willkommen beim LAZ giessen

Ein kleines Stück Normalität
(bf). Die Leichtathletik-Abteilung der TSF Heuchelheim hat dieser Tage die lange Phase ohne sportliche Aktivitäten durch die Corona-Einschränkungen für die Amateursportler mit einem vereinsinternen Sportfest beendet. Mit 19 Akteuren aus seiner eigenen Abteilung und ein paar Gästen konnte Leichtathletik-Abteilungsleiter Hans Muhl mit drei Sprungdisziplinen und dem Speerwurf eine gelungene Veranstaltung zum Laufen bringen.
20 Speerwerfer bildeten den Höhepunkt, wobei Moritz Bender (52,90 m) und Jan Bilek (51,26 m) für die herausragenden Leistungen verantwortlich zeichneten. Christopher Knoop (LG Wettenberg MJA) kam auf gute 48,60 m und sprang 1,76 m hoch.
Bei den Frauen kämpften Merle Hinz vom LAZ Gießen (33,31 m) und Marlene Bender WJA (32,65 m) um die Spitze, sie wurden nur übertroffen von den 36,07 m durch Kim Brückel (WJB).
Ein weiterer Höhepunkt waren Weit- und Dreisprung, leider durch starken Gegenwind etwas behindert. Hier ließ Svenja Rühl (Frauen, LAZ Gießen) im Weitsprung mit 5,75 m und im Dreisprung mit 12,02 m aufhorchen.
Die Heuchelheimer Leichtathleten zeigten sich mit der Durchführung des ersten Wettkampfs sehr zufrieden.
Bilder: #timbalser

(jth) Die Bundes-Notbremse macht auch vor der heimischen Leichtathletik nicht halt. So wurden vor kurzem vom Regionalkoordinator - Mitte Joachim Gericke, die Regions-Einzelmeisterschaft im Stadion in Wetzlar abgesagt. Auch der LA-Kreis 12 Giessen kann kein Wettkampfprogramm für den Nachwuchs anbieten.

Umso erfreulicher ist es, dass einige wenige heimische Leichtathletinnen die Möglichkeit durch Ihren Kaderstatus erhalten, an einigen Wettkämpfen teilzunehmen. Dabei sind alle Hygienevorschriften und Verbandsvorgaben einzuhalten.

Mit dem LAZ Gießen Neuzugang Svenja Rühl und ihrem Trainer Markus Czech konnten wir uns über die Trainingssituation und den bisherigen Saisonverlauf als Dreispringerin unterhalten. Svenja ist Masterstudentin an der THM und studiert Unternehmenssteuerung. Zusätzlich arbeitet Sie aber auch Teilzeit im Handwerksbetrieb ihrer Eltern mit. Die mittlerweile in Gießen wohnende Athletin kommt vom TSF Heuchelheim, wo sie von Hans Muhl ausgebildet wurde. Während dem Studium war der LAZ-Neuzugang auch etliche Jahre in den USA aktiv und ist dort für die lokalen Colleges gestartet.

„Ich möchte einen großen Dank an den TSF aussprechen, der mich nach wie vor unterstützt und mir die Möglichkeit bietet, unter normaleren Umständen zu trainieren. Das ist nicht selbstverständlich, gerade weil wir beim LAZ nach wie vor nur sehr eingeschränkt im Station trainieren dürfen und können.“ so die Athletin.

Auch ihr Trainer Markus Czech ist erfreut über den Saisoneinstieg: „Sie ist im ersten Versuch in Wiesbaden gleich persönliche Bestleistung mit 12,46 m gesprungen. Das ist ein sehr gutes Zeichen für ihre Entwicklung. Ich hoffe, dass das Wetter am Samstag in Baunatal mitspielt. Svenjas größter Wunsch ist die Teilnahme an einer DM.

 

A)     Bist du froh mal wieder ein Wettkampf gemacht zu haben?

Svenja Rühl:  Nachdem wir seit November bei mal besseren, mal schlechteren Bedingungen trainieren, bin ich wirklich glücklich und unglaublich dankbar, wieder an einem Wettkampf teilnehmen zu können. Und das noch in neuem LAZ-Trikot.

Markus Czech:  Svenja ist jetzt in den Landeskader Wettkampf berufen worden. Dies ist ein Sonderkader für Athleten, die Perspektive für die Deutschen Meisterschaften haben, aber in keinem Landeskader geführt sind. Somit darf sie Wettkämpfe machen, was wir in Wiesbaden am letzten Sonntag gemacht haben und am nächsten Samstag in Baunatal ebenfalls tun.

 

B)      Wie bist du mit dem Saisoneinstieg zu Frieden gewesen in Wiesbaden?

Svenja Rühl:  Mit meinem Saisoneinstieg bin ich grundsätzlich sehr zufrieden. Ich bin wirklich dankbar, aktuell Wettkämpfe bestreiten zu dürfen. Dass der Einstand gleich eine persönliche Bestleistung wird hätte ich nicht gedacht. Dennoch weiß ich, dass wir uns nicht optimal vorbereiten konnten. Mit nur einer Technikeinheit pro Woche ist es unglaublich schwer, sich in einer so technisch anspruchsvollen Disziplin wie Dreisprung optimal vorzubereiten. Ich hatte gute Sprünge, die viel weiter gingen - leider war mein Anlauf am Sonntag sehr inkonstant.

Markus Czech:  Das hat sie schon sehr gut gemacht. Aber optimal ist tatsächlich anders. Wenn ich überlege, was man alles machen muss, um eine Athletin in die deutsche Spitze zu entwickeln, dann konnten wir aufgrund der Situation nur einen Bruchteil davon umsetzen. Hier kann man Svenjas großes Potenzial erkennen. Wir können uns sicherlich auf ihre Entwicklung freuen, wenn diese „dämliche“ Pandemie endlich ein Ende hat.

