strecke war hammerhart, so etwas bin ich noch nie vorher gelaufen", sagte die Nachwuchs­läuferin im Gespräch mit dem Anzeiger. Auch die meisten schnelleren Läuferinnen hätten an den steilsten Anstiegen gehen müssen, so das junge Talent weiter. Kein Wunder, schließlich handelte es sich bei einem Teil des Rundkurses um eine Skipiste, auf der im Jahr 2006 noch die Freestyle Wettkämpfe der olympischen Winterspiele in Turin stattfanden: Fast 200 Höhenmeter waren auf etwa 3,5 km Länge zu bewältigen. Vor Ort hatte die Athletin vom LAZ Gießen zwar die Strecke begutachten, aber natürlich nicht mehr ernsthaft auf dem Gelände trainieren können. Der Start im Nationaltrikot hat Patricia Bock trotz der widrigen Umstände sehr viel Spaß gemacht, sie möchte auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein und wird rechtzeitig anfangen, für dieses Ziel zu trainieren.
 

Patricia Bock startet im Nationaltrikot bei der Berglauf – WM in Italien

Patricia Bock vom LAZ Giessen / TSG Lollar ist vom Bundesausschuss-Vorsitzenden „Lauf“ Harald Rösch des Deutschen Leichtathletikverbandes für die 5.WMRA (World Mountain Running Association) Youth Team Challenge Berglauf-Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende nominiert worden. Die LAZ-Athletin startet somit erstmalig gemeinsam mit Ihren Teamkolleginnen Clara Hild (TV Waldstraße Wiesbaden) und Franziska Hühn (LG Eintracht Frankfurt ) in  Sauze d’Oulx / Italien (bei Turin) im Nationaltrikot. Die Laufstrecke beträgt 3,5 km und wird einen Höhenunterschied haben. „ Es ist einen Anspruchsvolle Strecke und ich hoffe, dass wir sowohl in der Einzelwertung als auch im Teamwettkampf gut abschneiden werden“ so das Ziel von Coach Reinhold Helder, der die Athletinnen auch bei der WM betreuen wird.

 

Costa Laurenz mit Spikes und Stollen eine echte Granate

24.06.2010 02:00 Uhr - GIESSEN

Von Benni Gössl

GIESSEN (beg). Er kam aus dem Nichts und sorgte gleich für eine große Überraschung. Mit einer ganz starken Zeit von 11,08 Sekunden gewann der „Leichtathlet“ Costa Laurenz den Hessentitel im 100 Meter-Sprint der männlichen B-Jugend - und das als gelernter Fußballer. Große Erfahrung brachte er nicht mit im Leichtathletikbereich, mit seiner beeindruckenden Leistung bei der Hessischen Meisterschaft in Wetzlar weckte der 16-Jährige aber Begehrlichkeiten. Für die heimische Leichtahletik-Szene ist ein solcher Rohdiamant ein Segen. Schon in den Vorläufen sorgte der drahtige Sprinter für Furore.

Zwei Mal legte er die Bestzeit hin. Im ersten 100 m-Lauf ging er mit einer Zeit von 11,24 Sekunden als Erster durchs Ziel, den Zwischenlauf absolvierte er in 11,23 Sekunden - ebenfalls der Bestwert. Volker Clarius, Leichtathletik-Abteilungsleiter des MTV 1846 Gießen, für den der Nachwuchssportler an den Start ging, ist von dem Talent des Lang-Gönsers begeistert. „Aus kalter Hose auf 11 Sekunden, das ist Wahnsinn“, erklärt Clarius voller Euphorie. Er und sein Verein wollen Laurenz natürlich für ihren Sport gewinnen. Einziges Problem: Der Schüler der Anne-Frank-Schule Linden ist zudem ein sehr talentierter Fußballer und stürmt mit ebenfalls sehr viel Erfolg für die B-Junioren der TSG Wieseck in der Hessenliga, der höchsten Jugendspielklasse auf Landesebene.

Per Zufall zum Sprint

Parallel sind die zwei Sportarten nur schwer zu betreiben, die geforderten Leistungen verlangen nach einer Entscheidung. Bei zwei Schulwettkämpfen, an denen Costa Laurenz erfolgreich teilnahm, wurden die MTV-Verantwortlichen um Clarius aufmerksam. „Wir wollen versuchen, dass er die Saison soweit wie möglich mitmacht und für unser LAZ Gießen Stadt und Land startet“, sagt der Abteilungsleiter. Startberechtigt ist das Nachwuchsjuwel sowohl in der B- als auch in der A-Jugend. In den Einzelwettbewerben soll Laurenz bei den B-Junioren laufen, bei den Staffelwettkämpfen in der A-Jugend.

Fußball oder Leichtahletik

Bis dahin kommt aber noch viel Arbeit auf den zurückhaltenden, ja fast schüchternen jungen Mann zu. Sein Interesse, weiterhin im Sprint an den Start zu gehen ist auf jeden Fall vorhanden. Das sagte er schon nach dem Endlauf und dem Titelgewinn im Gespräch mit dem Gießener Anzeiger. Wie seine sportliche Zukunft konkret aussieht, ob in Stollen- oder Sprinterschuhen, auf grünem Rasen oder auf roter Asche oder Tartan, steht noch nicht endgültig fest. Sein großes Potenzial Talent hat er auf jeden Fall schon in beiden Sportarten nachgewiesen. Spätestens nach seinem Auftritt in Wetzlar wird er sich wohl dem Werben aus beiden Lagern gegenübersehen.

 

 

Sensationeller Auftritt von Laurenz Costa

     

22.06.2010 -WETZLAR

(ras). Selten war der Gießener Raum bei hessischen Leichtathletik-Meisterschaften so erfolgreich wie am Wochenende in Wetzlar. Durch die dreifache Titelgewinnerin Beatrice Marscheck sowie Adrian Becker, Laurenz Costa, Ann-Christin Strack und Julia Gerter gingen sieben Titel an Athletinnen und Athleten des LAZ Gießen.

Bei den Aktiven und Trainern aus dem Gießener Raum sah man nur zufriedene Gesichter. Beatrice Marscheck erkämpfte als einzige Teilnehmerin in Wetzlar drei Titel. Die Garbenteicherin lief über 100 m in 11,98 locker die schnellste Zeit der 27 Vorlauf-Teilnehmerinnen. Im Zwischenlauf sprintete sie bei 0,9 m/s Rückenwind mit 11,69 eine Zeit, die aktuell Platz neun der deutschen Bestenliste bedeutet. Im Finale ließ die 24-Jährige den weiteren Medaillengewinnerinnen Katharina Hoffart (LG Odenwald/12,21) und der noch A-Jugendlichen Chantal Buschung (Wiesbaden/12,25) keine Chance und stürmte nach 11,84 über die Ziellinie.

Schon im Vorfeld der Meisterschaften sah Trainer Markus Czech dem Weitsprung mit gemischten Gefühlen entgegen: „Bea ist gut drauf und ich erwarte über 100 m eine Zeit unter 10,80. Aber mit der Renovierung des Wetzlarer Stadions ist die Weitsprunggrube vor der Tribüne weggefallen. So wird vermutlich die windanfällige Anlage im Westbogen benutzt. Hier gab es bei viel Wind nur selten herausragende Weiten.“ Die Aussage von Czech wurde in den von böigem Gegenwind geprägten Wettbewerben bestätigt. Marscheck sprang im dritten Versuch ihre Tagesbestweite von 6,18 m und beendete nach 6,03 m im vierten Durchgang die Disziplin, um sich auf das 100 m Sprintfinale vorzubereiten.

Auch am Sonntag war die LAZ-Athletin erwartungsgemäß über 200 m nicht zu schlagen. Nach 24,28 im Vorlauf, gewann die Lehramtsstudentin in 24,07 das Finale vor Christiane Klopsch (24,24) von der LG Friedberg-Fauerbach. Für Czech war klar, „Beatrice hätte im 200 m Vorlauf deutlich unter 24 Sekunden laufen können, denn die letzten 40 m ist sie nur ausgetrabt. Im Finale zeigte sich, dass Bea derzeit wegen der Trainingsausrichtung keine zwei Topläufe binnen zwei Stunden abliefern kann.“

Silber bei den Frauen gab es für die A-Jugendliche Lisa Magel. Die Siebenkämpferin vom LAZ begann den Hochsprung fehlerfrei bei 1,60. Die Steinbacherin bewies Nervenstärke und übersprang nach 1,63 ohne Fehlversuch die 1,66 im dritten Durchgang. Den Titel gewann Bianca Schmid von der LG Friedberg-Fauerbach mit 1,84 m.

Premiere für Becker

Bei den Männern setzte sich Adrian Becker vom LAZ Gießen erstmals bei einem Weitsprungwettbewerb der Aktivenklasse gegen Remigius Roskosch (Heppenheim, 7,02) durch und siegte mit 7,09 m. Mit Fassung trug der Troher seine Disqualifikation beim 100 m-Hürdenfinale, denn weder von den Zuschauern noch seitens der anderen Finalisten war ein Frühstart von Becker erkennbar. So ging der Sieg an Sven Medenbach (15,04) von der LSG Goldener Grund, vor Konstantin Grißmer (LAZ Gießen, 15,62), der sich bei brutalem Gegenwind von 3,0 m/s zusätzlich Bronze mit 6,79 im letzten Weitsprungversuch erkämpfte.

Sensationell war der Auftritt von Laurenz Costa über 100 m der männlichen Jugend B. Der bis dahin nur im heimischen Fußball bei der TSG Wieseck aktive Schüler der Anne-Frank-Schule Linden, gewann nach den Bestzeiten im Vorlauf (11,24) und Zwischenlauf (11,23) den Hessentitel in 11,08. Qualifiziert hatte sich Costa zwei Wochen zuvor in Wetzlar beim Schulvergleich auf Regionsebene bei „Jugend trainiert für Olympia“, worauf Elmar Knappik als Leichtathletiktrainer der TSG dem Schüler Jahrgang 93 empfahl, einen Startpass beim LAZ Gießen zu beantragen, um adäquate Trainingsgefährten zu haben. „Vor rund vier Jahren habe ich beim LSC Bad Nauheim etwas in die Leichtathletik hinein geschaut. Die beiden Schulwettkämpfe in Lollar und Wetzlar haben wieder mein Interesse geweckt“, sagte der leichtathletische Rohdiamant nach dem Endlauf.

Bereits im Vorfeld der Meisterschaften stand fest, ein Sieg in den Sprints über 100 m und 200 m der B-Jugend führt nur über Cynthia Schmidt von den TSF Heuchelheim oder Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen. Ihre Vorläufe auf der Sprintgeraden gewannen beide in jeweils 12,36. Im Zwischenlauf lieferte Schmidt eine Zeit von 12,29 ab, während Strack (12,24) sich strecken musste, um Theresa Schacht (12,26) von der LG Reinhardswald in Schach zu halten. Im Finale siegte Schmidt mit Saisonbestleistung in 12,08 vor Strack, die in 12,22 zum dritten Mal an diesem Tag eine neue persönliche Bestleistung über die 100 m aufstellte.

