23.02.2010

Julia Gerter erreicht DM-Finale

03.02.2010

Reinhold Wagner holt Gold bei der Senioren-DM

02.02.2010

Ann Christin Strack und Julia Gerter erfolgreich bei SDM + DM

 

18.01.2010

Hessische Meisterschaften: Marscheck holt Titel über 60 Meter und im Weitsprung

                                                                 

(jth). Die weiblichen Leichtathleten aus dem Gießener Land räumten bei den hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt-Kalbach mächtig ab. Mit insgesamt vier Goldmedaillen und etlichen Platzierungen auf dem Treppchen gehörten sie zu den hessischen Top-Athleten. Aber auch die LAZ-Herren schnitten mit guten Platzierungen auf dem Treppchen erfolgreich ab.

Für Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich ging es darum, ihre gezeigten Vorleistungen über 60m und im Weitsprung zu stabilisieren und auszubauen. Über die 60m-Sprintdistanz gelang ihr dies eindrucksvoll, denn nach 7,71 sec. im Vorlauf legte die Lehramtsstudentin mit 7,68 nochmal ein paar Hundertstel drauf und sicherte sich ihren ersten Hessentitel. „Das Sprintergebnis ist okay, denn durch mehrere Erkältungen konnte ich noch kein Sprinttraining absolvieren“, so Marscheck nach ihrem Sieg.

Ungefährdeter Erfolg
Im Weitsprungwettbewerb wollte sie eine Weite um 6,50m springen. „,Bea’ ist heute zum ersten Mal aus dem langen Anlauf gesprungen. Ihr fehlte noch der Zug auf dem Brett“, so Trainer Markus Czech. Die WM-Teilnehmerin sprang bereits im zweiten Durchgang ihre Tagesbestweite von 6,33m. Es folgten noch Sprünge von 6,29 und 6,28 und der ungefährdete zweite Hessentitel. „Positiv ist, dass ich nun konstant Weiten von über 6,30m springe, damit bin ich bei der deutschen Meisterschaft im Finale. Für die Podestplatzierungen fehlt mir derzeit noch die Konstanz und Spritzigkeit im Anlauf“, so eine zuversichtliche Marscheck.

Vereinskollegin Lisa Magel, die dem ersten A-Jugendjahr angehört und bei den Frauen startete, qualifizierte sich nach 8,15 sec im Vorlauf überraschend für den Sprint-Endlauf. Hier steigerte sie sich mit 8,13 nochmals und erreichte Rang acht. Auch über die 200m ergatterte sich Magel mit 26,19 im Vorlauf einen Finalstartplatz. „Es lief optimal für mich, denn auf der Außenbahn hatte ich keine Probleme mit den engen Kurven. So konnte ich mein Rennen laufen und habe mit neuer Bestzeit von 25,79 das Ziel erreicht“, so Magel. Die Zeit reichte überraschend zum verdienten Bronze-Rang und zur ersten Medaille bei den Aktiven.

Schnelle Cynthia Schmidt
Bei der weiblichen Jugend B hat die mittelhessische Leichtathletik mit Cynthia Schmidt (TSF Heuchelheim) sowie den Athletinnen des LAZ-Gießen, Julia Gerter und Ann-Christin Strack, drei Rohdiamanten zu bieten. Auf der 60m-Sprintstrecke boten Schmidt und Strack dem Frankfurter Publikum in Vor- und Zwischenlauf die besten Tagesleistungen. So musste es im Sprintfinale zur Entscheidung kommen. Hier setzte sich Cynthia Schmidt deutlich mit 7,70 gegenüber 7,91 von Ann-Christin Strack durch und sicherte sich den Hessentitel bei der weiblichen Jugend B.

„Ich bin zufrieden, denn wegen eines Muskelfaserrisses und Knieproblemen konnte ich kaum intensives Training absolvieren. Bei den deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften peile ich den Endlauf mit einer Zeit unter 7,70 an“, so Schmidt. Auch ihre Teamkollegin „Anni“ war zufrieden: „Heute konnte ich meine Bestzeit toppen, was ein guter Start ins neue Jahr ist. Endlich habe ich eine Silbermedaille gewonnen, nachdem ich im Vorjahr immer mit Rang vier vorlieb nehmen musste“, so Strack.

Silber für Julia Gerter
Mit einer weiteren Silbermedaille kehrte LAZ-Neuzugang Julia Gerter im Weitsprung nach Hause. Der Athletin von Trainer Philipp Schlesinger gelang ein Satz auf 5,43m. Damit wurde sie hinter der Siegerin Sara Gambetta (TSG Schlitz/5,75) mit der Vizemeisterschaft belohnt.

Im Sprint standen für Gerter und Strack die 60m Hürden und der 200m-Lauf auf dem Programm. Beide LAZ-Athletinnen arbeiteten sich ins Hürdenfinale vor und landeten auf Platz vier (Strack/9,06) und sieben (Gerter/9,12). Das erfolgreiche Ende kam im 200-Meter-Finale. Nach guten Leistungen in den Vorläufen standen beide Sprinterinnen im Finale. Es setzte sich die neue Hessenmeisterin Julia Gerter mit 25,54 gegenüber 25,76 von Ann-Christin Strack durch.

Pech für Ruth Hillebrand
Im Hochsprung der weiblichen Jugend B gelang Ruth Hillebrand von den TSF Heuchelheim mit übersprungenen 1,61m der fünfte Rang. „Ruth hat ein bisschen Pech gehabt, denn auch der Bronzeplatz ging mit 1,61 weg“, so Trainer Hans Muhl. Patricia Bock (LAZ/TSG Lollar) gelang mit 5:37,30 min ein beachtlicher siebter Platz im 1500m-Lauf. Zwillingsbruder Patrick startete über die 3000m-Distanz bei der männlichen Jugend B und wurde mit 11:01,74 Fünfter. LAZ-Neuzugang Tobias Kretzschmar musste sich erstmals mit der neuen B-Jugend-Kugel behaupten. „Ich habe zwar neue Bestleistung mit 13,73m gestoßen und auch mit Rang sieben eine ordentliche Platzierung angeboten, doch die Stöße waren technisch nicht optimal. Ich hatte nur einen gültigen Versuch“, lautete seine Analyse.

Im Feld der Männer fuhren die Athleten des LAZ Gießen etliche gute Platzierungen ein. LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer kam im Weitsprung mit 7,05 m hinter Sieger Remigius Roskosch (TV Heppenheim/ 7,42) auf den Bronzerang. „Es lief mit der neuen Bestleistung und dem ersten Sprung über die sieben Meter bestens“, so der Student der Ernährungswissenschaften. Nur einen Zentimeter dahinter landete mit 7,04 der Troher Mehrkämpfer Adrian Becker.

Adrian Becker auf Rang zwei im Hürdenlauf
Über die 60m Hürden stand nach einem „Einlagevorlauf“ mit 8,50 gleich das Hürdenfinale an. Hier hatte es Becker mit dem WM-Sechsten im Zehnkampf, Pascal Behrenbruch, und Jan-Felix Knobel (beide LG Eintracht Frankfurt) zu tun. „Es war ein super Lauf von mir, ich bin sehr zufrieden. Leider bin ich an der letzten Hürde hängen geblieben und habe mir die Rückseite des Oberschenkels gezerrt. Die Norm von 8,30 für die DM hätte ich sonst vielleicht erreichen können“, so Becker. Am Ende belegte er mit neuer Bestzeit von 8,34 hinter Behrenbruch den zweiten Rang.Das Staffelquartett des LAZ Gießen mit Rouven Höfer, Konstantin Grißmer, Dennis Titow und Schlussläufer Christoph Schäfer verfehlte mit 1:32,66 nur knapp hinter den überragenden Siegern der LG ovag Friedberg-Fauerbach (1:27,60) mit dem vierten Rang das Treppchen.

02.01.2010

Gießener - Silvesterlauf

Link: ´Sauwetter´ bei Silvesterlauf in Gießen

(jth) Zum Abschluss des Jahres 2009 fand bereits zum 37. Mal, der traditionelle Giessener Silvesterlauf des VfB 1900 Gießen und des LAZ Giessen statt. Mit einem Teilnehmerfeld von 621 Läuferinnen und Läufer über die 5,10 und 21,1 km-Strecken "Rund um den Schiffenberg" konnte man, angesichts der unangenehmen Witterung durchaus zufrieden sein. "Wir haben heute wieder unser Bestes gegeben, aber bei den großen Teilnehmerfeldern und dem Dauerregen gibt es schon mal die ein oder andere Panne. Im Großen und Ganzen habe ich aber viel positives gehört " so Organisationsleiter Eckhard Paul. Trotz der kalten Temperaturen und dem lang anhaltenden Regen, nutzen viele Ausdauerfreunde, den letzten Lauf im Jahr, um gemeinsam mit ihren Trainingspartnern und Lauffreunden ins Ziel zu laufen. "Heute geht es nicht um die erreichte Zeit, sondern um das gemeinschaftliche Auftreten und Laufen" so ein alter Laufhase.

Den Pokal für den Halbmarathon-Sieger (218 Finisher) konnte Wolfgang Sahmland in Vertretung für die Oberbürgermeisterin Dietlinde Grabe-Bolz an Silvio Welkner (RV 1904/27 Kleinlinden) in ausgezeichneten 1:25,09 Minuten überreichen. Der Kleinlindener Rad-und Ausdauerspezialist war zufrieden mit dem Abschneiden in Gießen. „ Ich habe diese Veranstaltung als Trainingslauf in meine Terminplanung eingeschoben, denn ich fahre derzeit verstärk Rad und trainiere nur ein mal pro Woche das Laufen. Die Strecke ist immer wieder wegen dem gewaltigem Streckenprofil und dem großen Höhenunterschieden eine absolute Herausforderung für jeden Ausdauersportler“ so der einunddreißigjährige Silvio Welkner. Mit nur zwölf Sekunden Rückstand erreichte Lokalmatador Walter Wiezorek ( TSV Krofdorf–Gleiberg ) in 1:25,11 Minuten das Ziel am Philosophikum I. „ Ich konnte auf den letzten 500 Metern Silvio nicht mehr folgen, obwohl wir auf der Strecke als Trio gut harmoniert haben.“ so der gleichzeitige M 45 Sieger. Mit nur fünfzig Sekunden Rückstand auf Walter Wiezorek erreichte der Vereinslose Fabian Bietz nach 1:26,31 Minuten als Dritter den Zielkanal.

Im Frauenklassement ging der Sieg auf der Halbmarathondistanz an Astrid Staubach von der LG Vogelsberg in guten 1:33,44 Minuten. Die Ausdauerathletin der Altersklasse W 35, war mit ihrer Leistung rundum zufrieden. „ Ich hatte ständig Männerbegleitung dabei, das war super, denn so musste ich das Tempo immer hoch halten und konnte nicht ein oder zwei Gänge rausnehmen.“ so die Siegerin. In 1:38,33 Minuten erreichte Katharina Grohmann vom Ute Mückel Triathlon Team als zweite das Ziel und sicherte sich gleichzeitig den Sieg im Frauenhauptfeld. Mit 2 min. Rückstand  auf die Zweitplatzierte erreichte Monika Schmidt vom TSV Friedberg-Fauerbach als Altersklassensiegerin der W 45 das Ziel und konnte so den dritten Rang zum Saisonabschluss feiern. Eine beachtliche Leistung gab es auch vom neu gewählten Bürgermeister aus Heuchelheim, Lars Burkhard Steinz ( LGV Marathon Giessen) zu berichten, denn mit 1:32,03 Minuten war er der schnellste Hauptamtliche Politiker beim Silvesterlauf. „ Ich wollte eigentlich die 1:30 knacken, doch bedingt durch den Wahlkampf konnte ich nicht optimal trainieren“ so der Heuchelheimer-Bürgermeister.

Den Gesamtsieg bei 297 Finishern auf der 10 km Strecke sicherte sich mit überlegendem Vorsprung Jan-Philipp Starostzik von den SF Blau-Gelb Marburg in ausgezeichneten 33:27 Minuten. Dem ehemaligen Fußballer hat die Strecke super gefallen „ Ich haben heute zum Jahresende noch mal  alles  gegeben. Die Strecke war kaum mit Eis oder Schnee bedeckt. Es war zwar matschig, doch trotzdem konnte ich gut laufen. Ab dem zweiten Kilometer war ich auf mich alleine fixiert. Ich werde jetzt noch die Laufserien in Alten-Buseck und in Pohlheim bestreiten, denn hier führe ich die Gesamtwertung an. Als nächste Ziele werde ich dann einen ersten Bahnlauf in Wetter ins Auge nehmen, so der sympathische Marburger Newcomer. Mit einem Rückstand von knapp drei Minuten  erreichte Björn Feierabend von der LG Asslar-Werdorf in 36:20 Minuten vor Jörg Nau ( VFL Neustadt / 36:26) und Florian Brodt ( Triathlon Wetterau / 36:28) als Dritter das Ziel. Bei den Damen gewann Anna Reuter vom FV Wallau in ausgezeichneten 39:05 Minuten. " Ich bin zufrieden, ich bin einen ganz Zeit mit Isabelle Gath gelaufen und konnte mich dann jedoch absetzen. Jetzt lege ich meine Konzentration auf die kommende Bahnsaison " so die Siegerin. Zweite in der Gesamtwertung wurde in 41:22 Minuten Isabelle Gath vom TSV Krofdorf-Gleiberg vor ihrer Veinskollegin Manuela Bartels die mit 45:17 Minuten als Drittplatzierte  auch noch eine super Zeit auf die „Piste“ brachte. Für die „Neu-Krofdorferin“ Isabelle Gath war es nach dem Sieg im vergangenen Jahr wieder eine gute Platzierung: Ab dem zweiten Kilometer ist mir Anne weggelaufen, es war sehr anstrengend in diesem Jahr. Jetzt peile ich die Hallensaison an und möchte bei der Deutschen-Meisterschaft entweder die 1500 oder die 3000 m absolvieren“ so Gath.

81 Läuferinnen und Läufer nahmen das Abenteuer 5 km an und erzielten dabei sehr respektable Zeiten. Im Feld der Läufer dominierte Rüdiger Barchfeld ( AS Lahnländer Lahnau) in 18:38 min vor Thomas Kinast (Herborn / 19:53) und dem heimischen Lauf-Ass Maxililian Weiss vom TV Großen Linden, der nach 20:00  Minuten das Ziel erreichte. Bei den Frauen gab es einen Erfolg durch Anne Hegenwald ( TV Waldstraße Wiesbaden) in 21:44 Minuten zu bestaunen. Hinter der Wiesbadenerin platzierte sich Maimuna Krüger vom TV Groß-Gerau in 23:30 Minuten und Tina Urnau vom der Aliceschule-Gießen in 24:10 Minuten auf den Rängen zwei und drei.

Den Schülerlauf  über die 1200 m Distanz entschied der fünfzehnjährige Patrick Bock (LAZ / TSG Lollar) in 3:58 Minuten, vor Tim Niebergall ( M 14 / Wäller TRL) in 4:10 Minuten und Jonathan Seidel (M11 / LG Langgöns-Oberkleen) der 4:42 min. benötigte. Bei den Schülerinnen ging der Sieg an Patrica Bock (W 15) vom  LAZ Giessen / TSG Lollar in 4:39 Minuten vor ihrer Schwester Franziska Bock ( W 10 ) in 4:52 Minuten und der Drittplatzierten Amina Krüger ( W9), die 5:42 min. lief.

 

 

 

19.10.2009

Gießener Volks- & Straßenlauf

(jth) „Kaltes aber sonniges Oktoberwetter, klasse Leistungen, gute Organisation und wieder eine Fahrradbegleitung für die Führenden, dies alles sind Voraussetzungen die zu einem reibungslosen Ablauf  des  Giessener Volks und Straßenlauf in der Wieseckaue beitragen .“- so Eckhard Paul, Vorsitzender des ausrichtenden LAZ- Giessen Stadt und Land e.V.  Knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen das Abenteuer über die 5, 10 bzw. 21,1 km lange Strecke auf sich. Die Veranstaltung wird auch über die Grenzen von Gießen angenommen. Kompliment an den ausrichtenden LAZ Giessen, so der einheitliche Ton. Der flache Wendepunktrundkurs ist immer wieder Garant für schelle Zeiten. Die Läuferinnen und Läufer die im Besitz eines gültigen Startpasses des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) sind, starteten im bestenlistenreifen Straßenlauf, alle anderen Teilnehmer im Volkslauf.

Über die 10 km Straßendistanz siegte Rolf Schüler (LC Diabü Eschenburg) mit guten 34:42 Minuten vor Markus Puchta ( MLG/TV Flein), der mit 35:56 min knapp  dahinter das Ziel erreichte. Gesamtdritter wurde Achim Schmelzer von dem TSV Cappel  in 35:58 Minuten. Im Volkslauf über die 10 km konnte Lucian Chesches ( LLT Wallernhausen) in 33:09 Minuten als Sieger das Ziel erreichen und zugleich die schnellste Zeit aller Teilnehmer erzielen. Hakim Ouahioune vom SF Blau-Gelb-Marburg folgte dem Wallernhausenern in 33:45 Minuten und Triathlet Sven Bartels (Triathlon Wetterau) lief mit 34:38 Minuten auf Rang drei ein. Der älteste Teilnehmer Jörn Jörren ( M 70) vom LT Butzbach  erreichte in 55:39 Minuten das Ziel und bewies, dass ausdauernd laufen keine Frage des Alters ist.

Im Straßenlauf über die Halbmarathondistanz ging der Sieg an Sören Kah von der LG Lahn-Aar-Esterau in beeindruckender Manier in 1:13,22 Minuten vor Frank Potratz ( TSV Oranien), der 1:17,41 für die Strecke benötigte und somit vor dem Drittplatzierten Christian Smolka ( ASC Marathon Friedberg / 1:23,25) lag. Für den Sieger Sören Kah war es der erste Halbmarathonlauf seiner Karriere. „ Ich laufe sonst normalerweise Kurzstrecken im Stadion, ich bin hochzufrieden und etwas überrascht über die Zeit“ so der Sieger bei der Entgegennahme des Tagespreises.

Den Volkslauf über die Halbmarathon Strecke gewann Pasquale Ippolito ( Puntoscena)  in guten 1:22:03 Minuten vor Dr. Sebastian Girg ( TV Braunfels) in 1:23:16 Minuten und Gunnar Klös ( Team Erdinger Alkoholfrei), der  nach 1:25:04 Minuten das Ziel erreichte.

Nicht einzuholen war bei den Frauen im 10 km Straßenlauf, Sonja Kiefer vom ASC Breidenbach. Die Läuferin der Hauptklasse siegte in ausgezeichneten 39:05 Minuten und blieb somit deutlich unter der 40 min.-Marke. Die Marburger-Ausdauerspezialistin  Antje Krause,  vom USC Marburg, platzierte sich mit  40:54 Minuten als Zweite deutlich  vor Isabelle Gath (AS Lahnlaender), die als Dritte das Ziel nach 41:12 Minuten erreichte. „Ich hatte mit Timo Weckmann eine super Pacemaker dabei und wollte eigentlich die 40 Minutengrenze angehen oder diese sogar knacken“, so eine leicht enttäuschte Lahnlaenderin. Im 10 km Volkslauf der Frauen gab es einen Sieg durch die Hauptklassensiegerin Antina Neugebauer  (LG Eintracht-Frankfurt) mit einer Zeit von 39:19 Minuten, vor  der Läuferin Sandra Linne ( LT Biedenkopf), die nach 41:13 Minuten das Ziel erreichen konnte. Dritte im Bunde wurde die Vereinslose Sara Simon in 44:51 Minuten.

Schnellste Frau im Straßenlauf über die Halbmarathon Strecke von 21,1 km war Tina Rudolf ( LG Fit-Inn Helgerberger) in 1:44:21 Minuten. Dahinter  konnte sich die Altersklassensiegerin der W30, Kristin Müller von der LG BSN mit 1:46:12 platzieren und als Dritte lief Vereinskollegin Anja Winkler (LG BSN) in 1:50:49 ins Ziel ein. Die Konkurrenz des Volkslaufes der Frauen gewann Meike Henseleit ( VfB 1900 Gießen), in 1:37:49 Minuten. Auf Rang zwei folgte Lisa Scheibel vom TSV Krofdorf–Gleiberg in 1:44:40 Minuten, die  somit vor  Denise Scheld vom Treiser LWT (1:46:30) das Ziel erreichte. Die Siegerin Meike Henseleit entschied sich erst am Veranstaltungsmorgen zum Start. „ Die Startgebühren beim Frankfurt-Marathon sind mir zu hoch und als ich heute Morgen das ausgezeichnete Wetter sah, entschloss ich mich kurzfristig hier zu starten“ so die Siegerin.

Gut in Form präsentierten sich auch die Läufer und Läuferinnen des 5 km Volks - und Straßenlaufes. Den 5 km Straßenlauf gewann Julien Jeandree (LG Kreis Ahrweiler) in 16:15 Minuten. Dahinter lief in 17:45 Minuten Ali Yüksel vom TSV Eintracht-Stadtallendorf in das Ziel ein. Platz drei belegte Jan-Hendrik Hans ( TSV Krofdorf-Gleiberg), der nach 17:47 Minuten das Ziel an der Sporthalle der Theodor-Litt-Schule erreichte. Niklas Harsy vom ASC Licher Wald lief als Gesamtelfter ein und erreichte mit seinen 20:50 min einen neuen Kreisrekord. Er konnte die bisherige Bestmarke von Kevin Streuber ( LG Treis / 21:08 min) somit eliminieren und schnappte sich zudem auch den neuen Regionsrekord.

Die beste Zeit bei den Läuferinnen erreichte Franziska Bock vom LAZ Giessen / TSG Lollar in ausgezeichneten 21:04 min. Die Schülerin, die der Altersklasse W 10 angehört knackte damit ebenfalls den alten Kreisrekord von ihrer Vereinkollegin Lisa Engelbrecht ( 22:03 min) aus dem Jahre 1997 sowie den neu eingeführten Regionsrekord von Charlyn Streuber ( LG Treis / 24:01 min). Im 5 km Volkslauf konnte sich Hasan Jonuzaj  (Deutsche Post Giessen) in 17:20 Minuten vor Peter Klein (Kirchhain) in 20:17 Minuten und Dr. Andreas Dietz  in 20:25 durchsetzen.

Bei den jüngsten im Bambinilauf, an dem sich leider nur 11 Nachwuchs – Cracks beteiligten, gab es einen Erfolg für Stefan Wiesing zu vermelden, denn er war über die 1000 Meterdistanz in 4:26 Minuten der schnellste. Auf den zweiten Rang konnte sich Natalie Petrovsky ( TV Burgsolms) als schnellstes Mädchen in 4:28 Minuten behaupten. Als Dritter lief  Vitus Graulich von der LGV Marathon Giessen in 4:35 Minuten durch den SWG - Torbogen in das Ziel ein.

Im großen und ganzen waren die Organisatoren mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Eckhard Paul bedankte sich bei allen eingesetzten  Kampfrichtern. Ein Dank geht auch an die Stadt Gießen, das Schulverwaltungsamt, die Straßenverkehrsbehörde, das Gartenamt, das DRK und das Sportamt der Stadt Giessen. Erst durch die Bereitschaft dieser organisatorischen Einheiten konnte die Veranstaltung durchgeführt werden.

 

14.09.2009

C-Schüler mit Silber / A-Schüler mit Bronze beim DSMM-Finale

(jth) Das Hessenfinale der DSMM-Endkämpfe sind ein Erlebnis für die ganze Familie. So auch in diesem Jahr für Eltern, Fans und natürlich den Schülern des ASC Licher Wald und des LAZ Giessen Stadt und Land.  Für das Finale der sechs besten hessischen Mannschaften, in Gelnhausen konnten sich die Schüler C  der beiden Vereine und die A-Schüler des LAZ Giessen qualifizieren. Leider gelang dies keiner weitere Mannschaft aus dem Kreis, obwohl die anderen Kreisvereine durch die Bildung von Startgemeinschaften in diesem Jahr die besten Chancen hatten.

Die DSMM-Mannschaftswettbewerbe in der Leichtathletik stellen für die Trainer und Betreuer eine große Herausforderung dar, gilt es doch, die Athletinnen und Athleten so einzusetzen, dass am Ende möglichst viele Punkte herausspringen; und da ist ein glückliches Händchen gefragt, darf jeder Athlet doch nur in drei Disziplinen eingesetzt werden.

Diese Aufgabe setzten die Trainer und Betreuer mit den C-Schüler des LAZ Giessen mit 5013 Punkten hervorragend um. Wichtig ist für die Truppe, dass die Leistungssteigerung von knapp 250 Punkten zum Vorkampf durch einen geschlossene Mannschaftsleistung entstanden ist, in der alle Athletinnen sich einhundertprozentig ins Zeug legten.

Als wichtige Punktegaranten sind Julius Grau, Christopher Nagorr, Jannik Schmitt und Julian Leinweber hervorzuheben. Julius Grau sprintete ausgezeichnete 7,38 sec auf der 50 m Distanz und wird sich mit dieser Zeit in der Hessischen Bestenliste unter den Top-Fünf wieder finden. Zudem überfloppte er im Hochsprung 1,36m. Diese Höhe meisterte auch Christopher Nagorr. Der Lollarer konnte aber auch mit 45,50 m im Schlagballwurf und mit 4,42 m im Weitsprung wichtige Zähler beisteuerten. Jannik Schmitt lief auf der 50 m Strecke ebenfalls gute 7,63 sec und landete nach 4,42 m in der Weitsprunggrube. Auf der 1000 m Strecke konnte sich Julian Leinweber in 3:19,76 min. toll in Szene setzen. Gemeinsam mit Michael Schirmer, Jannik Schmitt und Julius Grau sprintete das Quartett 29,05 sec in der 4 x 50 m Staffel. „ Das ist eine super Zeit, denn die Jungs sind somit neuen Kreisrekord gelaufen und konnten die alte Bestmarke des TV Gr.-Linden aus dem Jahre  2002 von 29,41 sec deutlich unterbieten“ so Trainerin Andrea Ewald. Es siegte am Ende bei den Schülern C die Mannschaft der LG EVO Seligenstadt mit 5085 Punkten.