 

C)      Wie sieht derzeit das Training aus

Svenja Rühl:  Aktuell ist es immer noch schwer unter optimalen Voraussetzungen trainieren zu können. Ich trainiere zurzeit zwei Einheiten bei meinem alten Heimatverein, zweimal in der Woche können wir auf den MTV Platz - die restlichen Einheiten improvisieren wir. Mal Berg-, Krafttraining in einer umgebauten Garage, oder klassische Läufe im Wald. Nicht optimal, aber es geht!

Markus Czech:  Durch diese vielen Einschränkungen und ständigen Regeländerungen ist alles extrem anstrengend (vor allem mental). Wir sind aber sehr zufrieden mit den Ergebnissen, weil die Vorbereitung überhaupt nicht gut lief, da in Gießen alle Sportstätten bis auf Privatgelände geschlossen sind. Also es ist nicht leicht!

 

D)     Wie ist der zweite Wettkampf am vergangenen Samstag in Baunatal gelaufen

Svenja Rühl:  Der Wettkampf war nicht so optimal. Ich habe schlecht in den Wettkampf reingefunden. wettertechnisch war leider auch alles dabei: Regen, Wind, Sonne.Ich schaffe es aktuell noch nicht, konstant auf den Absprungbalken zu laufen. Das hat sich heute und auch letzte Woche schon abgezeichnet. Leider habe ich auch heute wieder den weitesten Sprung ungültig gemacht und somit meine Chance nicht nutzen können, näher an die geforderten 12,60m zu kommen. Mir fehlt aktuell einfach die Wettkampferfahrung und die Routine. Mit dem aktuellen Training ist es einfach unglaublich schwer, in sowas wie eine optimale Wettkampfvorbereitung zu kommen - physisch und psychisch.   Heute war der Kopf leider schon einen Schritt zu weit und das Brett war der größte Gegner.

 

E)      Wie sieht weitere Saison Planung aus

Svenja Rühl:  Mit etwas Glück stehen die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig am 05./06. Juni an. Ansonsten sieht es mit Wettkämpfen aktuell in Hessen eher dünn aus. Wir versuchen aber das Beste aus der Lage zu machen.

 

Markus Czech:  Sie ist im ersten Versuch in Wiesbaden gleich persönliche Bestleistung gesprungen. Es ist noch sehr viel zu machen, aber mit ihrer derzeitigen Leistung ist sie schon unter den ersten 15 in Deutschland. Das ist mehr als ein Anfang.  Die Quali für die Deutschen sind 12,60m und sie ist 12,46 gesprungen. Es waren heute einige sehr gute Sprünge dabei, der weiteste war leider minimal ungültig. Ich konnte ihn aber über das Video auswerten und weiß, dass er sehr weit war. Leider hat es mit der Quali heute nicht funktioniert. Da aufgrund der Pandemie vermutlich weniger Athletinnen die erforderliche Qualifikationsleistung erbringen, hoffen wir, dass Svenja nachrücken kann und bei der DM in Braunschweig startet.

31.12.2020 - Silvesterlauf-Ergebnisse

 

Danke für Eure Teilnahme - Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 31.12.2021 !

Herzlichen Glückwunsch zum Hessenmeistertitel im 10-Kampf

3000 Euro für  Leichtathletikzentrum

Giessen (red). Markus Czech, Vorsitzender des Leichtathletikzentrums (LAZ) Gießen, und Kassenwart Reinhard Böttner, freuen sich über die Spende der Gemeinnützigen Stiftung der Sparkasse Gießen: 3000 Euro als Zuwendung sowie die günstige Finanzierung ermöglichten den Kauf eines neuen Transportfahrzeugs. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz als Stiftungsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende der Bank, Peter Wolf, erfüllen damit einen lang gehegten Wunsch des LAZ. Der neue Opel Vivaro soll für den Transport von Kindern und Jugendlichen zu Trainings- und Wettkampforten eingesetzt werden. Bislang mussten die oft sehr weiten Fahrten von den ehrenamtlichen Helfern oder den Eltern übernommen werden. Die Anmietung eines Busses für Wettkämpfe belastete die Vereinskasse. "Wir sind froh darüber, dass uns die Gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Gießen so unbürokratisch geholfen hat. Damit können wir die Leistungsfähigkeit des Vereins aufrechterhalten", betonte Czech.

 


LAZ Gießen ist ein Zusammenschluss aus mehreren Leichtathletik treibenden Vereinen aus der Stadt Gießen und ihrer Umgebung zu einer Trainings- und Wettkampfgemeinschaft mit dem Ziel:

–des gemeinsamen Trainings

–der Bildung starker Staffeln und Mannschaften

–der Erweiterung des Aktionsradius und Einzugsgebietes

–der Verbesserung der Förderungsmöglichkeiten

–der Bündelung von Kompetenzen, Fähigkeiten und Erfahrungen

 

In den Stammvereine des LAZ Gießen werden in einigen Trainingsgruppen mit vorwiegend jungen Athleten/innen eine Grundlagen aufbauende Trainingsarbeit  geleistet und erste Erfahrungen im Wettkampf vermittelt.

Im so genannten „Stützpunkttraining“ des LAZ Gießen werden talentierte Athleten/innen aus den Stammvereinen in Gruppen zusammengefasst, die aufbauend auf spezielle Leistungsziele hinarbeiten.



Facebook