„Verletzungen gehören
zum Sport dazu, tragen
aber auch zur mentalen
Reife bei - deine Ziele
solltest du aber nie aus
den Augen verlieren.“
Diesen Ratschlag gab
Beatrice Marscheck,
mittelhessische
Spitzenleichtathletin
und WM-Teilnehmerin
2009, ihrer jungen
Kollegin Julia Gerter
zum Abschluss ihrer
Laudatio im Café des
Kaufhauses Karstadt mit
auf den Weg. Unter
Beifall betrat die „Nachwuchsportlerin
des Jahres 2011“ dann
die Bühne und wirkte
neben Vereinskameradin
Marscheck, die sie
aufgrund derer vielen
Erfolge selbst als
„großes Vorbild“
bezeichnet, zunächst
etwas schüchtern. Doch
als Moderator Frank
Piroth sie in das
obligatorische
Frage-Antwort-Spiel mit
einbezog, blühte die
17-Jährige vom LAZ
Gießen langsam auf und
freute sich an der Seite
der ebenfalls
nominierten Elena
Peppler (3./Schwimmen)
und Elisabeth Dzirma
(2./Basketball)
sichtlich über die
Auszeichnung.
„Hinter
ihr liegt ein
aufregendes, spannendes
und erfolgreiches Jahr“
sagte Marscheck über die
LAZ-Athletin. Der Weg
der jungen
Weitspringerin bis in
den engen Kreis der
nationalen
Nachwuchsspitze war kein
leichter. Bereits als
Kind liebte sie Sport,
ihr Hauptaugenmerk lag
damals allerdings noch
auf Volleyball und
Kunstturnen. Ihre ersten
Gehversuche in der
Leichtathletik machte
Gerter, die im Februar
2011 in Leverkusen mit
6,35 Metern eine neue
persönliche Bestleistung
im Weitsprung
aufstellte, beim SV
Nieder-Weisel in der
Wetterau und trainierte
dort sehr vielseitig.
Auf eine spezielle
Disziplin wollte sie
sich damals noch nicht
festlegen, ihr Training
orientierte sich am
Mehrkampf. 2009
wechselte Gerter dann
zum LAZ Gießen, doch
dort erhielt ihre
Laufbahn einen Dämpfer.
Aufgrund von
Verletzungen und
Beschwerden konnte sie
nur eingeschränkt
trainieren, der Fokus
lag auf Kraft- und
leichtem Sprungtraining.
Also die Beschwerden
nachließen,
konzentrierte sich die
groß gewachsene
Jugendliche auf den
Weitsprung und legte
dort eine rasante
Entwicklung hin.
Es folgte die
Berufung in den
deutschen C-Kader, ihr
Debüt im Nationaltrikot
feierte sie bei einem
Länderkampf - ein Traum
wurde wahr. Durch den
Wechsel ins Frankfurter
Sportinternat schenkte
die Butzbacherin im
vergangenen Jahr der
Leichtathletik noch mehr
Beachtung, denn dort
kann sie Schule und
Sport nahezu perfekt
kombinieren. Im Dreieck
Frankfurt-Butzbach-Gießen
bereitet sich Gerter nun
auf die nächsten
Aufgaben vor - wohl mit
dem Ratschlag Marschecks
im Hinterkopf, „seine
Ziele nie aus den Augen
zu verlieren“.
Leichtathlet
Volker Clarius und
Turner Kurt Gröger über
viele Jahrzehnte prägend
Die Gewinner des
Ehrenpreises, der gleich
zweimal vergeben wird,
vorzustellen, birgt das
kleine Problem, wer denn
nun zuerst vorgestellt
wird, ohne damit eine
Rangfolge festzulegen.
Laudator Werner Damm
bediente sich eines
neutralen Instruments -
dem Alphabet. Und da hat
„C“ wie Volker Clarius
leicht die Nase vorne
vor „G“ wie Kurt Gröger.
Der „unerbittlicher
Trainer“ Volker Clarius,
wie Damm aus eigener
Erfahrung als ehemaliger
Sprinter berichtete, hat
wie kein Zweiter die
Leichtathletik in Gießen
geprägt.
Als Sportlehrer an
der Liebigschule,
Schulsportkoordinator,
MTV-Trainer und
Mitbegründer des LAZ
Gießen begleitete
Clarius, dessen Tochter
Birgit als
Siebenkämpferin bei
Welt- und
Europameisterschaften
sowie Olympia 1992 am
Start war, Generationen
von Talenten auf ihrem
sportlichen Weg.
Sein „unermüdlicher
Elan“, wie Damm
ausführte, ließ den
inzwischen 78-jährigen
Ehrenvorsitzenden des
LAZ und Träger der
Silbernen Ehrenplakette
der Stadt Gießen noch
vor knapp zwei Jahren
ins Trainergeschäft
zurückkehren. „Die zwei
Tage mit Volker haben
einen Riesenspaß
gemacht. Er hat eine
unheimliche Erfahrung
und Wettkampfkompetenz“,
lobte damals sein
Schützling, Mehrkämpfer
Adrian Becker, seinen „Ersatz“-Coach,
der sich sichtlich über
die Ehrung freute, die
ihn „völlig überrascht“
habe.
An Ruhestand, so ist
zu vermuten, ist bei dem
vitalen Bald-80er Volker
Clarius noch lange nicht
zu denken.
Ebenfalls 78 Jahre
und in „seiner“ Sportart
wie Clarius ebenfalls
ein Urgestein ist Kurt
Gröger, der aus
gesundheitlichen Gründen
leider nicht bei der
Ehrung zugegen sein
konnte. Damm
charakterisierte den
Doyen des Turngau
Mittelhessen als „immer
gut gelaunt und
souverän“.
„Der Lotse geht von
Bord“, besser wie in
dieser Schlagzeile bei
seiner Verabschiedung
als
Turngau-Geschaftsführer
im März 2010 in
Leihgestern kann man die
Bedeutung seines Wirkens
für die große
mittelhessische
Turngemeinde wohl nicht
beschreiben. Der
Ehrenpreis bei der
Sportlerwahl ist eine
weitere Würdigung seiner
ehrenamtlichen Tätigkeit
für den Sport.
Turngau-Ehrenmitglied
Gröger erhielt bereits
1995 das
Bundesverdienstkreuz am
Bande, ein Jahr später
die Weidig-Plakette und
im vergangenen Jahr die
Silberne Ehrennadel der
Stadt Gießen.
So wie ein Jahr zuvor
Volker Clarius. Für den
doppelten Ehrenpreis
2011 hätte kein
passenderes Duo
ausgewählt werden
können. (wi)
Leicht
durchwachsene Bilanz der
heimischen Asse bei den
Süddeutschen -
Geschwächte Marscheck
Weitsprung-Vierte
SINDELFINGEN/GIESSEN
(ras). Viel Licht, aber
auch ein wenig Schatten
gab es für die
regionalen
Leichtathletik-Asse bei
den Süddeutschen
Meisterschaften in
Sindelfingen. Unter
keinen guten Vorzeichen
standen die Wettkämpfe
im Glaspalast für
Beatrice Marscheck vom
LAZ Gießen. Marscheck
kränkelte im Vorfeld und
verzichtete so am
Eröffnungstag nach
beachtlichen 7,68
Sekunden im
Sprintvorlauf auf den
Zwischenlauf. Am Sonntag
trat die Garbenteicherin
im Weitsprung an, bei
dem sich die Schwächung
zwar sichtlich bemerkbar
machte, aber Marscheck
mit insgesamt fünf
Sechsmetersprüngen
(6,09) hinter der
A-Jugendlichen Maleika
Mihambo (LG
Kurpfalz/6,36), Michele
Weitzel (LG
Regensburg/6,27) und
Ksenia Achkinadze (SC
Gelnhausen/6,16)
immerhin auf Platz vier
landete.
Ihre Vereinskameradin
Ann-Christin Strack
bekam im 60-m-Vorlauf
(7,76) mit Anne
Möllinger
(Mannheim/7,56) auf der
Nachbarbahn den starken
Seitenwind einer
Europameisterin über 100
m zu spüren. Den
Zwischenlauf sprintete
Strack in 7,77 Sekunden
und verfehlte so
haarscharf mit vier
Hundertstel den Endlauf.
Im Hürdenvorlauf
(8,71) legte die
Gießenerin den Respekt
vor großen Namen ab und
erreichte gemeinsam mit
ihrer Trainingsgefährtin
Nastasia Lich (9,01) das
Finale. Im Endlauf
zeigte Strack einmal
mehr Wettkampfstärke und
schraubte trotz
deutlichem Touchieren
der letzten Hürde ihre
persönliche Bestzeit auf
8,56 Sekunden. Das
bedeutete Rang fünf für
die U20-Athletin. Bei
dem von Nadine
Hildebrand (Salamander
Kornwestheim/8,19), der
deutschen Hallendritten
des Vorjahres,
dominierten Rennen wurde
Nastasia Lich in 8,97
Sekunden Siebte.
Strack in Bestzeit
Fünfte
Lich startete zudem
im Weitsprung. Da
Weitsprung und Hürden
jedoch zeitgleich
ausgetragen wurden,
bedeutete das für die
Mehrkämpferin richtig
Stress. Trotzdem
steigerte die
Heuchelheimerin zweimal
ihre Bestweite auf
letztlich 5,62 m und
wurde Zehnte.
35 Männer hatten für
den 60-m-Sprint der
Männer im Sindelfinger
Glaspalast gemeldet.
U20-Sprinter Costa
Laurenz (LAZ/MTV Gießen)
hatte im Vorlauf mit
Tobias Unger (6,83) vom
VfB Stuttgart einen „Hochkaräter“
auf der Nebenbahn.
Laurenz verkrampfte
dadurch ein wenig,
erreichte aber in 7,01
Sekunden den
Zwischenlauf. Dort
qualifizierte er sich in
6,98 Sekunden für das
Finale und wurde
anschließend in 7,00
Sekunden Achter. Den
Titel gewann Tobias
Unger in 6,70 Sekunden.
