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Zehnkampf-Team holt Vize-DM-Titel

(jth)
Mit einem beherzten 1.500-Meter-Lauf hat Adrian
Becker (LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck) am Freitagabend
bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in
Potsdam die 7.000-Punkte-Grenze geknackt und somit
die Bronzemedaille gewonnen. Am Ende standen 7.077
Zähler zu Buche. Basis des Erfolges waren gute 11,25
sec im 100 m Sprint sowie 7,10 m im Weitsprung und
60,12 m mit dem Speer. In der Teamwertung sicherte
er sich, gemeinsam mit seinen Zehnkampfkollegen
Konstantin Grißmer ( 6364 Punkte) und Rouven Höfer (
6355 Punkte) einen unerwarteten zweiten Rang mit
19.796 Punkten hinter dem LAV Asics Tübingen (
20.171). Die Heuchelheimerin Nastasia Lich, gewann
mit der Mannschaft der LG Eintracht Frankfurt die
deutsche Meisterschaft mit 15.437 Zählern. Lich
erreichte 4902 Punkte und damit den vierten Rang.
„Es waren
für uns Mehrkämpfer katastrophale
Wettkampfbedingungen, denn es war sehr kühl und es
regnete den ganzen Tag, hinzu kam noch ein leichter
Gegenwind. Es konnte also nicht in allen
Disziplinen optimal laufen, doch in den Läufen, im
Weitsprung und im Speerwurf habe ich die Grundlagen
für den Erfolg gelegt“ so Becker. Er startete mit
der drittschnellsten Zeit aller Zehnkämpfer von
11,25 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 7,10
m weit. „ Es ging sehr wackelig los, doch am Ende
konnte ich hinter Michael Schrader die zweitbeste
Weite anbieten, so der Grundschul-Lehramtsstudent“.
Im Kugelstoßen gelang ihm dann mit 12,25m endlich
mal ein „Zwölfer“. Doch im folgenden Hochsprung
konnte er nicht sein Potential abrufen. „Adrian
hatte als bester Hochspringer der drei LAZ - Jungs
bei diesen Bedingungen Riesenprobleme mit seinem
schnellen Anlauf und schaffte leider nur 1,79 und
blieb so gute 10 cm unter seinen Möglichkeiten“ so
der Coach. Im abschließenden 400m Lauf fand er recht
schnell zu alter Stärke zurück und lief gute 51,30
sec. Mit erzielten 3641 Punkten lag der
Lehramtsstudent nach dem ersten Tag auf einem
ausgezeichneten dritten Rang. Das LAZ-
Mehrkampfteam führte nach dem ersten Wettkampftag
mit 10.568 Zählern. „ Wir sind auf Kurs, doch das
Team der LAV Asics Tübingen ist uns dicht auf den
Fersen und die Truppe hat einen ausgezeichneten
zweiten Tag“ so Markus Czech.
Der
zweite Wettkampftag begann für Becker mit 15,11 sec
auf der 110 m Hürdenstrecke und einer guten
Diskuswurfleistung von 35,79 m. „Trotz der für ihn
guten Leistung, ist er auf den vierten Rang
zurückgefallen, denn Tom Bechert ( LG Telis Finanz
Regensburg) hatte mit 41,39 m eine ausgezeichnete
Weite angeboten. Ausgerechnet zum Beginn des
Stabhochsprunges fing es wieder an zu regnen, somit
waren es keine optimalen Bedingungen, denn wichtig
ist, dass der Stab sicher gegriffen werden kann“ so
Trainer Markus Czech. Mit übersprungenen 4,10 m im
Stabhochsprung, meisterte Becker die Regenschlacht
souverän. „ Ich brauche jetzt einen Kracher im
Speerwurf, um wieder auf den Bronzerang zu kommen “
so der Toher-Mehrkämpfer. Mit 60,12 m setzte er sein
Vorhaben um und erhielt ein besonderes Lob vom
Trainer. „ Im Speerwurf zeigten unsere Jungs der
Konkurrenz aus Tübingen die Zähne. Auch wenn zu
diesem Zeitpunkt eigentlich schon klar war, dass
Tübingen die Mannschaftswertung für sich entscheiden
würde, setzten die LAZ-Jungs einiges dagegen. Durch
Addis hervorragende Leistung ergatterte er sich
seinen Bronzerang zurück. Den galt es nun im
abschließenden 1500 m Lauf zu verteidigen. Mit
4:47,36 min gelang ihm auch dies in beeindruckender
Manier, er hatte den viertplatzierten ständig unter
Kontrolle und hätte auch noch reagieren können. „ In
diesem Jahr bin ich Deutscher Hochschulmeister im
Weitsprung geworden und jetzt zum Saisonabschluss
eine Bronzemedaille im Zehnkampf bei der DM. Es war
klasse und unglaublich ! “ so Adrian Becker.
LAZ-Vereinskollege Rouven Höfer war ebenfalls in der
Männerwertung am Start. „ Mein Wettkampf verlief bei
diesen Bedingungen optimal, denn ich konnte meine
Normalleistung abrufen und hatte keinen extremen
Aussetzer“ so Rouven über sein Wochenende. Mit 11,57
sec im Sprint und 6,64 m im Weitsprung fing das
Zehnkampfabenteuer für den Studenten sehr gut an.
Nach 12,81m mit der Kugel und übersprang er 1,73m im
Hochsprung. „Beim Einspringen wurde schnell klar,
dass das Hochspringen bei den immer schlechter
werdenden Wetterbedingungen zu einer Zitterpartie
wird. Anlaufen durch Pfützen und Abspringen auf
nassem Untergrund macht die Teilnehmer nervös“ so
Czech. Im abschließenden 400m Lauf zauberte Höver
dann eine Zeit von 52,28 sec auf die Tartanbahn und
mit 3405 Zählern übernachtete er auf dem neunten
Rang der Männerwertung. Mit 16,83 sec über die
Hürden startete der zweite Tag optimal und auch mit
dem Diskus warf er sehr gute 38,45 m. Der
Stabhochsprung mit nassem Anlauf und feuchten
Stabhochsprungstäben wurde zur Horrorsituation. Um
ein Haar wäre der Traum eines Mannschaftserfolgs
geplatzt. Rouven hatte große Probleme in den
Wettkampf zu kommen und hatte keinen Sprung im
Einspringen, der richtig funktionieren sollte. Dann
wäre die Anfangshöhe fast schon das AUS für ihn
gewesen, wenn er nicht mit aller Kraft im letzten
Versuch die Höhe von 3,30 m gemeistert hätte. Durch
die neue Bestleistung von 57,93 m im Speerwurf ging
es punktemäßig steil bergauf.„ 5:04,07 min über die
1500 m Distanz sind bei diesem Wetter für ihn super
und am Ende konnte er mit 6.355 Zählern den zehnten
Rang im Männerklassement erzielen.
Bei
den Junioren ging LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer
an den Start. Der Student hatte sich als Ziel
gesetzt deutlich die 6.500 er Marke zu knacken. Der
Wettkampf fing mit 11,54 sec bei leichtem Gegenwind
nicht optimal an und auch im Weitsprung war es ein
Zitterspiel, doch nach zwei ungültigen Sprüngen
konnte er zwar mit 6,69 m noch einen akzeptable
Weite anbieten, doch mit 11,24 m mit der Kugel lag
er dann wieder unter seinem Soll. „ Im Hochsprung
zeigte er mit überfloppten 1,85m, was neue
Bestleistung bedeutete eine solide Leistung und die
50,17 sec auf der 400 m Distanz sind spitze. So
konnte er mit 3522 Zählern und Rang neun in der
Juniorenwertung den ersten Wettkampftag abschließen“
so Trainer Czech. Am zweiten Zehnkampftag startete
„Konni“ mit 15,75 sec auf der 110 m Hürdenstrecke
und schwachen 27,94 m im Diskuswerfen.. „Im
Stabhochsprung konnte ich mich dann wieder fangen
und 3,70 m überqueren“ so Grißmer. Im Speerwurf
lieferte er mit 44,15 m ein akzeptables Ergebnis ab
und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber
entscheiden, ob er zumindest die 6300 Marke knacken
konnte. Bei strömendem Regen holten die
LAZ-Mehrkämpfer alles aus sich raus und erzielten
persönliche Topleistungen. Konstantin lief gleich im
ersten Lauf 4:49,96 persönliche Bestleistung. Ein
gutes Ergebnis und der Lohn für 6364 Zähler was ihn
am Ende den zwölften Rang im Juniorenklassement
einbrachte.
„Wir sind als Mehrkampfteam hier angetreten um
20.000 Punkte zu machen. Jetzt sind es 19.796 Zähler
bei schlechten Bedingungen geworden. Der
DM-Vize-Titel ist eine absolute Überraschung. Ich
bin Stolz auf die Jungs, denn die haben einen
intensive und ausgezeichnete Vorbereitung
absolviert, die sich nun gelohnt hat. Ich glaube in
der LAZ-Geschichte gab es noch keine deutsche
Vizemeisterschaft für ein Zehnkampfteam. Wir haben
somit Vereinsgeschichte geschrieben“ so Trainer
Markus Czech.
Im Feld
der weiblichen Jugend A konnte LAZ-Athletin Lisa
Magel ( LAZ / SV Garbenteich) mit erzielten 4745
Punkten zum Saisonausstand einen neunten Rang mit
nach Hause bringen. Die Schülerin der Ost-Schule
startete mit 14,96 sec im 100 m Hürdenlauf und
überfloppte danach 1,66 m. Es folgten 9,86m mit der
Kugel und 26,72 sec im abschließenden 200 m Sprint.
Der zweite Tag begann mit 5,41 m im Weitsprung und
28, 93 m im Speerwurf. In der letzten Disziplin, dem
800 m Lauf zeigte sie mit 2:28,85 min noch einmal
gute Kämpferqualitäten und sicherte sich so verdient
die Platzierung unter den Top-Ten in Deutschland.
„Mein Wettkampf ist leider nicht wie gewünscht
verlaufen, da ich unbedingt 8. werden wollte. Dies
habe ich leider durch meinen Speerwurf verhindert,
da 28m einfach zu wenig waren und ich so viele
Punkte auf meine Konkurrenz eingebüßt habe.“ so Lisa
Magel in der Selbstanalyse.
Julia
Gerter ( LAZ / SV Garbenteich) die in der weiblichen
B-Jugend an den Start gehen wollte, musste
kurzfristig wegen einer Verletzung die
Wettkampfteilnahme absagen.
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25.08.2010 - SCHWÄBISCH-GMÜND
(ras). Ann-Christin Strack vom
LAZ Gießen lieferte bei ihrem
letzten Freiluftauftritt als
B-Jugendliche einen tollen
Saisonabschluss ab, denn sie
gewann bei den Süddeutschen
Meisterschaften in Schwäbisch
Gmünd mit starken Zeiten die
Sprinttitel über 100 und 200 m.
Zudem erkämpfte ihre
Trainingsgefährtin Julia Gerter
im Weitsprung Silber. Freuen
durfte sich auch die TSG
Gießen-Wieseck, denn über 4 x
100 m gewannen Nikola Graupner,
Lara Matheis, Theresa Wedemeyer
und Anna Julia Beimdicke bei den
Frauen Bronze.
Die Motivation von
Ann-Christin Strack, bei den
„Süddeutschen“ anzutreten, war
laut ihres Trainers Philipp
Schlesinger eher gering. „Nach
einer langen Saison und den
nicht gerade nach Wunsch
verlaufenen Deutschen
Jugendmeisterschaften, habe ich
es Ann-Christin freigestellt, ob
sie in Schwäbisch Gmünd antreten
möchte. Ein Blick in die
Meldeliste überzeugte sie
jedoch. Nun musste Ann-Christin
aber mit der Favoritenrolle
klarkommen“, sagte Schlesinger
nach Abschluss der Wettkämpfe.
Die Ostschülerin nahm die
Favoritenbürde mit Bravour.
Trotz langer Wartezeit im
Callroom sprintete Strack im
letzten der sechs 100-m-Vorläufe
mit 12,25 s die mit Abstand
schnellste Zeit der 30
Teilnehmerinnen. Im Zwischenlauf
folgte mit 12,16 s eine
persönliche Bestzeit, die Strack
im Finale mit 12,11 s nochmals
steigerte und so vor Sandra
Dinkeldein (12,17) vom TuS
Steißlingen siegen konnte. Mit
der Zeit von 12,11 s unterbot
Ann-Christin Strack zudem den
seit 1982 von Birgit Clarius
gehaltenen Gießener
100-m-Kreisrekord von
handgestoppten 12,0 s und zählt
damit in dieser Saison zu den
drei schnellsten
100-m-Sprinterinnen Hessens aus
allen Altersklassen.
Handgestoppte Zeiten können laut
Reglement mit elektronischen
Ergebnissen verglichen werden,
wenn man bei Sprintstrecken 24
Hundertstel Sekunden hinzu
addiert.
Nach dem ersten Titelgewinn
standen die 200 m auf dem Plan.
Im Vorlauf begnügte sich Strack
mit der Laufbestzeit von 25,37
s. Auch im Finale zeigte sich
die LAZ-Athletin nervenstark und
gewann in 25,02 s, diesmal vor
Luisa Valeske (25,13) vom SV
Schlau Com Saar 05.
Im Weitsprung der
B-Jugendlichen traten 23 Mädels
aus sieben Bundesländern an. Den
Titel machten jedoch durch Kyra
Buhlmann von der LG Eintracht
Frankfurt und Julia Gerter vom
LAZ Gießen zwei Hessinnen unter
sich aus. Die Entscheidung fiel
bereits in den ersten Versuchen.
Julia Gerter sprang 5,63 m, aber
die Frankfurterin konterte mit
5,66 m. Gerter setzte in der
Folge ausnahmslos Sprünge über
5,50 m in die Grube, aber ein
wechselnder Wind störte nun beim
Anlauf, so dass keine
Verbesserung erfolgte. Gerter
startete zudem über 100 m und
erreichte nach 12,53 im
Zwischenlauf gemeinsam mit
Ann-Christin Strack das Finale,
welches die Schülerin der
Butzbacher Weidigschule mit
erneut 12,53 s als Sechste
beendete.
Über die 100 m der männlichen
Jugend B hatten Issam Ammour und
Laurenz Costa für das LAZ Gießen
gemeldet. Auf Grund der bei den
deutschen Jugendmeisterschaften
erlittenen Verletzung musste
Costa jedoch auf den Start in
Schwäbisch Gmünd verzichten. Als
Zweiter seines Vorlaufes, in
11,23 s, qualifizierte sich
Issam Ammour im Zwischenlauf mit
11,29 s für das Finale. Im
Endlauf siegte überlegen der
Württemberger Dennis Schwarze
(10,96) vom TSV Riederich.
Hinter Dameon Jones (Eintracht
Frankfurt/11,25) und Tim
Ruhstorfer (LAZ
Zweibrücken/11,26) verfehlte
Ammour in 11,30 s nur ganz knapp
einen Podestplatz.
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10.08.2010 - GIESSEN
Deutsche
Jugendmeisterschaften für mittelhessische
Starter unter keinem guten Stern - Gerter und
Strack scheitern knapp
ULM (ras). Bei den dreitägigen Deutschen
Jugendmeisterschaften in Ulm setzten sich mit
der Dillenburgerin Gesa Krause und Sara Gambetta
von der TG Schlitz zwei Athletinnen herausragend
in Szene. Die seit der Saison 2009 für die LG
Eintracht Frankfurt startende Krause, vor 14
Tagen bereits Vierte über 3000 m Hindernis bei
der U20-WM in Moncton/Kanada, pulverisierte in
6:23,42 Minuten den Deutschen A-Jugendrekord
über 2000 m Hindernis und gewann mit einer
halben Minute Vorsprung. In Kanada erkämpfte die
erst siebzehnjährige Sara Gambetta Silber im
Siebenkampf. Nun lehrte die Schlitzerin in Ulm
die nationalen Spezialistinnen das Fürchten und
gewann im Hochsprung mit 1,82 m Gold, das sie
vier Stunden später durch 6,24 m im Weitsprung
mit Silber ergänzte.
Weniger gut lief es im Donaustadion für die
Athleten aus Gießener Vereinen, denn keiner
erreichte ein Finale. Eine gute Chance auf die
Endlaufteilnahme hatte sich Ann-Christin Strack
vom LAZ Gießen bei den B-Jugendlichen über 200 m
ausgerechnet. Aber ein Gegenwind von 0,3 m/s
schuf im letzten der fünf Vorläufe für die noch
Sechzehnjährige schlechte Voraussetzungen.
Strack sprintete als Zweite des Laufes in 25,30
über die Ziellinie und verpasste mit der
zehntschnellsten Vorlaufzeit den Endlauf der
besten Acht um knapp drei Zehntel Sekunden. Den
Titel gewann Katharina Grompe (LG Olympia
Dortmund) in 24,13.
Einen Tag zuvor bestritt Strack die 100 . In
ihrem Vorlauf stellte die Ostschülerin mit 12,22
ihre persönliche Bestzeit ein und qualifizierte
sich als Fünfzehnte für die drei Zwischenläufe.
Auf der ungeliebten Außenbahn musste sich Strack
nach einem schwachen Start in 12,29 mit Platz
sechs begnügen. „Anni hatte einen guten Vorlauf.
Schade, dass sie im Zwischenlauf keinen guten
Start erwischte, dann wäre es eine persönliche
Bestleistung geworden,“ bedauerte anschließend
ihr Trainer Philipp Schlesinger. Erwartungsgemäß
gewann das Finale Stefanie Pähler (11,82 von der
LG Olympia Dortmund.