Auch die die Schüler A des LAZ Giessen konnten sich im Vergleich zu den Vorkampfergebnissen um 315 Punkte deutlich steigern, so dass am Ende der dritte Rang mit 9335 Punkten hinter dem Sieger LG Eintracht Frankfurt ( 11697 Punkte) und dem ASC Darmstadt ( 10305 Punkte) am dem Tableau stand.

Patrick Bock konnte sich mit 2:56,74 min auf der 1000m Distanz und mit 13,65 sec im 80m Hürdenlauf sehr gut in das Team einbringen. Dies gelang auch Lorenz Lindenthal mit 13,50 sec im 100 m Sprint sowie Nicolas Enriquez im Diskuswurf mit 33,02 m und Philipp Lange mit 32,38 m im Speerwurf. Vielstarter Lars Peters hatte gleich dreimal die Möglichkeit für seine Truppe Punkte einzufahren. Dies nutze der Beuerner auch mit übersprungenen 1,54 m im Hochsprung, 5,51 m im Weitsprung und 2,50 m im Stabhochsprung. „ Bei den A-Schülern ist es schon super eine Mannschaft zu stellen, denn hier sind mit dem Stabhochsprung, Speerwurf und Diskuswurf schon etliche kniffelige Disziplinen dabei. Die Truppe hat als Team überzeugt und einige Ausfälle kompensiert. Es haben alle tolle Leistungen gezeigt“ so Andrea Ewald.

A-Schüler

3.

LAZ Gießen

9.335,0

 

 

1000m

219

Bock, Patrick

1994

GER

2:56,74

 

583,0

 

 

1000m

226

Dworschak, Marc

1994

GER

3:19,88

 

474,0

 

 

1000m

224

Fricke, Julian

1994

GER

3:21,47

 

(467,0)

 

 

1000m

233

Steinmüller, Chanathip

1996

 

3:36,06

 

(411,0)

 

 

100m

227

Lindenthal, Lorenz

1995

GER

13,50

+0,5

453,0

 

 

100m

230

Barnick, Alexander

1996

GER

14,48

+0,5

379,0

 

 

100m

233

Steinmüller, Chanathip

1996

 

14,58

+1,8

(372,0)

 

 

4x100m

 

LAZ Gießen

 

 

55,98

 

829,0

 

 

230, Barnick Alexander (1996)   -   231, Grau Clemens (1996)
227, Lindenthal Lorenz (1995)   -   224, Fricke Julian (1994)

 

 

80m Hürden

219

Bock, Patrick

1994

GER

13,65

+0,7

472,0

 

 

80m Hürden

231

Grau, Clemens

1996

GER

14,74

+2,8

426,0

 

 

80m Hürden

224

Fricke, Julian

1994

GER

14,75

+0,7

(425,0)

 

 

Diskuswurf

220

Enriquez, Nicolas

1994

GER

33,02 m

 

543,0

 

 

Diskuswurf

221

Lange, Philipp

1994

GER

28,82 m

 

496,0

 

 

Diskuswurf

225

Hirschhäuser, Pascal

1994

GER

21,52 m

 

(404,0)

 

 

Hochsprung

223

Peters, Lars

1994

GER

1,54 m

 

499,0

 

 

Hochsprung

226

Dworschak, Marc

1994

GER

1,46 m

 

459,0

 

 

Hochsprung

230

Barnick, Alexander

1996

GER

1,42 m

 

(438,0)

 

 

Hochsprung

221

Lange, Philipp

1994

GER

1,38 m

 

(417,0)

 

 

Kugelstoßen

220

Enriquez, Nicolas

1994

GER

10,25 m

 

480,0

 

 

Kugelstoßen

222

Werdecker, Maximilian

1994

GER

9,52 m

 

448,0

 

 

Speerwurf

221

Lange, Philipp

1994

GER

32,38 m

 

507,0

 

 

Speerwurf

222

Werdecker, Maximilian

1994

GER

30,64 m

 

492,0

 

 

Speerwurf

220

Enriquez, Nicolas

1994

GER

29,59 m

 

(483,0)

 

 

Speerwurf

225

Hirschhäuser, Pascal

1994

GER

28,80 m

 

(476,0)

 

 

Stabhochsprung

223

Peters, Lars

1994

GER

2,50 m

 

444,0

 

 

Stabhochsprung

222

Werdecker, Maximilian

1994

GER

2,10 m

 

381,0

 

 

Weitsprung

223

Peters, Lars

1994

GER

5,51 m

 

546,0

 

 

Weitsprung

231

Grau, Clemens

1996

GER

4,33 m

 

424,0

 

 

Weitsprung

219

Bock, Patrick

1994

GER

4,29 m

 

(420,0)

 

 C-Schüler

2.

LAZ Gießen

5.013,0

 

 

1000m

207

Leinweber, Julian

1999

GER

3:19,76

 

474,0

 

 

1000m

211

Jeschke, Marcel

1999

GER

3:37,18

 

407,0

 

 

1000m

210

Keil, Jan

2000

GER

3:59,18

 

(337,0)

 

 

1000m

213

Lechner, Max

2000

GER

4:02,09

 

(328,0)

 

 

4x50m

 

LAZ Gießen

 

 

29,05

+0,0

897,0

 

 

209, Schirmer Michael (1999)   -   207, Leinweber Julian (1999)
208, Schmitt Jannik (1998)   -   205, Grau Julius (1998)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4x50m

 

LAZ Gießen II

 

 

32,63

+0,0

(678,0)

 

 

215, Hnoupek Kevin (2000)   -   214, Horn Daniel (1999)
210, Keil Jan (2000)   -   211, Jeschke Marcel (1999)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

50m

205

Grau, Julius

1998

GER

7,38

 

432,0

 

 

50m

208

Schmitt, Jannik

1998

GER

7,63

 

400,0

 

 

50m

209

Schirmer, Michael

1999

GER

8,06

 

(349,0)

 

 

50m

211

Jeschke, Marcel

1999

GER

8,19

 

(335,0)

 

 

Hochsprung

205

Grau, Julius

1998

GER

1,36 m

 

406,0

 

 

Hochsprung

204

Nagorr, Christopher

1998

GER

1,36 m

 

406,0

 

 

Hochsprung

207

Leinweber, Julian

1999

GER

1,24 m

 

(340,0)

 

 

Schlagballwurf

212

Failing, Moritz

1998

GER

46,50 m

 

365,0

 

 

Schlagballwurf

204

Nagorr, Christopher

1998

GER

45,50 m

 

358,0

 

 

Schlagballwurf

206

Döll, Fabian

1998

GER

37,00 m

 

(298,0)

 

 

Schlagballwurf

216

Hofmann, Simon

1998

 

35,50 m

 

(287,0)

 

 

Weitsprung

208

Schmitt, Jannik

1998

GER

4,42 m

 

434,0

 

 

Weitsprung

204

Nagorr, Christopher

1998

GER

4,42 m

 

434,0

 

 

Weitsprung

209

Schirmer, Michael

1999

GER

3,85 m

 

(370,0)

 

 

Weitsprung

218

Walther, Philipp

1999

GER

3,64 m

 

(345,0)

 

 

 

31.08.2009

Deutsche Mehrkampf-Meisterschaften

(jth) Die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Lage waren am vergangenen Wochenende das sportliche Großereignis auf Bundesdeutscher-Ebene nach der Weltmeisterschaft in Berlin.

Aus heimischer Sicht waren sechs Athletinnen und Athleten am Start und  TSG-Mehrkämpferin Nastasia Lich konnte im Siebenkampf der Juniorinnen sogar die Bronzemedaille mit 4914 Punkten mit nach Hause nehmen. Der Troher Adrian Becker lieferte die beste Leistung der männlichen Mehrkämpfer ab, denn 6979 Zähler bedeuteten Rang fünf im Klassement der Junioren.

Im Feld der weiblichen Jugend B war Lisa Magel vom LAZ Giessen / SV Garbenteich eine von 51 Jugendlichen, die das Abenteuer Siebenkampf angehen wollten. „Ihr Ziel war es, nachdem die „Hessischen“ in Darmstadt nicht wunschgemäß verlaufen sind, eine Punktzahl so um die 4850 Punkte zu ereichen. Damit könnte sie unter die ersten 15. kommen. Primär wird es interessant ob Lisa, die zuletzt besseren Trainingsleistungen umsetzen kann“ so Trainer Philipp Schlesinger. Für die Abiturientin fing der Wettkampf mit 15,01 sec über die Hürdendistanz und überfloppten 1,69 m im Hochsprung viel versprechend an, doch im Kugelstoßwettbewerb blieb sie mit 9,91 m unter der Zehnmetermarke. Nach dem ersten Tag standen so 2974 Zähler zu buche, was nur geringfügig mehr als bei den Hessischen war. Am zweiten Wettkampftag startetet Lisa Magel mit 5,19 m im Weitsprung und einem überraschend guten Speerwurfergebnis von 31,63 m. Doch dann machte sich eine Verletzung bemerkbar. „Lisa hat sich im Abschlusstraining am Dienstag eine Verhärtung der linken rückseitigen Oberschenkelmuskulatur zugezogen, die wir in der Physiotherapie am Mittwoch haben behandeln lassen. In Folge stellten sich am Wochenende aber leider weitere muskuläre Probleme in den Beinen ein. Bereits beim Einspringen zum Weitsprung am zweiten Wettkampftag, traten so starke Probleme auf, dass bereits der folgende Speerwurf auf der Kippe stand. Joggen war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr möglich. Sie war nach dem Weitsprung und auch dem Speerwurf jeweils noch einmal in Behandlung. Dies konnte aber leider die Probleme beseitigen. Es fiel ihr sehr schwer den Wettkampf abzubrechen, aber es war die einzig mögliche Entscheidung. Konsequenterweise wird sie auch am kommenden Wochenende beim Verbändekampf nicht starten. Abhaken und nach vorne schauen. Jetzt steht erstmal Regeneration und Ausheilen auf der Tagesordnung“ so Trainer Philipp Schlesinger.

Katrin Schröder vom LAZ Giessen / MTV Giessen startetet bei der DM im Siebenkampf der Frauen. Ihr Ziel war es das Punktergebnis der Hessenmeisterschaften von 4287 Punkten in Lage zu verbessern. Dies gelang der Studentin jedoch an diesen beiden Tagen nur mit übersprungenen 1,60 m im Hochsprung. „ Katrin zeigte sonst annähernd die Leistungen von den Hessischen, bleib aber auch in einigen Disziplinen deutlich darunter, so dass am Ende der dreizehnte Platz mit 4129 Zählern heraussprang“ so Markus Czech. Besser lief es dafür für Anna Schmidt vom TUS Breckerfeld. Die Giessener-Studentin, die im nächsten Jahr das LAZ-Trikot tragen wird, wurde mit 4786 Zählern gute achte und hatte mit 1,63 m im Hochsprung 2:20,87 min auf der  800 m Distanz sowie 25,58 sec auf der 200 m Strecke ihre besten Einzelergebnisse vorzuweisen. „Anna traut sich noch zu wenig zu! Sie hätte gut und gerne 5000 Punkte machen können! “ so dass Resümee des Trainers

Bei den Junioren ging der Troher Mehrkämpfer Adrian Becker vom LAZ / TV Gr.-Buseck an den Start.  Der Lehramtsstudent hatte sich als Ziel gesetzt die 7.000 er Marke zu knacken. Der Wettkampf fing mit 11,17 sec bei Windstille mit der zweitbesten Zeit aller Teilnehmer gut an. Auch mit den 6,95 m im Weitsprung und 12,10 m mit der Kugel lag er im Soll. „ Im Hochsprung zeigte er mit 1,82 eine solide Leistung und die 51,07 sec auf der 400 m Distanz sind spitze, so dass er mit 3647 Zählern und Rang drei nach dem ersten Wettkampftag abschloss“ so Trainer Czech. Am zweiten Zehnkampftag startete Adrian Becker mit 15,29 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und ausgezeichneten 37,09 m im Diskuswerfen, was für ihn neue Bestleistung bedeutete. „Im Stabhochsprung hatte ich super Sprünge, doch als Höhe konnte ich nur 3,90 m überqueren, es war ein bisschen Pech dabei “ so Becker. Im Speerwurf lieferte er mit 56,88 m ein akzeptables Ergebnis ab und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber entscheiden, ob er die 7000 Marke knacken konnte. „7.000 war sein ein großes Ziel, leider hat er über 1500 zu lange getrödelt, die schnellste letzte Runde hat leider nichts mehr geholfen! Es haben ihm dann ca. 2 sec gefehlt! Schade, aber neue 10 Kampf-Bestleistung, 6979 Zähler und ein guter fünfter Rang. Ich bin zufrieden mit Addi, denn erst um 21 Uhr wurde die letzte Disziplin gestartet, da waren sie am zweiten Wettkampftag schon über zwölf Stunden auf den Beinen “ so Trainer Markus Czech. Bei den Junioren holte sich Matthias Prey (Hamburger SV) den Titel mit 7.392 Punkten vor Lars Niklas Heinke (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen, 7.246) und dem Bremer Alexander Thyme (7.122).

Im Feld der Männer zeigte LAZ-Athlet Rouven Höfer seine Mehrkampfqualitäten. „ Mein Wettkampf verlief optimal, denn ich konnte mich um 88 Punkte gegenüber den Hessischen verbessern“ so Rouven über sein Wochenende.

Mit 11,39 sec im Sprint und 6,50 m im Weitsprung lief es optimal an für den Studenten. Nach 12,41m mit der Kugel und übersprungenen 1,76m im Hochsprung zauberte er im abschließenden 400m Lauf, dann eine gute Zeit von 51, 11 sec auf die Tartanbahn und mit 3461 Zählern übernachtete er auf dem elften Rang. „Mit 17,31 sec startete er über die Hürden am zweiten Tag nicht optimal, doch im Diskuswurf fing er sich  und warf gute 36,00 m“ so Trainer Markus Czech. Durch die 3,30m im Stabhochsprung und sehr guten 57,05 m im Speerwurf ging es wieder bergauf mit dem Studenten des LAZ Giessen. „ 4:52,37 min über die 1500 m Distanz sind zwar nicht berauschend, doch am Ende können wir mit dem elften Rang und 6.366 Punkten bei der DM der Aktiven zufrieden sein. Rouven´s Traum war es die 6.400 Punkte zu knacken, dies muss er sich im nächsten Jahr erfüllen“ so Markus Czech. Jan-Felix Knobel (LG Eintracht Frankfurt) übernahm in Lage im Zehnkampf nach dem Stabhochsprung die Führung und holte sich schließlich auch den Titel mit 7.738 Punkten vor Nicolai Peselmann (TV Wattenscheid 01, 7.493) und dem Magdeburger Steffen Fricke (7.493).

 

22.08.2009

Endkampf vom Winde verweht

Quelle: www.giesener-allgemeine.de

Markus Czech stand auf der Tribüne in einem Zwischengang, sein Blick ging schnurstracks auf die Anlaufspur des Weitsprungs im Berliner Olympiastadion. Seine Athletin Beatrice Marscheck nahm Anlauf, erhöhte die Geschwindigkeit - Czech verfolgte ihren Weg, wippte mit dem rechten Fuß und sprang dann innerlich mit ab. Doch es sollte nicht reichen, denn der dritte Versuch landete lediglich bei 6,19 Meter. Mit eben dieser Weite schied die Garbenteicherin Marscheck am Freitagabend bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin als Gesamt-31. in der Qualifikation aus und zeigte sich daher kurz nach dem Wettkampf verständlicherweise etwas enttäuscht.

 
 
»Es ist schon ärgerlich, denn ich hätte trotz der Bedingungen um 6,60 Meter springen können«, haderte die 23-Jährige. Größtes Problem am gestrigen Abend war der wechselnde Wind, der den Anlauf zu einem Lotteriespiel werden ließ. »Beatrice ist schnell, ist aber auch leicht und hat wenig Kraft. Das gibt zwangsläufig Probleme beim Anlauf«, analysierte Trainer Markus Czech, der sich insbesondere nach dem zweiten Versuch lange mit seinem Schützling unterhielt und Korrekturen vornahm. Als dann jedoch noch der Regen in den Bereich der beiden Weitsprunggruben zog, konnte Marscheck auch im letzten Versuch nicht ihr Potential ausschöpfen und musste mit einem Rückstand von 33 Zentimetern das klare Aus hinnehmen.

Die Garbenteicherin ging als letzte der 18 Starterinnen der Gruppe B in den Anlauf, in der A-Staffel waren ebenso 18 Athletinnen vertreten. Insgesamt 19 der anwesenden Springerinnen hatten in dieser Saison schon eine bessere Weite erzielt als Marscheck, sodass der Finaleinzug unter die besten Zwölf nur mit geringer Wahrscheinlichkeit zu bewerkstelligen gewesen wäre. Mit 6,75 Metern oder mehr wäre sie jedoch automatisch für das Finale qualifiziert gewesen - dies sind zwei Zentimeter über ihrer Bestleistung.

Im ersten Versuch verschenkte Marscheck einige Zentimeter und landete bei 6,07 Meter. Der zweite Anlauf passte dann nicht, zwei Zentimeter trat die Studentin über - auf rund 6,50 Meter schätzte Czech die erzielte Weite. Auf 6,19 Meter steigerte sich Marscheck dann im dritten Versuch, dennoch reichte dies nur zu Rang 31 insgesamt. Mit 6,52 Meter hätte sie die nächste Runde erreicht. »Ich kann ihr aber keinen Vorwurf machen, alle Sprünge waren okay. Man hat ihr etwas die Nervosität angemerkt«, sagt Czech. Nervös sei sie zwar gewesen, sagte die Athletin. »Jedoch war es im Vorfeld schlimmer.«

Insgesamt zog Marscheck gestern ein positives WM-Fazit. »Ich konnte gut in Kienbaum mit der Nationalmannschaft trainieren, habe viele nette Leute kennen gelernt und war gut vorbereitet. Die Stimmung im Stadion war super. Nur das Wetter hat leider nicht mitgespielt, sonst hätte ich noch mehr Spaß gehabt.« Michael Wiener (Berlin)

 
05.08.2009

Letzter Schliff in Kienbaum

(jth) Vom 10. bis 12. August werden sich die deutschen Leichtathleten gesammelt bei einem dreitägigen Kurzlehrgang in Kienbaum in der Nähe von Berlin auf die Weltmeisterschaften in der deutschen Hauptstadt einschwören. »Die Nationalmannschaft ist gerne hier. Manche Sportler verbringen pro Jahr fast genauso viel Zeit hier wie zu Hause«, sagte Jürgen Mallow am Dienstag im Rahmen des traditionellen Sommerfestes in Kienbaum.

Beatrice Marscheck hat trotz der Vorbereitungsstrapazen noch immer ein  Lächeln parat.	(Foto: ras)

Beatrice Marscheck hat trotz der Vorbereitungsstrapazen noch immer ein Lächeln parat. (Foto: ras)
 
Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich hat auch schon ihre Koffer gepackt, denn die Athletin von Markus Czech wird zum ersten mal vor einem so großem Event ein Kurztrainingslager haben. »Bea wird danach wohl noch die ganze Zeit in Kienbaum bleiben. Erst drei Tage vor ihrem ersten Auftritt wird sie in das Athletenhotel nach Berlin reisen. Ich werde dann zwischen Kienbaum und einer privaten Unterkunft in Berlin pendeln, um sie zu trainieren und betreuen zu können«, so Trainer Markus Czech. Athletin und Trainer gehen positiv das WM Abenteuer an. »Sollte meinen Athletin in der Qualifikation einen Satz auf 6,70 m und mehr machen, kann sogar das Finale am Schlusstag winken«, so Czech.

Schon jetzt befinden sich Leichtathleten aus 20 Disziplinen in Kienbaum und bereiten sich konzentriert auf die Welttitelkämpfe vor. »Bis zur WM gibt es ein ständiges Kommen und Gehen«, sagte Jürgen Mallow. Das auch, weil ihnen in Brandenburg eine »Rundum-Versorgung« geboten wird, wie Klaus-Peter Nowack, Geschäftsführer des Bundesleistungszentrums (BLZ) Kienbaum, betonte. »Die Sportler finden hier beste Voraussetzungen.« Zu denen gehört ab sofort auch eine Kältekammer, die am Dienstag vorgestellt wurde. »Es ist bewundernswert, dass diese Kältekammer in nur fünf Monaten realisiert wurde«, sagte Thorsten Burmester, stellvertretender Abteilungsleiter Sport im Bundesinnenministerium (BMI), das das BLZ Kienbaum finanziell fördert. »Spätestens bis 2011 soll die Renovierung der kompletten Anlagen abgeschlossen sein«, schaute Klaus-Peter Nowack voraus. »Dann wird hier den Athleten eine der modernsten Anlagen zur Verfügung stehen«, betonte Thorsten Burmester.

»Es ist erstaunlich, wie sich das Modell Kienbaum entwickelt hat, nachdem es in den 90er Jahren noch nicht sicher war, wie es weitergehen soll«, sagte auch Dr. Hans-Georg Moldenhauer, Vorsitzender des Trägervereins Kienbaum. »Viele Sportarten finden hier hervorragende Trainingsbedingungen vor und besonders die Leichtathleten werden sich optimal auf die Weltmeisterschaften vorbereiten können.«

Auch in Berlin wird die WM in den kommenden Tagen immer spürbarer werden, versprach Heinrich Clausen, Geschäftsführer des Organisationskomitees der WM in Berlin (BOC). »Die Stadt wird gedresst«, kündigte er an. Sowohl Mega-Poster als auch Fahnen und dekorierte Häuser, Busse und Müllautos sowie Radiospots sollen die Menschen in der Hauptstadt auf das Event im August aufmerksam und Lust auf mehr machen. Das Stadtmarketing wirbt mit dem Slogan«Sei Welt, sei Meister, sei Berlin«.

Bei der WM in Berlin vertrauen Jürgen Mallow und Heinrich Clausen auf ein starkes deutsches Team. »In der deutschen Mannschaft steckt Potential, das hat sie dieses Jahr schon bewiesen«, sagte Jürgen Mallow. Und Heinrich Clausen ist sich sicher: »Der Stellenwert der Leichtathletik wird durch die WM noch einmal gesteigert.« Nach der Vorbereitung in Kienbaum werden die DLV-Athleten zwei bis drei Tage vor den jeweiligen Wettkämpfen nach Berlin in das Mannschaftshotel ziehen. Gesichert ist für die WM auch der Transport aller Athleten, Fans und Funktionäre. Während es derzeit in der deutschen Hauptstadt immer wieder Probleme mit dem öffentlichen Nahverkehr gibt, hat dieser zugesichert, während der Wettkämpfe für einen reibungslosen Transport zu sorgen.

 

 

01.08.2009

Beatrice Marscheck springt endgültig zur WM nach Berlin

(jth) Für die Einen diente das 15. Bayer-Meeting in Leverkusen zur Formüberprüfung, für die Anderen soll es im Manforter Stadion endlich mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaften klappen und ein dritter Part musste den vom DLV geforderten Leistungstest erfolgreich absolvieren. Zu Letzteren gehörte unter anderem die Deutsche Weitsprung-Vize-Meisterin Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich, die aber eindrucksvoll diese Aufgabe mit 6,56 m meisterte und somit den endgültigen Sprung zur WM nach Berlin ( 15.-23. August) geschafft hat. Im sehr gut besetzten Springerinnenfeld wurde sie hinter Karin Mey ( 6,87m / Türkei) und Bianca Kappler ( 6,62m / LC Asics Rehlingen) dritte .

Vor der gut besuchten Haupttribüne des Leverkusener Stadions setzte die Lehramtsstudentin bereits in ersten Versuch mit 6,56 m ein Ausrufezeichen hinter ihre derzeitige Form. „ Wir haben nicht wie bei den anderen Wettkämpfen gleich alles auf einen Karte gesetzt, sondern wollten eine konstante Weitenserie anbieten. Dies gelang Bea auch, denn die vier gültigen Sprünge hatten einen Durchschnittswert von 6,44 m. Es war somit ihr bester Wettkampf der Saison und ich musste nur noch kleine Fehler korrigieren “ so Trainer Markus Czech. Wichtig ist für den Trainer auch, dass seine Athletin ohne Schmerzen aus dem Wettkampf gekommen ist. Nach dem Vize-Titel bei der DM in Ulm beklagte sich die Garbenteicherin über akute Achillessehnenbeschwerden, weshalb sie auch den letzten Normwettkampf in Saarländischen Dillingen absagen musste. „ Wir waren noch mal beim Physiotherapeuten, nach der Behandlung läuft Beatrice anders, was aber nur Insider wahrnehmen. Die Probleme sind nun behoben“ so der Coach. Marscheck nutzte die Zeit nach der Meisterschaft in Ulm um erneut in eine zweite intensive Trainingsphase einzusteigen, was ihr auch gelang, denn bereits am vergangenen Mittwoch zeigte sie mit 11,84 sec auf der 100 m Sprintdistanz beim Abendsportfest in Wetzlar ihr Klasse. Ihr letzter Sprung im Leverkusener Stadion zeigte auch, dass sie sich Richtung 6,70 m bewegen kann. „ Bundestrainer Uli Knapp schätze den Sprung auf 6,65 – 6,67 m ein, doch er war leider ungültig“ so Markus Czech. Der Nominierungstour hat nun endgültig ein Ende, denn Leverkusen war die letzte Chance auf den Zug nach Berlin aufzuspringen. DLV – Cheftrainer Herbert Czingon bestätigte dem LAZ –Duo nun auch, dass die WM-Nominierung in trockenen Tüchern sei und Beatrice Marscheck schon mal die Sporttasche für Berlin und das anstehende Kurztrainingslager in Kienbaum vom 10. – 12. August packen kann. Die offizielle Nominierung wird am Montag erfolgen. Am 21. August geht es dann am 6. Wettkampftag der WM um 18:10 Uhr im Berliner-Olympiastadium in der Qualifikation um die Wurst um das große WM-Finale am Schlusstag um 16:15 Uhr zu erreichen.