Die 200 m absolvierte
Costa Laurenz auf der
zeitraubenden zweiten
Bahn. Mit 21,94 Sekunden
blieb der Langgönser
erneut unter der
Zweiundzwanziger-Marke
und verpasste damit als
Sechster knapp den
Endlauf.
Während die teilweise
gesundheitlich
angeschlagene
Frauenstaffel des LAZ
Gießen auf den Start
verzichtete, gelang dem
LAZ-Männerquartett eine
echte Überraschung. Bei
den von etlichen
Aufgaben geprägten
Zeitläufen sprinteten
Rouven Höfer, Kai
Beemelmanns, Marcel
Breitkopf und Costa
Laurenz in 1:32,42
Minuten hinter dem VfL
Sindelfingen (1:29,60)
die zweitschnellste Zeit
und wurden vor dem SSV
Ulm (1:33,19)
Vizemeister.
Laurenz im Finale
Im Stabhochsprung kam
Marcel Breitkopf trotz
deutlicher Schwächen im
Anlauf und Problemen
beim Absprung mit
übersprungenen 4,50 m
auf Rang acht.
LAZ Gießen
Hessische Hallenmeisterschaft 2012 in Frankfurt
U 20 und U 16
GIESSEN (ras). Die
heimische Erfolgsbilanz
bei den Hessischen
Hallenmeisterschaften
der U20 und U16 ist kaum
noch zu toppen. Denn
durch Ann-Christin
Strack über 60 m, 200 m
und über die
60-Meter-Hürdendistanz,
sowie Costa Laurenz über
60 m und 200 m,
sammelten
U20-Jugendliche des LAZ
Gießen in
Frankfurt-Kalbach gleich
fünf Landestitel. Zudem
setzte das LAZ mit
Hürdensieger Christopher
Nagorr und dem
zweifachen Titelträger
Nico Gremm weitere
Ausrufezeichen im
U16-Bereich.
„LAZ Gießen - die
neue Sprinthochburg“.
Dabei war es nicht nur
die Zahl der Siege. Mehr
noch beeindruckte, dass
sämtliche Titel mit
persönlichen Bestzeiten
erzielt wurden. Costa
Laurenz steigerte sich
im 60-Meter-Finale auf
6,93 Sekunden und ließ
über 200 m mit 21,78
eine weitere deutsche
Spitzenzeit im
Jugendbereich folgen. In
einem tollen
60-Meter-Finale der
weiblichen U20 sprintete
Ann-Christin Strack mit
7,67 zum Titel vor
Theresa Schacht
(Reinhardswald/7,70) und
Lisa Mayer (7,77) von
der LG
Langgöns-Oberkleen, die
eigentlich der U18
angehört. Über 200 m
(24,82) sowie über die
Hürden mit 8,68 im
Vorlauf und 8,70 im
Finale bewies Strack
ihre Zugehörigkeit zur
nationalen Jugendspitze.
Hinter seinem früheren
Teamkameraden Laurenz
landete der
Klein-Lindener Issam
Ammour (LG Wetzlar) in
7,07 auf Platz zwei über
60 m.
Vom LAZ Gießen zur
TGS Niederrodenbach ist
Tobias Kretzschmar
gewechselt. Der
Ebersgönser gewann den
Kugelstoß der U20 mit
national beachtlichen
16,35 m. Mit Julia
Gerter verzichtete eine
weitere
Medaillenhoffnung des
LAZ Gießen auf die
Teilnahme am Weitsprung
der U20. Dazu ihr
Trainer Philipp
Schlesinger: „Sie ist
leicht angeschlagen und
ich möchte nicht
riskieren, dass sie sich
eine Verletzung holt.“
Im Dreisprung der
Altersklasse kam der
B-Jugendliche Felix Repp
(LGLO) mit 12,48 m auf
den Bronzerang.
In der M15 war Nico
Gremm auf der
Hallengerade nicht zu
schlagen. Gremm ließ im
Zwischenlauf über 60 m
flach mit 7,49 die beste
Zeit auf der Zielanzeige
aufleuchten und verwies
auch im Finale den
Niederrodenbacher Daniel
Schilling (7,59) in 7,48
auf den Silberplatz. Mit
der zweitbesten
Vorlaufzeit von 8,88
ging Nico Gremm in das
Hürdenfinale. Nach einem
schwachen Start gelang
dem
LAZ-Nachwuchssprinter
vom Stammverein TSG
Lollar ein toller Lauf,
er gewann in 8,67 vor
dem Wiesbadener Daniel
Renninger (8,74). In der
gleichen Altersklasse
überfloppten Robin
Katzer (ebenfalls LAZ
Gießen) und Robert
Schmidt ( LG Wettenberg)
die Höhe von 1,66 m und
belegten damit hinter
Matthis-Leon Wilhelm
(Frankenberg/1,69) die
Plätze zwei und drei.
In der M14 wurde Christopher Nagorr (LAZ) seiner Favoritenrolle über die Hürden gerecht. Nach der Vorlaufbestzeit von 9,30 siegte er unbedrängt mit einer Steigerung auf die neue persönliche Bestleistung von 9,00 Sekunden. Im Weitsprung gewann Nagorr mit 5,47 m Silber. Mit Silber wurde auch sein Vereinsgefährte Niklas Harsy dekoriert, der sich neben Rang zwei auf der 800-Meter-Distanz (2:16,88) auch über 3000 m (10:23,22) nach einem starken Finish zusätzlich Bronze erkämpfte. Daniel Kraft von der LG Wettenberg trat im Stabhochsprung an und wurde mit 2,30 m als Fünfter zur Ehrung gerufen.
Über die 2000 m der W14 trat Franziska Bock (LAZ Gießen) an die Startlinie. Die eigentlich der W13 angehörende Alten-Buseckerin erkämpfte sich in 7:27,76 einen guten fünften Platz.
Bei den zeitgleich ausgetragenen hessischen Meisterschaften im Winterwurf im Stadion an der Hahnstraße setzte sich Rouven Höfer (LAZ) im Speerwurf der Männer durch und gewann mit 50,97 m. Lukas Rückel (ebenfalls LAZ/60,47) warf den Speer in der U20 auf den zweiten Rang.
Hessische
Hallenmeisterschaften:
Silber für heimisches
Trio - Lisa Mayer und
Jennifer Maedicke
gewinnen U18-Titel
HANAU (ras). Durch
Beatrice Marscheck vom
LAZ Gießen gab es bei
den Hessischen
Hallenmeisterschaften
der Männer, Frauen und
U18 in der Hanauer
August-Schärttner-Halle
im Weitsprung der Frauen
den einzigen Gießener
Hallentitel im
Aktivenbereich. Bestens
in Szene bei der
zweitägigen
Veranstaltung setzten
sich aber auch
Ann-Christin Strack über
die 60 m Hürden, Costa
Laurenz auf der
Hallengeraden sowie ihr
LAZ-Teamkamerad Marcel
Breitkopf im
Stabhochsprung. Das Trio
gewann jeweils Silber.
Für Beatrice
Marscheck begannen die
Landestitelkämpfe mit
einem Fehlstart über 60
m. Die Meinungen von
kompetenten Beobachtern
schwankten von: „grenzwertig“,
über: „kann man geben,“
bis hin zu: „eindeutiger
Frühstart.“ Dazu äußerte
sich auch ein sichtlich
verärgerter Trainer
Markus Czech: „Es war
ein Bombenstart, der
optisch durch zwei um
rund eine Sekunde
schwächere Läuferinnen
auf den Nebenbahnen wie
ein Fehlstart wirkte.“
So gewann unbedrängt die
zu Jahresbeginn von der
LG Eintracht Frankfurt
zum SC Gelnhausen
gewechselte Ksenia
Achkinatze die 60 m in
guten 7,62 Sekunden.
Umstrittener
Fehlstart
Im Weitsprung konnte
sich Marscheck gegenüber
der Neu-Gelnhäuserin
allerdings revanchieren
und gewann den Titel mit
6,18 m vor Achkinatze,
die sich im letzten
Versuch auf 6,16 m
steigerte. Bei jeweils
zwei Sprüngen von 6,16
und 6,18 m zeigte sich
Czech von dem
Weitsprung-Auftritt
seiner Athletin recht
angetan: „Wichtig ist,
dass der Anlauf passt,
an der Landung müssen
wir jedoch gewaltig
arbeiten.“
Starke Leistungen
zeigte auch LAZ-Zugang
Marcel Breitkopf, der im
Stabhochsprung inklusive
4,60 m nur einen
Fehlversuch hatte und so
in dem elfköpfigen
Springerfeld hinter Jan
Felix Knobel (LG
Eintracht
Frankfurt/4,70), dem
WM-Achten des Vorjahres
im Zehnkampf, den
zweiten Platz belegte.
Über 60 m Hürden
erkämpfte sich Breitkopf
nach 8,61 m im Vorlauf
mit der Finalzeit von
8,51 einen guten fünften
Platz. Sichtlich
zufrieden zeigten sich
nach ihrem Hürdenendlauf
auch Ann-Christin Strack
(8,72) und Nastasia Lich
(8,79), die hinter der
auch national
erfolgreichen Antonia
Werner (TV Flieden/8,44)
und nur ganz knapp durch
Christina Kiffe (ASC
Darmstadt/8,77)
getrennt, die Ränge zwei
und vier belegten.
Starke Ann-Christin
Strack
Sowohl Breitkopf als
auch Strack und Lich
sprinteten über die
Hürden neue persönliche
Bestzeiten. Ann-Christin
Strack festigte mit der
Verbesserung um zwölf
Hundertstel zudem ihre
Zugehörigkeit zu den
deutschen U20-Top Ten.
Das i-Tüpfelchen für ein
tolles Wochenende
verpasste Nastasia Lich
ganz knapp im
Weitsprung, denn im
letzten Durchgang wurde
sie bei einer Weite von
5,58 m von Gesa Kratsch
(LG
Friedberg-Fauerbach/5,60)
um zwei Zentimeter
überboten und so von
Platz drei auf einen
weiteren vierten Rang
verdrängt.