LAZ-Staffel auf Platz 14
Mit Julia Gerter schrammte eine weitere
B-Jugendliche des LAZ Gießen knapp an einem
Finale vorbei. Im Weitsprung landete sie im
ersten Versuch bei 5,57 m. In den beiden
nächsten Sprüngen trat Gerter leicht über das
Brett und verpasste als Neunte das Finale um
drei Zentimeter. Die Disziplin gewann Lena
Malkus (LG Ratio Münster) mit 6,34 m.
Am Sonntagmorgen stand vor den 200 m ür
Ann-Christin Strack, Julia Gerter sowie Isabell
Pastau und Lisa Magel bereits der Vorlauf der
4x100 m der Jugend A auf dem Plan. „Beim zweiten
Wechsel von Gerter auf Strack musste Anni
gewaltig Tempo herausnehmen, um noch eine
reguläre Übergabe zu schaffen. Das verhinderte
eine ähnliche Zeit wie die 48,36 bei den
hessischen Meisterschaften in Neu-Isenburg.
Schade, denn 48,48 hätten zum Finale gelangt,
kommentierte Schlesinger den nicht optimal
gelungenen Lauf. In 49,04 Sekunden landete das
LAZ-Quartett so auf Rang vierzehn der 21
Staffeln.
Lisa Magel bestritt in der Jugend A am
Samstag zudem Hürdensprint und Hochsprung. Die
Siebenkämpferin sah die Einzeldisziplinen als
Vorbereitung auf die Deutschen Mehrkämpfe und
schied über 100 m Hürden mit passablen 14,81 im
Vorlauf aus. Im Hochsprung überwand sie ohne
Fehlversuch die Einstiegshöhe von 1,60 m und
meisterte anschließend 1,65 m im zweiten
Versuch. Mit einer Saisonbestleistung von 1,71 m
angetreten, war für die Steinbacherin die
folgende Höhe von 1,70 m an diesem Tag nicht zu
bezwingen, sie wurde Zehnte. Den Hochsprung
gewann Nele Hollmann (LG Elsey-Kabel) vor der
höhengleichen Julia Stockmann (TV Jahn Rheine)
mit 1,79 m.
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Live-Stream aus Ulm
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Staffel darf
auf Finalteilnahme hoffen
06.08.2010 - GIESSEN
Ab heute deutsche
Jugendmeisterschaften mit LAZ Gießen, TSG
Wieseck und TSF Heuchelheim in Ulm
GIESSEN/ULM (ras). Von Freitag bis
Sonntag finden in Ulm die Deutschen
Jugendmeisterschaften statt. Für die
Wettkämpfe im Donaustadion haben auch
Jugendliche des LAZ Gießen Stadt und Land,
der TSG Gießen-Wieseck und von den TSF
Heuchelheim gemeldet. Auf die Finalteilnahme
hoffen darf in der weiblichen A-Jugend die
4x100 m Staffel des LAZ. Ergänzt durch
Dorina Ludwig, kann das LAZ-Quartett mit
Lisa Magel, Isabell Pastau, Ann-Christin
Strack und Julia Gerter mit 48,36 Sekunden
die achtbeste Zeit der 26 gemeldeten
Staffeln vorweisen.
Dank großen Engagements des früheren
langjährigen LAZ-Vorsitzenden Volker Clarius
tritt zudem eine männliche 4x100 m Staffel
an. Bereits die Normerfüllung für deutsche
Jugendmeisterschaften zeugt von
außergewöhnlichem Niveau und so steht für
Dennis Titow, Issam Amour, Matia N‘Dongo und
Costa Laurenz im Feld der 30 Jugend A
Staffeln vornehmlich Erfahrung sammeln und
die Steigerung ihrer Bestzeit von 43,74 s im
Vordergrund. Gespannt sein darf man auf die
Einzelstarts von Amour und Laurenz über die
100 m bei den B-Jugendlichen. Denn als
Fünfter, beziehungsweise Zehnter der
Setzliste, besteht für beide durchaus
Chancen auf die Endlaufteilnahme. Ein hartes
Programm nimmt Costa Laurenz in Angriff, der
zudem noch über 200 m startet.
In der weiblichen A-Jugend wird sich Lisa
Magel (LAZ Gießen) über die Hürden und im
Hochsprung mit den Besten Deutschlands
messen. Die lange Zeit verletzte
Siebenkämpferin sieht Ulm jedoch laut ihres
Trainers Philipp Schlesinger vorwiegend als
Vorbereitung auf die Deutschen
Mehrkampfmeisterschaften Ende des Monats in
Potsdam.
Über die 100 m Gerade ist Lara Matheis
von der TSG Wieseck gemeldet. Nach zwei
Erkrankungen in den letzten Wochen muss die
Watzenbornerin ihre Erwartungen aber
deutlich zurückschrauben. In der B-Jugend
stehen für Ann-Christin Strack und Julia
Gerter neben dem Staffeleinsatz sowohl 100 m
als auch 200 m auf dem Plan. Mit ihrer 200 m
Bestleistung von 24,87 s ist Strack
Zehntschnellste der Meldeliste. Gerter ist
zudem eine von elf B-Jugendlichen, die die
Qualifikationsnorm von 4,75 m im Weitsprung
erfüllen. Zwar gemeldet, aber in Ulm nicht
am Start, ist Cynthia Schmidt von der TSF
Heuchelheim. Die Vorjahressechste über 100 m
laboriert an einer Muskelverhärtung und hat
die Freiluftsaison deswegen bereits beendet.
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27.07.2010 - BAUNATAL
Hessische Jugendliche im Ländervergleich
in Baunatal ohne Siegchance - Höhen und Tiefen
für heimische StarterBAUNATAL (ras).
Es war nicht der Tag der Hessen beim
U18-Ländervergleich der Leichtathleten mit
Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Nicht
zuletzt durch verletzungsbedingte Absagen
deutete sich schon vor Wettkampfbeginn im
Baunataler Parkstadion an, dass sich das
Hessenteam wie im Vorjahr gegen die zwei wohl
stärksten deutschen Landesverbände mit Platz
drei würde begnügen müssen. Letztlich gewann
Baden-Württemberg mit 261,5 Punkten knapp vor
Nordrhein-Westfalen (257,5) und Hessen, das
abgeschlagen mit 172 Punkten auf Rang drei
landete.
Einen guten Eindruck in Baunatal hinterließ
jedoch Laurenz Costa vom LAZ Gießen. Trotz einer
14-tägigen Trainingspause durch Erkrankung und
eine Zerrung lieferte Costa über 100 m in 11,27
s eine ansprechende Zeit ab. Viel Achtung erwarb
sich der Schüler der Anne-Frank-Schule Linden,
als er erstmals über die 200 m-Distanz antrat
und nach einem beherzten Lauf in 22,93 Platz
vier der Länderwertung erkämpfte. „Die letzten
50 m waren schon hart,“ gestand Costa
anschließend. Sein gelungener Auftritt als
Startläufer in der schnelleren hessischen
4x100m-Staffel wurde nicht belohnt, denn beim
letzten Wechsel kam es im Wechselraum nicht zur
Staffelholzübergabe.
Die Erwartungen erfüllte auch Julia Gerter im
Weitsprung, denn mit 5,70 m blieb sie nur fünf
Zentimeter unter ihrer Bestleistung. Das
bedeutete Platz zwei in einem „Zielspringen“,
denn gleich drei Mädels erzielten eine
Tagesbestweite von 5,70 m. So gewann mit zwei
5,70 m-Sprüngen die Frankfurterin Kyra Buhlmann
vor der LAZ-Athletin, deren zweitbester Versuch
mit 5,68 m gemessen wurde. Das „Punktspringen“
ergänzte Franziska Braun (Nordrhein-Westfalen),
die in ihrem zweitweitesten Satz bei 5,65 m
landete. Über 200 m blieb Gerter als Sechste in
26,03 deutlich unter ihren Möglichkeiten und
erläuterte später, „ich hatte mir schon eine
bessere Zeit erhofft, aber ich musste mich in
den letzten Wochen mit Tempoläufen zurückhalten
und habe nach zwei Monaten Pause gerade erst
wieder mit Krafttraining angefangen.“
Über 200 m startete mit Ann-Christin Strack
eine weitere Sprinthoffnung des LAZ Gießen im
Hessentrikot. Hinter Katharina Grompe (NRW), die
sich in 24,32 auf Platz neun der deutschen
U20-Bestenliste schob und der
Baden-Württembergerin Carina Frey, die mit
persönlicher Bestleistung von 24,60 nun als
Achte der deutschen Rangliste in der U18 geführt
wird, sprintete Strack in 25,23 s als Dritte
über die Ziellinie. Auch über die 100 m Strecke
wurde Strack mit vier Punkten in der
Länderwertung belohnt. Bei unzulässigem
Rückenwind von 2,3 m/s blieb sie in 12,26 vier
hundertstel Sekunden über ihrer Bestleistung.
Kein Glück hatten die beiden LAZ-Athletinnen in
der abschließenden 4x100m Staffel, die wegen
eines Wechselfehlers ebenfalls nicht gewertet
werden konnte.
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21.07.2010
Von Albert MehlGIESSEN. Enttäuscht,
aber dennoch zufrieden. Das Abschneiden seines
Schützlings Beatrice Marscheck trägt Trainer
Markus Czech mit erstaunlicher Gelassenheit.
Natürlich hatte sich das Duo vom LAZ Gießen
Stadt und Land mehr erwartet von den deutschen
Meisterschaften der Leichtathleten in
Braunschweig. Denn über die 100 Meter war „Bea“
Marscheck im Vorlauf hängen geblieben. Und im
Weitsprung, ihrer Paradedisziplin, hatte sie mit
6,08 Metern nicht mal die Finalqualifikation
geschafft, musste mit Platz 13 vorlieb nehmen.
Nach dem WM-Start im Vorjahr wurde es diesmal
nichts mit der Qualifikation für die
Europameisterschaft in Spanien.
Czech, der schon rund zehn Jahre die vom SV
Garbenteich stammende Läuferin und Springerin
betreut, verweist im Gespräch mit dem Anzeiger
vielmehr auf die konstante Weiterentwicklung von
Beatrice Marscheck und blickt optimistisch in
die Zukunft: „Wir werden nächstes und
übernächstes Jahr wieder angreifen.“
War die Enttäuschung groß nach der DM in
Braunschweig?
Markus Czech: Das kann man schon so sagen.
Natürlich hatten wir uns mehr erwartet. Wir
hatten in dieser Saison das Ziel, uns frühzeitig
für die Europameisterschaft in Barcelona zu
qualifizieren. Bea ist auch konstant in die
Saison gestartet. In der letzten Saison hatten
wir einen Ausreißer nach oben. Den hatten wir
diesmal nicht. Dazu kam, dass wir durchweg besch...
Windverhältnisse hatten. Die waren auch in
Braunschweig miserabel. So schon beim
100-Meter-Lauf am Samstag. Das mussten wir dann
erst einmal verdauen.
Aber beim Einspringen sah es so gut aus. Beim
ersten Sprung herrschte dann starker Gegenwind.
Da hat Bea den letzten Schritt zu weit gemacht
und hat dadurch nicht genug Sprungkraft gehabt.
Beim zweiten Sprung herrschte ein starker
Rückenwind. Dadurch ist sie einen Zentimeter
übergetreten. Der Sprung wäre bei 6,45 Metern
gewesen. Beim dritten Sprung hatte ich Bea den
Rat gegeben, auf die Windverhältnisse bei ihrer
Vorspringerin zu achten und sich nach der zu
richten. Das hat sie auch gemacht. Aber während
ihres Laufs hörte der Wind auf einmal auf.
Dadurch hat sie eineinhalb Füße verschenkt. Das
sind knapp 40 Zentimeter. Damit wäre sie
zumindest im Endkampf gewesen. So war sie mit
6,08 raus.
Dabei waren Sie doch optimistisch in die
Saison gegangen.
Czech: Es lief ja auch eigentlich ganz gut.
Und ihre Leistung kann sich ebenfalls immer noch
sehen lassen. Beatrice ist immer noch Vierte der
deutschen Bestenliste im Weitsprung. Und sie ist
unter den 15 besten deutschen Sprinterinnen über
100 und 200 Meter. Sie hat im Blick auf ihre
Schnelligkeit noch nie so gute Spitzenwerte
gehabt. Sie ist so schnell wie nie. Und als
Schnitt in dieser Saison hat sie im Weitsprung
einen Wert von Ende 6,30. Bei den ersten vier
Wettkämpfen waren alle Sprünge um die 6,50
Meter. Unter anderem ist sie zweimal deutsche
Hochschulmeisterin geworden. So schlecht ist die
Saison für Beatrice gar nicht.
Was hat es mit dem längeren Anlauf von
Beatrice Marscheck auf sich?
Czech: Die Anlaufgeschwindigkeit spielt eine
massive Rolle im Weitsprung. Und man
benötigt zusätzlich viel Kraft, um nach oben
zu springen. Die Kernkompetenz von Bea ist
ihr schneller Anlauf. Den wollen wir nutzen,
damit sie vorne am Brett stärker wird. Die
höhere Höchstgeschwindigkeit wirkt sich bei
längeren Strecken besser aus. Das haben wir
im Training getestet. Das muss man dann
vorne beim Sprung umsetzen. Dazu braucht es
mehr Sprünge. Das war uns klar. Aber die
Pleite von Wattenscheid war uns rätselhaft.
Es hat sich nach vielen Gesprächen auch
gezeigt, dass der mentale Druck auf Bea
immer größer wird. Da muss sie noch ein
bisschen Erfahrung reinbringen. Es hängt oft
am ersten Sprung.
Auf der anderen Seite ist sie wesentlich
konstanter geworden. Ihre reellen Werte,
also vom wirklichen Absprung aus gemessen,
das hat der Olympiastützpunkt ermittelt,
liegen ab 6,40 Meter aufwärts. Nur steht das
nicht in den Ergebnislisten. Und man muss
bedenken, dass Bea erst seit 2007 in diesem
Bereich springt.
Haben Sie denn in den vergangenen Wochen
das Gefühl gehabt, etwas falsch gemacht zu
haben als Trainer?
Czech: Das ist jedes Jahr so. Auch weil
wir viele Dinge abseits des gewohnten Weges
machen. Wir probieren mangels wirklicher
Konkurrenz hierzulande viel aus. Ich spreche
mich aber auch oft mit dem Bundestrainer ab.
Der hat viel Erfahrung. Und auch ich war als
Athlet selbst im Bundeskader und kenne mich
dort ein bisschen aus.
Bea hat erst spät mit dem Krafttraining
begonnen. Dafür habe ich viel Kritik
erhalten. Aber ich habe erst den Wert auf
das Schnelligkeitstraining gelegt. Und bin
letztendlich bestätigt worden.
Ist die Saison jetzt für Beatrice
Marscheck beendet oder gibt es noch Ziele?
Czech: Wir wollen auf jeden Fall bei den
süddeutschen Meisterschaften in
Schwäbisch-Gmünd Mitte August starten. Und
auch bei einigen Abendsportfesten wird Bea
über 100 und 200 Meter und im Weitsprung
starten. Sie hat auch keinen Frust. Es hat
halt nicht geklappt. In den letzten fünf,
sechs Jahren ging es bei ihr immer steil
nach oben. Sie hat nie einen Tiefpunkt
gehabt. Da muss man ihr auch schon mal eine
Situation wie jetzt zugestehen. Das Glück,
das sie im vergangenen Jahr mit den 6,73
Metern in Ulm gehabt hat, das hatte sie
diesmal nicht. Aber wir werden nächstes und
übernächstes Jahr wieder angreifen. Es wird
ihre vierte Saison im Spitzenbereich sein.
Sie wird dann ein ganz anderes Standing
haben. Dabei ist sie noch gar nicht im
richtigen Sprungalter. Das liegt so um die
27 Jahre. Deshalb bin ich gar nicht so
traurig, dass das am Wochenende nicht so
geklappt hat.
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EM-Norm bleibt für Beatrice
Marscheck unerreicht - Als 13. nicht für Endkampf
qualifiziert

19.07.2010 - GIESSEN
BRAUNSCHWEIG (jth). Unter dem Motto „Von B(erlin)
über B(raunschweig) nach B(arcelona)“ fanden im
Eintracht Stadion in Braunschweig die 110.
deutschen Leichtathletik-Meisterschaften statt.
Denn es ging bei der DM auch um die letzten
EM-Tickets.
Für Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV
Garbenteich ging es darum, ihre gezeigten
Vorleistungen über 100 m und dem Weitsprung im
Feld der nationalen Spitze zu bestätigen und
sich dort zu behaupten. Mit der 100 m-Zeit von
12,06 sec lieferte die Sportstudentin keine neue
Saisonbestleistung ab, hatte jedoch die ideale
Vorbelastung für den Weitsprungwettkampf. Doch
der Weitsprungwettbewerb war für die Studentin
nicht wie im Vorjahr mit der Vizemeisterschaft
die Krönung des Wettbewerbes, denn mit 6,08 m
war sie als 13. nicht für das Finale der besten
acht Springerinnen qualifiziert.
„Ich hatte eigentlich ein super Laufgefühl.
Der Start war optimal, denn ich hatte die beste
Reaktionszeit, doch bei 60 m verkrampfte ich ein
wenig, kam nicht mehr in Tritt und konnte die
entstandene Lücke zur Spitze nicht mehr
verringern. Es herrschte ein gewaltiger
Gegenwind, es war ein Kampf ohne Ende“, sagte
Marscheck. Den Vorlauf gewann Yasmin Kwadwo (TV
Wattenscheid) in 11,69 vor Cathleen Tschirch
(Bayer Leverkusen/11,92). „Bea hat einen etwas
unglücklichen Auftritt im Sprint gehabt, sie ist
fit für den Weitsprung“, orakelte ihr Trainer
Markus Czech.