Für Beatrice Marscheck geht nun ein Traum in Erfüllung denn sie Leverkusen am Abend mit folgenden Flash-Interview beendete: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wettkampf. Nach dem ersten Versuch habe ich schon noch gedacht, dass es weitergeht. Die Sprünge waren auch alle ganz gut, insbesondere der letzte. Der hat sich richtig gut angefühlt, war aber leider knapp ungültig. Dillingen hatte ich wegen meiner Achillessehne abgesagt. Es war die richtige Entscheidung, denn so konnte ich noch mal durchtrainieren – nachdem mein Physio mich noch mal durchgecheckt hatte. Jetzt laufe ich noch am Mittwoch bei einem Abendsportfest in Pfungstadt 100 Meter, und dann steht die WM an. Dort möchte ich 6,73 Meter plus x springen“.

Weitsprung (DKB-Cup), Frauen - Finale
Datum: 31.07.2009  Beginn: 19:04

 

 

Meeting Rekord

6,99

(Tatjana Kotowa, RUS (1999))

Finale

 

Rk.

StNr.

Name

Jg.

Nat.

Verein

Leistung

 

 

 

 

-1-

-2-

-3-

-4-

-5-

-6-

 

1.

36

Mey Karin

1983

TUR

Türkei

6,87 (+1,7)

SB

 

 

6,87
+1,7

6,75
+1,0

x

6,62
+1,0

4,90
+0,0

6,44
+0,5

 

 

 

2.

26

Kappler Bianca

1977

GER

LC Asics Rehlingen

6,62 (+0,5)

 

 

 

 

6,36
+1,5

6,57
+1,1

6,53
+0,8

6,53
+0,4

x

6,62
+0,5

 

 

 

3.

35

Marschek Beatrice

1985

GER

LAZ Gießen

6,56 (+1,8)

 

 

 

 

6,56
+1,8

6,24
+1,0

6,48
+1,5

x

6,46
+0,4

x

 

 

 

4.

30

Moguenara Sosthene

1989

GER

TV Wattenscheid 01

6,53 (+0,9)

 

 

 

 

6,37
+1,9

x

6,30
+1,0

x

6,53
+0,9

6,47
+0,5

 

 

 

5.

25

Rath Claudia

1986

GER

LG Domburg

6,44 (+1,7)

SB

 

 

 

6,44
+1,7

6,44
+2,3

6,28
+0,3

6,33
+0,8

6,34
+0,9

6,44
+1,2

 

 

 

6.

32

Käther Nadja

1988

GER

Ahrensburger TSV

6,37 (+0,3)

=SB

 

 

 

x

x

6,37
+0,3

5,52
+0,1

x

6,10
+0,0

 

 

 

7.

27

Tonn Claudia

1981

GER

LAV Hamburg Nord

6,32 (+0,9)

 

 

 

 

6,20
+1,7

6,32
+0,9

5,86
+1,1

6,24
+1,0

5,95
+1,0

x

 

 

 

8.

33

van Bühren Kathrin

1982

GER

TSV Bayer 04 Leverkusen

6,31 (+1,8)

 

 

 

 

6,31
+1,8

x

x

6,11
+0,9

x

6,12
+0,2

 

 

 

9.

28

Leipold Anika

1987

GER

Athleticteam Hamburg

6,24 (+1,3)

 

 

 

 

6,24
+1,3

6,15
+0,5

6,09
+0,0

 

 

 

 

 

 

10.

31

Oeser Jennifer

1983

GER

TSV Bayer 04 Leverkusen

6,19 (+1,6)

 

 

 

 

6,19
+1,6

5,99
+1,3

6,03
+0,2

 

29.07.2009

Kurt Drolsbach wird 75 Jahre alt

Bildergalerie

 

10.07.2009

LAZ-C-Schülerinnen mit Top-Zeit

03.06.2009

Marscheck holt DM-Silber 

 

(jth) Unter dem Motto „Ulm macht die Weltmeister“ fanden im Donaustadion  die diesjährigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften statt. Dies zog am vergangenen Wochenende nicht nur das  Interesse der Leichtathletik-Fans, sondern auch das der Medien und anderen Sportinteressierten an, denn es ging bei der DM auch um die letzten WM-Tickets.

Für Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich ging es darum, ihre gezeigten Vorleistungen über 100m und dem Weitsprung im Feld der nationalen Spitze zu bestätigen und sich dort zu behaupten. Mit der 100 m  Zeit von 11,86 sec lieferte die Sportstudentin am Samstag eine neue Saisonbestleistung ab und hatte die ideale Vorbelastung für den Weitsprungwettkampf. Der Weitsprungwettbewerb war dann für die Studentin die Krönung des Wettbewerbes, denn mit 6,67m holte sie sich in einem spannenden Finale den DM-Vizetitel hinter Sophie Kraul ( TUS Jena), die auf 6,70m flog.

Am Samstag stand für die Lehramtsstudentin, mit den Fächern Deutsch und Sport zunächst einmal der Vorlauf über die 100m Distanz auf dem Wettkampfprogramm. Ihr wurde der erste Vorlauf und  Bahn sieben zugelost. Um 14.40 Uhr ging es dann endlich los. „Ich hatte ein super Laufgefühl, der Start war vielleicht nicht ganz optimal, doch dann kam ich in tritt und konnte hinten heraus die Lücke zur Spitze verringern. Mit den 11,86 bin ich zufrieden. Jetzt gilt die ganze Konzentration auf Sonntag, denn hier will ich im Weitsprung auf`s Treppchen springen“ so Marscheck. Den Vorlauf gewann Katja Wakan (TV Wattenscheid) in 11,63 sec vor ihrer Vereinskollegin Karoline Köhler (11,69 sec).

„Bea hat einen starken Auftritt im Sprint gehabt, sie ist fitt für den Weitsprung. Wir wollen bereits im ersten Sprung eine schnelle Anlaufgeschwindigkeit entwickeln und werden den Anlauf  deshalb um einen Fuß verringern. Setzt Bea beim Absprung den Fuß aktiv von oben auf das Brett, wäre es optimal und könnte gleich einen guten Start bedeuten  “ so  die positive Prognose ihres Trainer Markus Czech.

Am Sonntag stand dann der im Vorfeld erwartete Weitsprung-Krimi auf dem Programm. Gleich acht Kandidatinnen klopfen an die WM-Norm von 6,72m, die bisher nur Bianca Kappler und eben die Hessenrekordhalterin Beatrice Marscheck erzielt haben. Auf dem Aufwärmplatz hatte man den Eindruck, dass Trainer Markus Czech nervöser ist als seine Athletin. „Heute geht es um die Wurst. Bea wurde noch mal vom HLV-Physio behandelt. Er löste eine Blockade im Fuß. Jetzt bin ich erleichtert und es kann losgehen“ so Czech vor dem Wettkampf.

Im ersten Durchgang zeigte Beatrice Marscheck dann gleich, dass sie hier und heute weit springen möchte, denn der erste Versuch landete bei 6,40m. Doch in den Versuchen zwei ( 6,18m) und drei (6,21m) stellten sich kleine technische Probleme ein. „ Bea hat den Kopf beim Absprung in den Nacken genommen, deshalb gewinnt sie nicht an Höhe und verliert so an Weite, so der Trainer.

Doch mit der Weite aus ihrem ersten Versuch erreichte die Studentin als sechste den Endkampf. „Mir hat nach dem Vorkampf wieder leicht die Achillessehne wehgetan, deshalb waren die Sprünge nur Suboptimal“, so Marscheck. Der vierte Durchgang begann dann mit einem Satz auf 6,43 m - die technischen Probleme waren behoben, denn sie setze die Tipps von Trainer Markus Czech aktiv um. Im fünften Versuch zeigten dann die Mitkonkurrentinnen ihr Können. Bianca Kappler ( LC asics Rehlingen) flog auf 6,64 m und war plötzlich zweite, Sophie Krauel ( TuS Jena) konterte mit 6,70 m  und setzte sich an die Spitze des Feldes. „Im letzten Versuch hieß es also dann für mich alles auf eine Karte zu setzen. Was passiert, werden wir dann sehen“ so das Vorhaben von Marscheck. Die Studentin forderte im letzen Versuch noch mal die Zuschauer auf, einen rhythmischen Takt vorzugeben. Es folgte ein aggressiver Anlauf und ein perfekter Absprung mit einer ausgezeichneten Landung. Gespannt warteten Marscheck und Trainer Czech auf die Weitenmessung. DLV- Disziplinentrainer Ulrich Knapp prognostizierte einen Sprung über die 6,60m Marke. Das Weitentableau zeigte 6,67 m an und es leuchtete der zweite Platz auf. „ Es war einfach nur super, ich habe mir vorgenommen an die 6,60m zu springen. Nachdem es nach Wesel nicht mehr so weit ging, wollte ich heute unbedingt wieder weiter springen. Ich habe mir vorgenommen unter die ersten drei zu springen. Jetzt fahre ich sicher zur WM nach Berlin. Doch jetzt geht es erst einmal nach München und von da aus zur Universiade, wo ich die 6,60m noch mal gerne bestätigen will“ so Beatrice Marscheck im DLV-Flash Interview.

 

Finale  14:00 05.07.2009   

Rang

Bib

Athlet

Nation

Ergebnis

 

 

1

1022

Krauel, Sophie
TuS Jena

 TH

6.70  

 

SB

2

442

Marscheck, Beatrice
LAZ Gießen

 HE

6.67  

 

 

3

896

Kappler, Bianca
LC asics Rehlingen

 SL

6.64  

 

 

4

156

Bauschke, Melanie
LG NIKE BERLIN

 BE

6.63  

 

SB

5

1163

Köhler, Karoline
TV Wattenscheid 01

 WE

6.57  

 

 

6

509

Tonn, Claudia
LAV Hamburg-Nord

 HH

6.54  

 

 

7

1171

Moguenara, Sosthene
TV Wattenscheid 01

 WE

6.39  

 

 

8

329

Weitzel, Michelle
LG Telis Finanz Regensburg

 BY

6.30  

 

SB

 

   
03.07.2009
03.07.2009 | Leute | Anja Herrlitz

Beatrice Marscheck - Sprintende Weitspringerin

Bislang war die Gießenerin Beatrice Marscheck vor allem als Sprinterin im hessischen und süddeutschen Raum bekannt. Doch spätestens seitdem sie in diesem Jahr 6,73 Meter weit gesprungen ist, gehört sie zu den heißen Kandidatinnen für ein Ticket für die WM in Berlin (15. bis 23. August). Und das, obwohl die 23-Jährige bislang noch keinen internationalen Start vorzuweisen hat.

 
Beatrice Marscheck kann sich in Ulm das WM-Ticket sichern (Foto: Gantenberg)


 
Im dritten Versuch in Wesel lief für Beatrice Marscheck am 1. Juni alles optimal. Erst nach 6,73 Metern landete sie im Sand - WM-A-Norm von 6,72 Metern erfüllt. „Ich war so überrascht und total überwältigt“, erinnert sich Beatrice Marscheck nun Wochen später. „Ich habe gemerkt, dass der Sprung gut war. Es ist schwer zu beschreiben, aber er war richtig anstrengend.“

„Beatrice hat eine Mutation gemacht“, blickt ihr Trainer Markus Czech ein wenig schmunzelnd auf die vergangenen Monate zurück. „Lange hat sie immer gesagt, sie sei eine Sprinterin, die auch springen kann. Aber jetzt würde sie sich wohl eher als Springerin bezeichnen, die auch sprinten kann“, erklärt er.

Zu zierlich für den Weitsprung

Dass Talent für den Weitsprung definitiv vorhanden war, konnte man schon früh erkennen. „Beatrice wurde mir im Oktober 2000 beim D-Kader-Test in Hessen vorgestellt“, blickt Markus Czech zurück. Für den Weitsprung-Kader reichte es für die damals 15-Jährige noch nicht ganz. „Sie war so unglaublich zierlich“, erinnert sich der 38-Jährige. Probleme mit dem Rücken, Becken und der Hüfte hatten zur Folge, dass sich das Duo, das seitdem zusammen arbeitet, erst einmal auf den Sprint konzentrierte.

„Wir wollten Schnelligkeit aufbauen und es mit dem Weitsprung versuchen, wenn sie stabiler ist“, sagt Markus Czech. Dass sich das ausgezahlt hat, belegen neben den 6,73 Metern, die die Lehramtsstudentin für Sport und Deutsch, in diesem Jahr gesprungen ist, auch ihre Sprint-Bestzeiten: 7,60 Sekunden über 60 Meter, 11,66 Sekunden über 100 Meter und 23,94 Sekunden über 200 Meter.

 
Beatrice Marschecks Bestleistungen
 

 
60 Meter
 
7,60 Sekunden
 
100 Meter
 
11,66 Sekunden
 
200 Meter
 
23,94 Sekunden
 
Weitsprung
 
6,73 Meter
 

Zudem konnte sie zahlreiche hessische Titel sammeln, 2004 wurde sie bei den Deutschen Jugend-Hallen-Meisterschaften Dritte über 200 Meter. Gerade die längste der drei Strecken hatte es Beatrice Marscheck besonders angetan: „Wenn man da aus der Kurve auf die Zielgerade kommt...“

 
Beatrice Marscheck profitiert vor allem von ihrem schnellen Anlauf (Foto: Gantenberg)


 
Sprintstärke als optimale Basis


Diese Sprint-Grundlage ist heute Beatrice Marschecks größter Schatz. „Sie ist unheimlich schnell“, bestätigt ihr auch DLV-Disziplintrainer Ulrich Knapp. Das in Weite umzusetzen, daran arbeiten die Springerin und ihr Trainer. „Ich muss vor allem kräftiger abspringen. Bislang ist das noch ein bisschen flach, da fehlt vielleicht auch die Kraft“, schätzt Beatrice Marscheck. In den vergangenen Jahren hat sich die zurückhaltende Athletin aber stetig verbessert.

2005 wurde für einen Mannschaftswettkampf eine Weitspringerin gebraucht - Beatrice Marscheck sprang ein. „Das sieht nicht so gut aus, aber vielleicht kann man was draus machen“, dachte Markus Czech damals. Ohne viel Training flog sein Schützling im gleichen Jahr mit 6,09 Metern zum hessischen Meistertitel. „Damals haben wir uns dann gesagt; das trainieren wir jetzt öfter“, erzählt Beatrice Marscheck. Vor allem sah das Duo im Weitsprung bessere Perspektiven als im Sprint.

Von den 200 Metern zum Weitsprung

Die 200 Meter standen danach immer seltener im Fokus, der mehr auf den Kurzsprint und die Weitsprungtechnik gerichtet wurde. 2007 folgte mit dem Deutschen Junioren-Meister-Titel der erste Erfolg in der „neuen“ Disziplin, in 11,79 Sekunden wurde sie zudem Vierte über 100 Meter.

Während viele Leichtathletik-Fans vor allem von den 6,73 Metern in diesem Jahr überrascht waren, hatten Beatrice Marscheck und Markus Czech die größte Überraschung da schon hinter sich. „Das waren eigentlich die 6,62 Meter, die ich Ende vergangenen Jahres in Dillingen gesprungen bin. Da habe ich mich gleich um 30 Zentimeter gesteigert“, sagt Beatrice Marscheck. Damit packte sie auch zwei Zentimeter auf den Hessen-Rekord der Frankfurterin Susen Tiedtke. „6,50 Meter hatte ich ihr zugetraut“, gibt Markus Czech zu.

 
Beatrice Marscheck war zuletzt für die eine oder andere Überraschung gut (Foto: Gantenberg)


 
Noch mehr als ein „Ausreißer“


Für Überraschungen - im positiven Sinne - scheint Beatrice Marscheck aber gut zu sein. „In diesem Jahr wollten wir uns bei 6,40 bis 6,50 Metern stabilisieren, sie sollte erfahrener werden, die Scheu verlieren.“ Mit einem „Ausreißer“ in Richtung der B-Norm hatte Markus Czech gerechnet. Mit mehr nicht. „Die Geschwindigkeit für Weiten um 6,60 Meter hat sie. Kräftigere Athletinnen springen damit 6,80 Meter, aber meine ‚Kleene‘ doch nicht“, erzählt Markus Czech lachend über seine Gedanken zu Beginn der Saison. Keine unberechtigten - schließlich hat seine „Weitsprung-Anfängerin“ gerade mal um die 30 Weitsprung-Wettkämpfe hinter sich.

Zudem hatte sie im Winter einen herben Rückschlag hinzunehmen gehabt. „Im ersten Wettkampf im Dezember habe ich mir eine Fersen-Prellung im Sprungfuß zugezogen“, erklärt Beatrice Marscheck. „Dann tat mein Rücken wieder weh, danach die Oberschenkelrückseite und dann hatte ich noch eine Zerrung“, fasst sie zusammen und der Trainer ergänzt: „Die Wintersaison war im Eimer.“ Mit fehlendem Vertrauen in den wieder geheilten Körper blieben bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften 6,09 Meter und Rang zwölf - und einiges an Unsicherheit im Hinblick auf den Sommer.

Trainingslager bringt Zuversicht

„Ich wusste nicht genau, wo ich stehe, ob die 6,62 Meter nur ein Ausrutscher waren“, blickt Beatrice Marscheck zurück. Zuversicht sammelte sie wieder im Trainingslager der DLV-Springer in Monte Gordo, wo Trainingsergebnisse auf Weiten um 6,30 bis 6,40 Meter hindeuteten. Auch sonst haben beide von dem gemeinsamen Training der Top-Springer in Portugal profitiert, Markus Czech vor allem durch den Austausch mit den anderen Trainern. Und Beatrice Marscheck erklärt: „Sonst habe ich die anderen Springerinnen immer nur bei Deutschen Meisterschaften gesehen.“ Der Respekt vor den erfahreneren Athletinnen sei vor allem „anstrengend für den Kopf“ gewesen.

Plötzlich gehört Beatrice Marscheck selbst zu diesen guten Springerinnen, das WM-Ticket ist in greifbarer Nähe. Wirklich mit dieser Situation gerechnet haben weder die Springerin noch ihr Coach, der sich selbst als „Hobby-Trainer“ bezeichnet und hauptberuflich als Aus- und Fortbildungsleiter in einem mittelständischen Unternehmen arbeitet. „Sie ist gut vorbereitet auf Ulm“, weiß Markus Czech. Beide hoffen jetzt, dass der WM-Traum in Erfüllung geht, wobei Beatrice Marscheck vor allem noch die Hamburgerin Claudia Tonn und Titelverteidigerin Sophie Krauel aus Jena auf der Rechnung hat, die sie übertrumpfen könnten.

 
 
Im kommenden Jahr nimmt Beatrice Marscheck die EM ins Visier (Foto: Gantenberg)


 
EM Ziel im nächsten Jahr


Und auch andere Springerinnen rechnen sich noch ihre Chancen aus (lesen Sie auch: Weitsprung-Krimi in Ulm erwartet). „Ich hoffe, es sind danach nicht mehr als drei mit A-Norm. Aber selbst wenn ich jetzt noch rausfliege, würde die Welt für mich nicht untergehen“, sagt sie bestimmt. „Ich weiß jetzt, dass ich weit springen kann, und dann wäre die EM im nächsten Jahr mein Ziel.“

Die kontinentalen Titelkämpfe in Barcelona (Spanien; 26. Juli bis 1. August) stehen schon jetzt auf der Prioritäten-Liste für 2010 - gemeinsam mit stabilen Weiten um 6,70 Meter und einem Verbleib im DLV-Kader. Im Winter rückt zuvor das Lehramtsstudium etwas in den Vordergrund, das der Krimi-Fan im kommenden Jahr gerne beenden würde. Derzeit profitiert sie davon, dass sie nicht zu viele Semesterstunden absolvieren muss und so Uni und ihre sechs Trainingseinheiten pro Woche gut unter einen Hut bekommt.

Universiade und dann Ruhe

Erste internationale Erfahrung wird die Garbenteicherin bei der Universiade in Belgrad (Serbien) sammeln, wohin sie direkt nach den Deutschen Meisterschaften reist. „Das wird schon ungewohnt und aufregend - immerhin trage ich zum ersten Mal das Nationaltrikot“, sagt sie. Danach ist erst einmal ein wenig Ruhe mit Gymnastik und lockeren Läufen angesagt. „Für Bea war das in diesem Jahr ein brutaler Saisoneinstieg mit einem Wettkampf an fast jedem Wochenende“, weiß ihr Trainer und Ulrich Knapp fügt hinzu: „Für sie ist es noch schwierig, ganze Wettkampfserien durchzustehen. Da muss sie sich noch mehr stabilisieren.“

Sollte die WM-Nominierung dann feststehen, will das Duo in der Vorbereitung auch verstärkt von DLV-Disziplintrainer Ulrich Knapp und seiner Athletin Bianca Kappler (LC asics Rehlingen) lernen, zu denen der Kontakt sehr gut ist. Am Mittwoch starteten beide Springerinnen zusammen beim Abendsportfest in Pfungstadt und liefen über 100 Meter 12,03 (Beatrice Marscheck) bzw. 12,25 Sekunden (Bianca Kappler).
 
Fliegt Beatrice Marscheck zum WM-Ticket? (Foto: Chai)


 
Ruhig, organisiert, ehrgeizig


In ihrer Freizeit unternimmt Beatrice Marscheck gerne etwas mit ihren Freunden, die hauptsächlich mit ihr gemeinsam trainieren. Sich selbst beschreibt sie als ruhig, aber auch als eine Person, mit der man viel Spaß haben kann. Bei Wettkämpfen ist sie stets in den gleichen Strümpfen und der gleichen Hose am Start, am Ohr sieht man immer die gleichen silbernen Stecker. „Ich bin ehrgeizig und organisiert“, sagt sie, und ihr Trainer kann das nur bestätigen: „Sie kann sich auf das Wichtige zu 100 Prozent konzentrieren, und sie ist die disziplinierteste Athletin, die ich je hatte.“

Beide sind zu einem Gespann zusammengewachsen, bei dem die Chemie stimmt, die eine gemeinsame Sprache gefunden haben. „Ich versuche immer, bei jeder Trainingseinheit dabei zu sein, auch wenn ich selbst dabei nichts zu tun habe. Aber das ist unser gemeinsames Projekt.“

Dieses Projekt soll seinen vorläufigen Höhepunkt am 21. und 23. August finden, wenn der WM-Weitsprung der Frauen stattfindet. Davor gilt es, sich am Wochenende (4./5. Juli) bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm für das Team zu qualifizieren. Wer dort trotz Hitze mehr zittern wird, steht schon fest. „Ich“, ist sich Markus Czech sicher. „Bea weiß was sie will und ich weiß was sie kann. Ich fieber immer total mit.“ Für beide wäre es im Optimalfall ein Testlauf - für Wettkampf und Mitfiebern bei der WM in Berlin.

 
Beatrice Marschecks Weitsprung-Wettkämpfe 2009
 

 
22. Februar Leipzig (Hallen-DM)
 
6,09 Meter (Platz 12)
 
16. Mai Darmstadt (Deutsche Hochschul-Meisterschaften)
 
6,48 Meter (Platz 1)
 
23. Mai Weinheim
 
6,46 Meter (Platz 2)
 
1. Juni Wesel
 
6,73 Meter (Platz 2)
 
6. Juni Bad Langensalza
 
6,24 Meter (Platz 9)
 
20. Juni Baunatal (Hessische Meisterschaften)
 
6,44 Meter (Platz 1)
 
28. Juni Mals (Italien)
 
6,37 Meter (Platz 5)

 

23.06.2009

Beatrice Marscheck düpiert zweimal Konkurrenz

Überlegene Hessenmeisterin über 100 m und im Weitsprung - Adrian Becker zweimal Zweiter

BAUNATAL (ras). Mit souveränen Siegen im 100 m Sprint wie auch im Weitsprung zeigte Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen am Wochenende bei den Hessischen Meisterschaften der Männer, Frauen und Jugend B in Baunatal ihre Extraklasse. Es waren die einzigen Goldmedaillen für die mittelhessischen Teilnehmer. Jedoch erkämpften heimische Athleten noch insgesamt sechsmal Silber und zweimal Bronze. Die Wettkämpfe hatten noch gar nicht richtig begonnen, da zeigte sich Markus Czech, der Trainer von Beatrice Marscheck, bereits ungehalten: "Wie soll man sich für die WM-Teilnahme mit guten Leistungen empfehlen können, wenn die Voraussetzungen nicht gegeben sind." Ursache des Ärgers waren die Absprungbretter der Weitsprunganlagen in dem ansonsten sehr schönen Stadion. Die Auflagefixierungen befanden sich in desolatem Zustand, so dass bei den nachgebenden Balken der Absprung nicht bestens genutzt werden konnte.
Ärger über SprungbalkenDavon unbeeindruckt setzte Marscheck bereits im ersten gültigen Versuch einen Sprung von 6,44 m in die Grube, den sie mit weiteren Sechsmeterweiten untermauerte. "Mit meiner Leistung bin ich zufrieden. Leider hat das schadhafte Brett Weite gekostet und die ununterbrochen wechselnden Winde ließen keinen optimalen Anlauf zu," sagte sie anschließend. Auch mit ihrem ersten ernsthaften Auftritt über 100 Meter konnte die Garbenteicherin überzeugen. Bereits im Vorlauf leuchtete bei leichtem Gegenwind von 0,5 m/s eine Siegerzeit von 11,93 Sekunden auf. Im Finale siegte Marscheck dann unbedrängt in 11,91 vor Sandra Oehme (12,08) von der LG Wetzlar.
Ein Erlebnis der besondern Art verschaffte die Weitsprunganlage den Spitzenspringern wie Adrian Becker. Denn als den noch besten Absprungbalken hatten die Kampfrichter den der Grube am nächsten befindlichen "Schülerbalken" ausgewählt. So landeten die Männer stets gefährlich nahe am Grubenende. Wieder einmal gewann Remigius Roskosch (TV Heppenheim/7,05) vor Becker, dessen bester Versuch mit 6,99 m gemessen wurde. Auch im 110 m Hürdensprint musste sich der LAZ-Athlet in 15,15 Sekunden mit Platz zwei begnügen. Hier siegte Patrik Schnauck (Wiesbadener LV) in 14,71. "Ich bin nicht richtig in den Lauf hinein gekommen," sagte Becker anschließend. Mit dem Speer erkämpfte sich der Troher mit 59,69 m zudem Rang drei.
 