Der erhofft gute
Auftritt über die 60 m
bei den Männern gelang
sowohl Costa Laurenz
(LAZ/6,99) als auch dem
nun für die LG Wetzlar
startenden Issam Ammour
aus Kleinlinden. Im
60-m-Finale in der
Konzentration etwas
gestört durch die
Fehlstarts zweier
Mitkonkurrenten
eroberten die
U20-Jugendlichen Laurenz
(6,99) und Ammour (7,01)
hinter Felix Göttl (TuS
Kriftel/6,79), dem
Neuntschnellsten der
deutschen
Hallenbestenliste des
Vorjahres, den zweiten
und dritten
Treppchenrang.
In der
leichtathletik.de-Rubrik
"Zwölf Fragen an..."
geben die DLV-Asse
Antworten auf Fragen zu
ihrem Leben, die man
bislang noch nicht
kannte. Heute:
Weitspringerin Beatrice
Marscheck ( LAZ Gießen)
Näht gerne
kleine Geschenke
für ihre Freunde
(Foto:
Gantenberg)
Was ist Ihre typischste
Charaktereigenschaft?
Ehrgeiz
Was sind Ihre größten
Stärken und Schwächen?
Stärken:
diszipliniert und
zuverlässig
Schwächen:
ungeduldig, sowie sich
nicht entscheiden können
Was ist Ihre heimliche
Leidenschaft?
Kleine Geschenke für
Freunde nähen
Worauf könnten Sie
niemals verzichten?
Auf meine Familie und
Freunde
Was bringt Sie auf die
Palme?
Unpünktlichkeit,
Unzuverlässigkeit und
Hunger
Womit kann Sie ein
Mann/eine Frau besonders
beeindrucken?
Humor und einem gewissem
Charme
Was war das Bewegendste,
das Sie je erlebt haben?
Der Einzug ins Berliner
Olympiastadion bei der
WM 2009
Welchen Traum möchten
Sie später einmal leben?
Gesund und zufrieden zu
sein mit dem, was ich
erreicht habe
Wohin möchten Sie auf
jeden Fall noch reisen?
New York City
Mit wem würden Sie gerne
einmal trainieren?
Mit Heike Drechsler
Was kochen Sie am
liebsten?
Schweinelende in
Sahnesoße mit Spätzle
und Salat, dazu
Mandelsoufflé
Mit welchem Prominenten
würden Sie gerne einmal
zu Abend essen?
Mit Steffen Henssler
FLIEDEN/GIESSEN (ras). Ein
Mannschaftswettkampf wie die
deutsche
Schülermannschaftsmeisterschaft
ist in der Leichtathletik
etwas ganz Besonderes. Die
Athleten und Athletinnen
setzen sich unter Druck,
denn jeder möchte möglichst
stark für das Team punkten.
Zudem fiebern an der Bande
die in anderen Disziplinen
eingesetzten Teammitglieder,
Betreuer und Eltern mit und
feuern entsprechend
lautstark an.
So auch beim hessischen
Finale in Flieden, für das
sich das Leichtathletik
Zentrum (LAZ) Gießen mit den
B-Schülern und
B-Schülerinnen qualifiziert
hatte. Außerdem dabei: die
Startgemeinschaft aus TSG
Alten-Buseck und TV
Großen-Linden, deren
B-Schülerinnen ebenfalls zu
den sechs Punktbesten nach
den Vorkämpfen zählten.
Nach einem bis zuletzt
spannenden Zweikampf mussten
sich die LAZ-Jungs mit 6924
Punkten nur ganz knapp dem
ASC Darmstadt (6950)
geschlagen geben. Bei den
Mädels trennten die StG
Buseck-Linden bei 6475
Punkten nur zwei Pünktchen
vom Viertplatzierte, der LG
Reinhardwald (6477). Die
B-Schülerinnen des LAZ
Gießen wurden trotz
ansprechender Leistungen mit
6316 Punkten Sechste.
Auch wenn es nicht ganz
zum Sieg reichte,
präsentierten sich die
B-Schüler des LAZ in
Osthessen mit starken
Ergebnissen. So sprinteten
Leonhard Schmitt und Luca
Weber die 75 m mit 10,01 s
und 10,02 s ganz nahe an die
Zehnsekundenmarke. Niklas
Harsy imponierte in 3:04,16
min mit der zweitschnellsten
Zeit aller 1000 m-Läufer der
Altersklasse. Christopher
Nagorr gelang über 60 m
Hürden in 9,58 s ein toller
Lauf, der mit 575 Punkten
als eine der besten
Tageswertungen der Klasse
bewertet wurde. Auch Luca
Weber, der dem jüngeren
Jahrgang der M12 angehört,
lieferte über die Hürden in
10,19 s eine weitere
Fünfhundertpunkte-Leistung
ab und zeigte sich auch in
seiner dritten Disziplin
Weitsprung (4,99 m) als
wertvoller Punktesammler.
Mit exakt 5,00 m setzte
Jannik Schmitt ebenfalls
einen guten Sprung in die
Weitsprunggrube. Eine
herausragende Zeit lieferte
über 4x75 m das
Staffelquartett Leonhard
Schmitt, Kilian Ortwein,
Jannik Schmitt und Julius
Grau in 39,76 s ab und
schiebt sich damit in der
hessischen Jahresstatistik
mit an die Spitze.
Bemerkenswert bei den
B-Schülern des LAZ war auch,
dass die gewerteten
Ergebnisse der beiden Besten
pro Disziplin stets mit
guten Leistungen weiterer
Nachwuchsathleten
untermauert wurden. Bei den
B-Schülerinnen war der
Wiesbadener LV mit 7104
Punkten nicht zu schlagen.
Die B-Schülerinnen des
LAZ Gießen blieben mit Sarah
Müller (10,78) und Lucy
Weingarten (10,86) trotz
Gegenwind in ihren 75 m
Sprints jeweils unter elf
Sekunden. Weingarten,
eigentlich noch C-Schülerin
der W11, setzte mit 4,71 m
einen Supersatz in die
Weitsprunggrube und
Catherina Werdecker (42,0),
sowie Julia Ishaque (41,0),
sammelten bei dem im
Mädchenbereich hoch
bewerteten Ballwurf
wertvolle Punkte für das
Team. Die 4x75 m Staffel des
LAZ, mit Laura Becker,
Selina Hildebrand,
Weingarten und Sarah Müller,
fegte in flotten 41,05 s
über die Bahn und wurde so
in der Disziplin hinter
Wiesbaden (39,71) achtbare
Zweite.
Süddeutsche Meisterschaften:
Podestplätze
auch für Rouven
Höfer und Tobias
Kretzschmar
FORST/GIESSEN
(ras). Von den
süddeutschen
Leichtathletik-Meisterschaften
der Aktiven und
B-Jugend in
Forst bei
Bruchsal konnten
mit Rouven Höfer
und Tobias
Kretzschmar vom
LAZ Gießen
zwei Gießener
Akteure die
Rückreise aus
dem badischen
Raum mit
Medaillen
antreten.
Noch am
Samstag trat
Rouven Höfer
beim Werfertag
in Heuchelheim
an und glänzte
mit persönlichen
Bestleistungen
im Diskusring
und beim
Kugelstoß. Am
Sonntag legte
der LAZ-Athlet
vom Stammverein
MTV 1846 Gießen
bei den
„Süddeutschen“
nach und warf
den Speer mit
62,37 m hinter
Thorsten Schlör
(SV Schlau Com
Saar/ 67,67) auf
die zweitbeste
Weite der
Männerklasse.
Damit
verbesserte
Höfer seine
Saisonbestleistung
um nahezu sieben
Meter und ordnet
sich auf Rang
vier der
aktuellen
hessischen
Bestenliste ein.
Einen
Silberplatz
erntete auch
Tobias
Kretzschmar
(LAZ/SV
Garbenteich)
durch 17,15 m im
Kugelstoß der
B-Jugendlichen.
Vor Kretzschmar
schob sich nur
Stephan Stein
von der MTG
Mannheim, der in
Forst seine
persönliche
Bestweite auf
17,41 m
verbesserte und
in der deutschen
Rangliste jetzt
Platz vier
belegt.
Obwohl sie
die zweite Hürde
voll touchierte,
qualifizierte
sich
Ann-Christin
Strack (LAZ
Gießen/MTV) in
14,90 s über 100
m Hürden bei
sengender Hitze
für das
Frauenfinale.
Dort erreichte
die
A-Jugendliche
die Ziellinie
als Fünfte in
persönlicher
Bestzeit von
14,46 s und
nähert sich
damit der
deutschen
Jugend-Spitze.
In seinen
ersten Rennen
mit bekannten
Namen ließ sich
Costa Laurenz
nicht aus der
Ruhe bringen.
Der
A-Jugendliche
vom LAZ mit
Basis MTV 1846
Gießen überstand
in 10,91 s
seinen 100
m-Vorlauf und
qualifizierte
sich mit exakt
der gleichen
Zeit für das
Finale. Hinter
den
international
erfahrenen Felix
Göltl (TuS
Kriftel/10,43),
Till Helmke (LG
Friedberg-Fauerbach/
10,68), Rouven
Christ (LC
Rehlingen/
10,71) und
John-Henry Tate
(VfB Stuttgart/
10,95) kam
Laurenz in 10,98
s bei spürbarem
Gegenwind von
0,8 m/s auf den
fünften Rang.
Auch über die
200 m setzte er
sich gut in
Szene. Nach
22,01 s im
Vorlauf
sprintete er im
Finale bei einer
Zeit von 22,03 s
erneut auf den
fünften Platz.
Dritter wurde
der Friedberger
Till Helmke in
21,50. Durch den
für die LG
Wetzlar
startenden
Hochelheimer
Patrick Wagner
(22,34), ging
auch der sechste
Finalrang in den
heimischen Raum.
Zu einer
weiteren
Urkundenplatzierung
für die LG
Wetzlar
sprintete der
früher ebenfalls
für den TV
Großen-Linden
aktive Niklas
Wagner (55,17)
als Achter über
400 m Hürden.