Am Sonntag stand der im Vorfeld erwartete
Weitsprung-Krimi auf dem Programm. Gleich sechs
Kandidatinnen klopfen an die EM-Norm von 6,60 m,
die bisher nur von Bianca Kappler zwei mal
erfüllt wurde. „Heute geht es um die Wurst. Bea
ist gut drauf und wurde noch mal vom HLV-Physio
behandelt. Sie kann ihren Vizetitel aus dem
Vorjahr verteidigen und sich in der nationalen
Spitze etablieren. Erstes Etappenziel ist jedoch
in das Finale zu kommen, hierzu ist schon eine
Weite von 6,40 von Nöten“, sagte Trainer Czech
vor dem Wettkampf.
Doch man hatte den Eindruck, als wäre
Braunschweig kein gutes Pflaster für die
Studentin des LAZ, denn im ersten Durchgang
landete sie nur bei 6,06 m. „Wir haben heute
hier mit wechselnden Winden zu kämpfen, auf
diese Bedingungen müssen sich alle Athletinnen
erst einmal einstellen“, meinte ihr Trainer. Der
zweiten Versuch wurde er als ungültig in die
Statistik aufgenommen. „Im dritten Versuch hieß
es also dann für mich, alles auf eine Karte zu
setzen. Was passiert, werden wir sehen“, lautete
das Vorhaben von Marscheck. „Kurz vor dem Ablauf
kam noch mal eine Windböe auf und ich ging
sicherheitshalber einen Fuß zurück, so
verschenkte ich aber am Brett 30 cm“, berichtete
die Springerin. Ihr dritter Durchgang landete
auch nur bei 6,08 m. Der Endkampf war ihr somit
als 13. verwehrt geblieben.
„Es war nicht unser Wochenende, wir sind
natürlich enttäuscht über das Abschneiden. Jetzt
möchte Bea noch mal bei den Süddeutschen ihr
Saisonbestleistung von 6,56 m unter Beweis
stellen“, gab sich Trainer Markus Czech aber
nicht geschlagen.
Den Wettbewerb gewann in einem spannenden
Finale, durch den Saisonverzicht von Sophie
Krauel (TuS Jena), der deutschen Meisterin von
2008 und 2009, Bianca Kappler (LC Rehlingen),
die sich mit 6,59 m klar durchsetzte. Vier ihrer
fünf gültigen Versuche hätten zum Titel
gereicht. Rang zwei sicherte sich Nadja Käther.
Die Hamburgerin sprang im fünften Versuch 6,50 m
weit, verpasste damit aber die zweite
EM-Normerfüllung um zehn Zentimeter. Gar nicht
erst in den Endkampf kam Sosthene Moguenara. Die
Wattenscheiderin verließ als Neunte mit 6,21
Metern frühzeitig das Stadion. Da aber keine
andere Springerin die EM-Norm schaffte, kann die
im Tschad geborene Weitspringerin aber davon
ausgehen, mit in Barcelona dabei zu sein. Bronze
ging an Melanie Bauschke (LG Nike Berlin, 6,47).
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Zehnkämpfer holen HM-Titel

(jth) Die Hessischen
Mehrkampf-Meisterschaften in Darmstadt waren am vergangenen
Wochenende, nach der Weltmeisterschaft in Südafrika, das
sportliche Großereignis auf hessischer Ebene. Aus heimischer
Sicht waren vier Athletinnen und Athleten am Start und die
beiden LAZ-Zehnkämpfer Konstantin Grißmer bei den Junioren und
Rouven Höfer im Feld der Aktiven konnten zwei Hessentitel an die
Lahn holen.
Im Feld der Schüler A war Clemens
Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar einer von 14 Schülern, die das
Abenteuer Achtkampf bei einer „Gluthitze“ angehen wollten. „Sein
Ziel war es, die Punktzahl vom ersten Achtkampf beim
LAZ-Mehrkampfmeeting ( 3258) zu verbessern, so das Trainerteam
Andrea Ewald und Erich Gebhardt. Für den Lollarer fing der
Wettkampf mit 13,78 sec über die Hürdendistanz an und im
Anschluss lies er den Diskus auf 15,80 m segeln. Im
Stabhochsprungwettbewerb steigerte er sich mit 2,40 m zum
LAZ-Mehrkampf sehr deutlich und der Speer landete in der letzten
Übung des Tages bei 27,17m. Tag zwei startete mit überfloppten
1,30 im Hochsprung und 6,96 m mit der Kugel. Eine neue
Bestleistung konnte Clemens Grau dann mit 4,61 m im Weitsprung
beisteuern und im abschließenden 1000 m Lauf blieben die Uhren
bei 3:21,03 Minuten stehen. „ Clemens ist mit 3308 Zählern
Vierter geworden, er stellte dabei vier neue Bestleistungen auf
und konnte seine Punktzahl um 50 Zähler steigern. Es fehlten nur
sechs Punkte zu Rang drei“ so das Trainerteam.
Bei den Junioren ging
LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer an den Start. Der Student
hatte sich als Ziel gesetzt die 6.500 er Marke zu knacken. Der
Wettkampf fing mit 11,37 sec bei leichtem Gegenwind mit der
zweitbesten Zeit aller Teilnehmer gut an. Auch mit den 7,05 m im
Weitsprung und 12,12 m mit der Kugel lag er im Soll. „ Im
Hochsprung zeigte er mit 1,81 eine solide Leistung und die 49,83
sec auf der 400 m Distanz sind spitze, so dass er mit 3678
Zählern und Rang eins in der Juniorenwertung nach dem ersten
Wettkampftag abschloss“ so Trainer Czech. Am zweiten
Zehnkampftag startete „Konni“ mit 15,83 sec auf der 110 m
Hürdenstrecke und schwächeren 33,49 m im Diskuswerfen.. „Im
Stabhochsprung hatte ich super Sprünge, doch als Höhe konnte ich
nur 3,60 m überqueren, es war ein bisschen Pech dabei “ so
Grißmer. Im Speerwurf lieferte er mit 49,10 m ein akzeptables
Ergebnis ab und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber
entscheiden, ob er die 6600 Marke knacken konnte. „Konni ist bei
einer Außentemperatur von annähernd 40 Grad eine 4:52,67 min
gelaufen. Ein gutes Ergebnis und der Lohn für 6651 Zähler. Bei
den Deutschen peilen wir die 6800 Punkte an“ so Trainer Markus
Czech. Mit dieser Leistung holte er sich dann auch die
Hessenmeisterschaft in der Juniorenwertung vor
Im Feld der Männer zeigte
LAZ-Athlet Rouven Höfer seine Mehrkampfqualitäten. „ Mein
Wettkampf verlief optimal, denn ich konnte mich deutlich
gegenüber dem LAZ-Mehrkampf verbessern“ so Rouven über sein
Wochenende.
Mit 11,41 sec im Sprint und 6,45
m im Weitsprung lief es trotz einer Fersenprellung optimal an
für den Studenten. Nach 12,35m mit der Kugel und übersprungenen
1,75m im Hochsprung zauberte er im abschließenden 400m Lauf,
dann eine gute Zeit von 51, 83 sec auf die Tartanbahn und mit
3401 Zählern übernachtete er auf dem ersten Rang der
Männerwertung. „Mit 16,92 sec startete er über die Hürden am
zweiten Tag optimal und auch mit dem Diskus warf er gute 36,46
m“ so Trainer Markus Czech. Durch die 3,50m im Stabhochsprung
und sehr guten 57,39 m im Speerwurf ging es punktemäßig steil
bergauf mit dem Studenten des LAZ Giessen. „ 4:58,09 min über
die 1500 m Distanz sind bei dieser Hitze für ihn super und am
Ende konnte er mit 6.379 Zählern den Hessentitel im
Männerklassement gewinnen. „Rouven´s Ziel, die 6.500 Punkte zu
knacken, ist eine Aufgabe für die Deutschen Meisterschaften Ende
August in Potsdam. „Mit Adrian Becker, der einen leichte
Oberschenkelverletzung hat und deshalb nicht starten konnte und
Konstantin Grißmer kämpft das Team um den DM-Titel “, so Markus
Czech.
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05.07.2010 - GIESSEN
GIESSEN (V). Am Tag vor Beginn der Sommerferien versuchten
die vier schnellen Läufer der 4x100m Staffel des LAZ/MTV Gießen
bei einem Abendsportfest im südhessischen Riedstadt die
Qualifikationsnorm für die Deutschen-Jugendmeisterschaften in
Ulm zu erreichen. Wegen Klassenfahrten, Verletzung und andere
Belastungen hatten die vier Schüler nicht bei den hessischen
Meisterschaften in Neu-Isenburg in den Kampf um Norm und
Spitzenplatzierung eingreifen können. Auch ein gemeinsames
Staffeltraining war selbst bis zur Fahrt nach Riedstadt fast
unmöglich. Dennoch gingen die vier Sprinter, von denen die
beiden schnellsten noch der Jugendklasse B angehören, im
Vertrauen auf ihre Stärke hoffnungsvoll das Unternehmen
„Qualifikation“ an, wollten sie es doch ihren vier schnellen
LAZ-Kameradinnen gleichtun, die in Neu-Isenburg dieses Ziel
bereits erreicht hatten. Dennis Titow, Costa Laurenz, Issam
Ammour und Matis N´Dongo mussten schließlich aber ihr ganzes
läuferisches Vermögen auspacken, um nach sehr schlechten
Wechseln mit 43,74 Sekunden ihr gestecktes Ziel zu erreichen.
Wenn bis zu den „Deutschen“ die Wechsel dem läuferischen Können
angepasst werden können, kann in Ulm ein sehr gutes Ergebnis
erzielt werden.
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30.06.2010 -
NEU-ISENBURG
(ras). Eine Gluthitze herrschte
im Neu-Isenburger Stadion beim zweiten Teil
der hessischen Einzel-Meisterschaften und
beeinflusste besonders die spät an beiden
Wettkampftagen gelegenen Sprintendläufe und
Langstrecken. Nach dem starken Auftritt Gießener
Athleten in Wetzlar gab es auch in
Neu-Isenburg bei der A-Jugend und den A-Schülern
viele Titel und Podestplätze. In der Jugend A
gewannen Cynthia Schmidt von der LG
Erda-Heuchelheim im 100 m Sprint und Lisa
Magel vom LAZ Gießen beim Hochsprung.
Den zweiten Titel für eine A-Jugendliche
aus dem Gießener Raum gab es am Sonntag.
Bereits nach dem Zeitlauf (14,69) über 100 m
Hürden sah Lisa Magel wie die sichere
Siegerin aus. Im Finale fädelte sie deutlich
in Führung liegend an einer Hürde ein, kam
dadurch aus dem Tritt, und landete in 16,07
auf dem Bronzerang. Eineinhalb Stunden später
hatte die Siebenkämpferin ihren Ärger
überwunden und dominierte klar den
Hochsprung. Mit 1,71 m qualifizierte sich die
Steinbacherin für die deutschen
Jugendmeisterschaften in Ulm und konnte wieder
lächeln. »Ich bin die Hürden aggressiv
angegangen, und es lief eigentlich gut. Ab der
siebten Hürde habe ich aber mehrfach
touchiert, und das brachte mich aus dem
Rhythmus.« Einen Silberplatz gab es für
Magel zudem in der 4x-100-m-Staffel. Die
LAZ-Mädels Isabell Pastau, Julia Gerter,
Ann-Christin Strack sowie Lisa Magel mussten
sich in 48,36 s nur der Startgemeinschaft
Wiesbaden-Reisen (47,83) geschlagen geben
Im Weitsprung sprang Julia Gerter (LAZ)
im letzten Versuch mit 5,62 m auf den
Bronzeplatz. Hier siegte Gesa Kratsch von der
LG Friedberg-Fauerbach (5,79) vor Kyra
Buhlmann (5,70) von der LG Eintracht
Frankfurt.
Den hochklassigsten Wettbewerb der
Meisterschaften lieferte die 22 Mädels der
Jugend B über 200 m ab. „Rund 10
Teilnehmerinnen haben Chancen auf das Finale.
Da muss man schon im Vorlauf vollen Einsatz
laufen,“ bedauerte Cynthia Schmidt.
Entsprechend eng wurde es in den Vorläufen,
bei denen Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/25,35)
um eine Hundertstel das Finale verpasste. Im
Endlauf sah Julia Gerter nach dem Startschuss
die rote Karte. „Ich habe ein wenig
gezuckt,“ gestand Gerter nach ihrer
Disqualifikation. Schmidt und Ann-Christin
Strack gingen in diesem Finale ohne Medaillen
von der Bahn. Strack wurde in 25,26 Vierte.
Nach den Vorläufen Zweite (25,22), musste
sich eine entkräftete Schmidt mit Rang fünf
(25,80) begnügen. In 24,36 siegte Julia
Schaefers (LAV Kassel) und schob sich damit
auf Rang sieben der deutschen
Jugendbestenliste vor.
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Patricia
Bock überzeugt mit kämpferischer Leistung bei
Berglauf Jugend-WM in Italien
Das
Nachwuchstalent vom LAZ Gießen startete
erstmals bei einem Berglauf - und dann gleich im
Trikot des DLV!
Der
erste Start im Nationaltrikot kam für die
Patricia Bock vom LAZ Gießen / TSG Lollar etwas
überraschend. Erst eine Woche vor dem Wettkampf
erfuhr die B-Jugendliche von ihrer Nominierung für
die 5. WMRA (World Mountain Running Association)
Youth Team Challenge, der
Berglauf-Weltmeisterschaft für Jugendliche in
Sauze d’Oulx / Italien (bei Turin) am Samstag
den 26. Juni 2010. In der kurzen Zeit war für
Patricia natürlich keine vernünftige
Vorbereitung auf den Wettbewerb möglich, während
sich die meisten ihrer Konkurrentinnen aus neun
Nationen schon lange spezifisch auf diese
Herausforderung hatten vorbereiten können.
Dennoch kam es für die Buseckerin nicht in
Frage, diese anspruchsvollen Aufgabe abzulehnen,
obwohl es für sie nicht nur der erste
internationale Einsatz für den DLV, sondern
zugleich auch der erste Berglauf war.
Angesichts
dieser Umstände schlug Patricia Bock sich sehr
achtbar und kam nach großem Kampf als 32. von
46 gestarteten Teilnehmerinnen ins Ziel. Allein
dem Erreichen des Ziels ist schon Respekt zu
zollen, mussten doch nicht wenige Läuferinnen
auf dem selektiven Kurs das Rennen aufgeben.
Beste deutsche Läuferin war Clara Hildt (TV
Waldstraße Wiesbaden) auf dem 28. Platz. Weil
die dritte deutsche Läuferin leider
krankheitsbedingt ausfiel, kam
bedauerlicherweise keine Mannschaft zustande.
"Die Strecke war hammerhart,
so etwas bin ich noch nie vorher gelaufen",
sagte die Nachwuchsläuferin im Gespräch mit
dem Anzeiger. Auch die meisten schnelleren Läuferinnen
hätten an den steilsten Anstiegen gehen müssen,
so das junge Talent weiter. Kein Wunder, schließlich
handelte es sich bei einem Teil des Rundkurses
um eine Skipiste, auf der im Jahr 2006 noch die
Freestyle Wettkämpfe der olympischen
Winterspiele in Turin stattfanden: Fast 200 Höhenmeter
waren auf etwa 3,5 km Länge zu bewältigen. Vor
Ort hatte die Athletin vom LAZ Gießen zwar die
Strecke begutachten, aber natürlich nicht mehr
ernsthaft auf dem Gelände trainieren können.
Der Start im Nationaltrikot hat Patricia Bock
trotz der widrigen Umstände sehr viel Spaß
gemacht, sie möchte auf jeden Fall im nächsten
Jahr wieder dabei sein und wird rechtzeitig
anfangen, für dieses Ziel zu trainieren.
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Patricia Bock
startet im Nationaltrikot bei der Berglauf – WM
in Italien
Patricia Bock vom LAZ
Giessen / TSG Lollar ist vom
Bundesausschuss-Vorsitzenden „Lauf“ Harald Rösch
des Deutschen Leichtathletikverbandes für die
5.WMRA (World Mountain Running Association)
Youth Team Challenge Berglauf-Weltmeisterschaft
am kommenden Wochenende nominiert worden. Die
LAZ-Athletin startet somit erstmalig gemeinsam
mit Ihren Teamkolleginnen Clara Hild (TV
Waldstraße Wiesbaden) und Franziska Hühn (LG
Eintracht Frankfurt ) in Sauze d’Oulx / Italien
(bei Turin) im Nationaltrikot. Die Laufstrecke
beträgt 3,5 km und wird einen Höhenunterschied
haben. „ Es ist einen Anspruchsvolle Strecke und
ich hoffe, dass wir sowohl in der Einzelwertung
als auch im Teamwettkampf gut abschneiden
werden“ so das Ziel von Coach Reinhold Helder,
der die Athletinnen auch bei der WM betreuen
wird.
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24.06.2010 02:00 Uhr -
GIESSEN
Von Benni Gössl
GIESSEN (beg). Er kam aus
dem Nichts und sorgte gleich
für eine große Überraschung.
Mit einer ganz starken Zeit
von 11,08 Sekunden gewann
der „Leichtathlet“ Costa
Laurenz den Hessentitel im
100 Meter-Sprint der
männlichen B-Jugend - und
das als gelernter Fußballer.
Große Erfahrung brachte er
nicht mit im
Leichtathletikbereich, mit
seiner beeindruckenden
Leistung bei der Hessischen
Meisterschaft in Wetzlar
weckte der 16-Jährige aber
Begehrlichkeiten. Für die
heimische
Leichtahletik-Szene ist ein
solcher Rohdiamant ein
Segen. Schon in den
Vorläufen sorgte der
drahtige Sprinter für
Furore.