 

06.06.2009

Erster großer Auftritt von Beatrice Marscheck

Bilder: http://theijo.jalbum.net/Bad_Langensalza_2009/

Video: http://www.mdr.de/sport/andere_sportarten/6420726.html

(jth) Die Schafskälte machte sich am vergangenen Samstag beim internationalen Springermeeting der Weltklasse in Bad Langensalza breit. Bei 10 Grad und Dauerregen hatten die Springerinnen und Springer bescheidene Verhältnisse in Thüringen. Für Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich war es der erste Wettkampf, an dem sie auch auf internationale Beteiligung traf. Der Veranstalter hatte in diesem Jahr das beste Frauenfeld in der langen Geschichte der Traditionsveranstaltung am Start.“ Gerade in diesem Jahr sind die Deutschen Frauen besonders stark und deshalb auch in großer Vielzahl hier in Langensalza vertreten. Das wir jedoch so ein bescheidenes Wetter haben, haben die Athletinnen nicht verdient“ so Meetingdirektor Konstantin Krause.

Für die Lehramtsstudentin Beatrice Marscheck verlief der Tag nicht wie gewünscht, denn die Kälte und der Dauerregen machte ihr mächtig zu schaffen und an ein Abrufen der Normalleistung war an diesem Tage nicht zu denken.“ Ich bin nicht in den Wettkampf hinein gekommen und mit jedem weiteren Versuch wurde die Muskulatur immer  kälter. Der erste Versuch  landete bereits bei meine Tagesbestweite von 6,24m, was am Ende Rang neun bedeutete. Ich mag es lieber zu springen, wenn 30 Grad Außentemperatur herrschen“ so Marscheck. Für Trainer Markus Czech war die Veranstaltung trotzdem sehr lehrreich, denn Beatrice muss lernen auch bei solchen Witterungen ihr Leistungspotential abzurufen. „ Heute war es für meine Athletin jedoch sehr schwer, denn nach dem dritten Durchgang war sie bereits unterkühlt. Während dem Wettkampf haben wir den Anlauf um drei Füße reduziert. Sie konnte kein Tempo zum Absprung hin machen. Die Anlaufgeschwindigkeit lag heute mehr als 0,5 m pro Sekunde unter den Werten von Wesel, als sie die 6,73 m gesprungen ist“ so das Statement vom Trainer nach dem Wettkampf. In den nächsten Wochen wird sich die Garbenteicherin verstärk dem Trainingsprozess widmen. „Die Landesmeisterschaften werden wir aus der Trainingsbelastung heraus bestreiten. Eine Woche vor den Deutschen steht noch mal ein Leistungstest mit dem Bundeskader in Italien auf dem Programm, bevor es dann bei der DM um die endgültige Verteilung der WM-Tickets geht“ so Markus Czech.

Unbeeindruckt von den nicht optimalen Bedingungen präsentierten sich die Portugiesin Naide Gomes und die Russin Olga Kucherenko. Naide Gomes flog im zweiten Durchgang auf 6,90 Meter und sicherte sich damit den Sieg. Erst achtmal ist die 29-Jährige bislang weiter geflogen. Zum ersten 7-Meter-Sprung in der Geschichte des Meetings fehlte damit nicht viel. Stark zeigte sich auch Olga Kucherenko, die in jedem ihrer Versuche mindestens 6,65 Meter weit sprang und mit 6,84 Metern als Zweitplatzierte ihre persönliche Bestleistung um zwölf Zentimeter verbesserte.

Hinter der Türkin Karin Melis Mey, die sich im letzten Versuch noch auf 6,77 Meter verbesserte, wurde Sophie Kraul mit 6,60 Metern Vierte. Am vergangenen Wochenende hatte die 24 Jahre alte Deutsche Hallen-Meisterin mit 6,63 Metern die B-Norm für die WM in Berlin (15. bis 23. August) bereits einmal angeboten. Die zweite geforderte Normerfüllung verfehlte sie in Bad Langensalza um zwei Zentimeter. Claudia Tonn (LAV Hamburg; 6,47 m) und Bianca Kappler (LC asics Rehlingen; 6,42 m) landeten auf den Rängen fünf und sechs.
 

Im Feld der Männer flog der Leverkusener Nils Winter im dritten Versuch trotzdem auf 8,12 Meter. Wegen zu starkem Rückwind wird dies allerdings nicht als Norm für die Weltmeisterschaften in Berlin (15. bis 23. August) anerkannt. Als A-Norm werden hierfür einmal 8,15 Meter und als B-Norm zweimal 8,05 Meter gefordert. Seinen weitesten Versuch bei regulären Bedingungen erzielte Nils Winter mit 7,95 Metern.
Überbieten konnte Nils Winters Leistung im Laufe des Wettkampfs kein anderer Athlet, so dass er seinen ersten Sieg beim Weitsprung-Meeting in Bad Langensalza feierte.

Auch dem Briten Christopher Tomlinson und Sebastian Bayer aus Bremen gelangen Sprünge, die erst jenseits der 8,00 Meter endeten. Bei 2,1 Metern/Sekunde Rückenwind schob sich Christopher Tomlinson mit 8,10 Metern vor Sebastian Bayer. Der 22-Jährige flog bei seinem ersten Wettkampf seit seinem „Wundersprung“ bei den Hallen-Europameisterschaften auf 8,02 Meter und konnte damit die Normanforderungen für die WM in Berlin noch nicht erfüllen. Gleiches gilt für den Münchner Oliver Koenig, der mit 7,99 Metern auf Rang vier trotzdem andeutete, dass die Norm für ihn möglich ist.Für Sebastian Bayer war es trotz verpasster Norm ein gelungener Start in die WM-Saison. "Ich bin sehr zufrieden, dass es 8,00 Meter geworden sind, nachdem ich im Mai mehr im Bett als in der Sandgrube war", sagte der 22-Jährige. "Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Wettkampf." Im vergangenen Monat hatten ihn erst eine Mandelentzündung, dann Fußprobleme und später eine Mittelohrentzündung gestoppt, weshalb er in der Vorwoche den geplanten Wettkampf im niederländischen Hengelo streichen musste.

Bessere Leistungen wurden am Samstag durch Nieselregen und vor allem durch kalte Temperaturen verhindert. "Dafür war es heute definitiv einfach zu kühl", sagte auch DLV-Sportdirektor Jürgen Mallow.

 

 

 

 

03.06.2009

"Die Scheu verloren"

Quelle: Leichtathletik Nr. 22

 

01.06.2009

Beatrice Marscheck erfüllt WM-Norm für Berlin

-Sensationeller Sprung auf 6,73 m / Hessenrekord

Bild: Dirk Gantenberg

(jth) Mit einem Paukenschlag endete am Pfingstmontag das 15. Weseler Springermeeting im Weseler Auestadion. Im Konzert der Großen war auch erstmalig Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich dabei. Mit 6,73 m löste sie im dritten Versuch, mit einem perfekten Sprung das Ticket für die WM in Berlin. Das Meeting hat sich in den letzten Jahren zu einem Treffpunkt der besten deutschen Weit- und Dreispringer/-innen entwickelt. Regelmäßig nehmen auch internationale Springerstars wie der Weitsprung Vizeweltmeister James Beckford (Jamaica) am Weseler Springermeeting teil.

Der Wettkampf startetet für die Lehramtsstudentin gleich mit neuer Saisonbestleistung von 6,54 m. „ Ich bin einfach super gestartet und war damit sehr zufrieden. Ich spürte, dass heute was drin ist und 6,65 m sollten es bei dieser familiären Atmosphäre und der ausgezeichneten Stimmung im Stadion schon sein. Der Moderator war genial und spielte immer wieder Musik zwischen den Versuchen der Springerinnen ein“ so die deutsche Hochschulmeisterin.

Nach dem dritten Durchgang kam für die Fans zu Hause erstmal nur eine kurze SMS von Trainer Markus Czech an: „ Wir fahren nach Berlin: 6,73 !!!! Gültiger Wind“. Was war im Auestadion zu Wesel passiert. Um die Norm für Berlin zu erreichen müssen die Athletinnen 2x die B-Norm von 6,62m oder einmal die 6,72m springen. Beatrice Marscheck deutete bereits bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften mit dem Sieg von 6,48 m und bei der ersten WM-Quali in Weinheim mit 6,46 m an, dass sie in einer blendenden Form ist. Nachdem sie im vergangenen Jahr beim Springermeeting in Dillingen mit 6,62m neuen Hessenrekord gesprungen war, wurde auch Bundestrainer Ulli Knapp auf die Garbenteicherin aufmerksam.

„Nachdem ich bereits im ersten und zweiten Durchgang (6,54 m / 6,20 m) die Nervosität abgelegt hatte, ging es nun um die Wurst. Die Zuschauer, die an der Grube auf einer Zusatztribüne gesessen hatten, erwarteten mit rhythmischen Klatschen  meinen dritten Sprung. Der Sprung fühlte sich gut an, es passte einfach alles. Eine Weite um die 6,60 – 6,70 könnte es nach der Weitenangabe an der Grube gewesen sein, doch als auf der Weitenanzeige 6,73 m und die A-WM-Norm aufblinkte, konnte ich es im ersten Moment selber nicht glauben. Es ist der Hammer! Zudem noch ein neuer Hessenrekord“ so Beatrice Marscheck.

„Ich brauche erst mal ein bisschen Zeit um dies zu verdauen. Nachdem Bea in Darmstadt bei den Hochschulmeisterschaften 6,48 m ohne Brett gesprungen ist, wusste ich, dass sie 20 cm draufpacken kann. Sie war heute die schnellste Weitspringerin mit einer Anlaufgeschwindigkeit von 9,45 m pro Sekunde. Hier sehe ich aber für die nächsten Aufgaben noch Reserven“ so der Coach.

Den vierten Durchgang hatte das Duo Marscheck/Czech dann erst mal ausgelassen. „Als Beatrice dann im fünften Versuch mit 6,39 m  mehr als einen Fuß verschenkte und die Spannung raus war, verzichteten wir auf den letzten Durchgang“ so Trainer Markus Czech.

Aber auch die anderen Deutschen Weitspringerinnen waren in absoluter Bestform, denn die Rehlingerin Bianca Kappler (Bestleistung 6,90m) sprang nach ihrem Achillessehnenabriss im vergangenen Jahr im fünften Versuch mit 6,81 m so weit wie seit fast zwei Jahren nicht mehr  und sicherte sich damit den Sieg in Wesel.

Die Hamburgerin Claudia Tonn segelte als Dritte mit 6,71 Metern, die sie im ersten versuch erzielte, nur um einen Zentimeter an der A-Norm  vorbei. Sie musste sich mit ihrer ersten Erfüllung der B-Norm von 6,62 Metern ebenso begnügen wie die Deutsche Meisterin Sophie Krauel (TuS Jena; 6,63 m). Die B-Norm übertraf zum ersten Mal in diesem Sommer auch die Hamburgerin Anika Leipold mit 6,67 Metern (Wind: +1,2 m/sec). Sie gewann einen weiteren Weitsprung-Wettkampf, der beim Springer-Meeting auf dem Programm stand. Die Bestmarke der früheren U20-Vize-Weltmeisterin lag bislang bei 6,55 Metern, vor drei Jahren ebenfalls in Wesel gesprungen.

Nach diesem Weiten-Festival kann man bereits optimistisch davon ausgehen, dass bei der WM in Berlin drei deutsche Weitspringerinnen dabei sein werden. Neben Bianca Kappler und Beatrice Marscheck gibt es nach diesem Wochenende gleich vier Athletinnen, die die B-Norm nur noch ein weiteres Mal springen müssen. Dazu gehört auch die Wattenscheiderin Karoline Köhler.„Es wird am nächsten Wochenende in Bad Langensalza wieder ein ähnliches Meeting geben und die Mädels werden wieder die WM-Norm angreifen. Es bleibt spannend um die Tickets. Sollten mehrere die Norm von 6,72 überbieten, wir der Bundestrainer und der DLV die Auswahl treffen müssen“ so Trainer Markus Czech.

Auch LAZ-Chef Eckhard Paul war aus dem Häuschen „Eine WM-Teilnehmerin hatten wir noch nicht im LAZ. Noch am Pfingst-Freitag/Samstag hat Bea bei unserem Mehrkampfmeeting zwei Tage lang die Zehnkampfriege der Männer betreut. Sie war da schon sehr selbstbewusst, dass sie es aber nun geschafft hat, gleicht fast einer Sensation für die Giessener-Leichtathletik“.

Die DLV-Männer segelten in Wesel knapp an den Normen vorbei. Unter diesen Vorzeichen landeten die Männer in Wesel im Schatten der Frauen. Der Tübinger Peter Rapp (8,04 m) verpasste beim Weitsprung-Sieg über den Leverkusener Nils Winter (8,01 m) die B-Norm von 8,05 Metern nur um einen Zentimeter.  Dreispringer Charles Friedek (Team Referenznetzwerk Leverkusen; 16,97 m) fehlten seinerseits winzige drei Zentimeter zur niedrigeren Vorgabe.

15. Weseler Springermeeting

Am Pfingstmontag, den 01. Juni 2009

Frauen

Weitsprung Vor-/Endkampf 01.06.2009

1.Kappler, Bianca 77 LC Asics Rehlingen

 6,81 m +1,1 6,50 6,52 6,61 4,98 6,81 6,58 +1,1 -0,4 +1,1 +0,0 +1,1 +1,3

2.Marscheck, Beatrice 85 LAZ Gießen

6,73 m +1,4 6,54 6,20 6,73 - 6,39 --0,5 -0,3 +1,4 - -0,0 -

3.Tonn, Claudia 81 LAV Hamburg Nord

6,71 m +1,5 - 6,71 6,58 x x 6,43 6,50 +1,5 +1,0 x x -1,1 +0,1

4.Krauel, Sophie 85 TUS Jena

6,63 m +0,4 x x 6,63 x x 6,55 x x +0,4 x x -1,0

5.Westhof, Urszula 77 LG Nike Berlin

6,39 m +0,0 5,89 6,24 6,33 6,39 6,26 6,35 -0,5 +0,7 -0,4 +0,0 +1,1 -0,9

6.Dies, Angela 84 TSV Bayer Leverkusen

6,38 m -0,3 6,22 6,38 x 6,32 x 6,38 -0,4 -0,3 x +0,5 x +0,3

7.van Bühren, Kathrin 82 TSV Bayer Leverkusen

 6,35 m +0,1 6,30 x x x 4,45 6,35 -0,7 x x x -0,2 +0,1

8.Schulte, Sofia 76 SCE Hamm

6,23 m -0,2 6,15 6,07 6,23 x 6,01 5,92 -0,4 +0,4 -0,2 x +0,0 +0,8

 

24.05.2009

Lisa Magel "knackt" die 5.000 Punkte im Siebenkampf

(jth) Im Baden Württembergischen  Bernhausen knackte Lisa Magel vom LAZ Giessen / SV Garbenteich  mit 5014 Punkte beim Nationalen Jugend-Mehrkampfcup erstmals die Schallmauer der 5000er Grenze im Jugendbereich und empfahl sich damit für die nächsten Mehrkampf in der Saison.  Der Troher Adrian Becker vom LAZ / TV Gr.-Buseck musste den Junioren-Zehnkampf nach dem ersten Tag wegen einer Fersenprellung aufgeben.

Lisa Magel startete nicht optimal in den Siebenkampf, denn mit 15,09 sec auf der 100 m Hürdenstrecke hatte sie sich und ihr Trainer Philipp Schlesinger etwas mehr erhofft. „ Wir wollten die 15 er Marke knacken, obwohl sie als B-Jugendliche hier in Bernhausen über die A-Jugend-Hürden musste. Lisa ist zu einer echten Mehrkämpferin herangereift, denn Disziplinen, die nicht optimal laufen, müssen sofort abgehackt werden“ so Schlesinger. Diese Vorgabe setzte Die Ostschülerin sofort um, denn im Hochsprung verbesserte sie ihre Bestleistung auf ausgezeichnete 1,73 m. Es folgte im Kugelstoßen mit 10,77 m einen erneute Bestleistung und beim abschließenden 200m Lauf blieb die Uhr mit Bestzeit bei 25,72 sec stehen. So standen nach dem ersten Wettkampftag 3128 Zähler auf dem Konto und der vierte Rang in einer absoluten Spitzenbesetzung war unter Dach und Fach. Der zweite Wettkampftag startete wieder mit einer neuen Bestleistung, denn mit 5,41 m sprang die Steinbacher-Abiturientin so weit wie noch nie. „ Es läuft bei mir einfach bei diesem Siebenkampf, das Weitsprungergebnis hatte sich bereits in den letzten Wettkämpfen angedeutet, denn hier landete ich auch über der 5 m Marke“ so Lisa Magel. Nach neuem Hausrekord im Speerwurf mit 30,28 m musste der abschließende 800m Lauf über die 5000 Punkte entscheiden. „ Lisa muss unter 2:28 laufen, dann hat sie es gepackt “ so die gemeinsame Vorgabe des Duos Magel/Schlesinger. „ Die Hitze machte mir sehr zu schaffen, als ich auf den letzten 100 Metern noch gestolpert bin, dachte ich, ich schaffe es nicht mehr, doch die Uhr bleib bei 2:27,07 min stehen und 5014 Zähler hatte ich mit hart erkämpft“ so eine erschöpfte aber glückliche Lisa Magel. In der Endabrechnung belegte sie im Gesamtklassement in der Einzelwertung den 13. Rang. „Wir sind absolut zufrieden und auf dem richtigen Weg für die Saison 2009“ so das Schlussresümee von Trainer Philipp Schlesinger. In der Hessenteamwertung holte sie sich mit den Kolleginnen Carolin Schäfer ( LG Eintracht/Frankfurt / 5.614) und Christiane Kiffe ( ASC Darmstadt / 5.106)  knapp den Sieg mit 15.734 Punkten vor Nordrhein 15.724 Punkten und Baden Württemberg I mit 15.351 Zählern.

Adrian Becker  startete verheißungsvoll in das Abenteuer Zehnkampf, denn  mit 11,28 sec auf der 100 m Sprintstrecke und einem Weitsprungergebnis von 6,82 m konnte er ganz zufrieden sein. Es folgten 11,48 m mit der Kugel und dann schwache 1,73 m im Hochsprung. "Ich habe schon Höhen jenseits der 1,90 m überquert, doch eine Fersenprellung  hinderten mich an einem besseren Ergebnis " so Becker. Die Konsequenz war nun für ihn klar, denn mit dieser Form der Verletzung war an eine Fortführung des Wettkampfes nicht zu denken. „ Ich werde nun versuchen bei unserem LAZ-Mehrkampfmeeting an Pfingsten die 7000 er Marke zu knacken, denn dann erhalte ich eine Einladung für das Mehrkampfmeeting nach Rathingen “ so der Troher-Lehramtsstudent.

 

23.05.2009

Marscheck bei Kurpfalz-Gala in Weinheim erfolgreich

Mehr Bilder unter: http://laz-giessen.de/guteBlende/LA.htm

(jth) Die Kurpfalz-Gala in Weinheim stand am Samstag im Fokus der besten deutschen Weitspringerinnen, denn für den ersten WM-Testwettkampf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) hatten sich bei den Frauen gleich einige der bekannten Namen angesagt. Die WM-Fünfte Bianca Kappler (LC Asics Rehlingen), Claudia Tonn (LAV Hamburg-Nord), Melanie Bauschke (LG Nike Berlin), die Deutsche Meisterin Sophie Krauel (TuS Jena) und die deutsche Hochschulmeisterin Beatrice Marscheck ( LAZ Gießen / SV Garbenteich) nahmen einen ersten Anlauf auf die vom DLV als A- bzw. B-Norm für die WM in Berlin (15. bis 23. August) geforderten 6,72 bzw. 6,62 Meter.

„ Ich war schön mächtig angespannt vor den ersten Sprüngen, denn bei dem Stelldichein in Weinheim richteten sich nach dem Erfolg bei den Hochschulmeisterschaften mit 6,48 m die Augen auch auf mich, was eine eher ungewohnte Situation darstellt“ so  Beatrice Marscheck. Die Lehramtsstudentin aus Garbenteich zeigte nach außen hin ein souveränes Auftreten und Bundestrainer Ulli Knapp sah im ersten Sprung eine Weite von 6,10 m. „ Bea musste sich erst einmal mit der Anlage vertraut machen. Hinzu kam noch, dass ein ständiger Gegenwind von bis zu 3 m pro Sekunde durch das Stadion blies“ so ihr Trainer Markus Czech. „Meine Konkurrentinnen hatten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Nach dem ich im zweiten Durchgang bei 6,36 m landete und plötzlich in Führung lag, legte sich dann jedoch die Nervosität, denn ich hatte super in den Wettkampf hineingefunden“ so Marscheck. Es herrschten wechselnde Windverhältnisse im Sepp-Herberger-Stadion, doch die beeindruckte Beatrice Marscheck nicht, im dritten Durchgang sprang sie 6,46 m weit und bestätigte damit ihre 6,48 m vom vergangenen Wochenende bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften.

Es folgte im vierten Versuch 6,16 m und ein ausgelassener fünfter Durchgang. „ Keine der DLV – Konkurrentinnen konnte Bea bis dahin schlagen. Ein Indiz dafür, dass sie mit 6,46 m eine super Weite angeboten hatte, so Markus Czech. Im letzten Durchgang sprang dann jedoch die Deutsche Meisterin des vergangenen Jahres Sophie Krauel ( TuS Jena) in einem perfekten Sprung auf die Siegesweite von 6,60 m“ so der Trainer.  Die Rehlingerin Bianca Kappler sicherte sich mit 6,44 m die Bronzerang und die  Berlinerin Melanie Bauschke gewann die U23-Konkurrenz  mit 6,33 m. „ Es ist ein gutes Gefühl gegen die DLV-Spitze zu bestehen, jetzt kann ich die nächsten Aufgaben entspannter angehen. Für den Pfingstmontag habe ich eine Einladung zum internationalen Springermeeting in der nordrhein-westfälischen Stadt Wesel erhalten und am draufkommenden Samstag steht der dritte Normwettkampf beim traditionellen Weitsprungmeeting der Weltklasse  in Bad Langensalza ( Thüringen) auf dem Programm. Doch als kurzfristig stehen jetzt erst einmal Physiotherapie und die Unterstützung bei unserem LAZ-Mehrkampfmeeting am kommenden Freitag/Samstag auf dem Terminplan“ so eine zufriedene, vereinsorientierte  und bescheidene  Beatrice Marscheck.  

 

Weitsprung A Vor-/Endkampf                                      23.05.2009

 1.Krauel, Sophie              85 TuS Jena                          6,60 m       

             x     6,34   6,12   6,37    -     6,60

                  +0,2   -1,6   +0,6          +0,8  

 2.Marscheck, Beatrice         85 LAZ Gießen                        6,46 m       

            6,46   6,10   6,36   6,16    -      -  

           -1,1   -1,3   -1,1   +0,1          +0,1  

 3.Kappler, Bianca             77 LC asics Rehlingen                6,44 m       

            6,27   6,17   6,23   6,44    -     6,39

           -1,1   -1,2   -1,1   +2,2   +0,7   +1,0  

 4.Tonn, Claudia               81 LAV Hamburg Nord                  6,43 m       

             -     6,43   6,07    x     6,28   6,31

                  -1,2   -1,0          +0,6   +0,5  

 5.van Bühren, Kathrin         82 TSV Bayer 04 Leverkusen           6,38 m       

             x      x     5,92    x     4,09   6,38

                         -1,4          -1,4   +0,5  

 6.Dies, Angela                84 TSV Bayer 04 Leverkusen           6,25 m       

            6,04   6,12    x     6,25   4,71   6,08

           -1,2   -1,3          +1,6   -0,2   +0,6  

 7.Westhof, Urzula             77 LC Nike Berlin                    5,95 m       

            5,88   5,64   5,95    x     5,86   5,95

           -1,3   -4,1   -1,3          -0,1   +0,0  

 

 

17.05.2009

Beatrice Marscheck ist Deutsche Hochschulmeisterin 2009

(jth) Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich gelang bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften in Darmstadt der erste „Kracher“ der Saison, die Lehramtsstudentin, die an der Justus-Liebig-Universität Gießen studiert und für die Wettkampfgemeinschaft Gießen ( Uni + FH) am Start war, holte sich mit 6,48 m im Weitsprung ihren zweiten Deutschen Hochschulmeistertitel nach 2008. Damit liegt die Qualifikation für das große Ziel, die Weltmeisterschaft im August in Berlin, nicht mehr so weit in der Ferne.