Zusammen mit
Sven Rengelink
und Gunnar Habl,
kamen die
früheren
Lindener über
4x400 m in
3:20,34 min auf
den vierten
Platz der acht
Männerstaffeln.
JENA/GIESSEN (ras). Bei den Deutschen
Jugendmeisterschaften in Jena gelang Tobias
Kretzschmar vom LAZ Gießen der nationale
Durchbruch. Der Ebersgönser B-Jugendliche stieß
die Kugel auf die zweitbeste Weite und gewann
die Silbermedaille. Als Vierte des Weitsprungs
der B-Jugend verpasste mit Julia Gerter eine
weitere LAZ-Hoffnung nur knapp die anvisierte
Medaille.
Kretzschmar, der vorwiegend beim hessischen
Kadertrainer Jörg Schule trainiert, wuchtete die
Fünfkilokugel bereits im ersten Durchgang auf
seine Tagesbestweite von 17,34 m und blieb damit
nur 34 cm unter seiner persönlichen
Bestleistung.
„Als Zweiter der deutschen Jahresbestenliste
der Altersklasse wollte ich schon unter die
ersten Drei. Ich war vorher total angespannt.
Aber ich habe alle Kraft in den ersten Versuch
gelegt und danach wusste ich, es würde eine
Medaille werden. Denn die Konkurrenz war beim
Einstoßen überschaubar und ich war einer der
letzten Teilnehmer des ersten Durchgangs. Dann
fehlte aber leider etwas die Spannung und die
beiden letzten Versuche haben technisch nicht
richtig geklappt,“ erläuterte der Schüler der
Technikerschule Butzbach später. Mit Patrick
Müller vom SC Neubrandenburg siegte der deutsche
Altersklassenbeste, der nach 17,74 in seinem
ersten Versuch seine persönliche Bestleistung im
fünften Durchgang um zwei Zentimeter auf 17,85 m
steigerte. Dennis Lukas von der LG
Idar-Oberstein kam im letzten Stoß mit 17,30 m
noch gefährlich nah an Kretzschmar heran.
Nach Abschluss des Wettbewerbs zeigte sich
der knapp 17-jährige Tobias Kretzschmar
knochentrocken: „Ich habe meine erste nationale
Medaille nicht gefeiert. Aber so konnte ich die
anderen Wettbewerbe von der Tribüne aus in Ruhe
genießen.“
Julia Gerter musste sich im Weitsprung der
B-Jugendlichen mit Rang vier begnügen. Mit
Sprüngen von 5,78 m und 5,86 m erreichte die
Pohl-Gönserin nach den ersten drei Versuchen das
Finale der besten Acht. Im letzten Durchgang
steigerte sich die Gymnasiastin auf 5,89 m. Das
änderte aber nichts an der Platzierung. Es
siegte Maleika Milhambo (LG Kurpfalz) mit
herausragenden 6,40 m vor der Frankfurterin
Maryse Luzolo (6,17 m) und Jessie Maduka (5,95
m) vom ART Düsseldorf.
„Ich hätte gerne noch eine persönliche
Bestleistung gesprungen, aber ich habe mir im
Vorfeld wohl etwas zuviel Stress zugemutet,“
analysierte Gerter und erläuterte: „Vor der
Fahrt nach Jena richteten wir mein Zimmer in
Frankfurt ein. Um Leistungssport und Schule
besser miteinander verbinden zu können, wechsele
ich zum Schuljahresbeginn für die beiden letzten
Gymnasialjahre in das Sportinternat der
Carlo-von-Weinberg- Schule.“
Absolut kein Glück hatten die Gießener
Sprinter in den Läufen der Jugend A. So
verpasste Lara Matheis von der TSG
Gießen-Wieseck sowohl über 100 m als auch 200 m
jeweils ganz knapp die Finalläufe. Bei durch
Gegenwind schwierigen Bedingungen sprintete
Matheis im 100 m Vorlauf in 12,37 Sekunden in
die Zwischenläufe. In ihrem Semifinale erreichte
die Watzenborn-Steinbergerin 12,36 und wurde
Neunte mit acht hundertstel Sekunden Differenz
zur Finalteilnahme. Das 200-m-Rennen verlief
noch unglücklicher, denn mit persönlicher
Bestzeit von 24,99 fehlte eine einzige
Hundertstelsekunde, um die Qualifikation für den
Endlauf zu erreichen.
Wegen einer Erkrankung im Vorfeld trat
Ann-Christin Strack vom LAZ Gießen nur über 100
m Hürden an. Mit einem Gegenwind von 2,3 m/s
erwischte die Ostschülerin den mit Abstand am
stärksten betroffenen Vorlauf und lief in 14,63
Sekunden die zwölftschnellste Zeit. Für Mona
Althenn von der LG Wetzlar reichte im
Kugelstoßring die Weite von 12,84 m aus dem
ersten Versuch zur Finalteilnahme. In den
letzten drei Durchgängen konnte sich die
A-Jugendliche jedoch nicht auf den zuletzt
gezeigten Level steigern und wurde Achte.
Insgesamt 60 Sprinter traten in der A-Jugend
über 100 m an. In einem der beiden vom Gegenwind
(-1,8) am stärksten betroffenen Vorläufe trafen
Costa Laurenz und Issam Ammour (beide LAZ
Gießen) auf die nationale Konkurrenz. Laurenz
qualifizierte sich in 11,08 Sekunden für die
vier Zwischenläufe. Seinem Trainingsgefährten
Ammour blieb bei der Zeit von 11,23 ein weiterer
Start verwehrt. Im vom Wind gebeutelten
Zwischenlauf sprintete Laurenz Costa 11,17
Sekunden und hatte so keine Chance auf das
Finale. Über 200 m erreichte Costa mit der
Vorlaufzeit von 22,24 das B-Finale und wurde
hier in 22,58 Siebter.
(jth) Zum Abschluss des Europäischen
Jugendolympiafestivals (EYOF) in der Türkei hat
Julia Gerter vom LAZ Giessen / SV Garbenteich
die zweite Medaille aus hessischer Sicht geholt.
Die Weitspringerin vom LAZ Gießen gewann Silber,
mit 6,14 Metern. Zwischenzeitlich schnupperte
Julia sogar an der Goldmedaille. Im dritten
Durchgang war sie mit ihrer Weite in Führung
gegangen. Doch am Ende fing sie die Ukrainerin
Bekh, mit 6,25 m noch ab.
Das European Youth Olympic Festival (EYOF)
geht auf eine Initiative von IOC-Präsident Dr.
Jacques Rogge zurück. Ziel dieser Veranstaltung
ist es, die seit 1991 durchgeführt wird, die
besten europäischen Jugendlichen an die
Olympische Bewegung und die Anforderungen des
internationalen Spitzensports heranzuführen. Die
Teilnahme am EYOF soll bei den Jugendlichen auch
den Traum wecken, einmal bei Olympischen Spielen
zu starten. Zugleich soll die Veranstaltung die
Einheit der Europäischen Nationen symbolisieren,
zusammen mit der reichen und differenzierten
Kultur, die auf dem europäischen Kontinent
anzutreffen ist.
„ Der Wettkampf und auch die Spiele waren
war ein Erlebnis, das ich nicht vergessen werde.
4000 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus 49
Ländern, die in den neun Sportarten
Leichtathletik, Basketball, Radsport, Turnen,
Handball, Judo, Tennis, Volleyball und Schwimmen
erstmals um olympische Medaillen kämpfen werden
waren dabei“ so Julia Gerter.
Nach der erfolgreichen Hallensaison, in der
die Gymnasiastin des Weidig-Gymnasiums mit 6,35
m den DM-Vizetitel errang, konnte die Athletin
von HLV-Trainer Philipp Schlesinger bei der
internationalen B-Jugend-Gala in Schweinfurt mit
6,14 m die geforderte Norm von 6,05 m für die
EYOF sicher erfüllen. „Die Saison lief nach
einer Muskelverletzung im Trainingslager
schleppend an, doch zum Normwettkampf war Julia
bestens vorbereitet. In der Türkei sollte dann
eine neue Bestleistung fallen“ so Schlesinger.
In der Qualifikation benötigte die
Abiturientin nur einen Versuch von 5,97 m um das
Finale zu erreichen. Mit dieser Leistung konnte
sie sich als sechste von zwölf Teilnehmerinnen
qualifizieren. „Der Vorkampf verlief relativ
entspannt. Ich war schon etwas aufgeregt, aber
die Freude nun endlich an den Start gehen zu
dürfen überwiegte. Nachdem ich nach dem 1.
Sprung die geforderte Quali-Norm für das Finale
erreicht hatte, war ich ziemlich erleichtert und
habe mich auf das Finale gefreut“ so Gerter.
Im Vorfeld des Finales tüftelte das
Athletin/Trainer-Duo gemeinsam die Taktik aus.
„Ich wollte mir zunächst mit dem ersten Sprung
die weiteren 5 Versuche sichern und dann etwas
drauflegen ! Ein festes Ziel hatte ich nicht,
sondern wollte einfach nur meiner Qualifizierung
gerecht werden und zeigen, was ich drauf habe.
Das Bestmögliche geben und dann schauen, was so
drin ist :) Das Finale wollte ich einfach nur
genießen“ so das Vorhaben von Julia Gerter.
Im Finale bei 30 Grad im Schatten, startete
die Athletin von Philipp Schlesinger mit 5,89 m
und es folgte ein zweiter ungültiger Versuch. Im
dritten Durchgang flog die LAZ-Athletin dann auf
ausgezeichnete 6,14 m und lag plötzlich in
Führung. „Ich wollte zunächst mit dem ersten
Sprung eine gute Weite vorlegen und mich dann
steigern. Im dritten Versuch hatte ich dann die
Zuschauer mit eingebunden, um mich auch noch
mehr zu motivieren“ was auch hervorragend
gelang.
„Es gehört schon eine Portion
Selbstbewusstsein dazu, nach einem ungültigen
Versuch im dritten Durchgang in einem
internationalem Finale alles auf einen Karte zu
setzen“ so der Trainer. „Ich habe mir nur
gedacht, dass das noch nicht alles war und
eigentlich noch mehr drin ist. Ich wollte mir
"das Krönchen" aufsetzen :-) .