Zwei Mal legte er die
Bestzeit hin. Im ersten 100
m-Lauf ging er mit einer
Zeit von 11,24 Sekunden als
Erster durchs Ziel, den
Zwischenlauf absolvierte er
in 11,23 Sekunden -
ebenfalls der Bestwert.
Volker Clarius,
Leichtathletik-Abteilungsleiter
des MTV 1846 Gießen, für den
der Nachwuchssportler an den
Start ging, ist von dem
Talent des Lang-Gönsers
begeistert. „Aus kalter Hose
auf 11 Sekunden, das ist
Wahnsinn“, erklärt Clarius
voller Euphorie. Er und sein
Verein wollen Laurenz
natürlich für ihren Sport
gewinnen. Einziges Problem:
Der Schüler der
Anne-Frank-Schule Linden ist
zudem ein sehr talentierter
Fußballer und stürmt mit
ebenfalls sehr viel Erfolg
für die B-Junioren der TSG
Wieseck in der Hessenliga,
der höchsten
Jugendspielklasse auf
Landesebene.
Per Zufall zum Sprint
Parallel sind die zwei
Sportarten nur schwer zu
betreiben, die geforderten
Leistungen verlangen nach
einer Entscheidung. Bei zwei
Schulwettkämpfen, an denen
Costa Laurenz erfolgreich
teilnahm, wurden die
MTV-Verantwortlichen um
Clarius aufmerksam. „Wir
wollen versuchen, dass er
die Saison soweit wie
möglich mitmacht und für
unser LAZ Gießen Stadt und
Land startet“, sagt der
Abteilungsleiter.
Startberechtigt ist das
Nachwuchsjuwel sowohl in der
B- als auch in der A-Jugend.
In den Einzelwettbewerben
soll Laurenz bei den
B-Junioren laufen, bei den
Staffelwettkämpfen in der
A-Jugend.
Fußball oder
Leichtahletik
Bis dahin kommt aber noch
viel Arbeit auf den
zurückhaltenden, ja fast
schüchternen jungen Mann zu.
Sein Interesse, weiterhin im
Sprint an den Start zu gehen
ist auf jeden Fall
vorhanden. Das sagte er
schon nach dem Endlauf und
dem Titelgewinn im Gespräch
mit dem Gießener Anzeiger.
Wie seine sportliche Zukunft
konkret aussieht, ob in
Stollen- oder
Sprinterschuhen, auf grünem
Rasen oder auf roter Asche
oder Tartan, steht noch
nicht endgültig fest. Sein
großes Potenzial Talent hat
er auf jeden Fall schon in
beiden Sportarten
nachgewiesen. Spätestens
nach seinem Auftritt in
Wetzlar wird er sich wohl
dem Werben aus beiden Lagern
gegenübersehen.
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22.06.2010 -WETZLAR
(ras). Selten war der
Gießener Raum bei hessischen
Leichtathletik-Meisterschaften
so erfolgreich wie am
Wochenende in Wetzlar. Durch
die dreifache
Titelgewinnerin Beatrice
Marscheck sowie Adrian
Becker, Laurenz Costa,
Ann-Christin Strack und
Julia Gerter gingen sieben
Titel an Athletinnen und
Athleten des LAZ Gießen.
Bei den Aktiven und
Trainern aus dem Gießener
Raum sah man nur zufriedene
Gesichter. Beatrice
Marscheck erkämpfte als
einzige Teilnehmerin in
Wetzlar drei Titel. Die
Garbenteicherin lief über
100 m in 11,98 locker die
schnellste Zeit der 27
Vorlauf-Teilnehmerinnen. Im
Zwischenlauf sprintete sie
bei 0,9 m/s Rückenwind mit
11,69 eine Zeit, die aktuell
Platz neun der deutschen
Bestenliste bedeutet. Im
Finale ließ die 24-Jährige
den weiteren
Medaillengewinnerinnen
Katharina Hoffart (LG
Odenwald/12,21) und der noch
A-Jugendlichen Chantal
Buschung (Wiesbaden/12,25)
keine Chance und stürmte
nach 11,84 über die
Ziellinie.
Schon im Vorfeld der
Meisterschaften sah Trainer
Markus Czech dem Weitsprung
mit gemischten Gefühlen
entgegen: „Bea ist gut drauf
und ich erwarte über 100 m
eine Zeit unter 10,80. Aber
mit der Renovierung des
Wetzlarer Stadions ist die
Weitsprunggrube vor der
Tribüne weggefallen. So wird
vermutlich die windanfällige
Anlage im Westbogen benutzt.
Hier gab es bei viel Wind
nur selten herausragende
Weiten.“ Die Aussage von
Czech wurde in den von
böigem Gegenwind geprägten
Wettbewerben bestätigt.
Marscheck sprang im dritten
Versuch ihre Tagesbestweite
von 6,18 m und beendete nach
6,03 m im vierten Durchgang
die Disziplin, um sich auf
das 100 m Sprintfinale
vorzubereiten.
Auch am Sonntag war die
LAZ-Athletin erwartungsgemäß
über 200 m nicht zu
schlagen. Nach 24,28 im
Vorlauf, gewann die
Lehramtsstudentin in 24,07
das Finale vor Christiane
Klopsch (24,24) von der LG
Friedberg-Fauerbach. Für
Czech war klar, „Beatrice
hätte im 200 m Vorlauf
deutlich unter 24 Sekunden
laufen können, denn die
letzten 40 m ist sie nur
ausgetrabt. Im Finale zeigte
sich, dass Bea derzeit wegen
der Trainingsausrichtung
keine zwei Topläufe binnen
zwei Stunden abliefern
kann.“
Silber
bei den
Frauen
gab es
für die
A-Jugendliche
Lisa
Magel.
Die
Siebenkämpferin
vom LAZ
begann
den
Hochsprung
fehlerfrei
bei
1,60.
Die
Steinbacherin
bewies
Nervenstärke
und
übersprang
nach
1,63
ohne
Fehlversuch
die 1,66
im
dritten
Durchgang.
Den
Titel
gewann
Bianca
Schmid
von der
LG
Friedberg-Fauerbach
mit 1,84
m.
Premiere
für
Becker
Bei
den
Männern
setzte
sich
Adrian
Becker
vom LAZ
Gießen
erstmals
bei
einem
Weitsprungwettbewerb
der
Aktivenklasse
gegen
Remigius
Roskosch
(Heppenheim,
7,02)
durch
und
siegte
mit 7,09
m. Mit
Fassung
trug der
Troher
seine
Disqualifikation
beim 100
m-Hürdenfinale,
denn
weder
von den
Zuschauern
noch
seitens
der
anderen
Finalisten
war ein
Frühstart
von
Becker
erkennbar.
So ging
der Sieg
an Sven
Medenbach
(15,04)
von der
LSG
Goldener
Grund,
vor
Konstantin
Grißmer
(LAZ
Gießen,
15,62),
der sich
bei
brutalem
Gegenwind
von 3,0
m/s
zusätzlich
Bronze
mit 6,79
im
letzten
Weitsprungversuch
erkämpfte.
Sensationell
war der
Auftritt
von
Laurenz
Costa
über 100
m der
männlichen
Jugend
B. Der
bis
dahin
nur im
heimischen
Fußball
bei der
TSG
Wieseck
aktive
Schüler
der
Anne-Frank-Schule
Linden,
gewann
nach den
Bestzeiten
im
Vorlauf
(11,24)
und
Zwischenlauf
(11,23)
den
Hessentitel
in
11,08.
Qualifiziert
hatte
sich
Costa
zwei
Wochen
zuvor in
Wetzlar
beim
Schulvergleich
auf
Regionsebene
bei
„Jugend
trainiert
für
Olympia“,
worauf
Elmar
Knappik
als
Leichtathletiktrainer
der TSG
dem
Schüler
Jahrgang
93
empfahl,
einen
Startpass
beim LAZ
Gießen
zu
beantragen,
um
adäquate
Trainingsgefährten
zu
haben.
„Vor
rund
vier
Jahren
habe ich
beim LSC
Bad
Nauheim
etwas in
die
Leichtathletik
hinein
geschaut.
Die
beiden
Schulwettkämpfe
in
Lollar
und
Wetzlar
haben
wieder
mein
Interesse
geweckt“,
sagte
der
leichtathletische
Rohdiamant
nach dem
Endlauf.
Bereits
im
Vorfeld
der
Meisterschaften
stand
fest,
ein Sieg
in den
Sprints
über 100
m und
200 m
der
B-Jugend
führt
nur über
Cynthia
Schmidt
von den
TSF
Heuchelheim
oder
Ann-Christin
Strack
vom LAZ
Gießen.
Ihre
Vorläufe
auf der
Sprintgeraden
gewannen
beide in
jeweils
12,36.
Im
Zwischenlauf
lieferte
Schmidt
eine
Zeit von
12,29
ab,
während
Strack
(12,24)
sich
strecken
musste,
um
Theresa
Schacht
(12,26)
von der
LG
Reinhardswald
in
Schach
zu
halten.
Im
Finale
siegte
Schmidt
mit
Saisonbestleistung
in 12,08
vor
Strack,
die in
12,22
zum
dritten
Mal an
diesem
Tag eine
neue
persönliche
Bestleistung
über die
100 m
aufstellte.
Der
Zweikampf
fand
über 200
m seine
Fortsetzung.
Beide
bestritten
den
selben
Vorlauf
und
befolgten
die
Aufforderung
des
hessischen
Sprintkadertrainers
Dominic
Ulrich
(Heppenheim),
„aggressiv
um die
Kurve,
und dann
ausrollen
lassen.“
Im
Finale
ging es
richtig
zur
Sache.
Beide
Sprinterinnen
erreichten
mit
klarem
Abstand
zur
Konkurrenz
parallel
die 100
m-Startlinie,
dann
setzte
sich
Ann-Christin
Strack
kontinuierlich
in Front
und
gewann
in
24,87.
Schmidt
erkämpfte
in
persönlicher
Bestzeit
von
25,25
Silber.
Mit
ihrer
Siegeszeit
verbesserte
die
Ostschülerin
Strack
deutlich
den
bisherigen
Gießener
Kreisrekord
von
25,44,
welcher
von
Beatrice
Marscheck
2001 in
Ulm
aufgestellt
wurde.
Mit Gold
belohnt
wurde
auch
Julia
Gerter.
Die noch
15-Jährige
steigerte
sich
direkt
nach
Rang
zwei im
Hürdensprint
(14,82)
im
letzten
Weitsprungversuch
von
zuvor
5,55 m
auf die
Siegesweite
von
5,75.
Voller
Lob war
Trainer
Czech
bezüglich
der
beiden
LAZ-Mädels
aus der
B-Jugend:
„Anni
war
mental
Spitze
und
zeigte
im 200
m-Finale
das
Toprennen
ihrer
bisherigen
Saison“,
und
ergänzte,
„Ähnliches
gilt für
Julia
Gerter.
Julia
ist
durch
das
Hürdenfinale
noch mal
richtig
warm
geworden
und
bewies
in ihrem
letzten
Sprung
nicht
nur das
schon
lange
bekannte
Talent,
sondern
zeigte
auch
tolle
Konzentration
und
Nervenstärke.“
|
| |
Christopher
Nagorr & B-Schüler-Team sind Hessenmeister

13.06.2010 - BAD HOMBURG
Die Mannschaft wurde mit 6.769 Punkten
Hessischer Meister (Nico Gremm, Julius Grau,
Christopher Nagorr) und stellte gleichzeitig den
Kreisrekord ein (Fünfkampf 5374 LAZ Gießen
Stadt und Land 26.04.2008 Gießen). Weiterhin
erreichte Christopher Nagorr mit 2.275 Punkten
den Hessenmeistertitel mit herausragenden
Leistungen und persönlichen Bestleistungen über
60 m Hürden (10,15 sec.) sowie über 75 m (10,34
sec.). Vor der letzten Disziplin, dem 1.000 m
Lauf, führte Christopher knapp mit 10 Punkten
vor Severin Zentraf vom TV Dipperz. Den
spannenden letzten Lauf konnte Severin zwar für
sich entscheiden, doch dank eines furiosen
Endspurts konnte sich Christopher Nagorr mit
einem Vorsprung von 3 Punkten den
Hessenmeistertitel sichern. Gleichzeitig
verbesserte er seinen in Flieden aufgestellten
Kreisrekord nochmals um 90 Punkte.
Nico Gremm erzielte in seiner Altersgruppe M13
einen sehr guten 7. Platz mit herausragenden
Sprintzeiten jeweils unter 10 sec. über die
Hürden und 75 m. Julius Grau wurde in der
Altersgruppe M12 fünfter mit persönlichen
Bestleistungen im Weitsprung, über die 60
m Hürden sowie im 75 m Sprint. |
| |
Issam Ammour
sprintet 11,03 sec
09.06.2010 - WETZLAR
Der B-Jugendliche Issam Ammour ( LAZ / MTV
Giessen) sprintete sich bei regulären
Windverhältnissen mit 11,03 sec am
Abendsportfest der LG Wetzlar in die hessische
Spitze vor, denn in der letztjährigen
Hessischen-Bestenliste hätte er damit den
vierten Rang belegt. Mit der erzielten Zeit hat
er auch die Norm für die
Deutschen-B-Jugendmeisterschaften in Ulm ( 11,30
sec.) am 6 -8. August sowie für die
Süddeutschen B-Jugendmeisterschaften ( 11,50
sec.) in Schwäbisch Gmünd am 21-22. August
erreicht.
| männliche Jugend B -
Finale |
Wind: I:+0,7 / II:+0,7 / III:+0,7 / IV:+0,7 |
| Rk. |
StNr. |
Name |
Jg. |
Nat. |
Verein |
Leistung |
|
|
| 1. |
13 |
Ammour Issam |
1993 |
|
LAZ Gießen |
11,03 |
1./II |
| 2. |
94 |
Thiel Patrick |
1994 |
|
LGA Rotenburg Bebra |
11,35 |
1./III |
| 3. |
2 |
Daum Tobias |
1993 |
|
ASC Darmstadt |
11,55 |
2./IV |
| 4. |
27 |
Trenk Steffen |
1994 |
|
LG BSN |
11,68 |
6./III |
|
| |
10.06.2010
Mannschafts-Meisterschaften:
B-Schüler weiter auf Kurs
GIESSEN (ras). Bei den
leichtathletischen
Mannschafts-Meisterschaften,
im Schülerbereich DSMM
genannt, traten im Wetzlarer
Stadion Vereine aus Gießen
und Wetzlar in verschiedenen
Gruppen an, die sich in der
Anzahl der doppelt zu
besetzenden Disziplinen
unterscheiden. Aber nur in
der Gruppe eins, die alle
altersgerechten
Basis-Disziplinen
berücksichtigt, wird Anfang
September ein Landessieger
zwischen den jeweils sechs
punktbesten Vereinen
ermittelt. Beste Chancen zu
diesem Hessenfinale haben
die B-Schüler des LAZ
Gießen, die in Wetzlar einen
neuen Kreisrekord in der
Staffel aufstellten.
Als einziges Team trat
das LAZ bei den B-Schülern
in der Gruppe eins an.
„Unser Ziel ist das
Hessenfinale. Dazu müssten
rund 6000 Punkte reichen, “
sagte ihre Trainerin Andrea
Ewald zu Wettkampfbeginn.
Mit 6233 Punkten erfüllten
die 11- bis 13-Jungs voll
die Erwartungen. Allen voran
das Staffelquartett mit
Marcel Jeschke, Nico Gremm
und Julius Grau, das in
40,51 Sekunden über 4 x 75 m
den bestehenden Kreisrekord
aus 2002 um 24/100 Sekunden
verbesserte. Richtig schnell
zeigte sich Gremm zudem auf
der 75-Meter-Sprintgeraden
(9,92) und über 60 m Hürden,
die er in 10,15 bewältigte.
In den Sprungdisziplinen
imponierte Julius Grau, der
die Hochsprunglatte
inklusive 1,46 m überquerte
und in der Weitsprunggrube
mit 4,76 m gemessen wurde.
In der auf vier Disziplinen
reduzierten Gruppe zwei
gewann die LG Aßlar-Werdorf
(3170) vor der TSF
Heuchelheim, die 2943 Punkte
erzielte. Die meisten Punkte
für die TSF erkämpfte Moritz
Horn im Sprint (10,37) und
mit 4,59 m im Weitsprung.
Bei den Schülern A der
Gruppe 2 musste sich die
LGLO (7598) dem TV Burgsolms
(7613) knapp geschlagen
geben. Für die Langgönser
erkämpften Niklas Peppler im
Hochsprung (1,68), sowie
Felix Repp über 80 m Hürden
(12,14) und im Weitsprung
(5,85) wertvolle Punkte.
Zudem wuchtete Lucas Heinz
die Vier-Kilogramm-Kugel auf
achtbare 11,30 m.
Bei den C-Schülern der
Gruppe eins dominierte
erwartungsgemäß der TSV
Nauborn mit 4693 Punkten.
Kaum eine Chance, die Runde
der besten sechs Teams zu
erreichen, hat mit 3728
Punkten das LAZ Gießen. Ohne
Punkte in der Staffel blieb
die LGLO (1891), die mit
ihren neun- bis elfjährigen
Jungen in der Gruppe zwei
antrat.