Für die Athletin von Markus Czech, die erst vor fünf Tagen mit dem B-Kader des Deutschen Leichtathletikverbandes aus dem Traininglager aus Monte Gordo in Portugal zurück gekehrt, stand im Bürgerpark der Saisoneinstand auf dem Programm.

Beatrice Marscheck startete mit 6,28 m im ersten Versuch ausgezeichnet in den Wettkampf. Es folgte ein zweiter Versuch mit 6,15 m und bereits im dritten Durchgang landetet die Studentin bei 6,36 m. „ Bereits nach dem Vorkampf war ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen, denn „Bea“ hätte mit allen Sprüngen gewonnen“ so Trainer Markus Czech. Die Zugabe und die Bestätigung der Vorkampfleistung folgte dann im Endkampf, denn nach 6,36 m und einem ungültigen Versuch, landetet die Garbenteicherin im letzen Durchgang bei ausgezeichneten 6,48 m, was derzeit den zweiten Rang in der aktuellen DLV-Bestenliste bedeutet. In der internationalen Weltbestenliste der IAAF lieg die LAZ-Athletin derzeit auf dem 28. Rang.

„Der heutige Tag war ein ziemlich guter Saisonstart. Ziel war eine Weite um die 6,40-6,45m. Mit den 6,48m und der Platzierung bin ich mehr als zufrieden, denn es ist bereits zum Saisoneinstand  keine "gewöhnlichen Weite“ um die 6,30m. Jetzt kann ich sehr selbstbewusst in die nächsten Wettkämpfe gehen und muss keine der DLV-Konkurrentinnen fürchten. Die, müssen jetzt nachziehen “ so die Hochschulmeisterin Beatrice Marscheck. Auch Trainer Markus Czech äußerte sich positiv: “Ich bin über den heutigen Tag sehr glücklich. Wir haben nicht viele Fehler in der Saisonvorbereitung gemacht. Wir haben etliche Dinge umstellt und angepasst, da kann auch viel daneben gehen ! Offensichtlich hielt sich das aber in Grenzen. Wir haben  heute das erste mal den langen Anlauf getestet und sind für die Saison guter  Hoffnung, dass wir eine Konstanz auf dem Brett erreichen. Nächsten Samstag trifft Bea auf die DLV-Konkurrenz in Weinheim. Hier ist der erste Normwettkampf. Um die Norm für Berlin zu erreichen müssen die Athletinnen 2x die B-Norm von 6,62m oder einmal die 6,72m springen.  Danach geht es nach Wesel und Bad Langensalza.

Für das ASKINA in Kassel sind wir auch eingeladen “ so Coach Markus Czech .Auf dem zweiten Rang platzierte sich Kristine Skupin (WG Magdeburg) mit 6,11 m vor Nadja Käther (WG Hamburg), die 6,09 m weit sprang.

Der Troher Mehrkämpfer Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck war auch in zwei Disziplinen in Darmstadt am Start. Mit 7,20 m im Weitsprung erreichte er seinen bestes Einzelresultat. „ Ich bin zufrieden, denn meinen Sprünge landen derzeit konstant über der Siebenmetermarke. Der Zehnkampf nächste Woche in Bernhausen kann kommen“ so Adrian Becker. Als zweite Disziplin stand für den Grundschul-Lehramtsstudenten der Speerwurf auf dem Tableau. Das 800 gr. schwere Wurfgerät landete bei 53,96 m was zu Rang sieben reichte. „ Bei Addi hätten 3-4m mehr drin sein können. Ihm hat aber der Ellenbogen vom Krafttraining ein bisschen weh getan“ so Trainer Czech. Zufrieden sein konnte auch LAZ – Athlet Rouven Höfer, denn mit Rang zehn im Speerwurf, mit 52,05 m und 6,31 im Weitsprung gelang Ihm ein guter Saisoneinstand.

 

09.05.2009

DMM / DJMM 2009

(jth) Zufrieden kehrten die LAZ –Trainerinnen und Trainer von den Hessischen DMM und DJMM Landesmeisterschaften in Neu-Isenburg zurück.

Die Mannschaftswettbewerbe in der Leichtathletik stellen für die Trainer und Betreuer eine große Herausforderung dar, gilt es doch, die Athletinnen und Athleten so einzusetzen, dass am Ende möglichst viele Punkte herausspringen; und da ist ein glückliches Händchen gefragt, darf man doch jeden Athleten  nur in drei Disziplinen einsetzen.

„Wir wollen keine Athletin und Athleten besonders hervorheben, denn es gab in allen drei Klassen geschlossene Teamleistungen. Das LAZ muss jedoch schon lange in die Vergangenheit zurückschauen     als drei Team bei einer hessischen Mannschaftsmeisterschaft dabei waren“ so Reinhard Böttner am Ende der Veranstaltung.

In der Männer-Landesliga sammelte die Truppe um den „Leitwolf“ Adrian Becker 10.879 Zähler und belegte in einem spannenden Wettkampf am Ende hinter der LG Neu-Isenburg ( 11016) und dem TV Gelnhausen ( 10974 ) einen ausgezeichneten dritten Rang. Eifrigster Punktesammler war der Troher-Mehrkämpfer Adrian Becker, der mit einer ausgezeichneten Frühform aus dem Trainingslager in Nizza zurückgekehrt ist. 11,32 sec auf der 100 m Distanz , übersprungenen 1,90 m im Hochsprung und ein super Satz im Weitsprung auf 7,06 m lassen auf eine gute Zehnkampfsaison hoffen. Rouven Höfer brachte sich mit 52,49 sec im 400 Meterlauf sowie 34,07 m mit dem Diskus in die Teamwertung ein. Ronny Blaschek mit überfloppten 1,90m im Hochsprung und Patrick Haltermann mit 2:00,67 min auf der  800 m Distanz und 17:41,31 min im abschließenden 5.000 m Lauf rundeten die positive Teamleistung ab. „ Es hat heute wieder richtig Spaß gemacht, für die Mannschaft Punkte einzufahren.“ so Adrian Becker, der am 22/23. Mai seinen ersten Zehnkampf der Saison in Bernhausen bestreiten wird.

Stolz kann man im LAZ auf die A-Jugend-Truppe sein, denn hier ist es nicht so leicht alle Disziplinen zu besetzen. In der Schlussrechnung landeten die Jungs mit 11.346 Zählern auf einem vierten Rang hinter den starken Mannschaften der LG Eintracht-Frankfurt ( 15.917 ) , der Startgemeinschaft Darmstadt-Pfungstadt ( 15.025 ) der Startgemeinschaft Limburg-Weilburg mit 14.878 Punkten . Christoph Schäfer konnte sich mit drei guten Ergebnissen in das Team einbringen. Mit seinen übersprungenen 1,76 m im Hochsprung, 16,20 sec im 110 m Hürdenlauf und übersprungenen 3,30 m im Stabhochsprung setzte er wertvolle Akzente und startet damit in eine erwartungsvolle Saison. Isam Ammour sprintete 11,71 sec auf der 100 m Distanz, Maximilian Schlesinger warf den Speer auf 40,83 m  und Felix Jelli sprang 6,49 m weit. Dennis Bock zeichnete sich für die Ausdauerleistungen verantwortlich, denn mit 3:07,28 min auf der 1000m Strecke und 11:38 min auf der anschließenden 3000 m Distanz hatte er  wohl das anstrengendste Programm zu meistern. „Ein absolutes Rumpfteam hat das Beste aus seinen Möglichkeiten gemacht und in anbetracht der Tatsache das mehrere Leistungsträger ausgefallen sind einen ordentlichen vierten Platz erkämpft. Gegen eine Übermacht aus Frankfurt, Darmstadt und Limburg-Weilburg war nichts auszurichten. Die Maßgabe an die Jungs war, dass sie es locker angehen lassen und einfach Spaß haben sollten “ so der Teambetreuer Stefan Volk.

Auch die weibliche B-Jugend des LAZ Giessen war in Neu-Isenburg am Start und kehrt als Vize-Hessenmeisterinnen die Heimfahrt an. Die Truppe zeigte eine geschlossene Teamleistung, doch Ann-Christin Strack und Lisa Magel sind hervorzuheben, denn sie sammelten mit Abstand die meisten Punkte für die Mannschaft. Lisa Magel blieb mit 14,83 sec deutlich unter der Schallmauer von 15 Sekunden und überfloppte zudem im Hochsprung 1,66m. Stark verbessert zeigte sie sich auch im Speerwurf mit 30,08 m, so dass auch sie in diesem Jahr auf einen tolle und aussichtsreiche Siebenkampfsaison blicken kann. Ann-Christin Strack, die in diesem Jahr in die B-Jugend aufgerückt ist zeigte sich wieder in blendender Frühform im Sprintbereich. Auf der 100 m Distanz blieben die Uhren für sie bei 12,49 sec stehen und im 100 m Hürdenlauf stoppten die Kampfrichter für die Athletin von Philipp Schlesinger 15,39 sec. Mit 4,96 m im Weitsprung verfehlte sie nur knapp die 5 er Grenze, was aber in der laufenden Saison noch deutlich zu schaffen sein sollte.

 

22.02.2009

Beatrice Marscheck in Leipzig bei Hallen-DM am Start

(jth) In der Leipziger Leichtathletik-Arena ermittelten die deutschen Leichtathleten am vergangenen  Wochenende ihre nationalen Titelträger unter dem Hallendach. Mit im Konzert der Großen war auch Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich. Sie vertrat als einzige heimische Athletin, trotz nicht optimalen Voraussetzungen, die Giessener Farben im weiten Rund und belegte im Weitsprung mit 6,09 m den zwölften Rang.

Um 12 Uhr am Sonntag als sich die Giessener auf den Faschingumzug vorbereiteten, startetet das siebzehnköpfige Weitsprungfeld der Damen in den Wettkampf um ihre Meisterin unter dem Hallendach zu küren. „Bei diesen Meisterschaften war alles am Start, was Rang und Namen hatte und da ich in dieser Saison wegen Verletzungspech noch keinen Wettkampf bestreiten konnte, war die Ausgangslage nicht so prickelnd. Ich springe noch nicht aus vollem Anlauf, somit kann ich noch nicht die Anlaufgeschwindigkeit aufbauen, die eigentlich notwendig wäre“  so Beatrice Marscheck. Der Wettkampf startete jedoch verheißungsvoll, denn im ersten Versuch lag sie mit 6,02 m im Soll. Es folgten im zweiten Versuch ein Satz auf 6,07 m. Die Konkurrentinnen zeigten hier jedoch schon ihre Klasse und sprangen bereits deutlich über die 6,40 m Marke. „Im dritten Versuch musste jetzt also eine Weite von 6,20 m  her um den Endkampf zu erreichen. Sie musste alles auf eine Karte setzen “ so die klare Anweisung des Trainer Markus Czech. Mit 6,09 m steigerte sich Beatrice Marscheck zwar ein drittes mal und hatte keinen ungültigen Versuch vorzuweisen, doch für den Endkampf fehlten eben diese elf Zentimeter.

„Wir hätten uns eigentlich eine Weite zwischen 6,20 und 6,30 vorgestellt, doch die fehlende Wettkampfpraxis und der ständige Gedanke, ob die auskurierte Verletzung hält waren Einflüsse auf die Psyche. Die Sprünge waren noch zu vorsichtig, gerade am Absprungbalken fehlte der Kick, obwohl es technisch saubere Sprünge waren. Das wichtigste ist jedoch, dass Bea gesund von Leipzig die Heimreise antreten kann“ so der Trainer.

Es gewann Sosthene Moguenara (TV Wattenscheid) mit Saisonbestleistung von  6,54 m vor Melanie Bauschke  (LG Nike Berlin) mit 6,51m und Sophie Kraul  (TUS Jena  / 6,48m). „ Ich bereite mich jetzt intensiv auf die Freiluftsaison vor, hier hoffe ich wieder an die Bestweiten vom Sommer des vergangenen Jahres anknüpfen zu können. Anfang Mai starte ich mit dem Bundeskader in ein zweiwöchiges Trainingslager nach Portugal und danach geht es dann um die Qualifikationen der großen Meisterschaften im Leichtathletik-Sommer 2009 “ so Bea Marscheck.

 

Rang

Bib

Athlet

Nation

Ergebnis

 

 

1

471

MOGUENARA, Sosthene
TV Wattenscheid 01

 GER

6.54  

 

SB

2

53

BAUSCHKE, Melanie
LG NIKE BERLIN

 GER

6.51  

 

 

3

401

KRAUEL, Sophie
TuS Jena

 GER

6.48  

 

SB

4

55

GUTOWICZ-WESTHOF, Urszula
LG NIKE BERLIN

 GER

6.44  

 

 

5

258

DIES, Angela
TSV Bayer 04 Leverkusen

 GER

6.43  

 

 

6

184

TONN, Claudia
LAV Hamburg-Nord

 GER

6.37  

 

=SB

7

333

KAPPLER, Bianca
LC asics Rehlingen

 GER

6.28  

 

 

8

172

LEIPOLD, Annika
Athletik Team Hamburg

 GER

6.20  

 

 

9

141

ATSCHKINADZE, Xenia
LG Eintracht Frankfurt

 GER

6.17  

 

 

10

294

VAN BÜHREN, Kathrin
TSV Bayer 04 Leverkusen

 GER

6.16  

 

 

11

189

KESSELSCHLÄGER, Sonja
SC Neubrandenburg

 GER

6.12  

 

 

12

164

MARSCHECK, Beatrice
LAZ Gießen

 GER

6.09  

 

 


 
Athlet Att 1 Att 2 Att 3 Att 4 Att 5 Att 6
MOGUENARA, Sosthene 6.35 6.00 6.54 6.41 6.43 X
BAUSCHKE, Melanie 6.40 X 6.51 5.97 6.49 6.40
KRAUEL, Sophie 6.44 6.34 X 6.35 6.48 X
GUTOWICZ-WESTHOF, Urszula 6.41 6.12 6.23 6.44 6.31 X
DIES, Angela X 6.28 6.18 6.33 6.43 X
TONN, Claudia X 6.31 X 6.37 X 3.01
KAPPLER, Bianca 6.16 6.15 6.17 6.28 6.12 X
LEIPOLD, Annika X 6.10 6.20 2.77 X 6.04
ATSCHKINADZE, Xenia 6.12 6.16 6.17      
VAN BÜHREN, Kathrin 5.96 6.16 6.10      
KESSELSCHLÄGER, Sonja X X 6.12      
MARSCHECK, Beatrice 6.02 6.07 6.09      
RATH, Claudia 6.00 6.09 X      
KÄTHER, Nadja X 6.04 X      
OESER, Jennifer 5.84 5.84 5.92      
BECKER, Annika 5.89 X X      
NEUBAUER, Anne X 5.70 X    

 

01.02.2009

Lisa Magel bei Mehrkampf-DM aktiv

(jth)  Die deutschen Mehrkampfmeisterschaften der weiblichen Jugend B sollten der erste große Saisonhöhepunkt für Lisa Magel vom LAZ Giessen / SV Garbenteich werden, denn im Vorfeld hatte die Steinbacherin das viert beste Meldeergebnis vorzuweisen. „ Das Glück war nicht auf unserer Seite in den letzten zwei Wochen“ so Trainer Philipp Schlesinger, denn bereits zu den hessischen Jugendmeisterschaften musste die Ostschülerin passen. „ Eine Grippe hatte mich lahm gelegt, es ging gar nichts mehr“ so Magel. Geschwächt von diesem Infekt konnte sie dann die letzten Tage vor der DM noch trainieren, doch die Entscheidung ob die DM in Hamburg in Angriff genommen wurde viel erst einige Tag vor dem Wettkampf.

Der Wettkampf fing sehr gut an, denn mit 9,02 sec auf der 60m Hürdenstrecke hatte sie das fünft beste Ergebnis eingefahren und die ersten 906 Zähler auf dem Konto verbucht. Als zweite Disziplin war dann einer ihrer Paradeübungen, der Hochsprung an der Reihe. Doch an diesem Tage schien das Spiel mit Absprung, Lattenquerung und Landung nicht zu funktionieren. „ Ich bin bei 1,48 m eingestiegen, eine Höhe die ich unter normalen Umständen locker und sicher meistere. Doch heute sollte es nicht sein und ich blieb ohne Höhe“ so eine sichtlich enttäuschte Lisa Magel.„ Es lief einfach nicht bei ihr, sie war zu langsam beim Absprung, der Abstand zur Latte sah gut aus, noch ich kann es mir nicht erklären, warum sie einen Nuller fabrizierte. Mit einer normalen Leistung wäre sie in der Zwischenwertung auf Rang fünf gewesen “ so der ratlose Coach.

Doch aufgeben gilt nicht so die Devise des Duos Magel/Schlesinger. „ Ich mache trotz des Nullers weiter“ so Lisa Magel, was ihr vom ihrem Trainer großen Respekt einbrachte. Im Kugelstoßen lag sie dann mit 9,34 m im Rahmen des Möglichen. Als vierte Disziplinen stand der Weitsprung auf der Tagesordnung. Hier gelang ihr dann mit 5,18 m wieder ein „Fünfer“ .

Den Abschluss des Abenteuers „DM in Hamburg“ bildete dann der  800 m Lauf. Hier  lief Lisa Magel in einem engagiertem Rennen noch mal eine 2:28,85 min, was die drittschnellste Zeit aller Teilnehmerinnen bedeutete und in der Endabrechnung zu 2705 Punkte reichte, was zu Rang siebzehn führte. „ Mit 700 Zählern mehr, mehr auf dem Konto die ich im Hochsprung verloren  habe, wäre Rang sechs bis sieben drin gewesen. Die Reise nach Hamburg war wieder eine Reise um  Erfahrungen zu sammeln“ so Lisa Magel

Vereinskollegin Beatrice Marscheck, die am Sonntag am ERDGAS-Athletics Wettkampf in Leipzig an den Start gehen wollte, musste kurzfristig die Reise absagen. „ nach der Fersenprellung hat sie wohl eine Schonhaltung eingenommen und die Muskulatur im Beckenbereich hat sich etwas verzogen. Das gibt zu viel Zug auf die Rückseite des Oberschenkels. Am Mittwoch haben wir noch ein paar Sprünge aus mittlerem Anlauf gemacht, was eigentlich Standard ist. Bereits nach dem ersten Sprung traten starke Beschwerden auf. Nach Absprache mit dm Bundestrainer Weitsprung haben wir entschieden am Wochenende nicht zu springen und uns auf die DM zu konzentrieren. Jetzt wird eine Woche mit Behandlung und alternativem Training, ein bisschen ruhiger laufen und  alles auskuriert. Dann werden wir uns auf  die Deutschen vorbereiten.“ so Trainer Markus Czech

 

15.01.2009

Adrian Becker: " Bin drangeblieben"

03.01.2009

LAZ- Highlite des Jahres 2008:Marscheck sprint Hessenrekord mit 6,62 m

24.12.2008

25.11.2008

 

03.10.2008

Volks & Straßenlauf am 12.10.2008

http://www.laz-giessen.de/HPWalkingDay/ausschreibung/Ausschreibung2008.pdf

01.09.2008

Lisa Magel mit neuem Kreisrekord bei der Mehrkampf-DM

(jth) Die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften waren am vergangenen Wochenende das sportliche Großereignis auf Bundesdeutscher-Ebene. Nach einer Pause von 22 Jahren fanden von Freitag bis Sonntag die Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften wieder einmal in Hannover statt. Damit war die niedersächsische Landeshauptstadt zum neunten Male Austragungsort dieser Titelkämpfe. Schon seit Jahren waren die stärksten deutschen Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer unmittelbar nach dem Saisonhöhepunkt, der diesmal die Olympischen Spiele in Peking (China) waren, bei den nationalen Titelkämpfen nicht am Start. Das war früher anders, als bei Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover so bekannte Namen wie Willi Holdorf, Werner von Moltke und Guido Kratschmer sowie bei den Frauen Heide Rosendahl und Ingrid Becker im damals noch ausgetragenen Fünfkampf um die Titel kämpften.


Aus heimischer Sicht waren Nastasia Lich von der TSG Gießen-Wieseck bei den Juniorinnen, Lisa Magel LAZ / SV Garbenteich bei der weibliche Jugend B, Rouven Höfer LAZ / MTV Gießen im Männerklassement und Adrian Becker LAZ /TV Gr.-Buseck im Juniorenfeld am Start.

Im Feld der weiblichen Jugend B war Lisa Magel eine von 50 Jugendlichen, die das Abenteuer Siebenkampf angehen wollten. Am Ende wurde sie mit 4731 Punkten ausgezeichnete dreizehnte und stelle einen neuen Kreisrekord auf. Sie verbesserte die alte Marke von Cornelia Weiss TSG Alten-Buseck aus dem Jahre 1988 um 203 Zähler. Diese Leistung ist zugleich auch ein neuer Regionsrekord, er wurde bisher von Yvonne Loos ( LG Vogelsberg / 4657 Punkte ) aus dem Jahre 1995 gehalten. Der Wettkampf begann  gut, denn nach dem Sturz in Ohrdruf war es für sie wichtig, dass sie gut über die Hürden kommt, was mit 14,64 sec gelang. Beim Hochsprung hat sie sich dann gut in den Wettkampf eingefunden und beachtlich waren die übersprungenen 1,66 im ersten Versuch. „Sie war richtig gut drauf und die 1,69 fielen zweimal nur ganz knapp. Der Hochsprungwettkampf war sicherlich eines der Highlights, da er ja auch ihre zweitbeste Höhe in diesem Jahr darstellte “ so ihr Trainer Philipp Schlesinger. Mit 8,91 m im Kugelstoßen gab es dann für Lisa Magel wieder einen kleinen Rückschlag, den sie aber mit neuer Bestzeit im abschließenden 100m Lauf des ersten Tages mit 12,93 sec wieder wettmachte.  Der zweite Tag begann früh um 9.30 Uhr mit der Wackeldisziplin Weitsprung. „Lisa sprang wie immer den ganzen Wettkampf ohne Brett, zauberte aber im zweiten Versuch mit  5,19 m eine neue Bestleistung  heraus. Sie ging also mit einer perfekten Ausgangslage in den Speerwurf, doch auch die zweite Wurfdisziplin ging in die Hose, denn mit 27,30m lieferte sie kein gutes Resultat ab. Unsere "Geheimplanung" von 4800 Punkten lies sich nicht mehr realisieren, also schwenkten wir auf  4700 Punkten um. Dies erforderte eine 800m-Leistung von 2:25 min. “ so der Trainer. Mit 2:25,01 min war es dann eine Punktlandung. „Ihre Zeit entsprach der 5.besten 800m-Zeit der weiblichen Jugend B! Sie hat alles rausgeholt um ihren Platz zu verteidigen und ist sogar noch zwei Plätze vor gerutscht. Somit verbesserte sie sich um 12 Plätze zur Vormeldeleistung und legte knappe 160 Punkte auf ihre Bestleistung ! Rang dreizehn mit Bestleistung zum Saisonhöhepunkt, so wie es sein soll. Vor allem vor ihrem Willen, habe ich riesigen Respekt! “ so das Statement von Trainer Philipp Schlesinger.

Im Feld der Männer ging LAZ-Neuzugang Rouven Höfer an den Start. „ Mein Wettkampf verlief nicht optimal, denn eigentlich wollte ich mich um zweihundert Punkte verbessern, doch es gab die ein oder andere Panne an den beiden Tagen“ so Rouven über sein Wochenende. Mit 11,75 sec im Sprint und 6,35 m im Weitsprung lief es nicht optimal an. Nach 12,21 m mit der Kugel und übersprungenen 1,73 m im Hochsprung setzte sich das Pech ein wenig fort. Im abschließenden 400m Lauf  zauberte er dann eine gute Zeit von 51, 59 sec auf die Tartanbahn und mit 3296 Zählern übernachtete er auf dem elften Rang. „Mit 17, 95 sec starteten die Hürden am zweiten Tag katastrophal, doch im Diskuswurf finge er sich dann und warf gute 35,75m“ so Trainer Markus Czech. Durch die 3,60m im Stabhochsprung und sehr guten 56,02 m im Speerwurf ging es wieder bergauf mit dem Studenten des LAZ Giessen. „ 5:02,72 min über die 1500 m Distanz sind zwar nicht berauschend, doch am Ende können wir mit dem zwölften Rang und 6.135 Punkten bei der ersten DM der Aktiven zufrieden sein“ so Markus Czech.

Adrian Becker vom LAZ / TV Gr.-Buseck ging mit großen Plänen die Mehrkampf-DM an, denn nach seinen 6.951 Punkten bei den Hessischen wollte er die 7.000 Punkte deutlich knacken. „ Ich hatte mich in der letzten Trainingseinheit vor der DM am Fuß verletzt. Ich dachte ich bekomme es wieder in den Griff, doch die Schmerzen waren im Hochsprungwettbewerb so groß, dass ich nicht mehr weitermachen konnte. Ich bin das erste mal ausgestiegen, sehr schade für mich, denn der dritte Rang ging mit 7.011 Punkten weg “  so Adrian Becker. Der Wettkampf fing mit 11,33 sec bei Gegenwind mit der drittbesten Zeit aller Teilnehmer gut an. Auch mit den 6,80 m im Weitsprung und 11,94 m mit der Kugel lag er im Soll. „ Im Hochsprung brach dann die Verletzung wieder auf. Adrian konnte keinen Kurve laufen, er musste bereits beim Einspringen die Segel streichen. Wir haben die Vernunft walten lassen. Schade, ein dritter Rang wäre im Rahmen des möglichen gewesen. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an, er ist dann noch mal Junior “ so Trainer Czech.