Außerdem war mir auch klar, dass der
Wettkampf noch nicht zu Ende war und noch viel
passieren kann - meinerseits und auch von meinen
Konkurrentinnen“ so die Selbsteinschätzung der
Athletin.
Es folgten im 4. und 5. Durchgang, Weiten von
6,03 m und 5,99 m. Im vorletzten Versuch sprang
dann die Ukrainerin Maryna Bekh 6,25 m und ging
somit in Führung . „In meinem letzten Versuch
habe ich dann noch mal alles auf einen Karte
gesetzt. Ich wollte kontern und mir die Führung
zurück holen, doch leider war der Versuch knapp
ungültig“ so Julia Gerter.
„Das Gefühl bei der Siegerehrung war schon
sehr schön. Endlich konnte die ganze Aufregung
abfallen und ich habe mich einfach gefreut bei
der Siegerehrung dabei zu sein und auch dass ich
eine Medaille gewonnen hatte und sie in den
Händen halten konnte“ so die Eindrücke der
LAZ-Athletin.
„ Ich bin super zufrieden mit der Leistung
von Julia. Wir peilen jetzt am kommenden
Wochenende die Deutschen Jugendmeisterschaften
in Jena an und möchten dort gerne die Weite noch
mal toppen. Die Silbermedaille ist für Julia
Gerter ein großer Erfolg. Der Start bei einer
internationalen Meisterschaft, ob U18-WM oder
EYOF, war ihr erklärtes Saisonziel gewesen “ so
das Gespannes Gerter/Schlesinger.
(ras) In der Leichtathletik
stellt der Mannschaftswettkampf
für Trainer und Aktive etwas
ganz Besonderes dar. Für die
Trainer gilt es, die Athleten
punkteeffizient und nicht nur in
ihren Zuckerdisziplinen
einzusetzen. Und die Athleten
mobilisieren bei der meist
lautstarken Anteilnahme ihres
Teams alle Kräfte, um das Beste
zu geben.
Kurz nach dem
800-m-Start ist
volle Konzentration
bei der großen
Anzahl an
Läuferinnen der
Altersgruppe C
angesagt. (Foto:
ras)
Zudem winkt zu Saisonende für
die sechs besten Mannschaften
Hessens pro Altersstufe, in der
an Disziplinen umfangreichsten
Gruppe 1, die Teilnahme am
Hessenfinale. So gingen am
Samstag im Heuchelheimer Stadion
bei den deutschen
Schülermannschaftsmeisterschaften
- kurz DSMM genannt - insgesamt
20 hessische Teams mit rund 200
hoch motivierten jungen
Nachwuchsathleten an den Start.
Bei insgesamt passablen
Witterungsbedingungen litten die
Sprints und der Weitsprung
jedoch unter einem brutalem
Gegenwind von teilweise über 4
m/s, der so manche Hoffnung auf
die Hessenfinalteilnahme in
Flieden dämpfte.
Spannend bis zur letzten
Tagesdisziplin verlief der
Wettkampf bei den B-Schülern in
der finalfähigen Gruppe 1.
Letztlich siegte das LAZ Gießen
mit 6243 Punkten ganz knapp vor
der LG Seligenstadt (6235) und
der Eintracht Frankfurt (5892).
Für das LAZ lieferte Luca Weber
mit 5,03 m in der
Weitsprunggrube und mit 10,35 s
über 60 m Hürden für die
Bedingungen hervorragende
Leistungen ab. Über die 1000 m
imponierte Niklas Harsy mit der
Zeit von 3:09,52 min. Ein
zuverlässiger Punktegarant war
einmal mehr Christopher Nagorr
mit 60,0 m im Ballwurf sowie
über die Hürden (10,01) und
übersprungenen 1,50 m im
Hochsprung. In der Altersgruppe
C war der TSV Nauborn bei
hervorragenden 4572 Punkten
nicht zu schlagen. Auf Platz
zwei landete das LAZ Gießen
(3595), für das Marius Schmaz im
Weitsprung (3,77) und auf der
1000-m-Distanz (3:52,83) am
stärksten punktete.
Bei den A-Schülern startete
neben der LG Eintracht Frankfurt
(9740) in der Gruppe 1, als
zweites Team die LG
Langgöns-Oberkleen in der an
Disziplinen deutlich reduzierten
Gruppe 3. Bei insgesamt 5649
Punkten sammelten Felix Repp im
windgeschädigten Weitsprung
(5,96 m) sowie die Ballwerfer
Theo Textor (61,0 m) und Manuel
Kretschmar (58,5) die meisten
Zähler für die LGLO.
In der ältesten
Schülerinnenklasse A setzte sich
die Startgemeinschaft
Buseck-Linden (8008) gegen die
LGLO (7924) und die LG Wetzlar
(6888) durch. Beiden Gießener
Teams gelangen damit respektable
Mannschaftsleistungen,
allerdings büßten sie mit Blick
auf das Hessenfinale durch die
Windverhältnisse viele wichtige
Punkte ein. Für die StG zeigte
Theresa Spenner einen beherzten
800-m-Lauf (2:39,04) und mit
1,46 m zudem einen beachtlichen
Hochsprung. Die punktbesten
Ergebnisse für das aus der TSG
Alten-Buseck und dem TV
Großen-Linden bestehenden Team
gelangen Luca Schmitt im
Weitsprung (4,76) und Janna
Muscheid über 80 m Hürden
(13,70). Durch Lisa Mayer im
100-m-Sprint (13,55) und
Weitsprung (5,36) sowie Anna
Schwarz im Hochsprung (1,50)
erkämpften zwei Athletinnen der
LGLO 500-Punkte-Ergebnisse.
Einen hochklassigen Zweikampf
lieferten sich die StG
Buseck-Linden und das LAZ Gießen
bei den B-Schülerinnen, das die
Buseck-Lindener nicht zuletzt
dank starker Ballwürfe von
Kathrin Luh (48,5) und Jasmin
Luh (48,0) mit 6343 Zählern für
sich entschieden. Das LAZ (6223)
bot eine sehr ausgeglichene
Leistung, bei der neben Laura
Becker über 60 m Hürden (11,59)
und Franziska Bock auf der 800-
m-Distanz (2:40,92) mit
Catharina Werdecker ebenfalls
ein Werferin (45,0) auftrumpfen
konnte.
Bei den fünf Teams der
C-Schülerinnen durfte der TSV
Nauborn mit 4433 Punkten den
Sieg bejubeln. Es folgten das
LAZ Gießen (4353), vor dem TV
Großen-Linden (4273), dem TV
Burgsolms (4019) und den
gastgebenden TSF Heuchelheim mit
3968 Punkten. Als schnellste
Sprinterin erwies sich Lucy
Weingarten vom LAZ Gießen in
7,79 s. Zum stimmungsmäßigen
Höhepunkt des Tages entwickelte
sich der Hochsprung, bei dem
neben Weingarten auch Anne
Mandler (TSF Heuchelheim) die
Latte inklusive 1,18 m
überquerte. Im bei den Mädchen
sehr stark gewichteten Ballwurf,
gelangen Hannah Schmidt (32,0),
Joleen Kaguah (29,0/beide LAZ),
Hannah Ulferts (29,5), Annelie
Landeck (29,0/beide TV
Großen-Linden) sowie der
Heuchelheimerin Marlene Bender
(30,0) respektable Weiten.
(jth) Man hatte fast den Eindruck, als wäre man
im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn
die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten
Leistungen der Athletinnen und Athleten waren
zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das
LAZ Gießen Stadt und Land um seinen Vorsitzenden
Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 46
Athletinnen und Athleten ein kleines, aber
feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage
organisiert. „Wir hatten Teilnehmer aus Kassel,
Frankfurt, und Darmstadt. Unsere Veranstaltung
wird somit weit über die Grenzen von Gießen
hinaus angenommen, ein Indiz für eine tolle
Familiäre-Veranstaltung “ so der LAZ-Boss. Im
Stadion verspürte man sogar ein wenig
Olympiaatmosphäre, denn unter den Zehnkämpfer
befand sich auch Thorsten Dauth ( TV Bad
Vilbel). Der ehemalige Olympia-Starter hatte
bei den Sommerspielen 1992 in Barcelona (Platz
17 im Zehnkampf mit 7951 Punkten – Dauths
Bestleistung lag bei 8164 Zählern) seinen
größten sportlichen Auftritt gehabt.
„Toto“ Dauth zeigte vor allen in den
Kraftdisziplinen, dass er mal ein guter
Zehnkämpfer war, denn die 14,37 m im
Kugelstoßen, 39,05 m im Diskuswurf und knapp 50
m im Speerwurf bot er noch sehr beachtliche
Leistungen an. „ Ich wollte den Zehnkampf
eigentlich durchziehen, doch wenn Du drei Jahre
nicht mehr über die Hürden gelaufen bist, ist
dies einen harte Sache. An der vierten oder
fünften Hürde musste ich dann passen “ so Dauth.
Konstantin Grißmer vom LAZ Giessen und Theresa
Pohl von der LG Wettenberg, waren die
dominierenden Athleten der zweitägigen
Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht,
denn beide sicherten sicher die
DM-Qualifikation. „Es lief nicht in allen
Disziplinen optimal, doch im Weitsprung und den
Sprints habe ich die Grundlagen für den Erfolg
gelegt“ so Grißmer, der in der Juniorenwertung
gemeldet hatte. Er startete mit 11,39 sec im 100
m Lauf und sprang im Anschluss 6,66 m weit. „
Ich musste wegen einer Sehnenverletzung mit dem
falschen Bein abspringen, hatte jedoch eine
super Serie, so der Student“
Im
Kugelstoßen blieb er mit 10,76m und auch im
Hochsprung (1,65m) unter seinen Erwartungen,
fand aber in der abschließende Disziplin, den
400 Metern in 50,91 sec schnell zur alten
Stärke zurück. Der zweite Wettkampftag begann
mit 15,86 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und
einer Diskuswurfleistung von 35,56m sowie
übersprungenen 3,60 m im Stabhochsprung. „Mit
54,25 m konnte Konny im Speerwurf dann gegen
Ende des Zehnkampfes noch einmal überzeugend. Er
ist auf einem guten Weg und kann nun die
Deutschen-Mehrkampfmeisterschaften anpeilen.“,
so sein Coach Markus Czech. „ Die zwei Tage hier
haben uns allen riesen Spaß gemacht“ so Grißmer
am Ende des 1500 m Laufes, den er in 4:47,65 min
absolvierte.