Der Zweikampf fand über 200 m seine Fortsetzung. Beide bestritten den selben Vorlauf und befolgten die Aufforderung des hessischen Sprintkadertrainers Dominic Ulrich (Heppenheim), „aggressiv um die Kurve, und dann ausrollen lassen.“ Im Finale ging es richtig zur Sache. Beide Sprinterinnen erreichten mit klarem Abstand zur Konkurrenz parallel die 100 m-Startlinie, dann setzte sich Ann-Christin Strack kontinuierlich in Front und gewann in 24,87. Schmidt erkämpfte in persönlicher Bestzeit von 25,25 Silber. Mit ihrer Siegeszeit verbesserte die Ostschülerin Strack deutlich den bisherigen Gießener Kreisrekord von 25,44, welcher von Beatrice Marscheck 2001 in Ulm aufgestellt wurde.

Mit Gold belohnt wurde auch Julia Gerter. Die noch 15-Jährige steigerte sich direkt nach Rang zwei im Hürdensprint (14,82) im letzten Weitsprungversuch von zuvor 5,55 m auf die Siegesweite von 5,75. Voller Lob war Trainer Czech bezüglich der beiden LAZ-Mädels aus der B-Jugend: „Anni war mental Spitze und zeigte im 200 m-Finale das Toprennen ihrer bisherigen Saison“, und ergänzte, „Ähnliches gilt für Julia Gerter. Julia ist durch das Hürdenfinale noch mal richtig warm geworden und bewies in ihrem letzten Sprung nicht nur das schon lange bekannte Talent, sondern zeigte auch tolle Konzentration und Nervenstärke.“

 

 
 

Christopher Nagorr & B-Schüler-Team sind Hessenmeister

13.06.2010 - BAD HOMBURG

Die Mannschaft wurde mit 6.769 Punkten Hessischer Meister (Nico Gremm, Julius Grau, Christopher Nagorr) und stellte gleichzeitig den Kreisrekord ein (Fünfkampf  5374 LAZ Gießen Stadt und Land 26.04.2008 Gießen). Weiterhin erreichte Christopher Nagorr mit 2.275 Punkten den Hessenmeistertitel mit herausragenden Leistungen und persönlichen Bestleistungen über 60 m Hürden (10,15 sec.) sowie über 75 m (10,34 sec.). Vor der letzten Disziplin, dem 1.000 m Lauf, führte Christopher knapp mit 10 Punkten vor Severin Zentraf vom TV Dipperz. Den spannenden letzten Lauf konnte Severin zwar für sich entscheiden, doch dank eines furiosen Endspurts konnte sich Christopher Nagorr mit einem Vorsprung von 3 Punkten den Hessenmeistertitel sichern. Gleichzeitig  verbesserte er seinen in Flieden aufgestellten Kreisrekord nochmals um 90 Punkte.
Nico Gremm erzielte in seiner Altersgruppe M13 einen sehr guten 7. Platz mit herausragenden Sprintzeiten jeweils unter 10 sec. über die Hürden und 75 m. Julius Grau wurde in der Altersgruppe M12 fünfter mit persönlichen Bestleistungen  im Weitsprung, über die 60 m Hürden sowie im 75 m Sprint.

 

Issam Ammour sprintet 11,03 sec

09.06.2010 - WETZLAR

Der B-Jugendliche Issam Ammour ( LAZ / MTV Giessen) sprintete sich bei regulären Windverhältnissen mit 11,03 sec am Abendsportfest der LG Wetzlar in die hessische Spitze vor, denn in der letztjährigen Hessischen-Bestenliste hätte er damit den vierten Rang belegt. Mit der erzielten Zeit hat er auch die Norm für die Deutschen-B-Jugendmeisterschaften in Ulm ( 11,30 sec.)  am 6 -8. August sowie für die Süddeutschen B-Jugendmeisterschaften ( 11,50 sec.) in Schwäbisch Gmünd am 21-22. August  erreicht.

männliche Jugend B - Finale Wind:  I:+0,7  /  II:+0,7  /  III:+0,7  /  IV:+0,7
Rk. StNr. Name Jg. Nat. Verein Leistung  
1. 13 Ammour Issam 1993   LAZ Gießen 11,03 1./II
2. 94 Thiel Patrick 1994   LGA Rotenburg Bebra 11,35 1./III
3. 2 Daum Tobias 1993   ASC Darmstadt 11,55 2./IV
4. 27 Trenk Steffen 1994   LG BSN 11,68 6./III

 

 

LAZ Gießen sprintet Kreisrekord

10.06.2010

Mannschafts-Meisterschaften: B-Schüler weiter auf Kurs

GIESSEN (ras). Bei den leichtathletischen Mannschafts-Meisterschaften, im Schülerbereich DSMM genannt, traten im Wetzlarer Stadion Vereine aus Gießen und Wetzlar in verschiedenen Gruppen an, die sich in der Anzahl der doppelt zu besetzenden Disziplinen unterscheiden. Aber nur in der Gruppe eins, die alle altersgerechten Basis-Disziplinen berücksichtigt, wird Anfang September ein Landessieger zwischen den jeweils sechs punktbesten Vereinen ermittelt. Beste Chancen zu diesem Hessenfinale haben die B-Schüler des LAZ Gießen, die in Wetzlar einen neuen Kreisrekord in der Staffel aufstellten.

Als einziges Team trat das LAZ bei den B-Schülern in der Gruppe eins an. „Unser Ziel ist das Hessenfinale. Dazu müssten rund 6000 Punkte reichen, “ sagte ihre Trainerin Andrea Ewald zu Wettkampfbeginn. Mit 6233 Punkten erfüllten die 11- bis 13-Jungs voll die Erwartungen. Allen voran das Staffelquartett mit Marcel Jeschke, Nico Gremm und Julius Grau, das in 40,51 Sekunden über 4 x 75 m den bestehenden Kreisrekord aus 2002 um 24/100 Sekunden verbesserte. Richtig schnell zeigte sich Gremm zudem auf der 75-Meter-Sprintgeraden (9,92) und über 60 m Hürden, die er in 10,15 bewältigte. In den Sprungdisziplinen imponierte Julius Grau, der die Hochsprunglatte inklusive 1,46 m überquerte und in der Weitsprunggrube mit 4,76 m gemessen wurde. In der auf vier Disziplinen reduzierten Gruppe zwei gewann die LG Aßlar-Werdorf (3170) vor der TSF Heuchelheim, die 2943 Punkte erzielte. Die meisten Punkte für die TSF erkämpfte Moritz Horn im Sprint (10,37) und mit 4,59 m im Weitsprung.

Bei den Schülern A der Gruppe 2 musste sich die LGLO (7598) dem TV Burgsolms (7613) knapp geschlagen geben. Für die Langgönser erkämpften Niklas Peppler im Hochsprung (1,68), sowie Felix Repp über 80 m Hürden (12,14) und im Weitsprung (5,85) wertvolle Punkte. Zudem wuchtete Lucas Heinz die Vier-Kilogramm-Kugel auf achtbare 11,30 m.

Bei den C-Schülern der Gruppe eins dominierte erwartungsgemäß der TSV Nauborn mit 4693 Punkten. Kaum eine Chance, die Runde der besten sechs Teams zu erreichen, hat mit 3728 Punkten das LAZ Gießen. Ohne Punkte in der Staffel blieb die LGLO (1891), die mit ihren neun- bis elfjährigen Jungen in der Gruppe zwei antrat.

Als einziges Team trat die STG Buseck-Linden bei den Schülerinnen A in der Gruppe eins an und erkämpfte 8406 Punkte. Mit 13,03 sprintete Luca Helen Schmitt über 100 m das punktbeste Einzelergebnis (559) der Startgemeinschaft. Gewohnt stark zeigte sich Carolin Schmeel auf der 800-Meter-Strecke. Vom Start weg setzte sie sich vom Feld ab und gewann souverän in 2:30,13. Von den anderen Mädels des Teams lautstark bejubelt wurde der Hochsprung von Charlotte Urra, die mit übersprungenen 1,51 m wertvolle 511 Punkte ablieferte. Herausragend auch der Speerwurf von Alexa Peusch, die mit 31,83 m persönliche Bestleistung warf. In der Gruppe zwei startete die LG Langgöns-Oberkleen. Bei insgesamt 7445 Punkten imponierte aus der LGLO-Truppe Lisa Mayer über 100 m (12,97) und mit herausragenden 5,33 m im Weitsprung. In sechs Disziplinen wird die Gruppe drei bei den A-Schülerinnen ausgetragen. Hier startete das LAZ Gießen und erzielte 4646 Punkte. Die besten Leistungen der Gießener erzielten Lina Schäfer (2:35,69) und Paula Bodenstedt (2:36,71) jeweils über 800 m.

 

 

Marscheck mit 6,68 m in Heppenheim -  jedoch mit zu starkem Rückenwind

 03.06.2010 - HEPPENHEIM

(jth) Beatrice Marscheck ( LAZ Giessen / SV Garbenteich) nahm an Fronleichnam am Weitsprungmeeting um den Hans Baumgartner Pokal in Heppenheim teil und sprang erstmalig mit 6,68 m über die EM-Norm von 6,60 m. Leider war der Rückenwind zu stark, so dass die Leistung keine Anerkennung findet. Das Regelwerk lässt nur Leistungen mit einem Rückenwind von maximal zwei Metern  pro Sekunde zu.

Hans Baumgartner der bei den Olympischen Spielen 1972 in München die Silbermedaille im Weitsprung gewann (8,18m-), stiftetet erstmalig im neuen Starkenburg – Stadion den Siegerpokal. Er nahm auch an den Olympischen Spielen 1976 im Weitsprung teil, jedoch ohne Medaillenerfolg ebenso wie bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 und 1974. In den Jahren von 1971 bis 1974 gewann Baumgartner viermal die Deutsche Meisterschaft im Weitsprung. 1970, 1976 und 1977 wurde er jeweils Dritter. Den DLV-Rekord hingegen musste er seinem stärksten nationalen Konkurrenten, Josef Schwarz, überlassen.

„Wir sind sehr zufrieden, denn Beatrice hat hier die nationale Spitze besiegt und eine sensationelle Serie mit 6,68 m – 6,36m -6,48m- 6,58m und 6,21 m  abgeliefert. Die Sprünge waren alle super, jedoch zum Teil mit einem Rückenwind von bis zu 5 m pro Sekunde. Es ist nun nur eine Frage der Zeit bis sie die DLV – Norm offiziell knackt “ so Trainer Markus Czech.