 

20.08.2008

Beatrice Marscheck krönt "Bombensaison"

Garbenteicherin holt zweimal Gold und einmal Silber bei SDM

OHRDRUF/GIESSEN (jth). Mit zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille im Gepäck kehrte Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV Garbenteich von den Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Aktiven und B-Jugend in Ohrdruf zurück. Die Athletin von Trainer Markus Czech sicherte sich mit 24,72 Sekunden im 200m-Finale sowie mit 6,25 Metern im Weitsprung souverän die Meistertitel im Stadion "Am Goldberg". Insgesamt muss aber gesagt werden, dass der frühere Glanz von diesen Titelkämpfen stark nachgelassen hat, denn es waren in einzelnen Disziplinen nur drei Athleten am Start. Nicht nur die Masse sondern auch die Klasse hat extrem nachgelassen, lautete der Tenor etlicher Trainer. Marscheck hatte zwischen dem 100m-Vorlauf und dem Weitsprung waren gerade einmal einen halbe Stunde Zeitkorridor. ",Bea´ hat dies meisterlich überstanden und ist direkt nach dem Vorlauf konzentriert an die Weitsprungvorbereitung herangegangen", berichtete Trainer Czech. Bei optimalen Bedingungen setzte sie im Vorlauf mit 11,92 eine erste Duftmarke gegenüber der Konkurrenz. Auch mit dem zweiten Versuch im Weitsprunges setzte sich die Garbenteicherin mit 6,09m gleich in Front. Im vierten Durchgang flog die Studentin auf die Siegesweite von 6,25m. "Es waren eigentlich keine schönen Sprünge, denn das Zusammenspiel zwischen Absprung, Flug und Landung war nicht optimal", lautete die Kurzanalyse des Trainers. Mit ihrem ersten Meistertitel konnte sich Marscheck auf das 100m-Finale vorbereiten. "Ich bin schlecht aus dem Block gekommen und bin gleich drei Meter hinterhergelaufen. Ich war müde und hatte schwere Beine, so konnte am Ende keine gute Zeit herausspringen", so die Aussage nach dem Zieleinlauf. Mit 12,01 sec und Rang zwei blieb "Bea" deutlich über ihrer Bestzeit. Den süddeutschen Titel gewann Lisa Schorr (SV Schlau.Com Saar 05) in 11,94 sec. Besser lief es für Marscheck am zweiten Wettkampftag. Mit 24,90 sec im 200m-Vorlauf qualifizierte sie sich locker für das Finale. "Es war ein brutale Gegenwind im Finale, ich kam kaum vorwärts und erreichte nach 24,72 als Erste das Ziel vor Anke Hummel (VfB Stuttgart/24,79)", so Marscheck. Trainer Czech resümierte: "Es war eine Bombensaison mit dem Höhepunkt von 6,62m im Weitsprung. Wir machen jetzt drei Wochen Pause und beginnen dann langsam mit dem Aufbau für die Hallensaison."

Lisa Magel vom LAZ/SV Garbenteich hatte im Vorfeld noch um eine Teilnahme gebangt, eine Oberschenkelzerrung macht ihr zu schaffen. Doch am Wettkampftag waren die Beschwerden wie weggeflogen und im Vorlauf über 100m Hürden präsentierte sie sich mit neuer Bestzeit von 14,47 sec in Topform. "Wenn das Finale auch so klappt, sind wir mehr als zufrieden", sagte Trainer Philipp Schlesinger. "Ich bin leider im Finale mit dem Nachziehbein an der fünften Hürde hängen geblieben und gestürzt. Ich weiß nicht wie das passiert ist", meinte eine etwas ratlose Lisa Magel. Bedingt durch die Verletzungen durch den Sturz lief es im Hochsprung für die Mehrkämpferin nicht optimal. Mit übersprungenen 1,60m und Rang fünf konnte sie nicht ganz zufrieden sein. Gemeinsam mit ihren Staffelkolleginnen Ann-Christin Strack, Leonie Hanst und Isabell Pastau kam sie jedoch noch auf den vierten Rang mit Bestzeit von 50,02 sec für das LAZ Gießen. Lara Matheis von der TSG Gießen-Wieseck verfehlte nur knapp das Finale der besten Süddeutschen-Sprinterinnen. Über 3000 Meter gab es wie bereits bei den hessischen Meisterschaften spannende Positionskämpfe zwischen Isabelle Gath vom AS LahnLaender Lahnau und Franziska Rachowski vom LAZ/TSG Lollar. Am Ende behauptete sich Gath mit 10:53,21 min als sechste gegenüber 10:57,57 (7.) von Rachowski.

   
03.08.2008
www.giessener-anzeiger.de

Keine Podestplätze für Gießener Athleten

Süddeutsche Juniorenmeisterschaften: Adrian Becker, David Klaus und Julia Riemenschneider mit vierten Rängen

Ein kraftvoller Versuch: Adrian Becker beim Weitsprung. Bild: ras

GIESSEN (ras). Nur verhaltenen Jubel zeigten die Athleten aus Gießener Vereinen bei den Süddeutschen Meisterschaften der Junioren und 15-jährigen Schüler in Ludwigshafen, denn Podestplätze blieben ihnen versagt.


Auf Rang fünf sprintete das Staffelquartett des LAZ Gießen mit Christian Förster, Adrian Becker, Christoph Schäfer und Daniel Wagner in 44,51 Sekunden. Die gleiche Besetzung trat zudem über 4x400 m an und überlief auch hier als Fünfte in 3:34,94 Minuten die Ziellinie. Auch ohne Medaille trat Adrian Becker gutgelaunt die Rückfahrt nach Trohe an. "Für mich als Zehnkämpfer ist es wichtig konstante Leistungen zu zeigen. Alle fünf gültigen Sprünge waren über sieben Meter und mit dem Speer kann ich eine Weite von 55 Meter einplanen. Das ist mir wichtiger als schwankende Ergebnisse mit herausragenden Ausreißern", zog der LAZ-Athlet ein positives Fazit. Becker erreichte im Weitsprung Rang vier mit 7,25m und nahm als Achter (57,35m) die Urkunde bei der Ehrung der Speerwerfer entgegen.

Auf einen Urkundenrang als Achter im Hochsprung kam zudem Ronnie Blaschek vom LAZ. Der Lollarer übersprang 1,90m und stellte damit seine persönliche Bestleistung ein.
I
Bei den Schülerinnen der W 15 bestätigte Ann-Kristin Strack (LAZ Gießen) ihre zuletzt starken Leistungen im Hürdensprint. Nach dem Vorlauf in 12,18 und der siebtbesten Zwischenlaufzeit mit 12,16 Sekunden, beendete die Athletin vom Stammverein SV Garbenteich in neuer persönlicher Bestleistung mit 12,04 den Endlauf über die 80m Hürdendistanz als Fünfte.

 

27.07.2008

Beatrice Marscheck springt mit 6,62 m Hessenrekord

(jth)  Die Garbenteicherin Beatrice Marscheck wurde von Weitsprung-Bundestrainer Ulli Knapp zum German-Meeting nach Dillingen eingeladen. An dem Nationalem Sprungmeeting waren neben der LAZ-Athletin auch die beiden National -Topspringerinnen Kathrin van Bühren (Kavelaerer SV) und die deutsche Meisterin Sophie Kraul (TUS Jena) am Start. Die Lehramtsstudentin des LAZ Giessen / SV Garbenteich sorgte dann im Saarland für die Mittelhessische-Leichtathletik-Sensation des Wochenendes, denn mit 6,62 m im Weitsprung besiegte sie die gesamte deutsche Spitze im Frauenweitsprung. „ Bea hat mit nur 10 cm die Olympianorm von Peking verpasst, sie hat den Hessenrekord der Miss-Leichtathletik Susen Tiedtke von 6,60 m ( LG Eintracht Frankfurt / am 31.05.07 in Wesel) verbessert und hat sich die B-Kadernorm des DLV gesichert“ so ein glücklicher Trainer Markus Czech.

„Bea“ Marscheck hatte sich auf das „Abenteuer – Dillingen“ nach den deutschen Meisterschaften in Nürnberg intensiv vorbereitet und war bereits einen Tag vorher ins Saarland gereist. Bundestrainer Ulli Knapp holte sie am Bahnhof ab, denn ihr Heimtrainer Trainer Markus Czech weilte zeitgleich mit Adrian Becker bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Recklinghausen.„Ich habe nach den Deutschen, als ich knapp den Endkampf verpasst hatte, in den letzten Tagen intensiv am Absprung und etlichen Kleinigkeiten gearbeitet. Kleine Probleme mit der Achillessehne und der Wade konnten durch meinen Physiotherapeuten von KörperKonzept und einer Feinabstimmung meiner Sporteinlage von Footpower behoben werden“ so die Lehramtsstudentin.

Kurz vor dem Wettkampfbeginn tauschte auch der Coach mit Athlet „Addi“ Becker im Parkstadion auf und das „Abenteuer-Dillingen“ konnte beginnen. Ihr erster Sprung war leider gleich ungültig, doch der Bundestrainer attestierte ihr, dass der Sprung schon ausgezeichnet ausgesehen hatte und so setzte Beatrice bereits im zweiten Sprung alles auf einen Karte. „ Ich hatte jetzt super Bedingungen, ca. 1 m Rückenwind, 400 klatschende Zuschauer auf der Tribüne und einen schnellen Belag. Mit Maximalgeschwindigkeit erreichte ich das Brett  und segelte in die Grube. Als die Anzeigentafel 6,62 m anzeigte konnte ich es erst nicht glauben. Es fühlte sich super an diese Weite zu sehen “ so die neue Hessenrekordhalterin. „ Sie war auf den letzten fünf Schritten richtig aktiv und hat den Fuß beim Absprung ideal von oben gesetzt. Zum ersten mal hatte sie die Hüfte richtig vorgebracht und den Sprung bis zur Landung gehalten und kontrolliert. Es war einfach nur perfekt “ so ihr Trainer Markus Czech.

Wer nun dachte, dass bei Marscheck nach dem „Traumsatz“ die Luft raus war hatte sich mächtig getäuscht, denn mit 6,45 m ; 6,38 m und 6,36 m hatte sie weitere super Sprünge vorzuweisen. „ Ich hatte heute ein super Sprunggefühl, bereits im Einspringen klappte es ausgezeichnet. Das Gefühl nach oben abzuheben war heute einfach da. Jetzt bin ich in der nationalen Spitze, derzeit DLV Rang drei , angekommen. Ich muss jetzt die Leistungen konservieren und bei den nächsten Auftritten wiederholen und bestätigen. Im nächsten Jahr ist die WM in Berlin, die Norm dürfte wieder so um die 6,70 m liegen. Dass könnte was werden, wenn ich mich wie in den letzten Jahren kontinuierlich steigere und auch mal kleinere Rückschläge verkrafte“ so eine überglückliche Beatrice Marscheck. Ihr Trainer gab noch bekannt, dass sie am Freitagabend an der DLV Gala in Wattenscheid über 100 m antritt und evtl. am Mittwoch noch beim Bayer-Meeting in Leverkusen in das Weitsprungfeld reinrutschen kann.

 
Weitsprung Frauen       27.07.2008
  Finale
1.   Marschek, Beatrice 1985   HE LAZ Gießen 6,62   m    
  x 6,62 x 6,35 6,45 6,38  
    +1,2   +0,0 +0,0 +0,0  
2.   Krauel, Sophie 1985   TH TuS Jena 6,54   m    
  x 6,54 x 6,27 - x  
    +0,0   +0,0      
3.   Dies, Angela 1984   NO TSV Bayer 04 Leverkusen 6,20   m    
  x x x 6,20 x x  
        +0,0      
4.   Van Bühren, Kathrin 1982   NO Kevelaerer SV 6,17   m    
  6,17 x x x x 6,09  
  +0,0         +0,0  

 

26.07.2008

Adrian Becker mit 7. Rang bei der Junioren DM

(jth) Die 65. deutschen Juniorenmeisterschaften in Recklinghausen waren am Wochenende das sportliche Ereignis für die heimischen Leichtathleten in und um Gießen. Mit dabei waren auch Julia Riemenschneider von der TSG Gießen-Wieseck, die im Speerwurf mit 44,50 m Rang sieben belegte und Adrian Becker vom LAZ Gießen / TV Gr.-Buseck, der im Weitsprung mit 7,00 m ebenfalls den siebten Platz belegte. Im 110 m Hürdenlauf erzielte er im Vorlauf 15,42 sec und konnte sich damit jedoch nicht für das Finale qualifizieren.

Adrian Becker hatte am Samstag seinen ersten Einsatz im Weitsprung zu meistern. Der Schützling von Trainer Markus Czech hatte im Vorfeld die Maßgabe gegeben, dass eine Endkampfplatzierung eine angestrebtes Ziel mit eventueller neuer Bestleistung sei. " Zu Wettkampfbeginn und über den gesamten Weitsprung hinweg regnete es im Stadion Hohenhorst in Strömen und optimale Leistungen waren einfach nicht drin " so Trainer Markus Czech. Der Wettkampf startete für den Troher Mehrkämpfer mit 6,57 m sowie einen zweiten Sprung von 6,75m. " Dies reicht nicht für das Finale und ich habe Addi gesagt, dass wir jetzt auf Risiko gehen. Da er immer ein Fuß am Brett verschenkte sollte er nun einen dreiviertel Fuß nach vorne kommen" so der Coach. Gesagt getan und der FSJ´ler vom LAZ / TV Gr.-Buseck landete genau bei 7,00 m. Das Finale winkte nun, denn er rangierte damit auf dem siebten Platz. " ich konnte nun nach dem erreichen des Endkampfes alles auf einen Karte setzen, konnte mich aber im vierten und fünften Versuch nicht verbessern. Im letzten Sprung schaffte ich noch mal die Punktlandung auf genau 7,00 m. Am Ende erreichte es zu dem siebten Platz, womit ich super zufrieden bin. Die Sprungweite hätte noch ca. 20 -30 cm weiter sein können, doch alle Teilnehmer waren wegen der schlechten Witterung unter ihren Soll-Möglichkeiten geblieben " so Adrian Becker. Auch Trainer Czech ist mit der Platzierung zufrieden und analysierte " Er hatte große Probleme im Anlauf, immer wieder einen Fuß verschenkt, die Sprünge waren zu flach und er ist nicht auf die optimale Sprunghöhe damit gekommen ". Den Wettkampf gewann der Hesse Remigius Roskosch mit 7,57 m vom TV Heppenheim vor dem Mehrkämpfer Mathias Prey ( HSV) mit 7,43 m.

Tags drauf stand dann noch bei schwüler Hitze von 30 Grad Celsius der 110 m Hürdenlauf auf dem Programm. "Ich möchte mir hier unter den besten Deutschen Hürdensprintern ,Wettkampfpraxis für mein Saisonziel, die deutschen Mehrkampfmeisterschaften Ende August in Hannover holen" so Becker. Mit15,42 sec gelang dies dann auch Becker, der damit aber nicht den A-Endlauf erreichte.

 

24.07.2008

Kevin Schmidt: Vom LAZ- Athlet zur Handball EM

23.07.2008

Jugend bei DM in Berlin aktiv

(jth) Das Berliner Olympiastadion bildete an diesem Wochenende den Rahmen für die Deutschen Jugend-Meisterschaften. Weit mehr als 2.200 A- und B-Jugendliche ermittelten von Freitag bis Sonntag ihre neuen Titelträger. Fest gebuchte Favoritensiege gehören dabei ebenso dazu wie faustdicke Überraschungen. 392 Tage vor dem Startschuss zu den Weltmeisterschaften war es für **die Sporttechnik und die Kampfrichter, aber auch für viele der angehenden freiwilligen WM-Helfer bereits der offizielle Testlauf. Aus heimischer Sicht in Berlin dabei waren Theresa Pohl von der LG Wettenberg im Speerwurf der weiblichen Jugend A sowie die Athletinnen Lisa Magel, Ann-Christin Strack, Leonie Hanst und Isabell Pastau vom LAZ Giessen und der ehemalige Lindener Niklas Wagner, der jetzt für die LG Wetzlar an den Start geht.*

Theresa Pohl reiste mit einer Meldeleistung von 42,60 m in die Hauptstadt an und ihr Trainer Klaus Powilleit prognostizierte im Vorfeld, dass bei einem 45m Wurf das Finale winken könnte. Sonnenschein, Regen, Sonnenschein - das Wetter spielte ein klein wenig verrückt am zweiten Tag der DM und Theresa begann ihr DM-Vorhaben mit 40,43 m im ersten Versuch. Es folgte ein zweiter Versuch auf 42,80 m und die handballspielende Speerwurfexpertin der LG Wettenberg musste jetzt im dritten Durchgang explodieren, sonst blieb die ihr der Endkampf verwehrt. " Im dritten Durchgang landete der Speer bei 43,59 m. Mit nur knapp einem Meter weiter (44,47m) hätte sie drei weitere Versuche gehabt. Die Prognose mit 45m den Endkampf zu erreichen war also nicht so schlecht. Theresa blieb trotz einer konstanten Steigerung im Wettkampf der etwas undankbare neunte Rang " so Trainer Powilleit.

LAZ-Trainer Philipp Schlesinger hatte vier Nachwuchs-Asse im Feld der weiblichen Jugend B im Olympiastadion am Start. Lisa Magel reiste mit einer 14,53 sec auf der 100 m Hürdendistanz nach Berlin. "Die Organisation war an diesem ersten WM- Testtag eine Katastrophe, zum einen Zeitplanverschiebungen, zum anderen unglaublich lange Wartezeiten zwischen dem Aufruf zum Callroom und dem Start. Im speziellen Fall hat Lisa eine Stunde im Call-Room gewartet bis sie laufen konnte. Sie ist eine 14,78 gelaufen und konnte nicht den erhofften Zwischenlauf erreichen" so Schlesinger. "Der Lauf ärgert mich insbesondere deshalb, weil eine durchschnittliche Leistung (14,65), die ich eigentlich immer abrufen kann, gereicht hätte um in die nächste Runde zuziehen " so eine leicht enttäuschte Lisa Magel.

Auch das 4 x 100 Meterquartett des LAZ hatte sich große Ziele in Berlin gesetzt, doch durch ein Missgeschick einer Läuferin platzte das Vorhaben. " Mit ist das Herz stehen geblieben, denn unsere Startläuferin dachte der Starter hätte zurück geschossen und blieb stehen! Auf Grund der Akustik und der Aufregung kam dies zustande. Meine Athletin bemerkte ihren Lapsus als die innen neben ihr laufende Athletin aufgeschlossen hatte und begann dann wieder zu laufen. Wertvolle Sekunden sind so zerronnen, das Team erreichte nach 50,38 sec. den Zielstrich. Ich muss der Truppe trotzdem ein Kompliment machen. Es war der erste Auftritt auf einer großen nationaler Bühne, wir können hierauf aufbauen und haben viel gelernt in Berlin "so Philipp Schlesinger. Fazit des Quartetts Lisa Magel, Ann-Christin Strack, Leonie Hanst und Isabell Pastau: "Berlin ist immer einen Reise wert. Wir haben alle viel Erfahrung gesammelt. In vier Wochen sind die Süddeutschen B-Jugend-Meisterschaften in Ohrdruf, da können wir uns auf eine bessere Leistung einstellen".

Auch Niklas Wagner von der LG Wetzlar erging es im 400m Hürdenlauf der männlichen Jugend B ähnlich, denn auch er hatte im weiten Rund des Stadions Probleme mit der Akustik und reagierte nicht wie gewohnt am Start und erreichte nach 60,90 sec das Ziel. " Schade, denn bei den Hessischen konnte ich mit 57,82 sec einen deutliche bessere Zeit laufen. Ich hake jetzt die Sache schnell ab und nehme von hier viel für meine sportliche Entwicklung mit " so Niklas Wagner.

15.07.2008

 Ferienspiele beim LAZ

10.07.2008

Marscheck schrammt zwei mal knapp am DM-Finale vorbei

 

(jth)  Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Nürnberger  easyCredit-Stadion zogen am vergangenen Wochenende nicht nur das  Interesse der Leichtathletik-Fans, sondern auch das der Medien und anderen Sportinteressierten an, denn es ging bei der DM auch um die letzten Olympia-Tickets. Für Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich ging es darum, ihre gezeigten Vorleistungen über 100 m, 200 m und dem Weitsprung im Feld der nationalen Spitze zu bestätigen und sich dort zu positionieren. Über 100 m (11,71 sec) verpasste die Sportstudentin am Samstag mit nur einer Hundertstelsekunde den Endlauf der acht besten deutschen Sprinterinnen. Das Pech der Tüchtigen setzte sich dann am Sonntag leider fort, denn im Weitsprung fehlte mit 6,07 m nur ein Zentimeter für das Finale der besten acht. Der abschließende 200 m Lauf sollte dann endlich das erhoffte Finale bringen, doch hier blieb die LAZ-Athletin mit 24,03 sec im Vorlauf hängen.

Am Samstag stand für die Lehramtsstudentin mit den Fächern Deutsch und Sport zunächst einmal der Vorlauf über die 100m Distanz auf dem Wettkampfprogramm. Ihr wurde der zweite Vorlauf und  Bahn drei zugelost. Im gleichen Lauf gingen mit Cathleen Tschirch (LG Weserbergland) und Marion Wagner (USC Mainz) zwei Spitzenläuferinnen an den Start, denn die beiden hatten bereits eine Vorleistung von 11,49 sec bzw. 11,52 sec. vorzuweisen. Um 16.55 Uhr ging es dann endlich im los. „ Ich hatte ein super Laufgefühl, der Start war vielleicht nicht ganz optimal, doch am Ende hatte ich noch was darauf und bin auf Marion Wagner aufgelaufen. Wäre die Strecke 10 m länger gewesen hätte ich sie bekommen. Das dann „nur“ 11,71 sec. und in Summe der 9. Rang raus sprang ist schon ein bisschen enttäuschend. Mir fehlte nur eine Hundertstel und ich hätte zur besten TV-Sendezeit im Finale gestanden. Jetzt gilt die ganze Konzentration auf Sonntag, hier will ich ein oder zwei Final´s erreichen “ so Marscheck.

„Bea ist ganz knapp am Einzug in den Endlauf gescheitert, wir sind an der Spitze des Frauensprints angekommen. Die ersten vier bis fünf Schritte sind noch verbesserungsfähig. Es ist ihre beste Zeit bei Windstille. Bei ihren  bisherigen Bestleistungen hatte sie immer starken Rückenwind, sie ist also schneller geworden “ so  das positive Fazit ihres Trainer Markus Czech.

Am Sonntag stand der Weitsprung als erste Disziplin auf der Tagesordnung. „ Ich bin leider mit einem ungültigen Sprung in den Wettkampf gestartet und konnte im zweiten Sprung mit 6,07 m nicht meine Sprungweiten der letzten Wettkämpfe abrufen “ so Marscheck. Im dritten Durchgang ging es dann um den Einzug in´s Finale. Hier legte die Mehrkämpferin Sonja Kesselschläger 6,08 m vor und Beatrice Marscheck musste nun kontern. „ Bei den letzten Wettkämpfen sprang sie nicht so flach ab, hatte mehr Höhe, ich weis derzeit auch nicht warum es nicht so ganz rund läuft“ so ihr Trainer. Die ARD übertrug ihren dritten und entscheidenden Sprung live im TV. Sie landete bei 6,04 m und so blieb „Bea“ wieder mit der knappsten Entscheidung von nur einem Zentimeter das Finale verwehrt. „ Ich bin ein bisschen enttäuscht, denn nach dem Ausfall der großen Favoritin Bianca Kappler, war es noch nie so einfach ins Finale vorzustoßen. Alle Springerinnen erreichten nicht Normalform, die Relation mit den Abständen zu den Konkurrentinnen passte jedoch“  so die Studentin.

Im 200 Metervorlauf wollte sie dann für sich einen zufriedenen Abschluss finden und fing das Rennen respektabel an. „Nach 100 m lag sie noch auf Rang zwei “ so der Kommentar des Trainers. Am Ende standen 24,03 sec auf dem Display, ihre zweitschnellste je gelaufene Zeit. „ Für den Endlauf hätte sie neue Bestzeit laufen müssen, dass war nach den zwei Tagen leider nicht drin. Wir haben das Training breit angelegt. Bea ist über 100, 200 und im Weitsprung super dabei. Die Konkurrentinnen sind spezialisiert auf eine Disziplin. Ich bin zufrieden, legt sie ihre Nervosität noch ein bisschen ab, schaut die Zukunft sehr positiv aus “ so Markus Czech.

Als Resümee  nahm Beatrice Marscheck folgendes aus Nürnberg mit auf die Heimreise. „ Ich bin an der deutschen Spitze dran, wenn ich in den nächsten Jahren mein Leistungspotential auf dem Punkt abrufen kann, bin im Feld der großen mit dabei. Das Wochenende war positiv für mich aber  ein wenig enttäuscht bin ich schon, denn ich war zweimal als neunte ganz knapp am Endkampf dran. Ich habe wieder viel dazugelernt und schaue nach vorne und freue mich auf die DM im nächsten Jahr in Ulm“ so Marscheck. Ihr Trainer Markus Czech gab zum Abschluss noch zum Besten, dass Beatrice zu  zwei internationalen Meetings „ Weltklasse hinter dem Deich“ in Cuxhaven sowie zum „Bayer-Meeting“ nach Leverkusen eingeladen wurde. Hier wird sie jeweils im Weitsprung und im 100 m Lauf antreten. Als nächste Meisterschaft stehen die „Süddeutschen “auf dem Programm.