Theresa Pohl ( LG Wettenberg) war als eine der
Siebenkämpferinnen in Gießen am Start. Die
Athletin von Trainer Klaus Powilleit begann mit
16,21 sec im 100 m Hürdenlauf sowie überfloppten
1,56 m im Hochsprung. Nach 10,78 m mit der Kugel
und 27,78 sec im 200 m Lauf konnte die
„Handballspielende Leichtathletin“ beruhigt den
zweiten Wettkampftag anpeilen. Dieser begann mit
4,99 m im Weitsprung und ihrer Paradedisziplin
dem Speerwurf. Hier konnte sie mit 43,71 m
deutliche Akzente setzen. Nach 2:41,1 min auf
der 800 m Distanz hatte sie an den zwei
Wettkampftagen 4.463 Zähler eingesammelt
sicherte sich sehr sicher die Qualifikationsnorm
für die Deutschen-Meisterschaften Ende August in
Vaterstetten.
Bei
den A-Schülern waren mit Clemens Grau und dem
noch der B-Schülerklasse angehörenden
Christopher Nagorr zwei heimische Mehrkämpfer am
Start gewesen. Clemens Grau sammelte bei den
Schülern M 15 an beiden Tagen 3.848 Punkte. Mit
13,19 sec im 80 m Hürdenlauf, 5,19 m im
Weitsprung sowie 32,82 m im Speerwurf konnte er
wichtige Punkte zu seinem Gesamtergebnis
beisteuern. „Für Christoper galt der Wettkampf
als erste Orientierung für das nächste Jahr. Er
soll schon jetzt mal in den Achtkampf
hineinwachsen“ so Trainerin Andrea Ewald. Der 13
– jährige B-Schüler startete somit in der nächst
höheren Altersklasse, der M 14. Die 2,50 m im
Stabhochsprung und ausgezeichnete 38,78 m im
Speerwurf deuten an, dass er im nächsten Jahr im
Achtkampf gut aufgehoben sein wird. „ Die
schwereren Gewichte und die längere
Hürdenstrecke bedürfen einer Gewöhnung“ so
Nagorr nach dem abschließenden 1000 m lauf den
er in 3:16,60 min beendete. In der
Schlussrechnung verbuchte der Liebigschüler 3502
Punkte.
Bei
den Schülerinnen A, W 15 konnte Janna Muscheid
von der TSG Alten-Buseck mit 2883 Zählern das
beste heimische Ergebnis erzielen. Sie
überzeugte vor allem im Weitsprung mit 4,32 m
sowie einem Speerwurfresultat von 24,33 m, was
zugleich auch ihr bestes Einzelresultat war. Bei
den jüngeren Schülerinnen W 14 ging der
heimische Sieg an Stefanie Weiss vom LAZ / TV
Gr.-Buseck mit 3075 Punkten. Mit 13,99 sec im
Sprint blieb die Oppenröderin erstmalig unter
der Schallmauer der 14 sec Marke. Mit 4,62 m im
Weitsprung und 24m im Speerwurf legte sie die
Grundlagen für das gute Resultat. „ Es war
Steffis erster Siebenkampf und sie hat gleich
die 3000 Punkte-Marke geknackt. Als nächste
Herausforderung sollten jetzt die Hessischen
Meisterschaften gelten,“ so Trainer Jörg Theimer
04/05.06.2011 - Darmstadt
Christopher
Nagorr holt sich den Hessenmeistertitel im
Fünfkampf und die Mannschaft gewinnt Silber
01.06.2011 -
Dessau
Issam Amour in Dessau mit 11,10 sec im 100 m
Sprint
Schon seit vielen Jahren gibt sich die
Weltspitze der Leichtathletik in Dessau-Roßlau
die Klinke in die Hand. Deswegen haben sich die
Fans dieser Sportart in und um Bernburg den 1.
Juni ganz dick im Kalender angestrichen. Einen
Tag vor Himmelfahrt stieg im Paul
Greifzu-Stadion ab 18 Uhr die 13. Auflage des
traditionellen Anhalt-Meetings. "Wir haben uns
fest im Veranstaltungskalender etabliert.
Erstmals seit langer Zeit konnten wir auch
Spitzenathleten aus China begrüßen, denn bei
unserem Meeting können sich die Sportler für die
Weltmeisterschaft in Südkorea qualifizieren",
erklärte Meeting-Direktor Ralph Hirsch, der vor
allem auf den zweiten Auftritt von Verena Sailer
in der Muldestadt gespannt ist. "Vor vier Jahren
startete sie bei uns als unbeschriebenes Blatt.
Am 1. Juni kommt sie als schnellste Frau Europas
zu unserem Meeting" so im Vorfeld die
Ankündigung. Doch neben dem Frauensprint gab es
noch weitere Höhepunkte im 16 Disziplinen
umfassenden Programm im Greifzu-Stadion in
Dessau. Aus heimische Sicht konnte LAZ-Trainer
Markus Czech die beiden LAZ-Nachwuchssprinter im
Starterfeld der U 23 unterbringen. Issam Ammour
vom LAZ / MTV Giessen konnte sich im bestens
besetzten Feld mit 11,10 sec als vierter hinter
dem Sieger Steven Colvert ( Irland / 10,58) und
Philipp Wobeto ( Sc Potsdam / 10,76) optimal in
Szene setzen. „Für Issam war es die zweitbeste
Zeit seiner noch jungen Karriere. Als Bestzeit
hat er derzeit eine 11,03 stehen. Als nächstes
peilen wir eine 10 er Zeit bei den nächsten
hochkarätigen Wettkämpfen an. Er muss noch auf
den letzten vierzig Metern eine höhere
Endgeschwindigkeit erreichen. Bei den
Hessischen-, Süddeutschen- und
Deutschen-Meisterschaften sollte jedoch der
nächste Meilenstein fallen“ so Trainer Markus
Czech. Für Costa Laurenz lief der Abend in
Dessau optimal, denn mit 22,17 sec konnte er
eine neue Bestleistung erzielen und wurde hinter
dem Sieger Thuso Mpuang ( RSA Südafrika / 20,87
sec.) und Steven Colvert (21,02) im
international besteztem Feld siebter.„Es war
ein „sportlicher Leuchtturm“ , mehr als 5.000
Zuschauer waren dabei und ich konnte meine
Bestzeit von 22,37 auf 22,17 verbessern, so
Costa Laurenz. Für Trainer Markus Czech ist die
Marschrichtung für diese Saison auch schon
festgelegt. „ Costa sollte in der Lage sein auf
der 100 m Distanz eine 10,85 zu laufen und über
die längere 200 Meterstrecke eine 21,85 sec
anbieten zu können“ so der Trainer.
GIESSEN (crö). Das trockene
sommerliche Wetter hielt
auch am vergangenen Samstag
noch an, sodass kein Tropfen
Regen die
Regionsmeisterschaften in
Wetzlar störte. Bei den
Meldezahlen gab es einen
leichten Aufwärtstrend
gegenüber dem Vorjahr, und
bei optimalen Bedingungen
wurden auch einige
herausragende Leistungen
geboten.
In der männlichen Jugend
A gelang Lukas Rückel ein
überzeugendes Comeback. Der
Biebertaler, der seit seit
dem Beitritt des KGS Bieber
zum LAZ Gießen das
entsprechende Trikot trägt,
schleuderte das 800 Gramm
schwere Wurfgerät auf sehr
gute 55,76 m, Jan Billek vom
TSF Heuchelheim wurde hinter
ihm Zweiter mit 51 m. Auch
im Sprint wurde ein hohes
Niveau geboten: Costa
Laurenz von der LAZ Gießen
gewann die 100 m in guten
11,02 knapp vor seinem
Dauerrivalen Niklas Müller
von der SG Johannesberg.
Über 200 m komplettierten
Laurenz und Nils Görke (TSG
Alten-Buseck) hinter dem in
21,96 davoneilenden
Johannesberger mit schnellen
Zeiten von 22,37 und 23,02
das Podium. Laurenz und
Görke konnten ihre
Leistungen aus der
Hallensaison im Weitsprung
noch nicht bestätigen,
sodass LAZ-Neuzugang Matis
N’Dongo mit 6,34 m leichtes
Spiel hatte. Nach
auskuriertem Ermüdungsbruch
konnte Issam Ammour vom LAZ
Gießen seine Vielseitigkeit
mit Siegen im Kugelstoßen
(13,20 m) und im
Diskuswerfen (38,65 m)
beweisen, auch sein dritter
Platz über 100 m in 11,15
ist bemerkenswert.
Ronnie Blaschek von der
LAZ Gießen konnte bei den
Männern noch nicht seine
Vorjahresform demonstrieren
und musste sich bei seinem
Hochsprungsieg mit 1,80 m
begnügen, Zweiter wurde
Maximilian Remy (ebenfalls
LAZ), der sich angesichts
seines Trainingsrückstands
über 1,75 m freute. Dominik
Hofmann von der TSF
Heuchelheim siegte
währenddessen im Weitsprung
mit 6,12 m. Aufgrund
muskulärer Probleme trat
Zehnkämpfer Adrian Becker
(LAZ Gießen) nur in den
Wurfdisziplinen ant. Vor
allem mit dem Diskus konnte
er als Zweiter (38,60 m)
überzeugen. Den
Speerwurfwettbewerb
entschied Becker zwar für
sich, mit der Weite von
53,97 m dürfte er aber noch
nicht zufrieden sein.