Im letzten Versuch, der leider ungültig war, hatte sie einen Weite jenseits ihrer Bestweite von 6,73 m erzielt. „ Der Olympiastützpunkt hatte den Versuch auf eine Sprungweite  von mehr als 6,80 vermessen. Leider war er mit zwei Zentimetern ungültig gewesen und der Rückenwind wäre auch viel zu stark gewesen. Es ist nicht leicht die Sprünge bei extremen Rückenwinden zu gestalten und zu koordinieren “ so der Trainer.

Die nächste Möglichkeit die Europameisterschaftsnorm zu erfüllen  hat die Lehramtsstudentin am 12. Juni beim Springermeeting in Dillingen. Hier konnte sich Beatrice vor zwei Jahren erstmalig mit 6,62 m in die nationale Spitze springen. „ Dillingen ist ein gutes Pflaster für mich, hier versuche ich die DLV-Norm von 6,60m  erstmalig zu knacken “ so Marscheck.

 
 

Marscheck mit 6,43 m in Wesel

30.05.2010 - WESEL

(jth) Beatrice Marscheck kehrte am Sonntag an die Wirkungsstätte nach Wesel zum internationalen Springermeeting zurück. Hier hatte sie im vergangenen Jahr mit 6,73 m die WM-Norm schaffte und zugleich einen neuen Hessenrekord aufstellt. Einen Tag  nach  den Deutschen-Hochschulmeisterschaften, bei denen sie zwei Titel gewinnen konnte war es der nächste Versuch für die EM-Norm von 6,60 m.

„ Die Bedingungen waren im Vergleich zu den Hochschulmeisterschaften katastrophal, denn es war windig und kalt und der Regen zeigte sich auch das ein oder andere mal. Für Beatrice war der Wettkampf sehr wichtig, denn durch die Doppelbelastung Samstag/Sonntag gewinnt sie an Wettkampfhärte“ so Trainer Markus Czech.

Beatrice Marscheck kam in diesem Jahr nicht so richtig in Fahrt beim traditionellen Weitsprungmeeting, denn der Wettkampf startetet für die Lehramtsstudentin mit 6,09 m und einem zweiten Durchgang mit 6,28 m. Im Jahr 2009 gelang ihr dann im dritten Durchgang die Weite von 6,73m. In diesem Jahr erzielte sie im vierten Durchgang mit 6,43 m ihre Tagesbestweite. Im letzen Versuch setzte sie dann noch mal alles auf einen Karte. „ Im vorletzten Versuch hatte sie deutlich verschenk, so dass ich sie 1,5 Fuß nach vorne geholt habe. Bea war somit nun sehr eng am Brett und der Körperschwerpunkt war optimal getroffen, doch leider konnte sie den Sprung nicht bis zum Ende durchhalten. Ihr fehlt hier immer noch die Sprungerfahrung “ so Trainer Markus Czech. „Ich habe im mittleren Anlaufteil das Tempo verringert somit war ich nie auf dem Brett. Im Verhältnis zu meinen letzen Regenwettkämpfen bei der WM in Berlin und in Bad Langensalza habe ich mich schon deutlich steigern können. Die Duschschnittsweite bei schlechte Bedingungen wird besser “ so Beatrice Marscheck. Die nächste Chance auf die E-Norm bekommt die Garbenteicherin an Fronleichnam beim Hans Baumgartner Pokal in Heppenheim. Der Vizeolympiasieger von München 1972  mit 8,18 m und dreimaliger Europameister ist Ausrichter des nächsten DLV-Normwettkampfes.

Den Wettkampf in Wesel gewann Nadja Käther ( Hamburger SV) mit neuer Bestleistung von 6,66m und hat sich somit in den Kreis der EM-Anwärterinnen katapultiert. Die 21-Jährige war von ihrem Sprung nicht sonderlich überrascht: „Mein Trainer und ich hatten mit einer solchen Weite gerechnet. Ich hatte bereits aus dem Trainingslager gute Zubringerwerte.“ Auch die äußeren Bedingungen machten ihr wenig aus: „Ich bin nicht so regenempfindlich. “Selbstbewusst blickt sie nun auf die kommenden Wochen, in denen es für sie um das Ticket nach Barcelona (27. Juli bis 1. August) geht: „Das war noch nicht das letzte Wort.“ Zweite wurde WM Starterin Melanie Bauschke ( LG Nike Berlin / 6,58m) und dritte Bianca Kappler ( LC Asics Rehlingen / 6,49m).

 

 

Becker und Marscheck mit „Tripel“

29.05.2010 - FRIEDBERG/GIESSEN

(jth) Beatrice Marscheck und Adrian Becker vom LAZ Giessen  gelangen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Friedberg die ersten „Kracher“ der Saison, denn die Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, die für die Wettkampfgemeinschaft Gießen ( Uni + FH) am Start waren, holten sich das „Tripel“.  Beatrice Marscheck holte sich mit 6,53 m im Weitsprung was zugleich neuer deutscher „ADH-Freiluft-Rekord“ bedeutete und im Anschluss mit 11,80 sec im 100 m Finale den DM-Titel und Adrian Becker sicherte sich mit 7,30 m im Weitsprung überraschend seinen ersten Hochschulmeistertitel.

Knapp verpasst hat die Garbenteicherin jedoch die EM-Norm, denn zum zweiten Mal kam die Studentin der WG Gießen mit 6,53 Meter ganz nah ran, an die vom DLV geforderten 6,60 Meter - aber eben nicht drüber. "Das ist schon ärgerlich", sagte ihr Trainer Markus Czech nach dem Wettkampf, "Sie hatte die Weite locker drauf. Wir warten jetzt auf den Ausreißer. Erfreulich ist jedoch, dass Bea diese Weiten nun permanent anbieten kann".

Nach Titel Nummer eins im Weitsprung folgte zudem Titel Nummer zwei über 100 Meter. In 11,80 Sekunden gewann Beatrice Marscheck Gold, und mit dieser schnellen Zeit war sie dann auch "voll zufrieden". „ Nach den Saisoneinstand in Pliezhausen dachte ich schon, dass ich eine Zeit Ende der siebzig laufen kann. Der Vorlauf mit 12,01 sec war daher enttäuschend, doch das Finale war viel besser. Es war keine Hektik wie im Vorlauf, denn die Kombination Weitsprung / 100 m ist immer ein Vorbereitungsproblem“ so die Doppelsiegerin.

Den Überraschungs-Coup des Tages landete in Friedberg jedoch der Troher Mehrkämpfer Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck, denn im letzten Sprung erreichte er mit neuer persönlicher Bestleistung von 7,30 m seinen ersten großen Titel im Aktivenbereich. Der Lehramtsstudent steigerte sich von Versuch zu Versuch und knackte im fünften Durchgang mit 7,19 m bereits zum zweiten mal die siebener Marke. Bis zu diesem Zeitpunkt lag jedoch noch Philipp Imhof ( WG Köln ), der eine Woche zuvor in Weinheim mit 7,71 m überzeugen konnte, mit 7,28 m in Front. „ Im Vorfeld hatte ich mir einen Weite um die 7,30 m als Ziel gesetzt. Die Anlaufzeiten waren nicht so optimal. Ich konnte mich von Sprung zu Sprung verbessern und als dann im letzten Versuch die positive Stimmung der Zuschauer überschwappte, bin ich einfach angelaufen und abgesprungen. Dass ich mein Ziel auf den Punkt genau getroffen habe, ist super und eine große Motivation für die Saison“ so Becker nach dem Erfolg. Vereinskollege Konstantin Grißmer landete mit 6,88 m ebenfalls auf einem guten siebten Rang und bescherte der WG Gießen somit zwei Endkampfplatzierungen. Auch Trainer Markus Czech war vollen Lobes „ bei Addi waren die 7,30 schon lange fällig, denn seine alte Bestmarke vom Länderkampf in Bern aus dem Jahr 2006 lag bei 7,21m und auch Konny ist auf dem Weg in  Richtung der siebener Marke“.

Nastasia Lich ( LG Eintracht Frankfurt ) die ebenfalls für die WG Gießen am Start war sicherte sich im Speerwurf der Studentinnen eine Bronzemedaille mit 36,99 m. Im 100 m Hürdenlauf konnte sie einen fünften Rang in 14,47 sec hinzufügen und im Weitsprungwettbewerb erreichte sie mit 5,43 m einen achten Platz. 

Der Giessener – Student Marco Kornrumpf von LG Neu-Isenburg Heusenstamm ging in Friedberg über die 1500 m Distanz an den Start und sicherte sich mit 3:56,96 min einen guten fünften Rang in der Konkurrenz. Tags darauf sicherte sich er im 800 m Finale mit 1:55,91 min den fünften Rang. Nils Dudenhöfer ( LG Wetzlar ) erreichte nach 23,30 sec im Vorlauf das B-Finale und steigerte sich hier auf 23,09 sec, was am Ende Rang vier bedeutete. Adrian Becker ging am zweiten Wettkampftag noch im 110 m Hürdenlauf an den Start, wo er mit 15,07 sec als vierter nur knapp an einer Medaille vorbeischrammte.

Den Abschluss der Deutschen-Hochschulmeisterschaften bildeten die 4 x 100 m Staffeln. Bei den Studentinnen konnte die WG Gießen in der Besetzung: Katharina Eberling, Nastasia Lich, Laura Merten und Nina Sänger den siebten Rang in 51,40 sec hinter den Siegerinnen der Uni Paderborn ergattern. Das Sahnestückchen des zweiten Wettkampftages erreichten jedoch die 4 x 100 m Sprintstaffel der WG Gießen, denn in der Besetzung: Adrian Becker, Peter Seel, Bruno Philipp Gärtner und Nils Dudenhöfer holte sich das Quartett den DM-Titel in der Zeit von 42,47 sec vor der Uni Jena  (42,75 sec) und der Uni Tübingen ( 43,08 sec) .

 

 

Adrian Becker im „Club der 7000 er “ aufgenommen

(jth)  Man hatte fast den Eindruck, als wäre man im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten Leistungen der Athletinnen und Athleten  waren zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das LAZ Gießen Stadt und Land um seinen Vorsitzenden Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 62 Athletinnen und Athleten ein kleines, aber feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage organisiert. „Wir hatten Teilnehmer aus Göttingen, Kassel, Frankfurt, Twiste und Darmstadt. Unsere Veranstaltung wird somit weit über die Grenzen von Gießen hinaus angenommen, ein Indiz für eine tolle Familiäre-Veranstaltung “ so der LAZ-Boss.  Aus überregionale Sicht gesehen war der neue Hessenrekord im Stabhochsprung der Schüler M 15 von Fabian Christ  ( LG Eintracht-Frankfurt) das Mehrkampf-Highlight. Mit 4,40 m knackte er die von Ulrich Lehl (Usinger TSG) aus dem Jahre 1985 gehaltene Bestleistung von 4,31m sehr deutlich.

Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck und Julia Gerter LAZ Giessen / SV Garbenteich, waren die dominierenden Athleten der zweitägigen Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht, denn beide sicherten sicher die DM-Qualifikation. Der Lehramtsstudent Adrian Becker ist zudem im Club der „7000 er“ aufgenommen worden, denn mit 7031 Punkten erzielte er neue Bestleistung und knackte erstmalig die Schallmauer der 7000 Punkte im Männer-Zehnkampf.

„Es lief nicht in allen Disziplinen optimal, doch im Weitsprung, Stabhochsprung und im Hochsprung habe ich die Grundlagen für den Erfolg gelegt“ so Becker. Er startete mit 11,18 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 7,17 m weit. „ Mit 7,00 – 7,11 und 7,17 m hatte ich eine super Serie so der Grundschul-Lehramtsstudent“

Im Kugelstoßen blieb er dann jedoch mit 11,70m unter seinen Erwartungen, fand aber im Hochsprungwettbewerb recht schnell zu alter Stärke zurück und überfloppte nach langer Zeit wieder einmal 1,90m. Abschließende  51,67 sec im 400 m Lauf waren ein weiteres gutes Resultat des ersten Tages. Der zweite Wettkampftag begann mit 15,23 sec auf der 110 m Hürdenstrecke  und einer ausbaufähigen Diskuswurfleistung von 33,97m sowie übersprungenen 4,20 m im Stabhochsprung, was neue persönliche Bestleistung bedeutete. „Mit 56,72 m konnte Addi im Speerwurf dann gegen Ende des Zehnkampfes noch einmal überzeugend. Er ist auf einem guten Weg und kann nun die Deutschen-Mehrkampfmeisterschaften anpeilen.“, so sein Coach Volker Clarius, der ihn  für seinen etatmäßigen Trainer Markus Czech vertrat. Erfreulich ist von dem Mehrkampfmeeting zu berichten, dass der LAZ-Ehrenpräsident Volker Clarius im Trainergeschäft zurück ist. Es ist bewundernswert, wie der Vater der ehemaligen Spitzensiebenkämpferin Birgit Clarius mit den Zehnkämpfern umgegangen ist. „ Die zwei Tage mit Volker haben uns allen riesen Spaß gemacht. Er hat eine unheimliche Erfahrung und Wettkampfkompetenz “ so Adrian Becker am Ende des 1500 m Laufes, den er in 4:55,15 min absolvierte. LAZ-Vereinskollege Konstantin Grißmer sicherte sich in seinem ersten Zehnkampf für das LAZ Giessen ebenfalls mit 6471 Zählern die DM Norm. Seine Stärken lagen an den beiden Tagen auf der 400 m Distanz in 51,07 sec sowie 34,96 m mit der Diskusscheibe und 50,66 m im Speerwurf. Der dritte im Bunde Rouven Höfer konnte leider nach einer Muskelverhärtung im 400 m Lauf den Zehnkampf nicht vollständig beenden. „ Seine Chance für die DM-Quali wird er bei den Hessischen in Angriff nehmen“ so Volker Clarius.

 

Im Feld der weiblichen Jugend B konnte LAZ-Neuzugang Julia Gerter  ( LAZ / SV Garbenteich) mit erzielten 4569 Punkten sicher zum Saisoneinstand die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften einfahren. „ Julia hatte einen Zeh gebrochen, dass sie nun schon wieder in der Lage ist hier den Siebenkampf an beiden Tagen zu absolvieren, ist schon bemerkenswert“ so Trainer Philipp Schlesinger. Die Schülerin des Weidig - Gymnasiums startete mit 14,75 sec im 100 m Hürdenlauf und überfloppte danach 1,50 m.  Es folgten 9,24m mit der Kugel und 12,79 sec im abschließenden  100 m Sprint. Tag zwei begann mit 5,38 m im Weitsprung und 29, 33 m im Speerwurf. In der letzten Disziplin, dem 800 m Lauf zeigte sie mit 2:32,79 min noch einmal gute Kämpferqualitäten und sicherte sich so verdient den Tagessieg sowie die DM-Norm. Auf dem sechsten Rang im Klassement konnte sich Tabea Köhler ( LG Wettenberg) mit 3729 Punkten vor Victoria Münch ( Sportfreunde Burkhardsfelden / 2951 Punkte) platzieren, die achte wurde.

 Bei den Schülerinnen A, W 15 sicherte sich Alexa Peusch von der TSG Alten-Buseck mit 3101 Zählern den Kreismeistertitel vor Vereinskollegin Charlotte Urra mit 3040 Zählern und Anna Bößendörfer ( ASC Licher-Wald / 2979 Punkte). Alexa Peusch überzeugte vor allem im Weitsprung mit 4,72 m sowie einem ausgezeichneten Speerwurfresultat von 29,28 m, was zugleich auch ihr bestes Einzelresultat war. Bei den jüngeren Schülerinnen W 14 ging der Sieg in der Kreiswertung ebenfalls an eine Athletin der TSG Alten-Buseck. Es konnte sich hier Janna Muscheid mit 2939 Punkten gegen ihre Vereinskollegin Johanna Schubert ( 2856) durchsetzen.

Bei den A-Schülern M 15 konnte sich Pierre Brück ( Sportfreunde Burkhardsfelden ) mit 3010 Zählern in Szene setzen und bei den jüngeren Schülern M 14 Clemens Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar mit 3258 Punkten. Pierre Brück hatte sein bestes Tagesergebnis im abschließenden  1000 m Lauf mit 3:17,34 min den Zuschauern angeboten. Clemens Grau überzeugte im Weitsprung mit 4,52 m sowie ebenfalls im 1000 m Lauf in 3:23,52 min.

 

 

Marscheck zufrieden mit Saisoneinstand

(jth) Die Kurpfalz-Gala in Weinheim stand am Pfingst-Samstag im Fokus der besten deutschen Weitspringerinnen, denn für den ersten EM-Testwettkampf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hatten sich bei den Frauen gleich einige der bekannten Namen angesagt. Die WM-Starterinnen Bianca Kappler (LC Asics Rehlingen), Melanie Bauschke sowie Beatrice Marscheck ( LAZ Gießen / SV Garbenteich) nahmen einen ersten Anlauf auf die vom DLV als A-Norm für die EM in Barcelona (26. Juli bis 01. August) geforderten  6,60 Meter.

„Wir hatten hier in Weinheim den besten Saisoneinstand der letzen Jahre“ so das kurze und knappe Resümee  von Trainer Markus Czech. Die Lehramtsstudentin Beatrice Marscheck aus Garbenteich zeigte ein souveränes Auftreten, denn in diesem Jahr kannte sie bereits das Umfeld und die Anlage. Bundestrainer Ulli Knapp sah im ersten Sprung leider einen ungültigen Versuch doch im zweiten Versuch konnte „Bea“ gleich ihre EM-Ambitionen  unter Beweis stellen, denn mit 6,50m reihte sie sich auf dem zweiten Rang hinter Bianca Kappler ein. „ Die Sprünge drei bis fünf waren technisch nicht so sauber. Es fehlte ihr ein wenig die Spritzigkeit “ so die Kurzanalyse des Trainers. Im letzten Versuch sollte die Marscheck dann noch mal alles auf eine Karte setzen, doch leider hatte sie in der Flugphase die Füße ein wenig hängen gelassen und hat den Sprung nicht korrekt zu Ende gebracht. „ Ich war völlig überrascht, denn es stand einen Weite von 6,46 m auf der Anzeige. Hätte ich den Sprung voll durchgezogen, wäre es sehr wahrscheinlich die EM-Norm gewesen. Aus der Sache habe ich wieder gelernt und mein Motto lautet nun : Ab sofort wird jeder Sprung durchgesprungen, egal wie das subjektive Gefühl ist “ so Beatrice Marscheck. Lob  für die derzeitige Verfassung gab es nach dem Wettkampf auch vom Bundestrainer, der beim letzten Versuch bereits von seinem Sitzplatz aufgesprungen war, denn er erhoffte sich die EM-Norm. Im letzten Versuch sicherte sich Bianca Kappler mit 6,70 m nicht nur den Sieg im Sepp-Herberger-Stadion, sondern sie knackte bereits damit auch die DLV-Norm.

Im Anschluss startete dann Beatrice Marscheck noch im 200 m- Lauf. Hier konnte sie sich mit 24,15 sec gegen die vierundzwanzig Spezialistinnen als vierte ausgezeichnet behaupten. „ Die 200 m Distanz ist gut für den Saisonaufbau, denn Bea sammelt hier die notwendige  Wettkampfhärte für die kommenden Aufgaben“ so Trainer Markus Czech.

Am kommenden Wochenende stehen für das Duo Marcheck/Czech am Samstag in Friedberg die deutschen Hochschulmeisterschaften an. Hier möchte sie für die Uni Giessen ihren Titel aus dem vergangenen Jahr verteidigen. Tags darauf geht es direkt nach Wesel zum traditionellen Springermeeting. Dies  sollte ein gutes Pflaster für die LAZ-Athletin werden, denn im letzten Jahr knackte sie hier mit 6,73 m die WM-Norm für Berlin

Weitsprung A, Frauen - Finale
Datum: 22.05.2010  Beginn: 14:55

Finale

 

Rk.

StNr.

Name

Jg.

Nat.

Verein

Leistung

 

 

 

-1-

-2-

-3-

-4-

-5-

-6-

 

1.

731

Kappler Bianca

1977

 

LC Rehlingen

6,70 (+0,6)

 

 

 

6,50
+1,3

6,58
+0,0

x

x

6,58
+0,8

6,70
+0,6

 

 

 

2.

732

Marscheck Beatrice

1985

 

LAZ Gießen

6,50 (+0,4)

 

 

 

 

x

6,50
+0,4

6,31
+0,9

x

6,28
+2,8

6,46
+1,0

 

 

 

3.

778

Rath Claudia

1986

 

LG Eintracht Frankfurt

6,50 (+1,1)

 

 

 

 

6,43
+0,6

x

6,33
+1,1

6,50
+1,1

6,33
+0,9

x

 

 

 

 

 

Beatrice Marscheck  bei den "Krummen Strecken" erfolgreich

16.05.2010 - Pliezhausen

(jth)  Beatrice Marscheck (LAZ Giessen / SV Garbenteich) hat am Sonntag beim Meeting der "Krumme Strecken" in Pliezhausen für einen guten Saisoneinstand gesorgt. Die Sportstudentin unterzog sich gemeinsam mit Bianca Kappler (LC asics Rehlingen) und Christian Reif (ABC Ludwigshafen) im Schönbuchstadion einem ersten Schnelligkeitstest.

"Auf den krummen Strecken steckt die Magie der Zahlen noch nicht so im Vordergrund", begründet DLV-Sprung-Teammanager Uli Knapp, warum er mit seinen Weitspringern  auch diesmal wieder nach Pliezhausen fuhr. "Die 150 m sind die ideale Unterdistanzstrecke für die 200 Meter-Läufer, die 80 Meter für die Schnelligkeit zum Einrollen", sieht Uli Knapp den trainingsmethodischen Vorteil der krummen Strecken. "Pliezhausen war zudem wieder ein großes Familientreffen zu Saisonbeginn in traumhafter Lage im Schönbuchstadion."