06.06.2008

Marscheck knackt Schallmauer

Dreifache Hessenmeisterin erstmals unter 24 Sekunden über 200 m - Drei Titel für heimische A-Schülerinnen

Quelle: www.giessener-anzeiger.de

WETZLAR (ras). "Die Landes-Einzelmeisterschaften hier in Wetzlar sind rundum gelungen. Ich bedauere nur, dass wegen der Nominierungswettkämpfe für Olympia die besten hessischen Athleten weitgehend absagen mussten," äußerte sich Anja Wolf-Blanke, die Präsidentin des hessischen Leichtathletikverbandes gegen Ende der Wettkämpfe. So sah man aus dem Kreis der Olympia-Hoffnungen nur den Sprinter Till Helmke vom TSV Friedberg-Fauerbach auf der Laufbahn und im Diskusring den Zehnkämpfer Pascal Behrenbruch von der LG Eintracht Frankfurt, dem Fünften der Europameisterschaften 2006 in Göteburg. Im Sprint und Weitsprung der Frauen war allerdings Hessens Spitze vollständig vertreten, aber keine der Konkurrentinnen konnte Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen auf den Sprinstrecken 100 m und 200 m sowie im Weitsprung gefährden.
Die Wettkämpfe begannen für Marscheck am Samstag mit dem Weitsprung. In allen sechs Versuchen sprang sie deutlich über sechs Meter und verbesserte mit dem zweiten Sprung ihre persönliche Bestleistung auf 6,31 m. Auf Platz zwei kam Xenia Atschkinadze von der LG Eintracht Frankfurt mit 6,19 m. Die Aushänge der Endlaufteilnehmerinnen in den Hessenfinals über 100 m und 200 m erinnerten mit Marscheck und Sandra Oehme von der LG Wetzlar an der Spitze an die gemeinsamen Kreismeisterschaften von Gießen und Wetzlar.
Im Finale über 100 m blieb "Bea" in 11,67 Sekunden nur eine hundertstel Sekunde über ihrer Bestzeit des Vorjahres, Oehme unterbot in 11,99 Sekunden erstmals in dieser Saison den Zwölfsekundenbereich. Am Sonntag folgten die 200 m. Marscheck qualifizierte sich in 24,10 Sekunden mit deutlichem Vorsprung für den Endlauf. Auch im Finale ließ sie der Konkurrenz keine Chance und gewann vor Oehme (24,40) mit 23,94 Sekunden in neuer persönlicher Bestzeit. "Bea hat das Wochenende einen Superwettkampf abgeliefert. Sie hat sich auf ihre Fähigkeiten konzentriert und nicht an der Konkurrenz orientiert. Das ist eine hervorragende Basis für die deutschen Meisterschaften in drei Wochen in Nürnberg," äußerte sich anschließend hochzufrieden ihr Trainer Markus Czech. Einen weiteren Podestplatz bei den Frauen gab es durch Julia Riemenschneider (TSG Gießen-Wieseck) mit 45,03 m im Speerwurf. Sie belegte Rang drei hinter Christine Wiegelmann (TV Gelnhausen/48,20 m) und Silke Bachmann (46,40 m) von der LG Eintracht Frankfurt.
Bei den Männern siegte David Klaus (LG Wetzlar) aus Hüttenberg im Speerwurf mit 61,98 m. "Ich brauche mehr Zeit als ich dachte, um körperlich da anzuknüpfen, wo ich vor der Verletzung stand," sagte Klaus leicht enttäuscht über die Weite. Als Viertplatzierter mit 55,58 m verließ Adrian Becker (LAZ Gießen) das Speerwurfareal. Becker errang zudem zwei zweite Plätze. Im Weitsprung übernahm er mit dem sechsten Versuch (7,19 m) die Spitze, aber der bis dahin führende Remigius Roskosch (TV Heppenheim) konterte mit seinem letzten Sprung und gewann mit 7,42 m. Über die Hürden musste sich der Troher, der seine Saisonbestleistung auf 15,33 Sekunden verbesserte, nur dem Wiesbadener Thomas Wellenhöfer (15,10) beugen.
Ganz stark präsentierten sich die heimischen Mädels der W15. Nahezu in letzter Minute hatte Ruth Hillebrand (LG Erda-Heuchelheim) für den Hochsprung genannt. Über 1,59 m leistete sich die Erdaerin zwei Fehlversuche, überwand aber die folgenden 1,62 m im ersten Versuch. Das bedeutete den Hessentitel vor Michaela Nagel vom TV Friedrichstein, die erst im dritten Versuch diese Höhe meisterte.
In 12,87 Sekunden hatte sich Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen mit der drittschnellsten Zeit ebenfalls für das Sprintfinale qualifiziert, wo sie hinter Nina Bretschneider (TSG Wehrheim/12,90) Platz drei in 12,98 Sekundeneroberte. Einen schon sensationellen Auftritt lieferte Strack im Verhältnis zu den bis dahin erzielten Zeiten über 80 m Hürden ab. Mit der zweitbesten Zeit von 12,33 Sekunden im Vorlauf erreichte sie sich für das Finale. Hier steigerte sich Strack nochmals gewaltig auf 12,16 Sekunden und holte sich die Silbermedaille. Cynthia Schmidt ging den Hürdenvorlauf mit 12,38 Sekunden vorsichtig an. Im Endlauf touchierte sie recht deftig die erste Hürde und belegte den dritten Treppchenplatz (12,23) hinter Strack und Mai-Linh Kirchner (12,01) von der LG Mörfelden-Walldorf. Als Trostpflaster nutzten Ruth Hillebrand und Leonie Hanst (LAZ Gießen) den B-Endlauf nach verpasstem Hürdenfinale. Hillebrand (12,48) und Hanst (12,53) belegten hier mit persönlichen Bestzeiten die ersten beiden Plätze.

 

 

09.06.2008

Beatrice Marscheck Deutsche-Hochschulmeisterin

(jth) Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich gelang bei den Internationalen Deutschen Hochschulmeisterschaften in Tübingen der erste "Kracher" der Saison, die Lehramtsstudentin, die an der Justus-Liebig-Universität Gießen studiert und für die Wettkampfgemeinschaft Gießen ( Uni + FH) am Start war, holte sich mit 6,26 m im Weitsprung ihren ersten Deutschen Hochschulmeistertitel. Außerdem sicherte sich im 100 sowie im 200 m Finale noch den zweiten Platz. Auch das 4 x 100 m Sprintquartett sicherte sich in 48,33 sec. den zweiten Platz, so dass von einem erfolgreichen Ausflug zu den Hochschulmeisterschaften gesprochen werden kann.

Als erste Disziplin stand für die Athletin von Markus Czech, auf dem Gelände des Instituts für Sportwissenschaft der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, der 100 m Vorlauf auf dem Programm. Bereits hier blitzte ihre außerordentlich gute Verfassung auf, denn mit neuer Saisonbestleistung von 11,85 sec. sicherte sie sich mit schnellster Vorlaufzeit, die Endlaufteilnahme. Direkt nach dem Vorlauf stand der Weitsprung auf der Tagesordnung. "Ich möchte gerne mal einen 6,30 Satz machen " so die Ankündigung von Marscheck im Vorfeld.

Der Wettkampf ging verhalten mit 5,18 m los. Doch schon im zweiten und dritten Versuch sprang Marscheck jeweils 6,26 m weit. Im Endkampf landete sie dann noch dreimal jenseits der Sechsmetermarke, konnte jedoch die 6,26 m nicht toppen. " Ich bin mit der Konstanz meiner Sprünge sehr zufrieden und freue mich riesig über den ersten Internationalen Deutschen Meistertitel. Als nächstes Ziel sollte dann eine Weite im Bereich von 6,30 -- 6,40 m drin sein " so Marscheck. Auf dem zweiten Rang platzierte sich Melanie Petersohn (Uni Halle-Wittenberg) mit 6,04 m vor Laurance Bechtel (Uni Heidelberg), die 5,90 m weit sprang. Zum Abschluss des ersten Wettkampftages ging "Bea" dann als Mitfavoritin im 100 m Sprintfinale an den Start. " Sie wollte nun auch hier super abschneiden und konnte die Spannung in der Startposition nicht halten und fabrizierte einen Fehlstart. Beim zweiten Startversuch musste Beatrice Marscheck dann länger sitzen bleiben, denn durch die neue Fehlstartregel führt jeder weitere Fehlstart zur Disqualifikation. " "Auf den ersten Metern lief ich ein wenig hinterher und konnte meine Maximalgeschwindigkeit erst spät aufbauen. Es hat nicht ganz gereicht zum Schluss "so die Studentin. Im Ziel bleib die Uhr bei 12,00 sec stehen und in der Endabrechnung stand ein zweiter Rang und somit der Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft fest. Es siegte Anja Wackershausen ( Uni Tübingen ) mit 11,97 sec.

Wettkampftag zwei begann mit dem 200 m Vorlauf. Hier wollte Beatrice Marscheck die Qualifikationsnorm für die Deutschen Einzelmeisterschaften von 24,60 sec. meistern. "Ich lief mit 24,68 sec. eine verbesserungsfähige Zeit, denn die Kurve war bescheiden, die Norm hatte ich zwar noch nicht geschafft, doch ich war gut drauf und vertraute auf den Endlauf " so eine gut aufgelegte Finalistin. Im Finale klappte es dann auch mit der Qualinorm, denn 24,46 sec. bedeuten nicht nur Saisonbestleistung sondern auch zugleich die deutsche Vizemeisterschaft hinter Anja Wackershausen, die in 24,05 als Siegerin von der Bahn ging.

Die abschließenden 4 x 100 Meterstaffel brachte dann in der Besetzung Johanna Kurz, Beatrice Marscheck, Katrin Schröder und der Wetzlarer Schlussläuferin Sandra Oehme eine weitere Medaille für die Uni ein, denn in 48,33 sec belegte das Quartett hauchdünn hinter der siegreichen Staffel der Uni Karlsruhe ( 48,31 sec) den Silberrang.

In den Einzeldisziplinen konnte sich auch die Wetzlarerin Sandra Oehme für das Team der Giessener-Wettkampfgemeinschaft in Szene setzen. Mit 12, 22 sec. brillierte sie im 100m Endlauf als Vierte sowie mit 24,58 sec. und der DM-Quali als dritte mit der Bronzemedaille im 200m Finale. Johanna Kurz (TSV Kirchhain) sicherte sich im 400 Endlauf mit 58,72 sec die Bronzemedaille und Katrin Schröder vom LAZ Giessen / MTV Giessen war mit 5,36m im Weitsprungwettbewerb als sechste ebenfalls erfolgreich.
 

11.05.2008

Volker Clarius ist ein 75´ er

(jth)  LAZ – Ehrenvorsitzender Volker Clarius feierte am Sonntag, dem 11.Mai im Kreise seiner Familie seinen 75. Geburtstag. „ Es war ein wunderbare Feier mit vielen Überraschungen“ so der Sport-Pionier und Mitbegründer des LAZ Giessen Stadt und Land. Das halbe Schulorchester seiner ehemaligen Schule, der Liebigschule brachte dem Jubilar als Überraschung ein Geburtstagsständchen und danke somit dem langjährigen Giessener-Schulsportkoordinator für seine geleistete Arbeit. Am Pfingstmontag feierte das Urgestein des MTV 1846 Giessen dann in mit alten Schulkameraden, die mittlerweile zu echten Freunden geworden sind und mit Sportkollegen des LAZ Giessen. Es wurden schnell alte Erinnerungen geweckt. Durch die Verbundenheit zur Leichtathletik steht Volker Clarius dem LAZ Giessen weiterhin als Ratgeber zur Verfügung. „ Heute hier zu sehen, mit welchem Elan und Lebenslust Volker Clarius die Dinge angeht freut uns sehr und macht uns Mut die Leichtathletik auch in seinem Sinne weiter voranzutreiben “  so der jetzige LAZ-Vorsitzende Eckhard Paul.

 

10.05.2008

EM – Fünfte Pascal Behrenbruch in Gießen am Start

 

(jth)  Man hatte fast den Eindruck, als wäre man im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten Leistungen der Athletinnen und Athleten  waren zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das LAZ Giessen Stadt und Land um ihren Vorsitzenden Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 60 Athletinnen und Athleten ein kleines aber feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage organisiert. Als Top-Akteur startete der EM Fünfte im Zehnkampf aus Göteborg (2006) Pascal Behrenbruch in einigen Disziplinen zum Leistungstest in Gießen.

Pascal Behrenbruch (LG Eintracht Frankfurt) der mit seinem Trainer Jürgen Sammert nach Gießen anreiste trat im Kugelstoßen, im Weitsprung  sowie im 400 m Lauf im Stadion-West an. Mit 16,19 m wuchtete er sogar die Kugel auf eine persönliche Bestleistung. Im Weitsprung landete er bei 6, 76 m und die Stadionrunde absolvierte er in 50,15 sec. „ Wir sind vor kurzem erst aus dem Trainingslager gekommen und befinden uns im Formaufbau, ich bin zufrieden mit den gezeigten Leistungen“ so Pascal Behrenbruch der Silbermedaillengewinner der U 23 WM aus dem Jahr 2007.

Lisa Magel  und Adrian Becker, die beiden Mehrkampf-Asse vom LAZ Giessen waren die dominierenden Athleten der zweitägigen Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht. Lisa Magel (LAZ / SV Garbenteich), die seit dieser Saison der B-Jugendklasse angehört, erreichte mit 4420 Punkten zugleich die Qualifikationsnorm für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover. Die Athletin von Trainer Philipp Schlesinger knackte mit 20 Punkten die Norm für die DM.„Ich finde es voll super, dass ich die Quali schon geschafft habe (wenn auch knapp :-) .So ist der Druck bei den Hessischen nicht so groß. Auf die ich mich schon jetzt freue.) “ so der O-Ton von Lisa Magel.Ihr Zuckerstück lieferte Lisa im Hochsprung ab, denn mit übersprungenen 1,60 m lieferte sie ein hessisches Spitzenergebnis ab. Hinzu kamen 9,25 m mit der Kugel, 13,15 sec im Sprint, 4,74 m im Weitsprung, 14,76 sec über die Hürdendistanz, 27,56 m mit dem Speer und 2:32,47 Minuten im 800 m Lauf. „ Der Weitsprung ist derzeit Lisa´s Wackeldisziplin, deshalb wird er weiterhin Hauptinhalt des Trainings bleiben um die Defizite zu beheben. Im Hochsprung ist Lisa auf dem aufsteigenden Ast. Im Hürdenlauf überrascht mich Lisa derzeit, denn hier schrammte sie nur knapp an der Einzelnorm von 14,70 sec für die Deutschen-B-Jugendmeisterschaften vorbei “so Philipp Schlesinger.

Bei den Schülerinnen A W 15 sicherte sich Victoria Münch von den Sportfreunden aus Burkhardsfelden mit 2917 Punkten den Kreismeistertitel vor Kirsten Stark (TSG Alten-Buseck) mit 2613 Zählern. In prächtiger Frühform zeigte sich auch Alexa Peusch von der TSG Alten-Buseck mit 2858 Punkten als Siegerin der Schülerinnen A W 14. Die von Klaus Moch trainierte Athletin hatte im Speerwurf ihr bestes Einzelresultat mit 26,29 m vorzuweisen.

Im Zehnkampf der Juniorenklasse überragte der Troher – Mehrkämpfer Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck mit 6810 Punkten und der Norm für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften im August. „ Ich bin happy und zufrieden mit meinen Leistungen, denn ich habe seit zwei Jahren wieder einmal einen Zehnkampf durchgezogen. Es geht wieder bergauf mit mir , bei den Hessischen möchte ich die 7.000 Marke knacken und bei der DM dann mit 7.200 Zählern zuschlagen, so die ehrgeizigen aber realistischen Ziele des FSJ´lers. Becker startete mit 11,23 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 6,94 m weit. Übersprungene 1,84 m  im Hochsprung und 52,52 sec im 400 m Lauf waren weitere gute Resultate. Der zweite Wettkampftag begann mit 15,43 sec auf der 110 m Hürdenstrecke  sowie übersprungenen 4,00 m im Stabhochsprung. „ Mit 56,35 m konnte Addi im Speerwurf dann gegen Ende des Zehnkampfes noch mal überzeugen. Er hat sich nicht nur im Leistungspotenzial, sondern auch mental extrem verstärkt“ wir sind auf einem guten Weg für die Zukunft so Trainer Markus Czech.

LAZ-Neuzugang Rouven Höfer konnte im Zehnkampf der Männer mit 6102 Punkten den Sieg nach Hause fahren. „ Nach sechs Jahren Wettkampfpause im Zehnkampf gleich wieder die sechstausender Marke zu knacken ist schon einen super Sache. Wir peilen die 6.500 Punktemarke an. Rouven ist ein Gewinn für die Mannschaft, er strahlt Ruhe aus und kann die Truppe motivieren“, so Czech über sein Schützling. Seine besten Resultate zeigte Rouven Höfer mit 50,12 m im Speerwurf, übersprungenen 3,50 m im Stabhochsprung sowie 36,98 m im Diskuswurf und mit 6,47 m im Weitsprung.

Der zweite LAZ-Neuzugang Dennis Titow belegte im B-Jugendklassement hinter dem überragenden Sieger, Steffen Klink (TSV Kirberg / 6709) mit  6118 Zählern den zweiten Platz. „ Hätte Dennis im abschließenden 1500 Meterlauf ein bisschen mehr Puste gehabt, wäre die Norm von 6200 Punkten für die DM im erreichbaren gewesen, so muss er bei den Hessischen nachsitzen. Er hat jedoch über zwei Jahre wegen Verletzungen keinen Mehrkampf absolviert und ging die Sache verhalten an und kann nun darauf aufbauen “ so Trainer Markus Czech. Seine besten Resultate absolvierte der ehemalige Athlet des LV90 Thum über 100 m in 11,35 sec sowie im 110 m  Hürdensprint mit 15,31 sec.

Bei den A-Schülern trumpfte die Mehrkampftruppe der LG Eintracht –Frankfurt auf. Aron Schreiner siegte bei der M 15 mit 4917 Zählern vor Vereinskollege Dameon Jones (4680 Punkte) und Lukas Langhanki ( TV Dillenburg / 4460 ). Bei den Schülern M 14 behauptete sich Rouben Czwikla (LG Eintracht-Frankfurt) mit 4373 Punkten.

Am Pfingstsonntag unterzogen sich Beatrice Marscheck (LAZ / SV Garbenteich) und Hans-Jügen Lay (LAZ / MTV Giessen) in Brüchköbel bei einem nationalem Sportfest einem Formtest. Für die Lehramtsstudentin Marscheck blieb die Uhr erstmalig mit 11,95 sec unter der magischen Zwölfsekundenmarke stehen. Im Weitsprung landete sie bei 6,12 Metern und deutete in beiden Disziplinen ihre Ambitionen für Platzierungen bei Nationalen Meisterschaften an. Hans Jürgen Lay´s Uhr blieb im 100 m Sprint bei  11, 75 sec stehen. Im Weitsprungwettbewerb landete er bei ausbaufähigen 6, 56 m so Coach Czech.

24.02.2008


Marscheck zwei mal auf Rang sechs bei den Deutschen

 


(jth) Im Sindelfinger Glaspalast ermittelten die deutschen Leichtathleten am vergangenen Wochenende ihre nationalen Titelträger unter dem Hallendach. Mit im Konzert der Großen dabei, war auch Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich. Sie vertrat als einzige heimische Athletin, trotz Achillessehnenbeschwerden, die Giessener Farben im weiten Rund und belegte im Weitsprung mit 6,15 m einen hervorragenden sechsten Rang. Im 200 Meterlauf sicherte sie sich nach 24,51 sec im Vorlauf mit 25,37 sec ebenfalls Platz sechs im Finale und gehört somit zu den besten deutschen Sprinterinnen.*

Am Samstag wollte die Garbenteicherin Lehramtsstudentin als Vorbelastung ihre Starkarte über die 60 m abgegeben, doch die bereits im Vorfeld angedeuteten Achillessehnenprobleme stoppten dieses Abenteuer. " Wir konzentrieren uns auf den Weitsprung und die 200 Meterdistanz " so Coach Markus Czech.

Um 15 Uhr am Samstag war es dann soweit und 4.000 Zuschauer puschten die Garbenteicherin mit rhythmischen Klatschen in die Weitsprunggrube. Ihr erster Sprung landete bei 6,10 m und "Bea" lag nach der ersten Runde auf einem Bronzerang, was sich jedoch nach dem zweiten Versuch änderte, denn die großen Favoritinnen Bianca Kappler und Sophie Krauel konterten. Im zweiten Durchgang steigerte sich Beatrice Marscheck auf 6,15 m und sprang im dritten Versuch noch mal 6,03 m. Somit war das Ziel der Endkampferreichen erfüllt und auf Platz sechs liegend begann sie ihren vierten Durchgang. " Ich merkte auf einmal einen leichten Schmerz in der Achillessehne und konnte den Sprung nicht richtig ausführen. Nach dem der Sprung mit 5,57 m gemessen wurde habe ich mich zum Verzicht auf die weiteren Sprünge entschieden" so Marscheck. " Wir hätten uns eigentlich eine Weite zwischen 6,20 und 6,30 vorgestellt, doch der sechste Rang ist die beste Einzelplatzierung von Bea bei einer deutschen Meisterschaft der Aktiven. Es war alles vor Ort was derzeit im Weitsprungzirkus Rang und Namen hat. Von daher können wir Zufrieden sein" so der Trainer.

Es gewann Melanie Bauschke (LG Nike Berlin) mit 6,49 m vor Bianca Kappeler (LC asics Rehlingen) mit 6,46 m und Kathrin van Bühren (Kevelaerer / 6,32m).

Der Sonntag startete für Beatrice mit dem Vorlauf über die 200 m Distanz. Auf Bahn vier laufend im ersten Zeitlauf hatte sie das Problem, dass sie ihre Konkurrentinnen nicht im Blickfeld hatte. Mit 24,51 sec erreichte sie hinter der Vorlaufsiegerin Stephanie Thumann (Bremer LT / 24,36 sec) Rang zwei. Die Spannung stieg nun, denn das Finale, das in zwei gleichberechtigten Endläufen ausgetragen wird, konnten nur acht Sprinterinnen erreichen. " Schade am Ende fehlte mir nur ein Platz, als neunte war leider Schluss nach dem Vorlauf." so einen etwas enttäuschte LAZ-Athletin. Da jedoch eine Athletin auf das Finale verzichtete war Bea die erste Nachrückerin und somit plötzlich im Konzert der großen dabei. " Ich musste im Finale auf Bahn eins antreten, eine Nachteil wegen der engen Kurven. Dass ich dann noch mit 25,37 sec. auf dem sechsten Platz eingetrudelt bin, freut mich, so Marscheck. "Es war ihre drittbeste Hallenzeit im Vorlauf. Das Finale war Zugabe, mehr war mit den Beschwerden an der Achillessehne nicht drin. Wir haben jetzt die Hallensaison abgeschlossen und bereiten uns auf den Sommer vor. Beatrice ist eine der schnellsten Weitspringerinnen, wenn wir die Anlaufgeschwindigkeit jetzt noch in Sprunghöhe und somit auch in Weite umsetzen können, sind im Sommer 6,30 - 6,35 m drin." so der Coach.

20.02.2008

LAZ-Neuzugänge präsentiert

(jth)   Vor kurzem präsentierte das Leichtathletikzentrum Gießen in den Räumlichkeiten seines Sponsors, Stadtwerke Gießen AG, ihre Neuzugänge für die Saison 2008.  Gerhard Wißner, der sich bei der SWG für das Sponsoring verantwortlich zeigt, konnte neben Trainer Markus Czech, die vier jungen Athleten Dennis Titow, Christoph Schäfer, Daniel Wagner und Rouven Höfer begrüßen. In der Hallensaison 2008 machte bereits Dennis Titow (´91) auf sich aufmerksam.Er sicherte sich den Hessentitel im Hürdenlauf bei der B-Jugend und lief bei den Süddeutschen Meisterschaften auf Rang vier in dieser Disziplin. „ Dennis kommt von TVL Freiberg / LV 90 Thum , wurde mit den Achtkämpfern deutscher Mannschaftsmeister 2006 und führte im Jahr 2006 die deutsche Bestenliste über die Hürdendistanz mit 10,60 sec an. 2007 war er verletzt ist jetzt wieder fit, was die Hallensaison 2008 bis jetzt zeigt. Der Schwerpunkt wird für 2008 im Hürdenlauf und im Mehrkampf liegen. Also ein ähnlicher Typ wie Adrian Becker “ so Trainer Markus Czech. Christoph Schäfer (´90) und Daniel Wagner (´90) wechselten vom TV Lohra zum LAZ Gießen und sind Athleten für die Zukunft. „ Christoph ist mehrkampforientiert und benötigt noch in bisschen Zeit um heranzureifen. Daniel ist ein reiner Sprinter, für ihn sollte eine 23er Zeit über die 200 m das Sommerziel sein “ so Czech. Als vierter Neuzugang konnte Rouven Höfer (´84) präsentiert werden. Der ehemalige Zehnkämpfer der LG Vogelsberg und später der LG Eintracht-Frankfurt hat bereits als Jugendlicher fast 7.000 Punkte erzielt. „ Er bereichert die Trainingsgruppe und bietet gemeinsam mit Adrian Becker und Stefan Cebulla das Potential für eine Zehnkampfmannschaft  in 2008 “ so Markus Czech. Gerhard Wißner wünschte allen Athleten eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison und überreichte als Glücksbringer das SWG-Maskottchen, den Drachen Fabius.

Bild v.l. Trainer Markus Czech, Dennis Titow, Rouven Höfer, Christoph Schäfer, Gerhard Wißner ( SWG). Es fehlt auf dem Bild Daniel Wagner

03.02.2008

Marscheck mit Süddeutschen-Vizetitel über 200 m

(jth) Die Süddeutschen- Hallenmeisterschaften in Chemnitz waren ein erfolgreicher Ausflug für Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich sowie für ihre männlichen Kollegen Adrian Becker ( LAZ /  TV Gr.-Buseck) und Dennis Titow ( LAZ / MTV Gießen). Mit einer neuer Bestzeit von 24,29 sec im  200 m Finale holte die Lehramtsstudentin den Süddeutschen-Vizetitel an die Lahn. Im Weitsprungwettbewerb wurde die Garbenteicherin fünfte mit 6,11 m. Neuzugang Dennis Titow wurde im 60 m Hürdenfinale der B-Jugend vierter in 8,18 sec.