Bei der weiblichen Jugend A
setzte sich Lara Matheis von
der TSG Wieseck über 100 m
in guten 12,48 mit nur fünf
Hundertstelsekunden
Vorsprung gegen die Zweite
Ann-Christin Strack (LAZ
Gießen) durch. Auch der
200-Meter-Titel ging in
25,87 an die Wieseckerin.
Ann-Christin Strack tröstete
sich mit dem Titel über 100
m Hürden in sehr guten
14,86. Im Hochsprung
belegten heimische
Springerinnen die ersten
vier Plätze: Verena
Hillebrand (TSG Wieseck)
gewann mit 1,63 m vor ihrer
Schwester Ruth 1,60 m sowie
Lisa Magel (1,60) und Leonie
Spielmann (1,55/beide LAZ
Gießen).
GIESSEN (ras). „Hier ist
richtig was los“, freute
sich eine aus dem Fuldaer
Raum angereiste
Leichtathletikgruppe vor der
landesoffenen Bahneröffnung
im Stadion Gießen-West. Denn
mit 312 Teilnehmern
verzeichneten der
Leichtathletikkreis Gießen
als Veranstalter, sowie das
LAZ Gießen als Ausrichter,
ein „volles Haus“. Aber die
Regionsmeisterschaften in
den Blockwettkämpfen und dem
Fünfkampf der B-Schüler, so
wie die Dreikämpfe im C- und
D-Schülerbereich boten nicht
nur Masse, sondern auch
reichlich Klasse.
Einen
Wettkampf der Sonderklasse
zeigte Felix Repp von der LG
Langgöns-Oberkleen (LGLO) im
Block Sprint der M15. Mit
12,49 s auf der
100-m-Geraden und 11,50 s
über 80 m Hürden lieferte
der Hüttenberger trotz
kräftigem Gegenwind flotte
Zeiten ab. Mit gewohnt
starken 6,19 m im Weitsprung
sowie gegenüber dem Vorjahr
deutlich verbessertem
Hochsprung (1,76 m) und
Speerwurf (41,29 m),
erfüllte Repp mit 2929
Gesamtpunkten locker die
Qualifikationsnorm (2800
Punkte) für die deutschen
Blockwettkämpfe im August in
Cottbus.
Freuen durfte man sich
bei der LGLO auch über den
Auftritt von Jennifer
Maedicke im gleichen Block
der W15. Denn hinter der mit
2795 Punkten überragenden
Hanna Gambetta (TSG
Schlitz), die in dieser Form
auf Bundesebene zu den
Medaillenkandidatinnen
zählt, erkämpfte Maedicke
achtbare 2458 Punkte. Ihre
beste Leistung lieferte die
Herderschülerin dabei mit
der persönlichen
Bestleistung von 1,60 m im
Hochsprung ab. Durch
Friedericke Rawe (2347
Punkte) ging auch der dritte
Rang an die LGLO. Gut in
Szene setzte sich Stefanie
Weiß vom LAZ Gießen als
Vierte im mit 13 Mädels
besetzten Block Sprint der
W14. Die meisten ihrer 2229
Punkte sammelte Weiß mit 502
Punkten durch 4,57 m im
Weitsprung.
Bei den B-Schülern wird
generell ein Fünfkampf
entsprechend dem Block Lauf
ausgetragen. Die 50
punktbesten Leistungen pro
Altersklasse berechtigen zur
Teilnahme an den hessischen
Blockmeisterschaften in
Darmstadt. Entsprechend
motiviert ging Christopher
Nagorr (LAZ Gießen) die
Disziplinen der M13 an und
setzte sich als hessischer
Titelträger des Vorjahres
mit 2407 Punkten gegen
seinen Dauerrivalen Severin
Zentgraf (2381 Punkte) vom
TV Dipperz durch. Bei einer
herausragenden Hürdenzeit
von 9,95 s imponierte Nagorr
mit ansonsten konstant guten
Leistungen durch 10,22 s auf
75 m, 52 m im Ballwurf, 5,08
m Weitsprung und 3:23,39
min. über 1000 m. Als
Fünfter der insgesamt 21
13-Jährigen erzielte sein
Vereins- und
Trainingsgefährte Julius
Grau 2127 Punkte.
Zwanzig Jungs starteten
in der M12. Hinter Peter
Schaffrath (TVL
Eichenzell/2098 Punkte) und
Nico Kühnel (SG
Johannesberg/2041 Punkte)
wurde Garen Demircian vom TV
Großen-Buseck mit 2006
Punkten achtbarer Dritter.
Mit 11,06 s über 75 m,
3:34,99 min. auf der
Tausendmeterdistanz und 4,73
m im Weitsprung erzielte
Demircian jeweils mehr als
400 Zähler.
Im mit 32 Mädels
besetzten Fünfkampf der W13
entwickelte sich ein
Zweikampf zwischen Selina
Stütz (TSG Schlitz/2500
Punkte) und der
zweitplatzierten Anna
Schwarz von der LGLO, die
bei 2476 Punkten mit 10,39 s
über die Hürden und 2:34,74
min. über 800 m die
schnellsten Zeiten der
Klasse lief. Rang sechs
erntete Jasmin Luh (TV
Großen-Linden/2165 Punkte),
die mit 42,0 m die
Ballwurf-Ergebnisliste
anführte.
In der
W12
zeigte
sich
eine
Reihe
Gießener
Mädchen
in der
Spitze.
Hinter
Theresa
Schöppner
(2357
Punkte)
vom TV
Flieden,
belegten
Paula
Tischler
(LGLO/2224
Punkte),
Franziska
Bock
(LAZ/2171
Punkte)
und
Julia
Wagner
(TV
Großen-Buseck/2147
Punkte)
die
Plätze
zwei bis
vier.
Der
fünftplatzierten
Laura
Allnach
(LG
Fulda/2101
Punkte)
folgten
Alicia
Langer
(LG
Wettenberg/2078
Punkte)
und
Selina
Hildebrand
(LAZ/2077
Punkte)
zudem
als
Sechste
und
Siebte.
Bei
den
Dreikämpfen
der C-
und
D-Schüler
blieb
der
Gießener
Nachwuchs
meist
unter
sich.
Durch
Noah
Bergmann-Franke
(1045
Punkte)
in der
M11 und
Tizian
Ortwein
(818
Punkte)
bei den
Zehnjährigen,
gewannen
in den
C-Schülerklassen
jeweils
Jungs
der LG
Treis.
Die
W11
beherrschte
Lara
Sophie
Schwarz
(1193
Punkte)
von der
TSG
Wieseck
und
durch
Kyra
Seidlmann
(1143
Punkte),
ging der
Tagessieg
der W10,
an den
in
dieser
Klasse
stark
auftrumpfenden
TV
Großen-Linden.
Über die
Siege in
der M9
und M8
dürfen
sich
Sebastian
Oertel
(LAZ/897
Punkte)
und
Björn
Langer
(834
Punkte)
von der
LG
Wettenberg
freuen.
Mit
Julia
Schwarz
(1038
Punkten)
und der
sprungstarken
Clara
Wüsten
(986
Punkte)
setzten
sich in
der W9
zwei
weitere
Mädchen
des TV
Großen-Linden
in
Front.
Den
Platz an
der
Sonne in
der mit
33
Mädchen
besetzten
W8
sicherte
sich
Lara
Riedel
(LG
Wettenberg/849
Punkte)
dank
einer
tollen
Sprintzeit
von 8,74
s, vor
Maleen
Wagner
(LG
Treis/820
Punkte)
und
Katharina
Wolf (TV
Großen-Linden/820
Punkte),
die mit
791
Punkten
nur
knapp
die
Achthundertermarke
verfehlte
Lukas Rückel mit tollem
Saisonenstand
(jth) Lukas
Rückel vom LAZ Giessen/KSG
Bieber erzielte im Speerwurf der
männlichen Jugend A mit 56,97m
einen ausgezeichneten
Saisoneinstand bei der
Bahneröffnung in Bad Nauheim.
Der Jugendliche hatte nach über
drei Jahren Wettkampf-Abstinenz
wieder erstmalig einen Speer in
der Hand und konnte gleich die
Konkurrenz besiegen. „ Es lief
ausgezeichnet für mich. Ich
hatte gleich wieder eine gutes
Wurfgefühl und es funktionierte
vom ersten Wurf an “ so der
Athlet der KSG Bieber. Sein
Vater Michael Rückel definierte
zugleich die nächsten Ziele : „
Lukas hat wieder Lust auf das
werfen. Als nächstes peilen wir
die Qualifikationsweite für die
Deutschen Jugendmeisterschaften
von 58 m an und in dieser Saison
sollten noch die Hessenkadernorm
von 60 m geknackt werden“
Kretzschmar knackt Rekord von
1973
14.05.2011 - GIESSEN
GIESSEN (red). Bei der
nationalen Bahneröffnung im
Wetzlarer Stadion am
vergangenen Wochenende
verbesserte sich der
B-Jugendliche Tobias
Kretzschmar (Jahrgang 1994 /
LAZ Gießen/SV Garbenteich)
im Kugelstoßen nicht nur um
knapp zwei Meter im
Vergleich zur Vorsaison. Mit
seinen 17,22 m knackte er
zudem einen 38 Jahre alten
Kreisrekord. Im Jahr 1973
hatte Holger Schmidt
(Jahrgang 1957) von der
Gießener LG, dem Vorläufer
des LAZ, die Kugel 16,67 m
weit gestoßen.
Bahneröffnungen
in Wetzlar und Giessen
Beste Bedingungen im
Weststadion: Nagorr, Langer und
Riedel holen jeweils vier Titel
GIESSEN (crö). Am Wochenende
stand das regionale
Schülersportfest des SV
Garbenteich bereits zum 32. Mal
auf dem Programm. Im Gießener
Weststadion konnten die
Leichtathletik-Kreismeister der
Schüler/innen B und C dieses Mal
im Gegensatz zum letztjährigen
Dauerregen bei hochsommerlichen
Temperaturen gekürt werden.
Schirme dienten heuer nur als
Schattenspender, und vielen
Athletinnen und Athleten gaben
die optimalen Bedingungen die
Möglichkeit, ihre gute Form
schon zu Beginn der Saison unter
Beweis zu stellen.