Als einziges Team trat
die STG Buseck-Linden bei
den Schülerinnen A in der
Gruppe eins an und erkämpfte
8406 Punkte. Mit 13,03
sprintete Luca Helen Schmitt
über 100 m das punktbeste
Einzelergebnis (559) der
Startgemeinschaft. Gewohnt
stark zeigte sich Carolin
Schmeel auf der
800-Meter-Strecke. Vom Start
weg setzte sie sich vom Feld
ab und gewann souverän in
2:30,13. Von den anderen
Mädels des Teams lautstark
bejubelt wurde der
Hochsprung von Charlotte
Urra, die mit übersprungenen
1,51 m wertvolle 511 Punkte
ablieferte. Herausragend
auch der Speerwurf von Alexa
Peusch, die mit 31,83 m
persönliche Bestleistung
warf. In der Gruppe zwei
startete die LG
Langgöns-Oberkleen. Bei
insgesamt 7445 Punkten
imponierte aus der
LGLO-Truppe Lisa Mayer über
100 m (12,97) und mit
herausragenden 5,33 m im
Weitsprung. In sechs
Disziplinen wird die Gruppe
drei bei den A-Schülerinnen
ausgetragen. Hier startete
das LAZ Gießen und erzielte
4646 Punkte. Die besten
Leistungen der Gießener
erzielten Lina Schäfer
(2:35,69) und Paula
Bodenstedt (2:36,71) jeweils
über 800 m.
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Marscheck mit
6,68 m in Heppenheim - jedoch mit zu starkem
Rückenwind
03.06.2010 - HEPPENHEIM
(jth) Beatrice
Marscheck ( LAZ Giessen / SV Garbenteich) nahm
an Fronleichnam am Weitsprungmeeting um den Hans
Baumgartner Pokal in Heppenheim teil und sprang
erstmalig mit 6,68 m über die EM-Norm von 6,60
m. Leider war der Rückenwind zu stark, so dass
die Leistung keine Anerkennung findet. Das
Regelwerk lässt nur Leistungen mit einem
Rückenwind von maximal zwei Metern pro Sekunde
zu.
Hans Baumgartner
der bei den Olympischen Spielen 1972 in München
die Silbermedaille im Weitsprung gewann
(8,18m-), stiftetet erstmalig im neuen
Starkenburg – Stadion den Siegerpokal. Er nahm
auch an den Olympischen Spielen 1976 im
Weitsprung teil, jedoch ohne Medaillenerfolg
ebenso wie bei den
Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 und
1974. In den Jahren von 1971 bis 1974 gewann
Baumgartner viermal die Deutsche Meisterschaft
im Weitsprung. 1970, 1976 und 1977 wurde er
jeweils Dritter. Den DLV-Rekord hingegen musste
er seinem stärksten nationalen Konkurrenten,
Josef Schwarz, überlassen.
„Wir sind sehr
zufrieden, denn Beatrice hat hier die nationale
Spitze besiegt und eine sensationelle Serie mit
6,68 m – 6,36m -6,48m- 6,58m und 6,21 m
abgeliefert. Die Sprünge waren alle super,
jedoch zum Teil mit einem Rückenwind von bis zu
5 m pro Sekunde. Es ist nun nur eine Frage der
Zeit bis sie die DLV – Norm offiziell knackt “
so Trainer Markus Czech.
Im letzten
Versuch, der leider ungültig war, hatte sie
einen Weite jenseits ihrer Bestweite von 6,73 m
erzielt. „ Der Olympiastützpunkt hatte den
Versuch auf eine Sprungweite von mehr als 6,80
vermessen. Leider war er mit zwei Zentimetern
ungültig gewesen und der Rückenwind wäre auch
viel zu stark gewesen. Es ist nicht leicht die
Sprünge bei extremen Rückenwinden zu gestalten
und zu koordinieren “ so der Trainer.
Die nächste
Möglichkeit die Europameisterschaftsnorm zu
erfüllen hat die Lehramtsstudentin am 12. Juni
beim Springermeeting in Dillingen. Hier konnte
sich Beatrice vor zwei Jahren erstmalig mit 6,62
m in die nationale Spitze springen. „ Dillingen
ist ein gutes Pflaster für mich, hier versuche
ich die DLV-Norm von 6,60m erstmalig zu knacken
“ so Marscheck.
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Marscheck mit
6,43 m in Wesel
30.05.2010 - WESEL
(jth) Beatrice
Marscheck kehrte am Sonntag an die
Wirkungsstätte nach Wesel zum internationalen
Springermeeting zurück. Hier hatte sie im
vergangenen Jahr mit 6,73 m die WM-Norm schaffte
und zugleich einen neuen Hessenrekord aufstellt.
Einen Tag nach den
Deutschen-Hochschulmeisterschaften, bei denen
sie zwei Titel gewinnen konnte war es der
nächste Versuch für die EM-Norm von 6,60 m.
„ Die Bedingungen
waren im Vergleich zu den
Hochschulmeisterschaften katastrophal, denn es
war windig und kalt und der Regen zeigte sich
auch das ein oder andere mal. Für Beatrice war
der Wettkampf sehr wichtig, denn durch die
Doppelbelastung Samstag/Sonntag gewinnt sie an
Wettkampfhärte“ so Trainer Markus Czech.
Beatrice
Marscheck kam in diesem Jahr nicht so richtig in
Fahrt beim traditionellen Weitsprungmeeting,
denn der Wettkampf startetet für die
Lehramtsstudentin mit 6,09 m und einem zweiten
Durchgang mit 6,28 m. Im Jahr 2009 gelang ihr
dann im dritten Durchgang die Weite von 6,73m.
In diesem Jahr erzielte sie im vierten Durchgang
mit 6,43 m ihre Tagesbestweite. Im letzen
Versuch setzte sie dann noch mal alles auf einen
Karte. „ Im vorletzten Versuch hatte sie
deutlich verschenk, so dass ich sie 1,5 Fuß nach
vorne geholt habe. Bea war somit nun sehr eng am
Brett und der Körperschwerpunkt war optimal
getroffen, doch leider konnte sie den Sprung
nicht bis zum Ende durchhalten. Ihr fehlt hier
immer noch die Sprungerfahrung “ so Trainer
Markus Czech. „Ich habe im mittleren Anlaufteil
das Tempo verringert somit war ich nie auf dem
Brett. Im Verhältnis zu meinen letzen
Regenwettkämpfen bei der WM in Berlin und in Bad
Langensalza habe ich mich schon deutlich
steigern können. Die Duschschnittsweite bei
schlechte Bedingungen wird besser “ so Beatrice
Marscheck. Die nächste Chance auf die E-Norm
bekommt die Garbenteicherin an Fronleichnam beim
Hans Baumgartner Pokal in Heppenheim. Der
Vizeolympiasieger von München 1972 mit 8,18 m
und dreimaliger Europameister ist Ausrichter des
nächsten DLV-Normwettkampfes.
Den Wettkampf in
Wesel gewann Nadja Käther ( Hamburger SV) mit
neuer Bestleistung von 6,66m und hat sich somit
in den Kreis der EM-Anwärterinnen katapultiert.
Die 21-Jährige war von ihrem Sprung nicht
sonderlich überrascht: „Mein Trainer und ich
hatten mit einer solchen Weite gerechnet. Ich
hatte bereits aus dem Trainingslager gute
Zubringerwerte.“ Auch die äußeren Bedingungen
machten ihr wenig aus: „Ich bin nicht so
regenempfindlich. “Selbstbewusst blickt sie nun
auf die kommenden Wochen, in denen es für sie um
das Ticket nach Barcelona (27. Juli bis 1.
August) geht: „Das war noch nicht das letzte
Wort.“ Zweite wurde WM Starterin Melanie
Bauschke ( LG Nike Berlin / 6,58m) und dritte
Bianca Kappler ( LC Asics Rehlingen / 6,49m).
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Becker und
Marscheck mit „Tripel“
29.05.2010 - FRIEDBERG/GIESSEN
(jth) Beatrice
Marscheck und Adrian Becker vom LAZ Giessen
gelangen bei den Deutschen
Hochschulmeisterschaften in Friedberg die ersten
„Kracher“ der Saison, denn die Studierenden der
Justus-Liebig-Universität Gießen, die für die
Wettkampfgemeinschaft Gießen ( Uni + FH) am
Start waren, holten sich das „Tripel“. Beatrice
Marscheck holte sich mit 6,53 m im Weitsprung
was zugleich neuer deutscher „ADH-Freiluft-Rekord“
bedeutete und im Anschluss mit 11,80 sec im 100
m Finale den DM-Titel und Adrian Becker sicherte
sich mit 7,30 m im Weitsprung überraschend
seinen ersten Hochschulmeistertitel.
Knapp verpasst
hat die Garbenteicherin jedoch die EM-Norm, denn
zum zweiten Mal kam die Studentin der WG Gießen
mit 6,53 Meter ganz nah ran, an die vom DLV
geforderten 6,60 Meter - aber eben nicht drüber.
"Das ist schon ärgerlich", sagte ihr Trainer
Markus Czech nach dem Wettkampf, "Sie hatte die
Weite locker drauf. Wir warten jetzt auf den
Ausreißer. Erfreulich ist jedoch, dass Bea diese
Weiten nun permanent anbieten kann".
Nach Titel Nummer
eins im Weitsprung folgte zudem Titel Nummer
zwei über 100 Meter. In 11,80 Sekunden gewann
Beatrice Marscheck Gold, und mit dieser
schnellen Zeit war sie dann auch "voll
zufrieden". „ Nach den Saisoneinstand in
Pliezhausen dachte ich schon, dass ich eine Zeit
Ende der siebzig laufen kann. Der Vorlauf mit
12,01 sec war daher enttäuschend, doch das
Finale war viel besser. Es war keine Hektik wie
im Vorlauf, denn die Kombination Weitsprung /
100 m ist immer ein Vorbereitungsproblem“ so die
Doppelsiegerin.
Den
Überraschungs-Coup des Tages landete in
Friedberg jedoch der Troher Mehrkämpfer Adrian
Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck, denn im
letzten Sprung erreichte er mit neuer
persönlicher Bestleistung von 7,30 m seinen
ersten großen Titel im Aktivenbereich. Der
Lehramtsstudent steigerte sich von Versuch zu
Versuch und knackte im fünften Durchgang mit
7,19 m bereits zum zweiten mal die siebener
Marke. Bis zu diesem Zeitpunkt lag jedoch noch
Philipp Imhof ( WG Köln ), der eine Woche zuvor
in Weinheim mit 7,71 m überzeugen konnte, mit
7,28 m in Front. „ Im Vorfeld hatte ich mir
einen Weite um die 7,30 m als Ziel gesetzt. Die
Anlaufzeiten waren nicht so optimal. Ich konnte
mich von Sprung zu Sprung verbessern und als
dann im letzten Versuch die positive Stimmung
der Zuschauer überschwappte, bin ich einfach
angelaufen und abgesprungen. Dass ich mein Ziel
auf den Punkt genau getroffen habe, ist super
und eine große Motivation für die Saison“ so
Becker nach dem Erfolg. Vereinskollege
Konstantin Grißmer landete mit 6,88 m ebenfalls
auf einem guten siebten Rang und bescherte der
WG Gießen somit zwei Endkampfplatzierungen. Auch
Trainer Markus Czech war vollen Lobes „ bei Addi
waren die 7,30 schon lange fällig, denn seine
alte Bestmarke vom Länderkampf in Bern aus dem
Jahr 2006 lag bei 7,21m und auch Konny ist auf
dem Weg in Richtung der siebener Marke“.
Nastasia Lich (
LG Eintracht Frankfurt ) die ebenfalls für die
WG Gießen am Start war sicherte sich im
Speerwurf der Studentinnen eine Bronzemedaille
mit 36,99 m. Im 100 m Hürdenlauf konnte sie
einen fünften Rang in 14,47 sec hinzufügen und
im Weitsprungwettbewerb erreichte sie mit 5,43 m
einen achten Platz.
Der Giessener –
Student Marco Kornrumpf von LG Neu-Isenburg
Heusenstamm ging in Friedberg über die 1500 m
Distanz an den Start und sicherte sich mit
3:56,96 min einen guten fünften Rang in der
Konkurrenz. Tags darauf sicherte sich er im 800
m Finale mit 1:55,91 min den fünften Rang. Nils
Dudenhöfer ( LG Wetzlar ) erreichte nach 23,30
sec im Vorlauf das B-Finale und steigerte sich
hier auf 23,09 sec, was am Ende Rang vier
bedeutete. Adrian Becker ging am zweiten
Wettkampftag noch im 110 m Hürdenlauf an den
Start, wo er mit 15,07 sec als vierter nur knapp
an einer Medaille vorbeischrammte.
Den Abschluss der
Deutschen-Hochschulmeisterschaften bildeten die
4 x 100 m Staffeln. Bei den Studentinnen konnte
die WG Gießen in der Besetzung: Katharina
Eberling, Nastasia Lich, Laura Merten und Nina
Sänger den siebten Rang in 51,40 sec hinter den
Siegerinnen der Uni Paderborn ergattern. Das
Sahnestückchen des zweiten Wettkampftages
erreichten jedoch die 4 x 100 m Sprintstaffel
der WG Gießen, denn in der Besetzung: Adrian
Becker, Peter Seel, Bruno Philipp Gärtner und
Nils Dudenhöfer holte sich das Quartett den
DM-Titel in der Zeit von 42,47 sec vor der Uni
Jena (42,75 sec) und der Uni Tübingen ( 43,08
sec) .
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Adrian Becker
im „Club der 7000 er “ aufgenommen

(jth) Man hatte fast den Eindruck, als wäre man
im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn
die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten
Leistungen der Athletinnen und Athleten waren
zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das
LAZ Gießen Stadt und Land um seinen Vorsitzenden
Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 62
Athletinnen und Athleten ein kleines, aber
feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage
organisiert. „Wir hatten Teilnehmer aus
Göttingen, Kassel, Frankfurt, Twiste und
Darmstadt. Unsere Veranstaltung wird somit weit
über die Grenzen von Gießen hinaus angenommen,
ein Indiz für eine tolle Familiäre-Veranstaltung
“ so der LAZ-Boss. Aus überregionale Sicht
gesehen war der neue Hessenrekord im
Stabhochsprung der Schüler M 15 von Fabian
Christ ( LG Eintracht-Frankfurt) das
Mehrkampf-Highlight. Mit 4,40 m knackte er die
von Ulrich Lehl (Usinger TSG) aus dem Jahre 1985
gehaltene Bestleistung von 4,31m sehr deutlich.
Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck
und Julia Gerter LAZ Giessen / SV Garbenteich,
waren die dominierenden Athleten der zweitägigen
Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht,
denn beide sicherten sicher die
DM-Qualifikation. Der Lehramtsstudent Adrian
Becker ist zudem im Club der „7000 er“
aufgenommen worden, denn mit 7031 Punkten
erzielte er neue Bestleistung und knackte
erstmalig die Schallmauer der 7000 Punkte im
Männer-Zehnkampf.
„Es
lief nicht in allen Disziplinen optimal, doch im
Weitsprung, Stabhochsprung und im Hochsprung
habe ich die Grundlagen für den Erfolg gelegt“
so Becker. Er startete mit 11,18 sec im 100 m
Lauf und sprang im Anschluss 7,17 m weit. „ Mit
7,00 – 7,11 und 7,17 m hatte ich eine super
Serie so der Grundschul-Lehramtsstudent“
Im
Kugelstoßen blieb er dann jedoch mit 11,70m
unter seinen Erwartungen, fand aber im
Hochsprungwettbewerb recht schnell zu alter
Stärke zurück und überfloppte nach langer Zeit
wieder einmal 1,90m. Abschließende 51,67 sec im
400 m Lauf waren ein weiteres gutes Resultat des
ersten Tages. Der zweite Wettkampftag begann mit
15,23 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und einer
ausbaufähigen Diskuswurfleistung von 33,97m
sowie übersprungenen 4,20 m im Stabhochsprung,
was neue persönliche Bestleistung bedeutete.
„Mit 56,72 m konnte Addi im Speerwurf dann gegen
Ende des Zehnkampfes noch einmal überzeugend. Er
ist auf einem guten Weg und kann nun die
Deutschen-Mehrkampfmeisterschaften anpeilen.“,
so sein Coach Volker Clarius, der ihn für
seinen etatmäßigen Trainer Markus Czech vertrat.
Erfreulich ist von dem Mehrkampfmeeting zu
berichten, dass der LAZ-Ehrenpräsident Volker
Clarius im Trainergeschäft zurück ist. Es ist
bewundernswert, wie der Vater der ehemaligen
Spitzensiebenkämpferin Birgit Clarius mit den
Zehnkämpfern umgegangen ist. „ Die zwei Tage mit
Volker haben uns allen riesen Spaß gemacht. Er
hat eine unheimliche Erfahrung und
Wettkampfkompetenz “ so Adrian Becker am Ende
des 1500 m Laufes, den er in 4:55,15 min
absolvierte. LAZ-Vereinskollege Konstantin
Grißmer sicherte sich in seinem ersten Zehnkampf
für das LAZ Giessen ebenfalls mit 6471 Zählern
die DM Norm. Seine Stärken lagen an den beiden
Tagen auf der 400 m Distanz in 51,07 sec sowie
34,96 m mit der Diskusscheibe und 50,66 m im
Speerwurf. Der dritte im Bunde Rouven Höfer
konnte leider nach einer Muskelverhärtung im 400
m Lauf den Zehnkampf nicht vollständig beenden.
„ Seine Chance für die DM-Quali wird er bei den
Hessischen in Angriff nehmen“ so Volker Clarius.
Im
Feld der weiblichen Jugend B konnte
LAZ-Neuzugang Julia Gerter ( LAZ / SV
Garbenteich) mit erzielten 4569 Punkten sicher
zum Saisoneinstand die Qualifikation für die
deutschen Meisterschaften einfahren. „ Julia
hatte einen Zeh gebrochen, dass sie nun schon
wieder in der Lage ist hier den Siebenkampf an
beiden Tagen zu absolvieren, ist schon
bemerkenswert“ so Trainer Philipp Schlesinger.