Das Wetter meinte es zur 26. Auflage nicht gut mit den 550 Athletinnen und Athleten aus  14 Nationen. Kalte Temperaturen von nur 10 Grad Celsius machten es den Läufern und Läuferinnen nicht einfach Top Leistungen abzurufen.

Für Beatrice Marscheck startetet das Abenteuer „Krumme Strecken“ mit den 80 m Finallauf. Mit 9,91 sec konnte sie sich hinter der Siegerin Sara Jäpel (Dresdner SC / 9,84 sec) überraschend auf den zweiten Rang platzieren. „ Gerade auf der kurzen Distanz ist der Start der Erfolgsfaktor. Es sieht schon ganz gut aus bei Bea“ so Trainer Markus Czech. Ihre Weitsprungkollegin Bianca Kappler ( LC Rehlingen) blieb mit 10,07 sec über der Schallmauer der 10 sec Marke.

Zum Abschluss stand dann die ungewohnte 150 m Distanz auf dem Programm für die Studentin aus Garbenteich. „ Der zweite Rang hinter Sara Jäpel mit 17,94 sec ist überraschend gut. Teammanager Uli Knapp traute Bea nach den Trainingsleistungen eine Zeit um die 18,20 sec zu. Das Trainingslager in Portugal war also im Bereich der Grundschnelligkeit erfolgreich. Froh bin ich, dass wir ohne Verletzung die Heimreise antreten konnten“ so der Kommentar von Markus Czech. Bianca Kappler erreichte nach 18,45 sec den Zielstrich der krummen Strecke. Marscheck wird am Pfingstsamstag in Weinheim erstmalig in dieser Saison in das Weitsprunggeschäft einsteigen. Bei der Kur-Pfaz-Gala wird sie auch auf ihre WM-Kolleginnen Melanie Bauschke ( Berlin) und Bianca Kappler ( Rehlingen) treffen.

80 m Frauen

 

+0,2

 

 

 

 

1.

 

Jäpel, Sara

1989

 

 

Dresdner SC

9,84

 

sec.

 

 

2.

 

Marscheck, Beatrice

1985

 

 

LAZ Gießen

9,91

 

sec.

 

 

3.

 

Elsler, Josefina

1991

 

 

SC Rönnau 74

9,97

 

sec.

 

 

4.

 

Kappler, Bianca

1977

 

 

LC Rehlingen

10,07

 

sec.

 

 

5.

 

Habitzel, Sophia

1991

 

VfL Sindelfingen

10,32

 

sec.

 

 

150 m Frauen

 

 

 

16.05.2010

 

Rangfolge Zeitläufe

1.

 

Jäpel, Sara

1989

 

 

Dresdner SC

+0,0

 

17,92

 

sec.

 

 

2.

 

Marscheck, Beatrice

1985

 

 

LAZ Gießen

+0,0

 

17,94

 

sec.

 

 

3.

 

Taslakian, Gretta

1985

 

LIB

Libanon

+0,0

 

18,10

 

sec.

 

 

4.

 

Frey, Carina

1994

 

 

LG Kurpfalz

+0,0

 

18,16

 

sec.

 

 

5.

 

Kappler, Bianca

1977

 

 

LC Rehlingen

+0,0

 

18,45

 

sec.

 

 

6.

 

Grompe, Katharina

1993

 

 

LG Olympia Dortmund

+0,0

 

18,48

 

sec.

 

 

7.

 

Mannebach, Ina

1990

 

 

LG Olympia Dortmund

+0,0

 

18,83

 

sec.

 

 

8.

 

Chabrová, Marta

1991

 

CZE

Tschechien

-0,5

 

18,84

 

sec.

 

 

9.

 

Habitzel, Sophia

1991

 

VfL Sindelfingen

-0,5

 

18,85

 

sec.

 

 

10.

 

Putalova, Iveta

1990

 

SLO

Slovenien

+0,0

 

18,93

 

sec.

 

 

11.

 

Schmidt, Lena

1989

 

 

LG Hilden

+0,0

 

19,07

 

sec.

 

 

12.

 

Lindenmayer, Sabrina

1989

 

VfL Sindelfingen

-0,5

 

19,11

 

sec.

 

 

13.

 

Balke, Janina

1991

 

 

LG Olympia Dortmund

+0,0

 

19,24

 

sec.

 

 

 

 

HM-Langstaffel

16.05.2010 - STEINBACH

hinterer Reihe vl.: Nico Gremm, Clemens Grau, Vincent Größer , Karsten Kopp, Dennis Bock, Patrick Bock, Christopher Nagorr, Julian Leinweber - Es fehlt: Marcel Jeschke

vordere Reihe vl. Franziska Bock, Seline Werdecker, Selina Hildebrand

(jth) Kalte Temperaturen, ein wenig Sonne aber trotzdem tolle Leistungen, so in kurzen Worten die Beschreibung der Hessischen Langstaffelmeisterschaften in Steinbach im Taunus. Erich Gebhardt, verantwortlicher LAZ-Trainer vor Ort, hatte insgesamt vier Staffeln zu betreuen. Überraschen konnten im neuen Stadion die 3 x 1000 m Staffel der Schüler B des LAZ Giessen.

„Alle drei Läufer konnten ihre persönliche Bestzeit steigern, so dass am Ende ein sehr guter 5. Platz in 10:14,87 min errungen werden konnte. Startläufer Marcel Jeschke konnte lange Zeit in der Spitzengruppen mitlaufen und übergab auf Platz 5. liegend an Julian Leinweber, der diese Position verteidigen konnte. Da die Konkurrenz weit enteilt war, lief Schlussläufer Christopher Nagorr ein einsames Rennen gegen die Uhr und brachte somit Platz 5 sicher ins Ziel “ so das Resümee des Trainers. Achtbar schlug sich im Taunus die Schülerinnen B-Staffel mit Selina Hildebrand, Seline Werdecker und Franziska Bock. „Zwar konnten sie gegen die 800m-Spezialistinnen nur zu Anfang mithalten, doch liefen sie mit den herausgestoppten Einzelzeiten alle persönliche Bestleistung und konnten sie sich über Platz 8, in 8:49,04 min freuen“ so die einheitliche Meinung der Trainercrew.

Die Schüler A des LAZ Giessen, die schon am Vortag bei der Regionsmeisterschaften in Flieden im  Einsatz waren, merkte man den Kräfteverschleiß deutlich an, so dass sich das Trio Vincent Größer, Clemens Grau, Nico Gremm mit 10:35,80 min  und dem erkämpften12. Platz recht achtbar schlugen.

Die männliche Jugend A konnte mit der Zeit von 9:54,36 min Rang vier in der 3 x 1000 m Staffel mit nach Hause nehmen . Startläufer Patrick Bock konnte  600m in der Spitzengruppe mithalten, musste aber dann abreißen lassen, und übergab an Position 4 liegend an Karsten Kopp, der versuchte den Rückstand zum Feld nicht noch größer werden zu lassen. „Bei der Wechselübergabe auf Schlussläufer Dennis Bock, berührte Kopp den Laufschuh von Dennis, so dass dieser seinen Schuh verlor und er das Rennen mit nur mit einem Laufschuh zu Ende bringen musste. Aus dieser Sichtweise heraus eine sehr lobenswerte und kämpferische Einstellung “ so Erich Gebhardt.

 

DMM / DJMM in Heuchelheim ( Bildergalerie klicken auf das Bild)

 

                                                                                                                                  Teambilder: Markus Bock

 

Christopher Nagorr mit neuem Kreisrekord

04.05.2010 - ALSFELD

Christopher Nagorr vom LAZ Giessen / TSG Lollar stellte am vergangenen Sonntag bei der Bahneröffnung in Alsfeld- Erlenstadion einen neuen Kreisrekord im Stabhochsprung der Schüler B M 12 auf. Mit übersprungenen 2,22 m knackte der  Athlet von Trainerin Andrea Ewald die alte Marke von Frank Lösel ( LAZ / SV Garbenteich) aus dem Jahre 1983. Frank Lösel sprang damals in Wiesbaden 2,10 m hoch. „Wäre der Wettkampf wegen Regens nicht abgebrochen worden, wäre noch die ein oder andere Höhe mehr drin gewesen“ so die Trainerin.

 
 

Becker imponiert bei Saisoneröffnung in Wetzlar

04.05.2010 - WETZLAR

(ras) »Es war schon ein Risiko, den 1. Mai für die Wetzlarer Bahneröffnung auszuwählen«, bekannte Rainer Finkernagel, Regions-Leichtathletik-Koordinator sowie »Chef« der LG Langgöns-Oberkleen. Allerdings nutzten viele Leichtathleten aus dem Großraum Frankfurt und dem Westerwald die Veranstaltung zu einer ersten Saisonüberprüfung, sodass sich über 150 Teilnehmer Maßstäbe für die Freiluftsaison setzten. Einen achtbaren Saisoneinstieg in dem vom Umbau geprägten Stadion lieferte Adrian Becker vom LAZ Gießen ab.
 
Im Speerwurf blieb der Troher mit 58,04 m nur rund eineinhalb Meter unter seiner Vorjahresbestleistung. Aber auch mit seiner Siegesweite von 6,86 m im Weitsprung und Platz zwei bei 35,06 m mit dem Diskus konnte der Mehrkämpfer imponieren. Auf Platz zwei und drei im Weitsprung landeten hinter Becker mit Johannes Remy (6,01) und Maximilian Remy (5,87) zwei weitere LAZ-Athleten. Noch weiter als Becker ließ jedoch der für die LG Wetzlar startende Nico Althenn den Speer fliegen. Der A-Jugendliche und Neunte der deutschen Jugend-Bestenliste des Vorjahres aus Ebersgöns toppte bereits jetzt mit 65,06 m seine persönliche Bestleistung, was Erwartungen für den weiteren Saisonverlauf weckt.

Flotte Läufe bot mit Jennifer Maedicke auch ein Mädel der LGLO. Maedicke gewann den Sprint der W14 in 13,57 s und setzte zudem über die Hürden in 13,43 s die Maßstäbe. Den Hochsprung schloss die Herderschülerin mit 1,44 m auf Rang zwei ab. Rang drei im Sprint der W14 eroberte Verena Ludwig (LAZ Gießen) in 13,98 s. Über die 100 m gelang Svenja Rühl von den TSF Heuchelheim eine Bestleistung von 13,40 s und damit die zweitschnellste Tageszeit der W15. Diese mit 15 Starterinnen besetzte Disziplin gewann Luisa Debus (TV Burgsolms) in 13,01 s. Debus siegte auch über 300 m (43,67 s), diesmal vor Carolin Schmeel vom TV Großen-Linden, die nach 44,59 s die Ziellinie überquerte. Über Rang drei im Hochsprung der W15 darf sich Leonie Weiß (TSF Heuchelheim) freuen, die in Wetzlar erstmals die Höhe von 1,41 m überwand.