Am Samstag hatte die Garbenteicherin Beatrice Marscheck  einen sehr anstrengenden  „Laufzeitplan“ zu meistern. Zwei Läufe über 60 Meter sowie der Vorlauf über die 200 m Distanz forderten die Athletin von Trainer Markus Czech.  Zunächst stand der  60 m Vorlauf auf dem Programm, den "Bea" bravourös  mit 7,64 sec meisterte und sich für den Zwischenlauf qualifiziert. Hier blieb die Lehramtsstudentin des LAZ Giessen dann jedoch mit 7,66 sec stecken und konnte sich nicht für das Finale der besten Süddeutschen Sprinterinnen empfehlen. „ Beatrice kam nicht so spritzig aus den Blöcken, die ersten Schritte waren ein bisschen zu passiv, doch für das Finale hätte sie ihre Bestzeit toppen müssen .7,57 sec. musste man schon anbieten.“ so Trainer Markus Czech.

Zum Abschluss des ersten Tages stand dann noch der Vorlauf über die 200 m auf dem Zeitplan. Mir 24,50 sec lief Marscheck nicht nur neue Bestzeit, sondern stand auch mit der zweitschnellsten Zeit im Finale der besten süddeutschen Sprinterinnen, am Sonntag. „Kurz nach dem Weitsprung steht dann das 200 m Finale auf der Tagesordnung. Ich muss mal eine Nacht darüber schlafen, wie ich diese Doppelbelastung meistere. “ so Beatrice Marscheck.

Der Sonntag begann für Beatrice mit dem Weitsprungwettbewerb. Ihr erster Sprung landete bei 5,97 m, sie konnte sich jedoch im zweiten Versuch auf 6,11 m steigern und erreichte den Endkampf der besten acht Springerinnen.

"Bea hatte Probleme mit dem Anlauf und der Landung" so Trainer Czech, die sie auch im Endkampf nicht abstellen konnte. Im Endkampf trumpfte sie dann noch mal mit  zwei Sprüngen jenseits der Sechsermarke auf und belegte am Ende mit der Vorkampfleistung von 6,11 m einen fünften Rang. Es gewann die wieder genesene Sophie Kraue ( TSU Jena) mit ausgezeichneten 6,49 m, vor Annika Schütze (Erfurter LAC) mit 6,28 m und Stephanie Unger (LAC Erdgas Chemnitz /6,21m).

Kurz nach dem Weitsprung stand für Beatrice das Finale über die 200 Meterstrecke an. "Bea  lief ein couragiertes Rennen und konnte sich den kleinen Frust aus dem Weitsprung herauslaufen" so der Coach. Eine persönlicher Bestzeit von 24,29 sec und ein unerwarteter zweiter Rang standen dann in der Endabrechnung auf dem Tableau. "  Ich musste nur der Favoritin des Vorlaufes Katharina Naumann ( LG Stadtwerke München ) mit 23,92 sec. den Vortritt lassen und fahre als Süddeutsche-Vizemeisterin nach Hause. Es läuft alles nach Plan für die DM-Vorbereitung Ende Februar in Sindelfingen" so eine zufriedene Studentin.

Am ersten Wettkampftag zeigte auch der Busecker - Mehrkämpfer Adrian Becker (LAZ / TV Gr.-Buseck) seine Sprintstärke, die er sich in der Hallensaison erarbeitet hat. Im Vorlauf lief "Addi" mit 7,21 sec Saisonbestleistung was jedoch nicht zum Einzug in den Zwischenlauf  berechtigte. Im anschließenden Weitsprungwettbewerb belegte er am Ende Rang 10. „ Mein dritter Versuch landete bei 6,90 m, was aber leider nicht zu einer Endkampfteilnahme reichte. Ich hätte gerne einen Siebenmetersprung in die Grube gesetzt, doch ich bin ohne Brett gesprungen. Mein Trainer musste mich nach den ersten beiden Versuchen jeweils ein Anlauffuß zurück schicken “ so Becker. Tags drauf stand  der 60 m Hürdenlauf an und hier konnte er mit neuer Bestzeit von 8,51 sec glänzen, blieb jedoch im Vorlauf hängen. „Ich bin neben Falk Balzer ( TUS Jena) gelaufen, ein DLV-Spitzenläufer, der schon am Welt – und Europameisterschaften teilgenommen hat “ so der Mehrkämpfe Adrian Becker über seinen Hürdenlaufnachbar.

LAZ – Neuzugang Dennis Titow, der vor kurzem den Hessenmeistertitel  im 60 m Hürdenlauf in 8,41 sec erringen konnte, startete auch in dieser Disziplin in Chemnitz. Nach 8,27 sec im Vorlauf sicherte er sich souverän einen Endlaufplatz. Hier lief er dann mit 8,18 sec erneut zum zweiten mal am Tage Bestzeit und verfehlte als vierter in 8,18 sec nur knapp das Treppchen. „ Wenn Dennis die leichten technischen Probleme bei der Hürdenüberquerung ausmerzt, dann können wir im Sommer einiges von ihm erwarten “ so ein zufriedener Trainer Markus Czech über seinen Schützling.  Es gewann Philipp Burgard ( LA Team Saar ) in 8,06 sec vor Gregor Traber ( VfB LC Friedrichshafen ) mit 8,07 sec und Martin Vogel ( LAC Erdgas Chemnitz / 8,18 sec)

 

21.01.2008
Sportlerwahl von Karstadt und dem Gießener Anzeiger:
Beatrice Marscheck und Lisa Magel auf Rang 2

Über 13.000 Sportfans, Kunden von Karstadt Gießen und Leser des Gießener Anzeigers haben abgestimmt und die Sportlerwahl in Mittelhessen zum Triumphzug der LAZ Leichtathleten werden lassen: Hinter der  RSV-Nationalspielerin Gesche Schünemann, die zur Sportlerin des Jahres gewählt würde platzierte sich die Vorjahressiegerin Beatrice Marscheck auf dem zweiten Rang. In der Kategorie Nachwuchssportler konnte Lisa Magel hinter der Siegerin Julia Gaudermann bei ihrer ersten Nominierung mit dem zweiten Platz aufwarten. Sportler des Jahres ist Rouven Roessler, Coach des Jahres Torsten Leibenath (beide Gießen 46ers). In der Kategorie Mannschaft des Jahres belegte der RSV Lahn-Dill den zweiten Platz hinter dem Basketball-Team der Theo-Koch-Schule Grünberg, das sich 2007 einen Platz unter den zehn besten Schulteams der Welt erobern konnte.  Wir freuen uns mit Beatrice und Lisa über diese Auszeichnung und gratulieren natürlich auch allen Siegern in den übrigen Kategorien!

20.01.2008
Volker Clarius zum LAZ-Ehrenvorsitzenden benannt

 

(jth) „Rundum positiv !“, bezeichnete der Vorsitzende Eckhard Paul die Mitgliederversammlung des Leichtathletikzentrums Giessen Stadt und Land e.V., die am Freitag in Gießen stattfand. Er konnte auf  eine erfolgreiche Saison 2007 zurückblicken, die mit dem Deutschen Juniorentitel im Weitsprung von Beatrice Marscheck (SV Garbenteich) ihren Höhepunkt hatte. Aber auch Lisa Magel ( SV Garbenteich) konnte im Schülerbereich mit dem Süddeutschen Meistertitel auftrumpfen.

Als dann die Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung standen, konnte Wahlleiter Horst Schlesinger dem bisherigen Vorsitzenden Eckhard Paul (VfB Gießen) zur Wiederwahl gratulieren. „ ich werde für die nächsten zwei Jahre mein Engagement einbringen, denn in der LAZ-Familie fühle ich mich pudelwohl“, so der wiedergewählte Vorsitzende. Leichtes Spiel hatte Paul, dann mit den weiteren Vorstandsposten, denn alle bisherigen Vorstandsmitglieder konnten zur Wiederwahl animiert werden und nahmen die Wahl auch an.

Das Bonbon der Mitgliederversammlung kam zum Schluss. Die Versammlung ernannte das Gründungsmitglied des LAZ Gießen und langjährigen, ehemaligen LAZ-Vorsitzenden Volker Clarius ( MTV Giessen) zum Ehrenvorsitzenden. Vorsitzende Paul lobte sein langjähriges Engagement in den 80´er Jahren und hofft, das Volker Clarius sein langjähriges Wissen in beratenden Funktion einbringen wird. Der neue Ehrenvorsitzende Volker Clarius versicherte, dass er immer noch mit Herzblut dabei sei und wünscht sich für die Zukunft, dass der Verein wieder einen Fuß in die Schulen bekommen wird, um auch dort die Leichtathletik wieder attraktiver zu gestalten. „ Ich möchte, so lange es möglich ist, für die Giessener-Leichtathletik noch den einen oder anderen Impuls geben.“ so Clarius in seiner kurzen Ansprache an die Versammlung.

Vorsitzender Paul wies noch auf das  Veranstaltungsprogramm 2008 hin, das auf der Homepage www.laz-giessen.de  einzusehen und abrufbar ist.

LAZ-Vorstand 2008:

Vorsitzender: Eckhard Paul

Stellv. Vorsitzender: Kurt Drolsbach

Ehrenvorsitzender: Volker Clarius

Geschäftsführer: Martin Theimer

Schatzmeistererin: Gudrun Döring

Stellv.Schatzmeister: Reinhard Böttner

Schriftführerin: Ilona Rüssel

Beisitzer: Jörg Theimer

Beisitzer: Erich Gebhardt

 

13.01.2008

Beatrice Marscheck und Dennis Titow mit Hessentitel

(jth) Die mittelhessischen Sprinterinnen und Sprinter sind in Hessen Spitze, denn bei den diesjährigen hessischen Hallenmeisterschaften der Aktiven und der B-Jugend in der Herrenwaldhalle in Stadtallendorf, gewannen Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV Garbenteich Gold über 60 und 200 Meter sowie Bronze im Weitsprung.  Der Neuzugang des LAZ Giessen Dennis Titow, siegte in souveräner Manier im 60 m Hürdenfinale der B-Jugend .

Für die Lehramtsstudentin Beatrice Marscheck begannen die „Hessischen“ mit einem ausgezeichneten Vorlauf über 60 Meter in 7,70 sec. Keine der Konkurrentinnen bot in den Vorläufen eine Zeit unter der acht Sekundenmarke an. Im Finale auf Bahn drei laufend hatte „Bea“ einen schwachen Start erwischt und kam dann aber bestens ins Rennen. Im Zielbereich blieb die Uhr dann bei 7,71 sec stehen, was nur ein Zehntel von ihrer persönlicher Bestzeit von 7,61 sec aus dem Jahr 2007 entfernt war und so holte sich die Garbenteicherin den begehrten Titel über die 60 m Sprintstrecke. „Ich habe den Start versemmelt und kam nicht optimal aus dem Block“ so die lachende Siegerin kurz nach dem Triumph.

Rang zwei ging an Isabelle Pfeiffer (7,85) vom TV Gelnhausen vor Sandra Frömel ( TSG Wehrheim /8,15 sec). Zwischen dem 60 m Finale und dem anstehendem Weitsprung war nicht viel Zeit um den Erfolg zu genießen. „Wenn alles glatt läuft ist „Bea“ Mitfavoritin, denn in dieser Hallensaison sprang sie bereits 6,23 m weit“ so Trainer Markus Czech. Der Wettkampf begann für die Studentin mit zwei ungültigen Sprüngen. Im dritten Durchgang musste erst mal ein gültiger Versuch her, um den Endkampf zu erreichen, was mit 5,88 m dann auch gelang. „ Beatrice hatte im Endkampf nicht den Kopf frei, sie lief nicht mehr so locker und dynamisch an und war sehr unsicher“, so der Marscheck-Coach. Im letzten Durchgang erzielte sie dann nochmals 6,06 m und konnte damit aber die Beiden erstplatzierten nicht mehr einholen. „Der dritte Rang ist schon ok, die Ski-Urlaub in der vergangenen Woche schlägt wohl ein bisschen auf die Spritzigkeit“ so eine leicht enttäuschte Beatrice Marscheck.

Am zweiten Wettkampftag standen dann noch die 200 Meter auf dem Programm. Der Vorlauf mit 25,39 sec zeigte bereits, dass „Bea“ auch auf dieser Distanz in Topform ist und der Einzug in das Finale kein Problem darstellte. Hier spulte die Studentin ihren Lauf souverän ab und setzte sich mit 25, 31 sec gegenüber der Zweitplatzierten Lisa Hübner ( LG Eintracht Frankfurt) 26,21 sec durch. „ Ich habe die Quali für die Deutschen Meisterschaften Ende Februar bestätigt und fahre mit zweimal Gold  und einmal Bronze nach Hause“ so eine rundum zufriedene LAZ-Athletin.

Ronnie Blaschek vom LAZ Giessen / TSG Lollar hatte seine Meldekarte im Hochsprung der Männer abgegeben. „Bei den Kreismeisterschaften konnte ich noch 1,90 m überspringen, heute kam ich nicht so richtig in den Wettkampf hinein und bei 1,85 m war als vierter Schluss“ so der Athlet des TSG Lollar.  Auch Adrian Becker vom LAZ Gießen / TV Gr.-Buseck hatte muskuläre Probleme, so dass er am zweiten Wettkampftag nur im 60 m Hürdenlauf antrat. Der Mehrkämpfer der eigentlich auch im Weitsprung ( dieses Jahr bereits 7,05 m) starten wollte erreichte den Endlauf und wurde in 8,55 sec vierter der Konkurrenz.

LAZ - Neuzugang Dennis Titow, der vom TVL Freiberg nach Gießen wechselte  stand nach 7,39 sec im Vorlauf und 7,35 sec im Zwischenlauf im Finale der besten B-Jugendlichen über 60 m, fabrizierte aber leider den zweiten Fehlstart und wurde somit disqualifiziert. Besser lief es für ihn dann Tags darauf. Der ehemalige Schülerbeste im Hürdenlauf siegte in souveräner Manier im 60 m Hürdenfinale mit 8,71 sec und holte sich somit seinen ersten Hessentitel ab. „ Dennis läuft nächste Woche noch bei der A-Jugend und hat die Quali für die Deutschen, wir sind auf einem guten Weg “ so Coach Czech.

Lisa Magel vom LAZ Gießen / SV Garbenteich trat im Hochsprung an und überfloppte 1,61 m, was am Ende zu Rang vier reichte. „ Schade, wäre Lisa 1,64 m gesprungen wäre alles in Butter gewesen. Die Siegerin Christina Kiffe vom ASC Darmstadt lieferte mit 1,70 m einen Topleistung ab “ so Trainer Philipp Schlesinger. Am zweiten Wettkampftag standen dann für Lisa Magel noch die Hürden auf dem Tagesprogramm. Hier konnte sie sich nach 9,20 sec im Vorlauf für den Endlauf qualifizieren und erreichte als vierte  mit 9,16sec. das Ziel.

 

29.12.2007

Besucher auf www.laz-giessen.de

   

02.12.2007

Sportlerwahl 2007

                  http://www.giessener-anzeiger.de/sixcms/list.php?page=s_umfrage_sportlerwahl

der „Giessener Anzeiger“  sowie  „Karstadt Sport“  veranstaltet zum Jahresende  wieder Mittelhessens Sportlerwahl

Eine Kooperation von Giessener Anzeiger und Karstadt

In diesem Jahr bereits zum 12. mal kürt unser Medienpartner „Giessener Anzeiger“, den Sportler, die Sportlerin, die Mannschaft, den Trainer und den Nachwuchssportler des Jahres.

Aus Gießen und der Region Mittelhessen kamen auch im Jahr 2007 wieder eine Vielzahl von Sportlern und Sportlerinnen, die in ihrem Metier Außergewöhnliches geleistet haben.

Darunter auch Beatrice Marscheck. Die LAZ Athletin wurde für den Titel „Sportlerin des Jahres“ nominiert. Lisa Magel wurde für den „Nachwuchssportler des Jahres" nominiert

Name Disziplin Leistung Datum Wettkampf Ort Platz
Marscheck, Beatrice Weit 6,24 25.08.2007 DM Junioren Hannover 1
Marscheck, Beatrice 100m 11,79 25.08.2007 DM Junioren Hannover 4
Marscheck, Beatrice Weit 6,10 22.07.2007 DM Aktive Erfurt 7
Marscheck, Beatrice Weit 6,23 28.07.2007 SDM Junioren Regensburg 1
Marscheck, Beatrice 100m 11,73 18.08.2007 SDM Aktive Saarbrücken 1
Marscheck, Beatrice Weit 6,29 18.08.2007 SDM Aktive Saarbrücken 1
Marscheck, Beatrice Weit (h) 6,08 27.01.2007 SDM Aktive Sindelfingen 3
Marscheck, Beatrice Weit (h) 5,92 07.02.2007 IDHM Halle  Karlsruhe 2
Marscheck, Beatrice 60m (h) 7,66 07.02.2007 IDHM Halle  Karlsruhe 6
Marscheck, Beatrice Weit 6,06 10.08.2007 German Meeting Leverkusen 6
             
             
Magel, Lisa Hoch 1,66   SDM - W 15 Regensburg 1

Bis zum 28. Dezember haben Sie noch die Möglichkeit, Ihre Stimme zu dieser Wahl abzugeben, bevor dann im Jahr 2008 die Gewinner gekürt werden

Wer von Euch Zeit, Lust und Laune hat, gibt bitte seine Stimme für die Leichtathletinnen und Leichtathleten  ab!

Bitte leitet diese E-Mail an Vereine, Athleten und Bekannte weiter, damit viele Stimmen gesammelt werden können.

 

 
Die Dauerbrennerin Beatrice Marscheck
"Beatrice Marscheck hat etwas erreicht, was als besonders schwer bekannt ist. Nicht nur nach ganz oben zu kommen, sondern sich dort auch zu halten", so hatte Sportkreisvorsitzender Heinz Zielinski Anfang des Jahres in seiner Laudatio die Sportlerin des Jahres 2006 gewürdigt, die ihren Erfolg von 2005 wiederholt hatte. Der Satz scheint auch in dieser Saison Ansporn und Verpflichtung für die Leichtathletin des LAZ Gießen gewesen zu sein. Mit wiederum herausragenden Leistungen qualifizierte sich die 22-Jährige erneut souverän für das Teilnehmerfeld, greift damit zum vierten Titel - 2004 war sie bereits die Nummer eins in der Kategorie Nahwuchssportlerin - und könnte damit Sportlerwahl-Geschichte schreiben. Als "eindrucksvolles Jahr" bezeichnet Trainer Markus Czech die letzte Junioren-Saison der Lehramtsstudentin, die über 200 Meter etwas kürzer trat, dafür aber im Weitsprung und über 100 Meter glänzte und sich wieder ein Stück weiter in Richtung deutsche Spitze schob. Die pralle Medaillensammlung spricht Bände: Süddeutsche Meisterin im Weitsprung mit persönlicher Bestleistung von 6,29 Meter, deutsche Juniorenmeisterin im Weitsprung (6,24 m), süddeutsche Juniorenmeisterin im Weitsprung (6,23 m), süddeutsche Meisterin über 100 Meter (11,73 Sekunden) und persönliche Bestleistung über 100 Meter (11,66) im Vorlauf zur deutschen Juniorenmeisterschaft.

 

17.11.2007

Meisterehrung 2007

(jth)  Im Rahmen der Sportgala der Leichtathletikabteilung des SV 1928 Garbenteich ehrte das Leichtathletikzentrum Gießen Stadt und Land seine diesjährigen erfolgreichsten Athletinnen. „Sowohl Beatrice Marscheck als auch Lisa Magel haben in diesem Jahr die Farben des LAZ Giessen weit über die Grenzen von Hessen vertreten “ so der erste Vorsitzende Eckhard Paul.

 

Beatrice Marscheck  machte in dieser Saison vor allem im Weitsprung auf sich aufmerksam, denn hier konnte sie gleich drei Meistertitel einfahren. Die wertvollste Medaille ist der Gewinn der Deutschen Juniorenmeisterschaft in Hannover, mit 6,24 m. Es folgte der Süddeutsche Juniorentitel mit 6,23 m und der Titel der Süddeutschen Meisterin mit Saisonbestleistung von 6,29 m. Aber auch im 100 m Sprint machte die von Markus Czech trainierte Athletin in diesem Jahr auf sich aufmerksam, denn mit 11,73 sec holte sich „Bea“ den Titel der Süddeutschen Meisterschaften bei den Aktiven. Mit ihrer Saisonbestleistung von 11,66 sec rangiert die Lehramtsstudentin auf dem 10 Rang der diesjährigen DLV-Bestenliste.

 

Nachwuchs-Ass Lisa Magel holte sich überraschend bei den Süddeutschen Schülermeisterschaften den Einzeltitel im Hochsprung der W 15 mit übersprungenen 1,66 m. Die von Philipp Schlesinger trainierte Athletin konnte zudem die Hessenmeisterschaft im Hochsprung in der Halle sowie den Titel der Hessenmeisterin im Blockmehrkampf für das LAZ und so auch für ihren Stammverein, dem SV 1928 Garbenteich einfahren.

 

v.l.: Gudrun Döring ( Schatzmeisterin LAZ Gießen), Beatrice Marscheck, Lisa Magel, Eckhard Paul ( 1. Vorsitzende LAZ Gießen)

 

16.10.2007

Pressespiegel Volks & Straßenlauf + Walking - Day

Gi-Allgemeine & Gi-Anzeiger vom 16.10.2007

 

17.09.2007

Nico Gremm  in Berlin auf dem Podest

01.09.2007

Nico Gremm will in Berlin allen davonlaufen

    Gi-Anzeiger v. 14.09.2007

" Rakete" fliegt 30 Meter in vier Sekunden

Neunjähriger Nachwuchskicker Nico Gremm ein Sprintttalent - Am Sonntag in Berlin

GIESSEN (jcs). Leichtathletik-"Unikat" Kurt Drolsbach weiß, wie man jungen Talenten das effektive Lostreten vom Sprinter-Startblock nahebringt: "Nico, stell dir vor, du wärst eine Rakete!" Wer Nico Gremm hingegen laufen sieht, muss das Bild der Rakete erst gar nicht vor seinem inneren Auge projizieren. Der Fußballer des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg ist nämlich ungemein schnell. Und gerade einmal neun Jahre alt. Am 5. Juli 2007 wurde Kurt Drolsbach (Leichtathletikzentrum Gießen) auf den jungen Pohlheimer aufmerksam. In der Gießener Innenstadt (Katharinengasse) nahm Gremm an der Aktion "Deutschland sucht den Supersprinter" teil, bei der nicht nur Vereinsmitglieder, sondern praktisch jeder mitmachen konnte, der Spaß am Laufen hat. Auf der 30-Meter-Strecke legte der Neunjährige, für den nun die vierte Schulklasse begonnen hat, einfach mal so die viertbeste Zeit hin - bundesweit.
"Wir kannten ihn nicht. Sein Fußballtrainer hatte ihn auf die Aktion aufmerksam gemacht", staunte Kurt Drolsbach seinerzeit nicht schlecht über die vier Sekunden, die Nico Gremm für die 30 Metern benötigte. Und beendete kurzerhand seinen Trainer-Ruhestand.
Seitdem hat sich Drolsbach intensiv mit dem Limesschüler befasst, denn: "Bis vor kurzem hat er noch nie in seinem Leben einen Startblock gesehen. Er muss ein Gefühl dafür bekommen, wie man den Ballendruck richtig einsetzt." Dabei - man mag es kaum glauben - gestaltete es sich laut Drolsbach schwierig, überhaupt erst einmal einen Startblock zum Trainieren zu besorgen. Auch die Lichtschranke, mit der Nico Gremm an seiner Zeit und seinem Start arbeiten kann, ist momentan nur eine Leihgabe der Stadt Gießen.
Da wird die Veranstaltung, die am 16. September auf das junge Lauftalent wartet, von ganz anderem Kaliber sein: Im Berliner Olympiastadion werden zum Finale der Supersprinter-Aktion knapp 60 000 Zuschauer erwartet. Das Finale findet im Rahmenprogramm des Internationalen Stadionfest Berlin statt, einem der traditionsreichsten und berühmtesten deutschen Leichtathletik-Meetings.
Fünfmal Training pro WocheDas alles macht Nico Gremm jedoch keine Angst. Sehr unbefangen und "cool" wirkt der Pohlheimer, der in den Sommerferien fünfmal pro Woche trainierte. Letzte Saison spielte er noch für die E-Junioren des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, nun ist er in der Altersklasse der D-Junioren aktiv, mit denen er dreimal pro Woche trainiert. Dazu kommen noch zwei Trainingseinheiten auf dem Uni-Sportgelände am Gießener Kugelberg. Volles Programm also, denn es besteht Nachholbedarf.
Und es stellt sich auch die Frage, weshalb derartige Talente nur über Umwege entdeckt werden. Kurt Drolsbach meint: "Die Sportanlagen am Kugelberg sind veraltet, hier werden zukünftige Lehrer an Geräten ausgebildet, über die sich wahrscheinlich schon Turnvater Jahn schwarz geärgert hat. Wir wollen aber Leichtathletik in Gießen wieder hoffähig machen. Ein Schritt dahin ist die gute Kooperation mit dem staatlichen Schulamt, dadurch haben wir schon einige Schülerinnen und Schüler für den Verein gewinnen können."
Und einer davon kann am 16. September in Berlin zu den drei schnellsten Deutschen der Altersklasse M10 gehören. Nico Gremm wird übrigens drei Tage nach diesem Event zehn Jahre alt. Nicht nur Vater Rolf und Mutter Jessica sind gespannt.