Die Schülerin des Weidig - Gymnasiums startete
mit 14,75 sec im 100 m Hürdenlauf und
überfloppte danach 1,50 m. Es folgten 9,24m mit
der Kugel und 12,79 sec im abschließenden 100 m
Sprint. Tag zwei begann mit 5,38 m im Weitsprung
und 29, 33 m im Speerwurf. In der letzten
Disziplin, dem 800 m Lauf zeigte sie mit 2:32,79
min noch einmal gute Kämpferqualitäten und
sicherte sich so verdient den Tagessieg sowie
die DM-Norm. Auf dem sechsten Rang im Klassement
konnte sich Tabea Köhler ( LG Wettenberg) mit
3729 Punkten vor Victoria Münch ( Sportfreunde
Burkhardsfelden / 2951 Punkte) platzieren, die
achte wurde.
Bei
den Schülerinnen A, W 15 sicherte sich Alexa
Peusch von der TSG Alten-Buseck mit 3101 Zählern
den Kreismeistertitel vor Vereinskollegin
Charlotte Urra mit 3040 Zählern und Anna
Bößendörfer ( ASC Licher-Wald / 2979 Punkte).
Alexa Peusch überzeugte vor allem im Weitsprung
mit 4,72 m sowie einem ausgezeichneten
Speerwurfresultat von 29,28 m, was zugleich auch
ihr bestes Einzelresultat war. Bei den jüngeren
Schülerinnen W 14 ging der Sieg in der
Kreiswertung ebenfalls an eine Athletin der TSG
Alten-Buseck. Es konnte sich hier Janna Muscheid
mit 2939 Punkten gegen ihre Vereinskollegin
Johanna Schubert ( 2856) durchsetzen.
Bei
den A-Schülern M 15 konnte sich Pierre Brück (
Sportfreunde Burkhardsfelden ) mit 3010 Zählern
in Szene setzen und bei den jüngeren Schülern M
14 Clemens Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar mit
3258 Punkten. Pierre Brück hatte sein bestes
Tagesergebnis im abschließenden 1000 m Lauf mit
3:17,34 min den Zuschauern angeboten. Clemens
Grau überzeugte im Weitsprung mit 4,52 m sowie
ebenfalls im 1000 m Lauf in 3:23,52 min.
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Marscheck
zufrieden mit Saisoneinstand
(jth) Die Kurpfalz-Gala in Weinheim stand am
Pfingst-Samstag im Fokus der besten deutschen
Weitspringerinnen, denn für den ersten
EM-Testwettkampf des Deutschen
Leichtathletik-Verbandes (DLV) hatten sich bei
den Frauen gleich einige der bekannten Namen
angesagt. Die WM-Starterinnen Bianca Kappler (LC
Asics Rehlingen), Melanie Bauschke sowie
Beatrice Marscheck ( LAZ Gießen / SV
Garbenteich) nahmen einen ersten Anlauf auf die
vom DLV als A-Norm für die EM in Barcelona (26.
Juli bis 01. August) geforderten 6,60 Meter.
„Wir
hatten hier in Weinheim den besten
Saisoneinstand der letzen Jahre“ so das kurze
und knappe Resümee von Trainer Markus Czech.
Die Lehramtsstudentin Beatrice Marscheck aus
Garbenteich zeigte ein souveränes Auftreten,
denn in diesem Jahr kannte sie bereits das
Umfeld und die Anlage. Bundestrainer Ulli Knapp
sah im ersten Sprung leider einen ungültigen
Versuch doch im zweiten Versuch konnte „Bea“
gleich ihre EM-Ambitionen unter Beweis stellen,
denn mit 6,50m reihte sie sich auf dem zweiten
Rang hinter Bianca Kappler ein. „ Die Sprünge
drei bis fünf waren technisch nicht so sauber.
Es fehlte ihr ein wenig die Spritzigkeit “ so
die Kurzanalyse des Trainers. Im letzten Versuch
sollte die Marscheck dann noch mal alles auf
eine Karte setzen, doch leider hatte sie in der
Flugphase die Füße ein wenig hängen gelassen und
hat den Sprung nicht korrekt zu Ende gebracht. „
Ich war völlig überrascht, denn es stand einen
Weite von 6,46 m auf der Anzeige. Hätte ich den
Sprung voll durchgezogen, wäre es sehr
wahrscheinlich die EM-Norm gewesen. Aus der
Sache habe ich wieder gelernt und mein Motto
lautet nun : Ab sofort wird jeder Sprung
durchgesprungen, egal wie das subjektive Gefühl
ist “ so Beatrice Marscheck. Lob für die
derzeitige Verfassung gab es nach dem Wettkampf
auch vom Bundestrainer, der beim letzten Versuch
bereits von seinem Sitzplatz aufgesprungen war,
denn er erhoffte sich die EM-Norm. Im letzten
Versuch sicherte sich Bianca Kappler mit 6,70 m
nicht nur den Sieg im Sepp-Herberger-Stadion,
sondern sie knackte bereits damit auch die
DLV-Norm.
Im
Anschluss startete dann Beatrice Marscheck noch
im 200 m- Lauf. Hier konnte sie sich mit 24,15
sec gegen die vierundzwanzig Spezialistinnen als
vierte ausgezeichnet behaupten. „ Die 200 m
Distanz ist gut für den Saisonaufbau, denn Bea
sammelt hier die notwendige Wettkampfhärte für
die kommenden Aufgaben“ so Trainer Markus Czech.
Am
kommenden Wochenende stehen für das Duo
Marcheck/Czech am Samstag in Friedberg die
deutschen Hochschulmeisterschaften an. Hier
möchte sie für die Uni Giessen ihren Titel aus
dem vergangenen Jahr verteidigen. Tags darauf
geht es direkt nach Wesel zum traditionellen
Springermeeting. Dies sollte ein gutes Pflaster
für die LAZ-Athletin werden, denn im letzten
Jahr knackte sie hier mit 6,73 m die WM-Norm für
Berlin
Weitsprung A, Frauen - Finale
Datum: 22.05.2010 Beginn: 14:55
|
Finale |
|
|
Rk. |
StNr. |
Name |
Jg. |
Nat. |
Verein |
Leistung |
|
|
|
|
|
1. |
731 |
Kappler Bianca |
1977 |
|
LC Rehlingen |
6,70 (+0,6) |
|
|
|
|
|
6,50
+1,3 |
6,58
+0,0 |
x |
x |
6,58
+0,8 |
6,70
+0,6 |
|
|
|
|
|
2. |
732 |
Marscheck Beatrice |
1985 |
|
LAZ Gießen |
6,50 (+0,4) |
|
|
|
|
|
|
x |
6,50
+0,4 |
6,31
+0,9 |
x |
6,28
+2,8 |
6,46
+1,0 |
|
|
|
|
|
3. |
778 |
Rath Claudia |
1986 |
|
LG Eintracht Frankfurt |
6,50 (+1,1) |
|
|
|
|
|
|
6,43
+0,6 |
x |
6,33
+1,1 |
6,50
+1,1 |
6,33
+0,9 |
x |
|
|
|
|
|
| |
Beatrice
Marscheck bei den "Krummen Strecken"
erfolgreich
16.05.2010 - Pliezhausen
(jth) Beatrice
Marscheck (LAZ Giessen / SV Garbenteich) hat am
Sonntag beim Meeting der "Krumme Strecken" in
Pliezhausen für einen guten Saisoneinstand
gesorgt. Die Sportstudentin unterzog sich
gemeinsam mit Bianca Kappler (LC asics
Rehlingen) und Christian Reif (ABC Ludwigshafen)
im Schönbuchstadion einem ersten
Schnelligkeitstest.
"Auf den krummen
Strecken steckt die Magie der Zahlen noch nicht
so im Vordergrund", begründet
DLV-Sprung-Teammanager Uli Knapp, warum er mit
seinen Weitspringern auch diesmal wieder nach
Pliezhausen fuhr. "Die 150 m sind die ideale
Unterdistanzstrecke für die 200 Meter-Läufer,
die 80 Meter für die Schnelligkeit zum
Einrollen", sieht Uli Knapp den
trainingsmethodischen Vorteil der krummen
Strecken. "Pliezhausen war zudem wieder ein
großes Familientreffen zu Saisonbeginn in
traumhafter Lage im Schönbuchstadion."
Das Wetter meinte
es zur 26. Auflage nicht gut mit den 550
Athletinnen und Athleten aus 14 Nationen. Kalte
Temperaturen von nur 10 Grad Celsius machten es
den Läufern und Läuferinnen nicht einfach Top
Leistungen abzurufen.
Für Beatrice
Marscheck startetet das Abenteuer „Krumme
Strecken“ mit den 80 m Finallauf. Mit 9,91 sec
konnte sie sich hinter der Siegerin Sara Jäpel
(Dresdner SC / 9,84 sec) überraschend auf den
zweiten Rang platzieren. „ Gerade auf der kurzen
Distanz ist der Start der Erfolgsfaktor. Es
sieht schon ganz gut aus bei Bea“ so Trainer
Markus Czech. Ihre Weitsprungkollegin Bianca
Kappler ( LC Rehlingen) blieb mit 10,07 sec über
der Schallmauer der 10 sec Marke.
Zum Abschluss
stand dann die ungewohnte 150 m Distanz auf dem
Programm für die Studentin aus Garbenteich. „
Der zweite Rang hinter Sara Jäpel mit 17,94 sec
ist überraschend gut. Teammanager Uli Knapp
traute Bea nach den Trainingsleistungen eine
Zeit um die 18,20 sec zu. Das Trainingslager in
Portugal war also im Bereich der
Grundschnelligkeit erfolgreich. Froh bin ich,
dass wir ohne Verletzung die Heimreise antreten
konnten“ so der Kommentar von Markus Czech.
Bianca Kappler erreichte nach 18,45 sec den
Zielstrich der krummen Strecke. Marscheck wird
am Pfingstsamstag in Weinheim erstmalig in
dieser Saison in das Weitsprunggeschäft
einsteigen. Bei der Kur-Pfaz-Gala wird sie auch
auf ihre WM-Kolleginnen Melanie Bauschke (
Berlin) und Bianca Kappler ( Rehlingen) treffen.
|
1. |
|
Jäpel,
Sara |
1989 |
|
|
Dresdner SC |
9,84 |
|
sec. |
|
|
|
2. |
|
Marscheck, Beatrice |
1985 |
|
|
LAZ
Gießen |
9,91 |
|
sec. |
|
|
|
3. |
|
Elsler,
Josefina |
1991 |
|
|
SC
Rönnau 74 |
9,97 |
|
sec. |
|
|
|
4. |
|
Kappler, Bianca |
1977 |
|
|
LC
Rehlingen |
10,07 |
|
sec. |
|
|
|
5. |
|
Habitzel, Sophia |
1991 |
|
WÜ
|
VfL
Sindelfingen |
10,32 |
|
sec. |
|
|
|
1. |
|
Jäpel,
Sara |
1989 |
|
|
Dresdner SC |
+0,0 |
|
17,92 |
|
sec. |
|
|
|
2. |
|
Marscheck, Beatrice |
1985 |
|
|
LAZ
Gießen |
+0,0 |
|
17,94 |
|
sec. |
|
|
|
3. |
|
Taslakian, Gretta |
1985 |
|
LIB |
Libanon |
+0,0 |
|
18,10 |
|
sec. |
|
|
|
4. |
|
Frey,
Carina |
1994 |
|
|
LG
Kurpfalz |
+0,0 |
|
18,16 |
|
sec. |
|
|
|
5. |
|
Kappler, Bianca |
1977 |
|
|
LC
Rehlingen |
+0,0 |
|
18,45 |
|
sec. |
|
|
|
6. |
|
Grompe,
Katharina |
1993 |
|
|
LG
Olympia Dortmund |
+0,0 |
|
18,48 |
|
sec. |
|
|
|
7. |
|
Mannebach, Ina |
1990 |
|
|
LG
Olympia Dortmund |
+0,0 |
|
18,83 |
|
sec. |
|
|
|
8. |
|
Chabrová, Marta |
1991 |
|
CZE |
Tschechien |
-0,5 |
|
18,84 |
|
sec. |
|
|
|
9. |
|
Habitzel, Sophia |
1991 |
|
WÜ
|
VfL
Sindelfingen |
-0,5 |
|
18,85 |
|
sec. |
|
|
|
10. |
|
Putalova, Iveta |
1990 |
|
SLO |
Slovenien |
+0,0 |
|
18,93 |
|
sec. |
|
|
|
11. |
|
Schmidt, Lena |
1989 |
|
|
LG
Hilden |
+0,0 |
|
19,07 |
|
sec. |
|
|
|
12. |
|
Lindenmayer, Sabrina |
1989 |
|
WÜ
|
VfL
Sindelfingen |
-0,5 |
|
19,11 |
|
sec. |
|
|
|
13. |
|
Balke,
Janina |
1991 |
|
|
LG
Olympia Dortmund |
+0,0 |
|
19,24 |
|
sec. |
|
|
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HM-Langstaffel
16.05.2010 - STEINBACH

hinterer Reihe
vl.: Nico Gremm, Clemens Grau, Vincent Größer ,
Karsten Kopp, Dennis Bock, Patrick Bock,
Christopher Nagorr, Julian Leinweber - Es fehlt:
Marcel Jeschke
vordere Reihe
vl. Franziska Bock, Seline Werdecker, Selina
Hildebrand
(jth)
Kalte
Temperaturen, ein wenig Sonne aber trotzdem
tolle Leistungen, so in kurzen Worten die
Beschreibung der Hessischen
Langstaffelmeisterschaften in Steinbach im
Taunus. Erich Gebhardt, verantwortlicher
LAZ-Trainer vor Ort, hatte insgesamt vier
Staffeln zu betreuen. Überraschen konnten im
neuen Stadion die 3 x 1000 m Staffel der Schüler
B des LAZ Giessen.
„Alle drei Läufer
konnten ihre persönliche Bestzeit steigern, so
dass am Ende ein sehr guter 5. Platz in 10:14,87
min errungen werden konnte. Startläufer Marcel
Jeschke konnte lange Zeit in der Spitzengruppen
mitlaufen und übergab auf Platz 5. liegend an
Julian Leinweber, der diese Position verteidigen
konnte. Da die Konkurrenz weit enteilt war, lief
Schlussläufer Christopher Nagorr ein einsames
Rennen gegen die Uhr und brachte somit Platz 5
sicher ins Ziel “ so das Resümee des Trainers.
Achtbar schlug sich im Taunus die Schülerinnen
B-Staffel mit Selina Hildebrand, Seline
Werdecker und Franziska Bock. „Zwar konnten sie
gegen die 800m-Spezialistinnen nur zu Anfang
mithalten, doch liefen sie mit den
herausgestoppten Einzelzeiten alle persönliche
Bestleistung und konnten sie sich über Platz 8,
in 8:49,04 min freuen“ so die einheitliche
Meinung der Trainercrew.
Die Schüler A des
LAZ Giessen, die schon am Vortag bei der
Regionsmeisterschaften in Flieden im Einsatz
waren, merkte man den Kräfteverschleiß deutlich
an, so dass sich das Trio Vincent Größer,
Clemens Grau, Nico Gremm mit 10:35,80 min und
dem erkämpften12. Platz recht achtbar schlugen.
Die männliche
Jugend A konnte mit der Zeit von 9:54,36 min
Rang vier in der 3 x 1000 m Staffel mit nach
Hause nehmen . Startläufer Patrick Bock konnte
600m in der Spitzengruppe mithalten, musste
aber dann abreißen lassen, und übergab an
Position 4 liegend an Karsten Kopp, der
versuchte den Rückstand zum Feld nicht noch
größer werden zu lassen. „Bei der
Wechselübergabe auf Schlussläufer Dennis Bock,
berührte Kopp den Laufschuh von Dennis, so dass
dieser seinen Schuh verlor und er das Rennen mit
nur mit einem Laufschuh zu Ende bringen musste.
Aus dieser Sichtweise heraus eine sehr
lobenswerte und kämpferische Einstellung “ so
Erich Gebhardt. |
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DMM / DJMM in Heuchelheim
( Bildergalerie klicken auf das Bild)

Teambilder: Markus Bock |
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Christopher
Nagorr mit neuem Kreisrekord
04.05.2010 - ALSFELD
Christopher Nagorr vom LAZ
Giessen / TSG Lollar stellte am vergangenen
Sonntag bei der Bahneröffnung in Alsfeld-
Erlenstadion einen neuen Kreisrekord im
Stabhochsprung der Schüler B M 12 auf. Mit
übersprungenen 2,22 m knackte der Athlet von
Trainerin Andrea Ewald die alte Marke von Frank Lösel ( LAZ / SV Garbenteich) aus dem Jahre
1983. Frank Lösel sprang damals in Wiesbaden
2,10 m hoch. „Wäre der Wettkampf wegen Regens
nicht abgebrochen worden, wäre noch die ein oder
andere Höhe mehr drin gewesen“ so die Trainerin.
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04.05.2010 - WETZLAR
(ras) »Es war schon ein
Risiko, den 1. Mai für die
Wetzlarer Bahneröffnung
auszuwählen«, bekannte
Rainer Finkernagel,
Regions-Leichtathletik-Koordinator
sowie »Chef« der LG
Langgöns-Oberkleen.
Allerdings nutzten viele
Leichtathleten aus dem
Großraum Frankfurt und dem
Westerwald die Veranstaltung
zu einer ersten
Saisonüberprüfung, sodass
sich über 150 Teilnehmer
Maßstäbe für die
Freiluftsaison setzten.
Einen achtbaren
Saisoneinstieg in dem vom
Umbau geprägten Stadion
lieferte Adrian Becker vom
LAZ Gießen ab.