 

 

Ergebnisse der Bahneröffnung

Bildergalerie Bahneröffnung

 

 

Gutes Wetter bringt großen Zuspruch

27.04.2010 02:00 Uhr - GIESSEN

Bahn-Eröffnung auf der Schulsportanlage Gießen-West - Zeitplan erstmals erfüllt - Knapp 300 Nachwuchsakteure vor Ort

GIESSEN (jth). Startschuss zur Bahn-Eröffnung der Leichtathleten auf der Schulsportanlage im Stadion Gießen-West: Nun laufen, springen und werfen sie wieder, die Nachwuchs-Asse. Und kämpfen um nationale und internationale Meisterlorbeeren. Der Leichtathletik-Kreis um den Vorsitzenden Eckhard Paul lud zur Bahn-Eröffnung mit integrierten Kreis-Blockmehrkämpfen ein. Bei optimalen Witterungs-Bedingungen folgten fast 300 Schülerinnen und Schüler aus knapp 30 Vereinen der Einladung.

„Die Veranstaltung findet seit mehreren Jahren auch großen Anklang bei Vereinen, die nicht aus dem Kreis Gießen kommen. Gerade der Zulauf aus dem Rhein-Main-Gebiet ist enorm groß. Erstmalig konnten wir den ausgegebenen Zeitplan einhalten, mein Dank geht deshalb an alle Kampfrichter und Helfer“, so Eckhard Paul.

Felix Repp von der LG Langgöns-Oberkleen überzeugte im Sprint der Schüler M15 mit 2578 Zählern als Sieger. Vor allem sein Hochsprungergebnis von übersprungenen 1,64 m erfreute die Lang-Gönser Trainer-Crew. Bei den Schülern M14 sicherten sich die LAZ-Athleten Chanatip Steinmüller (2067) und Clemens Grau (2054) die vorderen Ränge der Kreismeisterschafts-Wertung.

Die beste Tagesleistung aus heimischer Sicht ging bei den A-Schülerinnen W15 auf das Konto von Charlotte Urra von der TSG Alten-Buseck mit 2232 Punkten im Sprint. Die Athletin von Klaus Moch lieferte mit 13,67 sec im Hürdensprint und 4,49 m im Weitsprung ansprechende Leistungen zum Einstand ab. Carolin Schmeel (TV Großen-Linden) sicherte sich im Lauf mit 2117 Punkten und Alexa Peusch im Wurf mit 2199 Punkten jeweils die interne Kreismeisterschaftswertung der W15.

Im Sprint der Schülerinnen W14 setzte sich Jennifer Maedicke von der LG Lang-Göns/Oberkleen mit 2349 Zählern als Rangzweite gut in Szene. Ihre besten Disziplinen hatte die LG-Athletin mit 13,59 sec im Sprint und 4,72 m im Weitsprung. Luca Schmitt vom TV Großen-Linden war im Wurf die einzige heimische Athletin und sicherte sich 2328 Zähler. Ihre überragenden Ergebnisse lieferte sie im 100 m Sprint mit 12,93 sec sowie im Weitsprung (4,97 m) ab.

Bester heimischer Fünfkämpfer bei den Schülern M13 war Nico Gremm (LAZ Gießen/MTV Gießen), der sich mit 2186 Zählern hinter dem Sieger Eike Kratzsch (VfL Wolfhagen/2385) als Fünfter platzierte. Seine 10,16 sec im 75-m-Sprint und 10,11 sec im Hürdensprint waren die Grundlagen für den Kreismeistertitel. Bei den jüngeren Schülern (M12) lieferten die heimischen Athleten ausgezeichnete Leistungen ab. Christopher Nagorr (2153) und Julius Grau/2053), beide vom LAZ Gießen/TSG Lollar, sowie Adrian Becker (1957/LG Treis) lieferten sich ein packendes Duell. Christopher Nagorr sicherte sich wichtige Punkte mit seinen 10,42 sec im Sprint sowie guten 4,57 m im Weitsprung. Julius Grau stand ihm mit 10,49 sec im Sprint und ebenfalls erzielten 4,57 m im Weitsprung nicht nach. Entscheidend zum Sieg waren die ausgezeichneten 49 m im Ballwurf von Christopher Nagorr. Adrian Becker gelang mit 11,26 sec ein ordentliches Hürdenergebnis.

Im Feld der Schülerinnen W13 behauptete sich Luisa Rückel (KSG Bieber) mit 2390 Punkten und neuem Kreisrekord als Fünfkampfsiegerin. Der Schlüssel zum Erfolg im Stadion-West waren gute 45,5 m mit dem Schlagball und 10,58 sec im 60-m-Hürdenlauf. Zudem gelang ihr im Weitsprung mit 4,73 m der weiteste Satz in ihrer Konkurrenz.

Stefanie Weiß vom LAZ Gießen/ TV Großen-Buseck trat als zweitbeste Fünfkämpferin die Heimreise an. Die Athletin von Reinhard Böttner zeigte durchweg ausgeglichene Leistungen und hatte mit 45 m im Schlagballwurf ihr bestes Tagesergebnis zu verzeichnen. Marie Spenner (TSG Alten-Buseck/2137) als Dritte und ihre Zwillingsschwester Theresa Spenner (TSG Alten-Buseck/2079) als Fünfte rundeten die Busecker Erfolge ab. Bei den Schülerinnen W12 erreichte mit Tamia Hill eine weitere Alten-Buseckerin mit Rang vier (2031) eine gute Bilanz. Den Dreikampf der Schüler M11 gewann Matthias Urra (TSG Alten-Buseck) mit 1029 Punkten vor Marcel Jeschke (LAZ/1020) und Kilian Ortwein (LG Treis/1011). Im Dreikampf der Schüler M10 setzte sich mit Noah Bergmann-Franke ein Athlet der LG Treis mit 1058 Zählern durch. Max Lechner (LAZ/905) und Jan Keil (LAZ/896) hießen die nächsten Platzierten aus heimischer Sicht.

Bei den Schülerinnen W11 gelang der LG Treis mit Hannah Becker (1268) dank eines ausgezeichneten 50-m-Laufs in 7,89 sec der Sieg vor Deborah Spatz (LG Wettenberg), die mit 41,50 m im Schlagballwurf ihr bestes Einzelresultat eingefahren hatte. Auf Rang drei platzierte sich Julia Wagner (TSG Alten-Buseck/1237), vor allem aufgrund des besten Weitsprung-Ergebnisses (4,04 m).

Im Dreikampf der Schülerinnen W10 lief Chiara Herzberger von der LG Treis mit 1010 Zählern hinter der Siegerin Pauline Grabiger (LC Steinbach/1025) als Dritte ein. Pauline Drescher von der LG Wettenberg (1009) und Annabell Marker (TV Großen-Linden/988) waren die nächsten Platzierten.

Auch die jüngste Altersklasse der Schüler D (M9/M8) war im Stadion West aktiv. Bei den Schülern M9 setze sich Hanno Brach vom LAZ Gießen mit 852 Punkten vor Vereinskollege Philipp Luh (840) und Tizian Ortwein (LG Treis/811) durch. In der Altersklasse M8 gab es einen Sieg von Nils Muskau (LG Wettenberg/848) vor Sebastian Oertel (LAZ/746) zu verzeichnen. Dritter wurde hier Björn Langer von der LG Wettenberg (730).

Kyra Seidlmann vom TV Großen-Linden landete mit 1044 Punkten vor ihrer Vereinskameradin Hannah Weinandt (939). Frederike Wagner (Rang vier/935) und Hannah Ulferts (Platz fünf/921) zeigten, dass in dieser Altersklasse der TV Großen-Linden dominieren. Bei den jüngsten Schülerinnen (W8) gelang Lena Reuschling von der LG Wettenberg mit 897 Zählern vor den beiden Lindenerinnen Laura Atzbach (717) und Julia Schwarz (812) der Sieg.

 

   
 

Frühjahrsvolkslauf

28.03.2010 - GIESSEN

 
Video 10 km - Start - VfB-Frühjahrslauf 2010

Bilderlink

40. Int. Frühjahrs-Volklauf
"Rund um den Schiffenberg" am 28. März 2010 in Gießen/Philosophikum I

   
 

Anstieg am Wendepunkt teilt das Feld auf

25.03.2010 - LOLLAR

Neue Herausforderungen auf "alter" Strecke bei Bezirks-Cross-Meisterschaften - Hanna Rühl gewinnt Langstreckenlauf

LOLLAR (ras). Wie bereits bei den Gießener Kreis-Crossmeisterschaften vor zwei Jahren bot nun auch die TSG Lollar bei den Cross-Meisterschaften des Alt-Bezirk Gießen Strecken im Bereich des "Lollarer Kopfes" mit Start und Ziel an der Sporthalle Süd an. Neu war allerdings die Streckenführung bei allen Distanzen zwischen den 1000 m der jüngsten Schülerklassen und der abschließenden Männer-Langstrecke über 7760 m.

Einen starken Eindruck hinterließ dabei Jens Freese (LG Treis) als Gesamtzweiter über die Mittelstrecke und Fünfter der Langdistanz. Heimische Siege gab es bei den Frauen durch die B-Jugendliche Patricia Bock (Mittelstrecke) und Hanna Rühl (Langdistanz), die beide für das LAZ Gießen starteten.

Eröffnet wurden die Läufe mit der 2195 m langen Mittelstrecke für Männer, Frauen und die Jugendlichen. Hier siegte Tobias Schulz vom FV Wallau nach 7:09 Minuten. Platz zwei ging mit 23 Sekunden Rückstand an Jens Freese (7:32) von der LG Treis. Im Kampf um Rang drei musste sich Christof Röhl (7:44) von der TSG Alten-Buseck dem A-Jugendlichen Moritz Weiß (TV Großen-Linden/7:43) im Zielsprint knapp geschlagen geben. "Der Schlussanstieg vor der abfallenden Geraden zum Ziel machte noch mal richtig zu schaffen," äußerte sich Moritz Weiß anschließend. Bei den Frauen lieferten sich zwei Jugendliche einen engen Kampf. Es gewann die B-Jugendliche Patricia Bock vom LAZ Gießen in 9:08 min vor ihrer Vereinskameradin Franziska Rachowski (9:10), die nun der A-Jugend angehört. Der Bezirkstitel der Frauen ging durch Simone Horn (10:42) ebenfalls an das LAZ.