Im Speerwurf blieb der Troher
mit 58,04 m nur rund eineinhalb
Meter unter seiner
Vorjahresbestleistung. Aber auch
mit seiner Siegesweite von 6,86
m im Weitsprung und Platz zwei
bei 35,06 m mit dem Diskus
konnte der Mehrkämpfer
imponieren. Auf Platz zwei und
drei im Weitsprung landeten
hinter Becker mit Johannes Remy
(6,01) und Maximilian Remy
(5,87) zwei weitere LAZ-Athleten.
Noch weiter als Becker ließ
jedoch der für die LG Wetzlar
startende Nico Althenn den Speer
fliegen. Der A-Jugendliche und
Neunte der deutschen
Jugend-Bestenliste des Vorjahres
aus Ebersgöns toppte bereits
jetzt mit 65,06 m seine
persönliche Bestleistung, was
Erwartungen für den weiteren
Saisonverlauf weckt.
Flotte Läufe bot mit Jennifer
Maedicke auch ein Mädel der LGLO.
Maedicke gewann den Sprint der
W14 in 13,57 s und setzte zudem
über die Hürden in 13,43 s die
Maßstäbe. Den Hochsprung schloss
die Herderschülerin mit 1,44 m
auf Rang zwei ab. Rang drei im
Sprint der W14 eroberte Verena
Ludwig (LAZ Gießen) in 13,98 s.
Über die 100 m gelang Svenja
Rühl von den TSF Heuchelheim
eine Bestleistung von 13,40 s
und damit die zweitschnellste
Tageszeit der W15. Diese mit 15
Starterinnen besetzte Disziplin
gewann Luisa Debus (TV Burgsolms)
in 13,01 s. Debus siegte auch
über 300 m (43,67 s), diesmal
vor Carolin Schmeel vom TV
Großen-Linden, die nach 44,59 s
die Ziellinie überquerte. Über
Rang drei im Hochsprung der W15
darf sich Leonie Weiß (TSF
Heuchelheim) freuen, die in
Wetzlar erstmals die Höhe von
1,41 m überwand.
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Bildergalerie
Bahneröffnung
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27.04.2010 02:00 Uhr -
GIESSEN
Bahn-Eröffnung auf
der Schulsportanlage
Gießen-West - Zeitplan
erstmals erfüllt - Knapp 300
Nachwuchsakteure vor Ort
GIESSEN (jth). Startschuss
zur Bahn-Eröffnung der
Leichtathleten auf der
Schulsportanlage im Stadion
Gießen-West: Nun laufen,
springen und werfen sie
wieder, die Nachwuchs-Asse.
Und kämpfen um nationale und
internationale
Meisterlorbeeren. Der
Leichtathletik-Kreis um den
Vorsitzenden Eckhard Paul
lud zur Bahn-Eröffnung mit
integrierten
Kreis-Blockmehrkämpfen ein.
Bei optimalen
Witterungs-Bedingungen
folgten fast 300
Schülerinnen und Schüler aus
knapp 30 Vereinen der
Einladung.
„Die Veranstaltung findet
seit mehreren Jahren auch
großen Anklang bei Vereinen,
die nicht aus dem Kreis
Gießen kommen. Gerade der
Zulauf aus dem
Rhein-Main-Gebiet ist enorm
groß. Erstmalig konnten wir
den ausgegebenen Zeitplan
einhalten, mein Dank geht
deshalb an alle Kampfrichter
und Helfer“, so Eckhard
Paul.
Felix Repp von der LG
Langgöns-Oberkleen
überzeugte im Sprint der
Schüler M15 mit 2578 Zählern
als Sieger. Vor allem sein
Hochsprungergebnis von
übersprungenen 1,64 m
erfreute die Lang-Gönser
Trainer-Crew. Bei den
Schülern M14 sicherten sich
die LAZ-Athleten Chanatip
Steinmüller (2067) und
Clemens Grau (2054) die
vorderen Ränge der
Kreismeisterschafts-Wertung.
Die beste Tagesleistung
aus heimischer Sicht ging
bei den A-Schülerinnen W15
auf das Konto von Charlotte
Urra von der TSG
Alten-Buseck mit 2232
Punkten im Sprint. Die
Athletin von Klaus Moch
lieferte mit 13,67 sec im
Hürdensprint und 4,49 m im
Weitsprung ansprechende
Leistungen zum Einstand ab.
Carolin Schmeel (TV
Großen-Linden) sicherte sich
im Lauf mit 2117 Punkten und
Alexa Peusch im Wurf mit
2199 Punkten jeweils die
interne
Kreismeisterschaftswertung
der W15.
Im Sprint der
Schülerinnen W14 setzte sich
Jennifer Maedicke von der LG
Lang-Göns/Oberkleen mit 2349
Zählern als Rangzweite gut
in Szene. Ihre besten
Disziplinen hatte die
LG-Athletin mit 13,59 sec im
Sprint und 4,72 m im
Weitsprung. Luca Schmitt vom
TV Großen-Linden war im Wurf
die einzige heimische
Athletin und sicherte sich
2328 Zähler. Ihre
überragenden Ergebnisse
lieferte sie im 100 m Sprint
mit 12,93 sec sowie im
Weitsprung (4,97 m) ab.
Bester heimischer
Fünfkämpfer bei den Schülern
M13 war Nico Gremm (LAZ
Gießen/MTV Gießen), der sich
mit 2186 Zählern hinter dem
Sieger Eike Kratzsch (VfL
Wolfhagen/2385) als Fünfter
platzierte. Seine 10,16 sec
im 75-m-Sprint und 10,11 sec
im Hürdensprint waren die
Grundlagen für den
Kreismeistertitel. Bei den
jüngeren Schülern (M12)
lieferten die heimischen
Athleten ausgezeichnete
Leistungen ab. Christopher
Nagorr (2153) und Julius
Grau/2053), beide vom LAZ
Gießen/TSG Lollar, sowie
Adrian Becker (1957/LG
Treis) lieferten sich ein
packendes Duell. Christopher
Nagorr sicherte sich
wichtige Punkte mit seinen
10,42 sec im Sprint sowie
guten 4,57 m im Weitsprung.
Julius Grau stand ihm mit
10,49 sec im Sprint und
ebenfalls erzielten 4,57 m
im Weitsprung nicht nach.
Entscheidend zum Sieg waren
die ausgezeichneten 49 m im
Ballwurf von Christopher
Nagorr. Adrian Becker gelang
mit 11,26 sec ein
ordentliches Hürdenergebnis.
Im Feld der Schülerinnen W13
behauptete sich Luisa Rückel
(KSG Bieber) mit 2390
Punkten und neuem
Kreisrekord als
Fünfkampfsiegerin. Der
Schlüssel zum Erfolg im
Stadion-West waren gute 45,5
m mit dem Schlagball und
10,58 sec im
60-m-Hürdenlauf. Zudem
gelang ihr im Weitsprung mit
4,73 m der weiteste Satz in
ihrer Konkurrenz.
Stefanie Weiß vom LAZ
Gießen/ TV Großen-Buseck
trat als zweitbeste
Fünfkämpferin die Heimreise
an. Die Athletin von
Reinhard Böttner zeigte
durchweg ausgeglichene
Leistungen und hatte mit 45
m im Schlagballwurf ihr
bestes Tagesergebnis zu
verzeichnen. Marie Spenner
(TSG Alten-Buseck/2137) als
Dritte und ihre
Zwillingsschwester Theresa
Spenner (TSG
Alten-Buseck/2079) als
Fünfte rundeten die Busecker
Erfolge ab. Bei den
Schülerinnen W12 erreichte
mit Tamia Hill eine weitere
Alten-Buseckerin mit Rang
vier (2031) eine gute
Bilanz. Den Dreikampf der
Schüler M11 gewann Matthias
Urra (TSG Alten-Buseck) mit
1029 Punkten vor Marcel
Jeschke (LAZ/1020) und
Kilian Ortwein (LG
Treis/1011). Im Dreikampf
der Schüler M10 setzte sich
mit Noah Bergmann-Franke ein
Athlet der LG Treis mit 1058
Zählern durch. Max Lechner (LAZ/905)
und Jan Keil (LAZ/896)
hießen die nächsten
Platzierten aus heimischer
Sicht.
Bei den Schülerinnen W11
gelang der LG Treis mit
Hannah Becker (1268) dank
eines ausgezeichneten
50-m-Laufs in 7,89 sec der
Sieg vor Deborah Spatz (LG
Wettenberg), die mit 41,50 m
im Schlagballwurf ihr bestes
Einzelresultat eingefahren
hatte. Auf Rang drei
platzierte sich Julia Wagner
(TSG Alten-Buseck/1237), vor
allem aufgrund des besten
Weitsprung-Ergebnisses (4,04
m).
Im Dreikampf der
Schülerinnen W10 lief Chiara
Herzberger von der LG Treis
mit 1010 Zählern hinter der
Siegerin Pauline Grabiger
(LC Steinbach/1025) als
Dritte ein. Pauline Drescher
von der LG Wettenberg (1009)
und Annabell Marker (TV
Großen-Linden/988) waren die
nächsten Platzierten.
Auch die jüngste
Altersklasse der Schüler D
(M9/M8) war im Stadion West
aktiv. Bei den Schülern M9
setze sich Hanno Brach vom
LAZ Gießen mit 852 Punkten
vor Vereinskollege Philipp
Luh (840) und Tizian Ortwein
(LG Treis/811) durch. In der
Altersklasse M8 gab es einen
Sieg von Nils Muskau (LG
Wettenberg/848) vor
Sebastian Oertel (LAZ/746)
zu verzeichnen. Dritter
wurde hier Björn Langer von
der LG Wettenberg (730).
Kyra Seidlmann vom TV
Großen-Linden landete mit
1044 Punkten vor ihrer
Vereinskameradin Hannah
Weinandt (939). Frederike
Wagner (Rang vier/935) und
Hannah Ulferts (Platz
fünf/921) zeigten, dass in
dieser Altersklasse der TV
Großen-Linden dominieren.
Bei den jüngsten
Schülerinnen (W8) gelang
Lena Reuschling von der LG
Wettenberg mit 897 Zählern
vor den beiden Lindenerinnen
Laura Atzbach (717) und
Julia Schwarz (812) der
Sieg.
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28.03.2010 - GIESSEN |
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25.03.2010 - LOLLAR
Neue
Herausforderungen auf
"alter" Strecke bei
Bezirks-Cross-Meisterschaften
- Hanna Rühl gewinnt
Langstreckenlauf
LOLLAR (ras). Wie bereits
bei den Gießener
Kreis-Crossmeisterschaften
vor zwei Jahren bot nun auch
die TSG Lollar bei den
Cross-Meisterschaften des
Alt-Bezirk Gießen Strecken
im Bereich des "Lollarer
Kopfes" mit Start und Ziel
an der Sporthalle Süd an.
Neu war allerdings die
Streckenführung bei allen
Distanzen zwischen den 1000
m der jüngsten
Schülerklassen und der
abschließenden
Männer-Langstrecke über 7760
m.
Einen starken Eindruck
hinterließ dabei Jens Freese
(LG Treis) als Gesamtzweiter
über die Mittelstrecke und
Fünfter der Langdistanz.
Heimische Siege gab es bei
den Frauen durch die
B-Jugendliche Patricia Bock
(Mittelstrecke) und Hanna
Rühl (Langdistanz), die
beide für das LAZ Gießen
starteten.
Eröffnet wurden die Läufe
mit der 2195 m langen
Mittelstrecke für Männer,
Frauen und die Jugendlichen.
Hier siegte Tobias Schulz
vom FV Wallau nach 7:09
Minuten. Platz zwei ging mit
23 Sekunden Rückstand an
Jens Freese (7:32) von der
LG Treis. Im Kampf um Rang
drei musste sich Christof
Röhl (7:44) von der TSG
Alten-Buseck dem
A-Jugendlichen Moritz Weiß
(TV Großen-Linden/7:43) im
Zielsprint knapp geschlagen
geben. "Der Schlussanstieg
vor der abfallenden Geraden
zum Ziel machte noch mal
richtig zu schaffen,"
äußerte sich Moritz Weiß
anschließend. Bei den Frauen
lieferten sich zwei
Jugendliche einen engen
Kampf. Es gewann die
B-Jugendliche Patricia Bock
vom LAZ Gießen in 9:08 min
vor ihrer Vereinskameradin
Franziska Rachowski (9:10),
die nun der A-Jugend
angehört. Der Bezirkstitel
der Frauen ging durch Simone
Horn (10:42) ebenfalls an
das LAZ.
Bei den Schülern der
Altersgruppe D wurde eine
Wendepunktstrecke über 1000
m durchgeführt, die auf dem
Anstieg direkt nach dem
Start - wie auch in allen
anderen Läufen - die Felder
bereits kräftig auseinander
zog. In der W9 konnte sich
Selina Schütz (4:43) vom TV
Großen-Linden als Zweite
hinter Johanna Michel (TSV
Nauborn/4:31)
beglückwünschen lassen. Im
selben Lauf holte sich Luisa
Müller (ASC Licher
Wald/4:54) den Sieg in der
W8. Auf Rang zwei folgte
Lara Riedel (5:02) von der
LG Wettenberg. Bei den Jungs
der M9 lieferte Tizian
Ortwein (LG Treis) ein
souveränes Rennen ab und
gewann in 4:14 min mit einem
Vorsprung von 14 Sekunden.
Platz zwei der M8 eroberte
Tim Schneider von der LG
Wettenberg in 4:52 min.
Die Läufe der C-Schüler
wurden über 1250 m
ausgetragen. Als mit Abstand
Schnellste der insgesamt 26
Mädels aus W10 und W11
zeigte sich Franziska Bock
vom LAZ. Sie gewann die W11
in 5:04 min. Bei den Jungs
durchliefen die Treiser
Kilian Ortwein (4:57/M11)
und Noah Bergmann-Franke
(5:20/M10) jeweils als
Dritte ihrer Klasse die
Zielgasse. In der
Altersgruppe B betrug die
Wendepunktstrecke 1500 m.
Durch Chiara Schneider
(6:41) und Yasmina Harsy
(6:48) erkämpften sich in
der W12 zwei Mädels des ASC
Licher Wald die Plätze eins
und zwei. Bei den Jungs der
M13 musste sich Niklas Harsy
(ASC Licher Wald/5:45) dem
Ettingshausener Fabian Kraft
(5:42) knapp geschlagen
geben. In der M12 belegten
Jonathan Seidel (LG
Langgöns-Oberkleen/5:47),
Christopher Nagorr (LAZ/5:53)
und Lukas Müller (ASC Licher
Wald/5:54) die Podestplätze.
Die Schüler und
Schülerinnen A absolvierten
ihr Rennen auf einer 2195 m
langen Runde. In starken
8:58 min gewann Carolin
Schmeel (TV Großen-Linden)
die W15 vor Louise Schlüter
(9:03) vom ASC Licher Wald.
Hinter Dominic Schröder
(8:17) von der LG Wetzlar,
überquerten Chanathip
Steinmüller (LAZ/8:42) und
Johannes Schlüter (ASC
Licher Wald/9:06) als
Zweiter und Dritter der M14
die Ziellinie.
Auf der Männerlangstrecke
über vier Runden war Rolf
Schüler (27:49) vom LC DIABÜ
Eschenburg nicht zu
schlagen. Es folgte Ralf
Nowak (Blau-Gelb Marburg),
der in 28:13 min hinter
Schüler auch Rang zwei der
M45 erkämpfte. Gesamtrang
vier ging an den M40
Gewinner Jens Möbus (28:50)
von der LG Wettenberg. Ein
weiteres Mal flott unterwegs
zeigten sich Jens Freese (LG
Treis/30:24) und Christof
Röhl (TSG Alten-Buseck), der
in 31:45 Rang zwei der M35
belegte. Als Schnellste
ihrer Altersklassen zur
Siegerehrung gerufen wurden
Jürgen Wissner (LAZ/33:22)
aus der M55, Wendelin
Häusler (LGV
Marathon/35:18), der sich
den Titel der M60 sicherte,
sowie Stefan Behrens (36:41)
und Helmut Scholtz (beide LG
Wettenberg/36:43) aus der
M60 und M65. Bei den Frauen,
die drei Runden von
insgesamt 5890 m
absolvierten, gewann Hanna
Rühl (LAZ) in 24:43 min in
der Frauenwertung und die
Hauptklasse. Rang zwei ging
an die W30 Gewinnerin Katja
Mergenthal (25:07) von der
SG Fronhausen. Mangels
Konkurrenz konnte an Eva
Rühl (LAZ/35:37) aus der
W50, Brigitte Perner (LG
Wettenberg/37:24/W60) und
Hannelore Friedl (TV
Großen-Linden/39:31/W65)
kein Altersklassentitel
vergeben werden.
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13.03.2010 05:04 Uhr - GIESSEN
Von Rüdiger Dittrich und Hans-Ulrich
WinterWalter Müller und Henry Mohr
sind alte Fahrensleute, was das
Sportfunktionärsdasein angeht. Müller ist
Vorsitzender des größten Gießener
Sportvereins MTV 1846, engagiert sich seit
Jahren in Sportgremien der Stadt,
beeindruckt durch seinen Einsatz für Kinder-
und Jugendsport, ist ein Vereinsmensch, ohne
Vereinsmeier zu sein, weiß, dass der Sport
nicht nur bewegen, sondern auch sich bewegen
muss, um zukunftsfähig zu sein. Seit bereits
25 Jahren plädiert er in der Stadt für
nachhaltige Förderung und bedarfsgerechte
Sportstättenplanung.
Gießen aber sei, so sagt er, „ein
Flickenteppich, in dem die agierenden
Politiker sich selbst Denkmäler setzen
wollen und Steuergelder für sinnlose
Vorhaben verschwenden, anstatt sich mit den
Fachleuten abzusprechen.“ Das ist deutlich.