Bei den Schülern der Altersgruppe D wurde eine Wendepunktstrecke über 1000 m durchgeführt, die auf dem Anstieg direkt nach dem Start - wie auch in allen anderen Läufen - die Felder bereits kräftig auseinander zog. In der W9 konnte sich Selina Schütz (4:43) vom TV Großen-Linden als Zweite hinter Johanna Michel (TSV Nauborn/4:31) beglückwünschen lassen. Im selben Lauf holte sich Luisa Müller (ASC Licher Wald/4:54) den Sieg in der W8. Auf Rang zwei folgte Lara Riedel (5:02) von der LG Wettenberg. Bei den Jungs der M9 lieferte Tizian Ortwein (LG Treis) ein souveränes Rennen ab und gewann in 4:14 min mit einem Vorsprung von 14 Sekunden. Platz zwei der M8 eroberte Tim Schneider von der LG Wettenberg in 4:52 min.

Die Läufe der C-Schüler wurden über 1250 m ausgetragen. Als mit Abstand Schnellste der insgesamt 26 Mädels aus W10 und W11 zeigte sich Franziska Bock vom LAZ. Sie gewann die W11 in 5:04 min. Bei den Jungs durchliefen die Treiser Kilian Ortwein (4:57/M11) und Noah Bergmann-Franke (5:20/M10) jeweils als Dritte ihrer Klasse die Zielgasse. In der Altersgruppe B betrug die Wendepunktstrecke 1500 m. Durch Chiara Schneider (6:41) und Yasmina Harsy (6:48) erkämpften sich in der W12 zwei Mädels des ASC Licher Wald die Plätze eins und zwei. Bei den Jungs der M13 musste sich Niklas Harsy (ASC Licher Wald/5:45) dem Ettingshausener Fabian Kraft (5:42) knapp geschlagen geben. In der M12 belegten Jonathan Seidel (LG Langgöns-Oberkleen/5:47), Christopher Nagorr (LAZ/5:53) und Lukas Müller (ASC Licher Wald/5:54) die Podestplätze.

Die Schüler und Schülerinnen A absolvierten ihr Rennen auf einer 2195 m langen Runde. In starken 8:58 min gewann Carolin Schmeel (TV Großen-Linden) die W15 vor Louise Schlüter (9:03) vom ASC Licher Wald. Hinter Dominic Schröder (8:17) von der LG Wetzlar, überquerten Chanathip Steinmüller (LAZ/8:42) und Johannes Schlüter (ASC Licher Wald/9:06) als Zweiter und Dritter der M14 die Ziellinie.

Auf der Männerlangstrecke über vier Runden war Rolf Schüler (27:49) vom LC DIABÜ Eschenburg nicht zu schlagen. Es folgte Ralf Nowak (Blau-Gelb Marburg), der in 28:13 min hinter Schüler auch Rang zwei der M45 erkämpfte. Gesamtrang vier ging an den M40 Gewinner Jens Möbus (28:50) von der LG Wettenberg. Ein weiteres Mal flott unterwegs zeigten sich Jens Freese (LG Treis/30:24) und Christof Röhl (TSG Alten-Buseck), der in 31:45 Rang zwei der M35 belegte. Als Schnellste ihrer Altersklassen zur Siegerehrung gerufen wurden Jürgen Wissner (LAZ/33:22) aus der M55, Wendelin Häusler (LGV Marathon/35:18), der sich den Titel der M60 sicherte, sowie Stefan Behrens (36:41) und Helmut Scholtz (beide LG Wettenberg/36:43) aus der M60 und M65. Bei den Frauen, die drei Runden von insgesamt 5890 m absolvierten, gewann Hanna Rühl (LAZ) in 24:43 min in der Frauenwertung und die Hauptklasse. Rang zwei ging an die W30 Gewinnerin Katja Mergenthal (25:07) von der SG Fronhausen. Mangels Konkurrenz konnte an Eva Rühl (LAZ/35:37) aus der W50, Brigitte Perner (LG Wettenberg/37:24/W60) und Hannelore Friedl (TV Großen-Linden/39:31/W65) kein Altersklassentitel vergeben werden.

 

Sportfunktionäre gehen in Offensive – Kritik am Standort Miller Hall

13.03.2010 05:04 Uhr - GIESSEN

Von Rüdiger Dittrich und Hans-Ulrich Winter

Walter Müller und Henry Mohr sind alte Fahrensleute, was das Sportfunktionärsdasein angeht. Müller ist Vorsitzender des größten Gießener Sportvereins MTV 1846, engagiert sich seit Jahren in Sportgremien der Stadt, beeindruckt durch seinen Einsatz für Kinder- und Jugendsport, ist ein Vereinsmensch, ohne Vereinsmeier zu sein, weiß, dass der Sport nicht nur bewegen, sondern auch sich bewegen muss, um zukunftsfähig zu sein. Seit bereits 25 Jahren plädiert er in der Stadt für nachhaltige Förderung und bedarfsgerechte Sportstättenplanung.

Gießen aber sei, so sagt er, „ein Flickenteppich, in dem die agierenden Politiker sich selbst Denkmäler setzen wollen und Steuergelder für sinnlose Vorhaben verschwenden, anstatt sich mit den Fachleuten abzusprechen.“ Das ist deutlich.

Henry Mohr, der als Kreisfußballwart seit einem Jahrzehnt die Geschicke der Sportart Nummer eins in Gießen und Umgebung lenkt, sieht das ähnlich. „Am Ende ist es so, dass man sich völlig schizophren vorkommt, weil man als Sportler plötzlich gegen einen Fußballplatz ist.“ Mohr bezieht sich dabei auf den Kunstrasenplatz an der Miller Hall, der „an diesen Standort nicht gehört. Ansonsten sind wir natürlich für jeden Sportplatz. Aber braucht Gießen noch einen? Vor allem an dieser Stelle?“ Mohr und Müller gehen in die Offensive, fühlen sich als Sportler bzw. Sportkommissionäre als „Abnicker in bedeutungslosen Gremien“ fehl behandelt. Nachhaltige Sportstättenentwicklung jedenfalls sei so nicht möglich.

Tatsächlich ist Gießen ein seltsames Pflaster. Während in Marburg und Wetzlar auf den ersten Blick Sportzentren entstanden sind, an denen sinnvoll und koordiniert Vereins- und Trainingsarbeit möglich ist, wird in Gießen geflickt, gebastelt, laviert. Vor Jahren wurde der staubtrockene Blau-Weiß-Hartplatz für viel Geld vermeintlich saniert, dann wieder aufgerissen, dann wieder saniert. Jetzt soll er möglicherweise der Landesgartenschau weichen. Seit Jahren bemühen sich der TSV Kleinlinden und TSV Rödgen um adäquate Lösungen, was ihr Sportgelände angeht, gebaut wurde ein Kunstrasen beim VfB 1900. Für viel Geld wurde zudem der Betonplatz am ehemaligen TÜV für einen B-Ligisten ohne Jugendarbeit hergerichtet, bei dem nicht absehbar ist, wie lange es ihn noch gibt.

„Es gibt keine Bedarfsplanung, keine Idee zur Sportstättenentwicklung, es ist alles Kraut und Rüben“, kritisiert der auch im sportpolitisch relevanten Freiburger Kreis engagierte Müller, der in vielen Städten sich umgesehen hat, wie es besser gehen könnte.

Ein Jahrzehnt alt ist mittlerweile die Präsentation von Walter Müller, ein Sportzentrum unter Einbeziehung des VfB 1900 Gießen, der heimischen Wirtschaft und der Uni am Kugelberg zu schaffen. Im Clubraum des MTV 1846 klatschte die Polit- und Funktionärsprominenz damals eifrig Beifall, die Idee auch nur in Ansätzen aufgegriffen wurde aber nicht. „Es sind halt immer mal wieder Wahlen, da wird sich immer neu positioniert“, glaubt Müller an politische Akteure, denen es „nicht immer um die Sache geht.“

Aktuell für Müllers und Mohrs Vorstoß ist die allgegenwärtige Diskussion um Landesgartenschau und den Blau-Weiß-Sportplatz. „Da spricht der Sport endlich mit einer Stimme“, freut sich Mohr, dass die Solidariät mit dem engagierten Stadtverein nicht bröckelt. Auch hier gebe es „eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man die Blau-Weißen an ihrem Standort belassen kann“, sagt Müller, der bei den zuständigen Stellen zeitig eine „Umwidmung der Gelder“ beantragt hatte. „Der Kunstrasen, der jetzt an der Miller Hall gebaut wird, hätte in der Nähe der Theodor-Litt-Halle seinen Zweck wesentlich besser erfüllt“, sagt der 65-Jährige. Blau-Weiß hätte seinen Standort erhalten können, Theo-Litt- über Pestalozzi- bis zur Landgraf-Ludwig-Schule wären im Einzugsgebiet, um ihren Sportunterricht dort abzuhalten. Die Freie TSG könnte ebenfalls partizipieren. Nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt: Auf einem Kunstrasen wäre die gerade noch mit dem Integrationspreis ausgezeichnete Jugendarbeit der Blau-Weißen noch besser voranzutreiben als auf dem knallharten Rotascheplatz. „Aber nein, es muss ja die Miller Hall sein“, sagt Müller.

Was aber haben die Sportfunktionäre gegen einen schönen Kunstrasen im Norden Gießens? „Es kostet letztlich zuviel Geld, Steuergeld, es ist viel weniger zentral als beispielsweise in der Ringallee, wo zudem mehr Schulen angesiedelt sind. Zudem haben sich die Politiker offenbar keine Gedanken über Pflege und Folgekosten gemacht“, weiß Müller als MTV-Vorsitzender wovon er spricht. An der Miller Hall müsse die Infrastruktur komplett neu geschaffen werden, zudem sei es von städtischer Seite notwendig, die Platzpflege zu organisieren und regelmäßig durchzuführen.

„Wie wir vom MTV her sehr genau wissen, bedarf ein Kunstrasen ähnlich intensiver Pflege wie ein Naturrasen. Wenn nun sich täglich Vereine abwechseln, fühlt sich sicher keiner zuständig.“ Und Mohr ergänzt: „Der Platz ist dann ruckzuck hinüber.“ Einen weiteren Aspekt bringt der Kreisfußballwart, der auch Jugendtrainer bei seinem Stammverein TSV Allendorf/Lahn ist, zudem ins Spiel: „Klar würden wir auch mal die Kinder in vier, fünf Autos packen und dann da hochfahren zum Training. Aber ist das im Sinne des Erfinders? Ein Platz relativ weit draußen, wo dann alle möglichen Vereine abwechselnd mit ihren Autos anrücken, um hinzukommen? Umweltfreundlich ist das auch nicht gerade.“ Aber dafür könne ja dann die „Blümchenschau“ herhalten, wie Müller süffisant formuliert. Was ihn auf den nächsten Punkt bringt: „Weder Henry noch ich sind gegen eine Landesgartenschau. Warum aber ein Sportplatz darin nicht integrierbar sein soll, das kann keiner erklären. Ich habe auch Planer gesprochen, das sind innovative und kreative Leute, die hätten das hinbekommen.“ Und merkt an: „Den Planern wurden offenbar falsche Vorgaben gemacht. Vielleicht ist es ja gewollt, dass Blau-Weiß da weg soll.“

 

 

Dreimal weit, aber dreimal übergetreten

02.03.2010 - GIESSEN               

Deutsche Hallenmeisterschaft: Enttäuschung für Beatrice Marscheck im Weitsprung - Persönliche Bestleistung im Sprint

(jth/wi). Mit einer durchwachsenen Bilanz kehrte Beatrice Marscheck (LAZ Gießen/SV Garbenteich) von den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik aus Karlsruhe zurück nach Mittelhessen. Im Weitsprung hatte Marscheck, die im Verlauf der Wintersaison drei Erkältungen und ein Magen-Darm-Virus immer wieder im Training zurückwarfen, drei ungültige Versuche. Besser lief es über 60 m, wo die Garbenteicherin zwar im Halbfinale ausschied, mit 7,60 Sekunden aber eine persönliche Bestzeit aufstellte und Zwölfte wurde.

Im dritten 60-m-Vorlauf hatte es die Lehramtsstudentin mit der WM-Bronzemedaillengewinnerin Cathleen Tschirch ( Bayer Leverkusen ) und der deutschen Jugendmeisterin Tatjana Pinto (LG Ratio Münster) zu tun. Nach einem vorausgegangenen Fehlstart kam Marscheck nicht optimal in Tritt" Die ersten drei vier Schritte waren nicht so das Gelbe vom Ei", kommentierte Marscheck ihre 7,66 Sekunden und rechnete ebenso wie Trainer Markus Czech mit dem Ausscheiden. Doch plötzlich erschien ihr Name doch in der Halbfinalliste.

Mit einer guten Reaktionszeit von 0,160 Sekunden verließ die Garbenteicherin den Startblock, doch auch diesmal waren die ersten Schritte "ein bisschen vergurkt" (Czech). Dennoch sprang am Ende Rang zwölf mit neuer Bestzeit von 7,60 Sekunden heraus. "Mein heimliches Ziel waren 7,57 Sekunden, das ist nur knapp daneben gegangen", war die 25-Jährige mit dem Resultat ganz zufrieden und konzentrierte sich auf den Weitsprung am nächsten Tag. "Im Weitsprung kann alles passieren, das Ziel sind 6,50 m und ein Platz unter den ersten Fünf" so die Worte von Trainer Markus Czech im Vorfeld. Moderator Wolf-Dieter Poschmann vom ZDF kündigte um kurz nach 12 Uhr den Weitsprungwettbewerb als ein Highlight der DM an, denn vier Springerinnen hatten in der Hallensaison bereits die 6,60 m übertroffen.

Eine knappe Stunde später waren für Marscheck alle Hoffnungen zerplatzt. Drei ungültige Versuche bedeuteten das schnelle Aus. Markus Czech fasste das Geschehen so zusammen: "Der erste Versuch war mit 1 bis 2 Zentimetern knapp übergetreten. Es wäre eine Weite um die 6,70 m gewesen. Dann habe ich sie im Anlauf zurückgeschickt, doch auch der zweite Versuch war wieder knapp übergetreten. Danach noch einen Fuß zurück - wieder ungültig. Wenn man mindestens 6,38 m springen muss für den Endkampf, muss man viel riskieren". So blieb Beatrice Marscheck am Ende nur die Gewissheit, Sprünge um 6,60 m oder 6,70 drauf zu haben und jetzt den Kopf frei zu bekommen, um diese Weiten in der anstehenden Freiluftsaison zu springen.

 

 

Marscheck will in die Top 5

19.02.2010 - GIESSEN

(jth) Im vergangenen Sommer begeisterten sie die Leichtathletik-Fans bei den Weltmeisterschaften in Berlin - jetzt werden sie bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in Karlsruhe am 27. und 28. Februar wohl für Top-Leistungen sorgen. Hochspringerin Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) und die Kugelstoßer Nadine Kleinert (SC Magdeburg) und Ralf Bartels (SC Neubrandenburg) gehören zu den Top-Favoriten in der Europahalle. Aus heimischer Sicht liegen alle Hoffnungen auf der WM-Teilnehmerin Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich, die immerhin amtierende Deutsche Vize-Freiluftmeisterin ist.  

Nach dem bisherigen Verlauf der Wintersaison zu urteilen wird der Auftritt in Karlsruhe aber eine Wundertüte. Drei Erkältungen und eine Magen-Darm-Grippe bedeuteten ständige Unterbrechungen des Trainings. »Seit vergangener Woche funktioniert es wieder sehr gut. Wir haben den Sprint oben angestellt. Das hat sich in den Trainingsergebnissen deutlich gezeigt. Unser Ziel ist eine Bestzeit über 60 m, also unter 7,60 Sekunden. Im Weitsprung haben wir uns eine Weite von 6,50 Meter und ein Platz unter den ersten fünf Teilnehmerinnen vorgenommen«, erklärte Trainer Markus Czech.

Der Weitsprungwettbewerb dürfte spannend werden, dabei geht es auch um die Tickets für die Hallen-Weltmeisterschaft in Doha (12. bis 14. März). Lediglich zwei Startplätze stehen dort zur Verfügung. Sowohl die Deutsche Hallen-Meisterin Sosthene Moguenara (Wattenscheid), die U23-Europameisterin Melanie Bauschke (Berlin), die Deutsche Meisterin Sophie Krauel (Jena) und Bianca Kappler (Rehlingen) haben die für Doha geforderten 6,60 Meter bereits geschafft.

Im Hochsprung geht mit Ariane Friedrich die dominierende deutsche Hochspringerin der vergangenen Jahre als klare Favoritin an den Start. Sieben der acht nationalen Meisterschaften im Freien und in der Halle hat die WM-Dritte seit 2006 gewonnen. Die letzten vier Hallentitel gingen an sie. In Karlsruhe will die 26-Jährige nun den fünften Titel in Folge einspringen. Schlagen kann sie sich dabei wohl nur selbst. Zwar sind ihr die Verfolgerinnen um die Berlinerin Meike Kröger, die sich in diesem Winter auf 1,96 Meter gesteigert hat, auf den Fersen. Doch Friedrich überzeugte zuletzt mit zwei Siegen und einem Satz über zwei Meter.

 

Julia Gerter erreicht 200-m-Finale

23.02.2010

Jugend-DM: Ann-Christin Strack verpasst Endläufe nur um Haaresbreite - Cynthia Schmidt muss Verletzung Tribut zollen

HALLE/GIESSEN (ras). Recht unterschiedlich waren die Empfindungen der vier heimischen Sprinterinnen nach den zwei Tagen der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/Saale. Während Julia Gerter vom LAZ Gießen bereits am Samstag nach dem Erreichen des 200-m-Finales strahlen konnte, mischten sich bei ihrer Vereinskameradin Ann-Christin Strack die Freude über eine persönliche 200-m-Bestleistung mit dem Bedauern, sowohl den 200-m-Endlauf als auch den 60-m-Zwischenlauf um Haaresbreite verpasst zu haben. Nicht gerade nach Plan verliefen die Sprints der Heuchelheimerin Cynthia Schmidt und Lara Matheis von der TSG Gießen-Wieseck.

Für LAZ-Trainer Philipp Schlesinger stand schon vor den Wettkämpfen fest, "es dürfte ganz eng für meine beiden Athletinnen werden, einen Finalplatz der besten Acht über 200 m zu erreichen." Es wurde jedoch noch spannender, als der Pohlheimer im Vorfeld ahnen konnte. Seine Hoffnung, persönliche Bestzeiten seiner Schützlinge über 200 m beim Saisonhöhepunkt präsentieren zu können, erfüllten in den Vorläufen am Samstag sowohl Gerter als auch Strack.

Im Sog der Vorjahres-Hallenmeisterin Martina Riedl (SC Vöhringen/24,69), lief Julia Gerter die Hallenrunde zum Auftakt in 25,21. Nachfolgend gewann Ann-Christin Strack ihren Vorlauf in 25,29. Nach Ablauf der sieben Rennen durfte sich Gerter als Achte auf die Teilnahme am Sonntag im Finale freuen.

Dort auf Bahn eins laufend bereitete der enge Kurvenradius der hochgewachsenen Athletin jedoch erwartungsgemäß Schwierigkeiten, so dass die Zeit von 25,80 Rang acht bedeutete. Den Titel gewann Friedericke Möhlenkamp (TV Gladbeck) in 24,16. Noch vor dem 200-m-Finale trat die Fünfzehnjährige über 60 m an. Hier erreichte Gerter in 7,94 den Zwischenlauf. Mit Blick auf die starke Konkurrenz und in Gedanken schon etwas beim 200-m-Endlauf kam in 7,98 Sekunden das Aus.

Nur neun Hundertstel Sekunden trennten Ann-Christin Strack als Zehnte vom 200-m-Finale. Über 60 m wurde es noch enger. Wie Trainingsgefährtin Gerter sowie eine Läuferin aus Dortmund lief Strack im Vorlauf 7,94. Das bedeutete für alle Drei die vierundzwanzigschnellste Zeit. So musste das Los über die Zwischenlaufteilname entscheiden, bei dem Gerter das Glück hold blieb.

Nach einer zehntägigen Verletzungspause hatte Cynthia Schmidt nur noch drei Trainingseinheiten zur Verfügung, um sich auf die DM-Teilnahme über 60 m vorzubereiten. Zwar lief die TSF-Athletin in ihrem Vorlauf hinter der späteren Siegerin Stefanie Pähler (LG Olympia Dortmund/7,57) auf Rang zwei, die Zeit von 7,79 war jedoch alles andere als befriedigend. So kam Schmidt nach einer von Verletzungen und Erkrankung geprägten Hallensaison im Zwischenlauf nur auf 7,73. Das bedeutete nach allen drei Zeitläufen Rang neun mit einer hundertstel Sekunde Rückstand zur Achtbesten.

"Schade, bereits eine Cynthia in Normalform hätte um Platz drei mitkämpfen können," bedauerte ihr Trainer Hans Muhl. Wie erwartet siegte Pähler (7,44) vor Tatjana Pinto (7,49) von der LG Ratio Münster. Bronze eroberte Franziska Braun (Düren) in 7,66.

Deprimierend verlief das Wochenende für Lara Matheis. Die für die TSG Wieseck startende Watzenborn-Steinbergerin verkrampfte im letzten von sieben 200-m-Vorläufen (25,78) auf den letzten 50 Metern und musste den Kontakt zu ihren Konkurrentinnen abreißen lassen. "Beim über halbstündigen Warten auf meinen Lauf habe ich mich zu sehr unter Druck gesetzt," sagte Matheis anschließend. Auch am Folgetag fehlte über 60 m die nötige Lockerheit, so dass sie in 8,05 die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

 
 

Ann-Christin Strack gewinnt den Südtitel

02.02.2010

   
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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