Henry Mohr, der als Kreisfußballwart seit
einem Jahrzehnt die Geschicke der Sportart
Nummer eins in Gießen und Umgebung lenkt,
sieht das ähnlich. „Am Ende ist es so, dass
man sich völlig schizophren vorkommt, weil
man als Sportler plötzlich gegen einen
Fußballplatz ist.“ Mohr bezieht sich dabei
auf den Kunstrasenplatz an der Miller Hall,
der „an diesen Standort nicht gehört.
Ansonsten sind wir natürlich für jeden
Sportplatz. Aber braucht Gießen noch einen?
Vor allem an dieser Stelle?“ Mohr und Müller
gehen in die Offensive, fühlen sich als
Sportler bzw. Sportkommissionäre als „Abnicker
in bedeutungslosen Gremien“ fehl behandelt.
Nachhaltige Sportstättenentwicklung
jedenfalls sei so nicht möglich.
Tatsächlich ist Gießen ein seltsames
Pflaster. Während in Marburg und Wetzlar auf
den ersten Blick Sportzentren entstanden
sind, an denen sinnvoll und koordiniert
Vereins- und Trainingsarbeit möglich ist,
wird in Gießen geflickt, gebastelt, laviert.
Vor Jahren wurde der staubtrockene
Blau-Weiß-Hartplatz für viel Geld
vermeintlich saniert, dann wieder
aufgerissen, dann wieder saniert. Jetzt soll
er möglicherweise der Landesgartenschau
weichen. Seit Jahren bemühen sich der TSV
Kleinlinden und TSV Rödgen um adäquate
Lösungen, was ihr Sportgelände angeht,
gebaut wurde ein Kunstrasen beim VfB 1900.
Für viel Geld wurde zudem der Betonplatz am
ehemaligen TÜV für einen B-Ligisten ohne
Jugendarbeit hergerichtet, bei dem nicht
absehbar ist, wie lange es ihn noch gibt.
„Es gibt keine Bedarfsplanung, keine Idee
zur Sportstättenentwicklung, es ist alles
Kraut und Rüben“, kritisiert der auch im
sportpolitisch relevanten Freiburger Kreis
engagierte Müller, der in vielen Städten
sich umgesehen hat, wie es besser gehen
könnte.
Ein Jahrzehnt alt ist mittlerweile die
Präsentation von Walter Müller, ein
Sportzentrum unter Einbeziehung des VfB 1900
Gießen, der heimischen Wirtschaft und der
Uni am Kugelberg zu schaffen. Im Clubraum
des MTV 1846 klatschte die Polit- und
Funktionärsprominenz damals eifrig Beifall,
die Idee auch nur in Ansätzen aufgegriffen
wurde aber nicht. „Es sind halt immer mal
wieder Wahlen, da wird sich immer neu
positioniert“, glaubt Müller an politische
Akteure, denen es „nicht immer um die Sache
geht.“
Aktuell für Müllers und
Mohrs Vorstoß ist die
allgegenwärtige
Diskussion um
Landesgartenschau und
den
Blau-Weiß-Sportplatz.
„Da spricht der Sport
endlich mit einer
Stimme“, freut sich
Mohr, dass die
Solidariät mit dem
engagierten Stadtverein
nicht bröckelt. Auch
hier gebe es „eine
Vielzahl von
Möglichkeiten, wie man
die Blau-Weißen an ihrem
Standort belassen kann“,
sagt Müller, der bei den
zuständigen Stellen
zeitig eine „Umwidmung
der Gelder“ beantragt
hatte. „Der Kunstrasen,
der jetzt an der Miller
Hall gebaut wird, hätte
in der Nähe der
Theodor-Litt-Halle
seinen Zweck wesentlich
besser erfüllt“, sagt
der 65-Jährige.
Blau-Weiß hätte seinen
Standort erhalten
können, Theo-Litt- über
Pestalozzi- bis zur
Landgraf-Ludwig-Schule
wären im Einzugsgebiet,
um ihren Sportunterricht
dort abzuhalten. Die
Freie TSG könnte
ebenfalls partizipieren.
Nicht zu
vernachlässigender
Nebeneffekt: Auf einem
Kunstrasen wäre die
gerade noch mit dem
Integrationspreis
ausgezeichnete
Jugendarbeit der
Blau-Weißen noch besser
voranzutreiben als auf
dem knallharten
Rotascheplatz. „Aber
nein, es muss ja die
Miller Hall sein“, sagt
Müller.
Was aber haben die
Sportfunktionäre gegen
einen schönen Kunstrasen
im Norden Gießens? „Es
kostet letztlich zuviel
Geld, Steuergeld, es ist
viel weniger zentral als
beispielsweise in der
Ringallee, wo zudem mehr
Schulen angesiedelt
sind. Zudem haben sich
die Politiker offenbar
keine Gedanken über
Pflege und Folgekosten
gemacht“, weiß Müller
als MTV-Vorsitzender
wovon er spricht. An der
Miller Hall müsse die
Infrastruktur komplett
neu geschaffen werden,
zudem sei es von
städtischer Seite
notwendig, die
Platzpflege zu
organisieren und
regelmäßig
durchzuführen.
„Wie wir vom MTV her
sehr genau wissen,
bedarf ein Kunstrasen
ähnlich intensiver
Pflege wie ein
Naturrasen. Wenn nun
sich täglich Vereine
abwechseln, fühlt sich
sicher keiner
zuständig.“ Und Mohr
ergänzt: „Der Platz ist
dann ruckzuck hinüber.“
Einen weiteren Aspekt
bringt der
Kreisfußballwart, der
auch Jugendtrainer bei
seinem Stammverein TSV
Allendorf/Lahn ist,
zudem ins Spiel: „Klar
würden wir auch mal die
Kinder in vier, fünf
Autos packen und dann da
hochfahren zum Training.
Aber ist das im Sinne
des Erfinders? Ein Platz
relativ weit draußen, wo
dann alle möglichen
Vereine abwechselnd mit
ihren Autos anrücken, um
hinzukommen?
Umweltfreundlich ist das
auch nicht gerade.“ Aber
dafür könne ja dann die
„Blümchenschau“
herhalten, wie Müller
süffisant formuliert.
Was ihn auf den nächsten
Punkt bringt: „Weder
Henry noch ich sind
gegen eine
Landesgartenschau. Warum
aber ein Sportplatz
darin nicht integrierbar
sein soll, das kann
keiner erklären. Ich
habe auch Planer
gesprochen, das sind
innovative und kreative
Leute, die hätten das
hinbekommen.“ Und merkt
an: „Den Planern wurden
offenbar falsche
Vorgaben gemacht.
Vielleicht ist es ja
gewollt, dass Blau-Weiß
da weg soll.“
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Dreimal weit, aber
dreimal übergetreten
02.03.2010 - GIESSEN
Deutsche Hallenmeisterschaft:
Enttäuschung für Beatrice Marscheck im
Weitsprung - Persönliche Bestleistung im
Sprint(jth/wi). Mit einer
durchwachsenen Bilanz kehrte Beatrice
Marscheck (LAZ Gießen/SV Garbenteich) von
den Deutschen Hallenmeisterschaften der
Leichtathletik aus Karlsruhe zurück nach
Mittelhessen. Im Weitsprung hatte Marscheck,
die im Verlauf der Wintersaison drei
Erkältungen und ein Magen-Darm-Virus immer
wieder im Training zurückwarfen, drei
ungültige Versuche. Besser lief es über 60
m, wo die Garbenteicherin zwar im Halbfinale
ausschied, mit 7,60 Sekunden aber eine
persönliche Bestzeit aufstellte und Zwölfte
wurde.
Im dritten 60-m-Vorlauf hatte es die
Lehramtsstudentin mit der
WM-Bronzemedaillengewinnerin Cathleen
Tschirch ( Bayer Leverkusen ) und der
deutschen Jugendmeisterin Tatjana Pinto (LG
Ratio Münster) zu tun. Nach einem
vorausgegangenen Fehlstart kam Marscheck
nicht optimal in Tritt" Die ersten drei vier
Schritte waren nicht so das Gelbe vom Ei",
kommentierte Marscheck ihre 7,66 Sekunden
und rechnete ebenso wie Trainer Markus Czech
mit dem Ausscheiden. Doch plötzlich erschien
ihr Name doch in der Halbfinalliste.
Mit einer guten Reaktionszeit von 0,160
Sekunden verließ die Garbenteicherin den
Startblock, doch auch diesmal waren die
ersten Schritte "ein bisschen vergurkt"
(Czech). Dennoch sprang am Ende Rang zwölf
mit neuer Bestzeit von 7,60 Sekunden heraus.
"Mein heimliches Ziel waren 7,57 Sekunden,
das ist nur knapp daneben gegangen", war die
25-Jährige mit dem Resultat ganz zufrieden
und konzentrierte sich auf den Weitsprung am
nächsten Tag. "Im Weitsprung kann alles
passieren, das Ziel sind 6,50 m und ein
Platz unter den ersten Fünf" so die Worte
von Trainer Markus Czech im Vorfeld.
Moderator Wolf-Dieter Poschmann vom ZDF
kündigte um kurz nach 12 Uhr den
Weitsprungwettbewerb als ein Highlight der
DM an, denn vier Springerinnen hatten in der
Hallensaison bereits die 6,60 m übertroffen.
Eine knappe Stunde später waren für
Marscheck alle Hoffnungen zerplatzt. Drei
ungültige Versuche bedeuteten das schnelle
Aus. Markus Czech fasste das Geschehen so
zusammen: "Der erste Versuch war mit 1 bis 2
Zentimetern knapp übergetreten. Es wäre eine
Weite um die 6,70 m gewesen. Dann habe ich
sie im Anlauf zurückgeschickt, doch auch der
zweite Versuch war wieder knapp
übergetreten. Danach noch einen Fuß zurück -
wieder ungültig. Wenn man mindestens 6,38 m
springen muss für den Endkampf, muss man
viel riskieren". So blieb Beatrice Marscheck
am Ende nur die Gewissheit, Sprünge um 6,60
m oder 6,70 drauf zu haben und jetzt den
Kopf frei zu bekommen, um diese Weiten in
der anstehenden Freiluftsaison zu springen.
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Marscheck will in die Top 5
19.02.2010 - GIESSEN
(jth) Im vergangenen Sommer begeisterten sie die
Leichtathletik-Fans bei den Weltmeisterschaften in Berlin -
jetzt werden sie bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in
Karlsruhe am 27. und 28. Februar wohl für Top-Leistungen sorgen.
Hochspringerin Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) und die
Kugelstoßer Nadine Kleinert (SC Magdeburg) und Ralf Bartels (SC
Neubrandenburg) gehören zu den Top-Favoriten in der Europahalle.
Aus heimischer Sicht liegen alle Hoffnungen auf der
WM-Teilnehmerin Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV
Garbenteich, die immerhin amtierende Deutsche
Vize-Freiluftmeisterin ist.
Nach dem bisherigen Verlauf der
Wintersaison zu urteilen wird der Auftritt in Karlsruhe aber
eine Wundertüte. Drei Erkältungen und eine Magen-Darm-Grippe
bedeuteten ständige Unterbrechungen des Trainings. »Seit
vergangener Woche funktioniert es wieder sehr gut. Wir haben den
Sprint oben angestellt. Das hat sich in den Trainingsergebnissen
deutlich gezeigt. Unser Ziel ist eine Bestzeit über 60 m, also
unter 7,60 Sekunden. Im Weitsprung haben wir uns eine Weite von
6,50 Meter und ein Platz unter den ersten fünf Teilnehmerinnen
vorgenommen«, erklärte Trainer Markus Czech.
Der Weitsprungwettbewerb dürfte spannend werden, dabei geht es
auch um die Tickets für die Hallen-Weltmeisterschaft in Doha
(12. bis 14. März). Lediglich zwei Startplätze stehen dort zur
Verfügung. Sowohl die Deutsche Hallen-Meisterin Sosthene
Moguenara (Wattenscheid), die U23-Europameisterin Melanie
Bauschke (Berlin), die Deutsche Meisterin Sophie Krauel (Jena)
und Bianca Kappler (Rehlingen) haben die für Doha geforderten
6,60 Meter bereits geschafft.
Im Hochsprung geht mit Ariane Friedrich die dominierende
deutsche Hochspringerin der vergangenen Jahre als klare
Favoritin an den Start. Sieben der acht nationalen
Meisterschaften im Freien und in der Halle hat die WM-Dritte
seit 2006 gewonnen. Die letzten vier Hallentitel gingen an sie.
In Karlsruhe will die 26-Jährige nun den fünften Titel in Folge
einspringen. Schlagen kann sie sich dabei wohl nur selbst. Zwar
sind ihr die Verfolgerinnen um die Berlinerin Meike Kröger, die
sich in diesem Winter auf 1,96 Meter gesteigert hat, auf den
Fersen. Doch Friedrich überzeugte zuletzt mit zwei Siegen und
einem Satz über zwei Meter. |
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Julia Gerter erreicht
200-m-Finale
23.02.2010
Jugend-DM: Ann-Christin Strack
verpasst Endläufe nur um Haaresbreite -
Cynthia Schmidt muss Verletzung Tribut
zollenHALLE/GIESSEN (ras). Recht
unterschiedlich waren die Empfindungen der
vier heimischen Sprinterinnen nach den zwei
Tagen der Deutschen
Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/Saale.
Während Julia Gerter vom LAZ Gießen bereits
am Samstag nach dem Erreichen des
200-m-Finales strahlen konnte, mischten sich
bei ihrer Vereinskameradin Ann-Christin
Strack die Freude über eine persönliche
200-m-Bestleistung mit dem Bedauern, sowohl
den 200-m-Endlauf als auch den
60-m-Zwischenlauf um Haaresbreite verpasst
zu haben. Nicht gerade nach Plan verliefen
die Sprints der Heuchelheimerin Cynthia
Schmidt und Lara Matheis von der TSG
Gießen-Wieseck.
Für LAZ-Trainer Philipp Schlesinger stand
schon vor den Wettkämpfen fest, "es dürfte
ganz eng für meine beiden Athletinnen
werden, einen Finalplatz der besten Acht
über 200 m zu erreichen." Es wurde jedoch
noch spannender, als der Pohlheimer im
Vorfeld ahnen konnte. Seine Hoffnung,
persönliche Bestzeiten seiner Schützlinge
über 200 m beim Saisonhöhepunkt präsentieren
zu können, erfüllten in den Vorläufen am
Samstag sowohl Gerter als auch Strack.
Im Sog der Vorjahres-Hallenmeisterin
Martina Riedl (SC Vöhringen/24,69), lief
Julia Gerter die Hallenrunde zum Auftakt in
25,21. Nachfolgend gewann Ann-Christin
Strack ihren Vorlauf in 25,29. Nach Ablauf
der sieben Rennen durfte sich Gerter als
Achte auf die Teilnahme am Sonntag im Finale
freuen.
Dort auf Bahn eins laufend bereitete der
enge Kurvenradius der hochgewachsenen
Athletin jedoch erwartungsgemäß
Schwierigkeiten, so dass die Zeit von 25,80
Rang acht bedeutete. Den Titel gewann
Friedericke Möhlenkamp (TV Gladbeck) in
24,16. Noch vor dem 200-m-Finale trat die
Fünfzehnjährige über 60 m an. Hier erreichte
Gerter in 7,94 den Zwischenlauf. Mit Blick
auf die starke Konkurrenz und in Gedanken
schon etwas beim 200-m-Endlauf kam in 7,98
Sekunden das Aus.
Nur neun Hundertstel Sekunden trennten
Ann-Christin Strack als Zehnte vom
200-m-Finale. Über 60 m wurde es noch enger.
Wie Trainingsgefährtin Gerter sowie eine
Läuferin aus Dortmund lief Strack im Vorlauf
7,94. Das bedeutete für alle Drei die
vierundzwanzigschnellste Zeit. So musste das
Los über die Zwischenlaufteilname
entscheiden, bei dem Gerter das Glück hold
blieb.
Nach einer zehntägigen Verletzungspause
hatte Cynthia Schmidt nur noch drei
Trainingseinheiten zur Verfügung, um sich
auf die DM-Teilnahme über 60 m
vorzubereiten. Zwar lief die TSF-Athletin in
ihrem Vorlauf hinter der späteren Siegerin
Stefanie Pähler (LG Olympia Dortmund/7,57)
auf Rang zwei, die Zeit von 7,79 war jedoch
alles andere als befriedigend. So kam
Schmidt nach einer von Verletzungen und
Erkrankung geprägten Hallensaison im
Zwischenlauf nur auf 7,73. Das bedeutete
nach allen drei Zeitläufen Rang neun mit
einer hundertstel Sekunde Rückstand zur
Achtbesten.
"Schade, bereits eine Cynthia in
Normalform hätte um Platz drei mitkämpfen
können," bedauerte ihr Trainer Hans Muhl.
Wie erwartet siegte Pähler (7,44) vor
Tatjana Pinto (7,49) von der LG Ratio
Münster. Bronze eroberte Franziska Braun
(Düren) in 7,66.
Deprimierend verlief das Wochenende für
Lara Matheis. Die für die TSG Wieseck
startende Watzenborn-Steinbergerin
verkrampfte im letzten von sieben
200-m-Vorläufen (25,78) auf den letzten 50
Metern und musste den Kontakt zu ihren
Konkurrentinnen abreißen lassen. "Beim über
halbstündigen Warten auf meinen Lauf habe
ich mich zu sehr unter Druck gesetzt," sagte
Matheis anschließend. Auch am Folgetag
fehlte über 60 m die nötige Lockerheit, so
dass sie in 8,05 die Erwartungen nicht
erfüllen konnte.
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Ann-Christin Strack
gewinnt den Südtitel
02.02.2010
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