In der M10 holte Hanno Brach
zwei Titel für die LAZ, über
1000 m benötigte er 3:40,07, im
Weitsprung erzielte er 3,84 m.
Louis Münn vom TV Großen-Linden
wurde mit 8,31 im
50-Meter-Sprint und 37 m im
Ballwurf zweimal Kreismeister.
Bei den elfjährigen Schülern
zeigte Noah Bergmann-Franke von
der LG Treis, dass er nicht nur
laufen, sondern auch werfen
kann: Mit 40 m wurde er
Ballwurfsieger und hatte zudem
über die 1000 m am Ende die Nase
vorn.
Mit hervorragenden 7,73 über
50 m blieb Lucy Weingarten vom
LAZ Gießen als einzige in der
W11 unter acht Sekunden, auch im
Weitsprung lag sie mit 4,23 m
wie im Hochsprung mit 1,13 m vor
allen anderen. Franziska Bock
(LAZ Gießen) startete in der W12
gleich in fünf Disziplinen und
landete in jeder fast ganz
vorne. Im Hochsprung siegte sie
mit 1,33 m, im Ballwerfen mit 43
m und auch über 800 m lieferte
sie am Ende mit 2:42,23 noch
eine ganz starke Leistung ab.
Dazu kamen zweite Plätze im
Weitsprung und über die Hürden.
In der W13 siegte Tamia Hill von
der TSG Alten-Buseck in einem
spannenden Hochsprungwettkampf
mit 1,45 m vor der höhengleichen
Catharina Werdecker vom LAZ
Gießen.
Fleißigster Titelsammler in
der M13 war Christopher Nagorr
vom LAZ Gießen. Er siegte über
75 m in 10,30, für die 60 m
Hürden benötigte er 10,19, mit
dem Ball markierte er 52 m und
im Weitsprung kam er auf gute
5,25 m. Nur im Hochsprung blieb
Nagorr etwas unter seinen
Möglichkeiten und musste sich so
mit vier Kreismeistertiteln
begnügen und seinem Lollarer
Vereinskollegen Julius Grau den
Vortritt lassen, der hier als
Einziger die 1,45 m übersprang.
Zufriedene
Athleten bei
Bahneröffnung in
Wetzlar
GIESSEN
(ras).
Ausnahmslos
in
zufriedene
Gesichter
blickte man
bei den
heimischen
Athleten und
ihren
Trainern bei
der
nationalen
Bahneröffnung
im Wetzlarer
Stadion.
Durch gute
Bedingungen
- nur die
Sprints und
der
Weitsprung
litten unter
krass
wechselndem
und böigem
Wind - kamen
sehr viele
der
Teilnehmer
bereits zum
Auftakt in
die Nähe
ihrer
Vorjahresbestleistungen
oder konnten
diese teils
gar deutlich
übertreffen.
So
hinterließ
das Gießener
LAZ-Mehrkampftrio
Adrian
Becker,
Rouven Höfer
und
Konstantin
Grißmer
einen
starken
Eindruck.
Höfer gewann
den
Speerwettbewerb
der Männer
mit 55,49 m
und blieb
damit nur
zweieinhalb
Meter unter
seiner
Vorjahresbestweite.
Auf den
Folgeplätzen
landeten
Becker mit
54,70 m und
Grißmer, dem
mit 49,88 m
weniger als
ein Meter
zum
Vorjahresrekord
von 50,66 m
fehlte. Auch
in den
Diskus- und
Kugelstoßringen
überzeugten
Becker
(38,13/11,84)
sowie Höfer
mit 37,85 m
und 12,85 m.
Eine Klasse
für sich mit
dem Diskus
war Marius
Rosbach vom
TV Elz mit
50,50 m, der
sich damit
in seinem
ersten
Männerjahr
bereits der
deutschen
Spitze
annähert. In
der Vorwoche
warf der
A-Jugendliche
Jan Billek
bei seiner
Abiturprüfung
den Speer
über 52 m.
Durch beim
Einwerfen
eintretende
Ellenbogenprobleme
gehandicapt,
musste sich
der Werfer
von der TSF
Heuchelheim
in Wetzlar
jedoch mit
46,80 m
begnügen.
Platz zwei
ging an
Issam Ammour
(44,20) vom
LAZ Gießen,
der auch
über die 100
m mit 11,23
hinter
seinem
Vereinskameraden
Costa
Laurenz
(11,21) den
zweiten Rang
belegte. Im
Kugelstoß
war Ammour
mit 13,28 m
jedoch nicht
zu schlagen.
Costa
Laurenz
beendete
auch die 200
m in neuer
Freiluftbestzeit
von 22,37
als
Tagessieger.
Eine
Klasse für
sich war
Tobias
Kreschmer
mit der
Kugel in der
Jugend B.
Mit 17,22 m
verbesserte
sich der
LAZ-Athlet
zur
Vorsaison um
fast zwei
Meter. Einen
tollen
Saisoneinstand
lieferte
auch Felix
Repp von der
LG
Langgöns-Oberkleen
in der M15
ab. Die
Siege über
80 m Hürden
(11,55), im
Hochsprung
(1,74) und
Weitsprung
(6,29)
bedeuteten
zudem
deutlich
verbesserte
persönliche
Bestmarken.
Ganz
knapp
geschlagen
von Britta
Tomkel (LC
Paderborn/12,47)
aus der
Frauenklasse
belegte die
A-Jugendliche
Ann-Christin
Strack (LAZ
Gießen/12,49)
im
schnellsten
der
100-Meter-Zeitläufe
den zweiten
Rang. Der
Weitsprung
der
A-Jugendlichen
ging mit
5,44 m an
Lisa Magel,
ebenfalls
vom LAZ
Gießen.
LOLLAR (ras). Über viele
Jahre waren die
Langstreckenmeisterschaften des
Leichtathletik-Altbezirks Gießen
in das Wetzlarer
Auftakt-Sportfest integriert.
Nach einem einmaligen Gastspiel
in Aßlar mussten sich die
heimischen Läufer nun im
Lollarer Stadion mit der gewohnt
starken Konkurrenz aus Südhessen
messen. So erkämpfte nur Niklas
Harsy vom LAZ Gießen bei den
B-Schülern einen Laufsieg.
Die A- und B-Jugendlichen
starteten gemeinsam über 3000 m.
Patrick Bock (LAZ
Gießen/10:21,49) beendete den
Lauf als Achter und wurde damit
Zweiter bei den B-Jugendlichen
in der Regionswertung. Den Lauf
gewann mit Anusan Rajeentan ein
B-Jugendlicher des SSC
Hanau-Rodenbach in beachtlichen
9:14,99. In der M15 verpasste
Jannis Volkmann als Dritter über
die 3000 m in 11:06,23 nur um
gut eine Sekunde die B-Norm für
die hessischen Meisterschaften
(11:05,00) und damit auch die
anvisierte Qualifikationszeit
für den hessischen Block Lauf.
Einen tollen Zweikampf über
2000 m boten Niklas Harsy (LAZ
Gießen) aus der M13 und der
gleichaltrige Tobias Oed
(Hanau-Rodenbach) bei den
B-Schülern. Harsy ließ dem
Hanauer (6:59,22) im Zielsprint
keine Chance und gewann in
hervorragenden 6:55,41. Damit
verbesserte Harsy seine Bestzeit
aus dem Vorjahr (7:23,8) um fast
eine halbe Minute. Zweiter der
Regionswertung der M13 wurde
Jonathan Seidel (7:18,07) von
der LG Langgöns-Oberkleen.
Christopher Nagorr (LAZ Gießen)
überlief als
Meisterschaftsdritter nach
7:21,12 die Ziellinie. Angeführt
von Lennard Schweizer (SSC/7:23,64),
machte ein Hanauer Quartet bei
den 2000 m der C-Schüler den
Sieg unter sich aus. Als
Sechster der Altersklasse M11
darf sich Marius Schmalz (LAZ
Gießen/8:02,54) jedoch über den
zweiten Rang auf Regionsebene
freuen.
Als einzige weibliche
B-Jugendliche trat Patricia Bock
(LAZ Gießen) über 3000 m an. Sie
erreichte das Ziel nach
13:01,45. Für alle
Schülerinnenklassen waren 2000 m
angesagt. In der W14 gewann
Johanna Heibrock (7:28,58) von
der LG Wettenberg und musste
sich im gemeinsamen Lauf beider
A-Schülerinnenklassen nur knapp
der um ein Jahr älteren Marie
Hannah Jaich
(Eschenburg/7:28,53) geschlagen
geben. Bei den B-Schülerinnen
bestimmten allerdings die
Zwölfjährigen das Tempo an der
Spitze. Bis auf die letzten 300
m hieltFranziska Bock (LAZ
Gießen) den Anschluss an Laura
Petry (Hanau-Rodenbach/7:19,14),
die hessische Vorjahreschnellste
des Jahrgangs. Bock kam nach
7:28,58 als Zweite ins Ziel,
verbesserte sich damit gegenüber
2010 um über 20 Sekunden und
siegte so in der Regionswertung.
Platz drei der Meisterschaft
ging durch Yasmina Harsy in
achtbaren 8:27,71 an eine
weitere LAZ-Nachwuchsläuferin.
In der W13 blieb Laura Bareth
(LAZ Gießen) in 7:59,81 unter
der Achtminutenmarke.
DLV-Nachwuchs gewinnt in
Hamburg / Gerter spring 6,01
m
Die
Nachwuchs-Athleten des DLV
haben am Samstag in Hamburg
den U20-Länderkampf gegen
die Auswahlmannschaften
Frankreichs und Italiens für
sie entschieden. Bei der
weiblichen Jugend feierte
das deutsche Team (120)
einen klaren Erfolg vor
Frankreich (73) und Italien
(71). Die männliche Jugend
(91) setzte sich trotz
verpatzter Schlussstaffel
knapp gegen Frankreich (90)
durch. Italien wurde Dritter
(76). Beim
Winterwurf-Länderkampf
setzten sich die
U20/U23-Starter des DLV
ebenfalls klar durch. Am
Ende standen 158 Punkte zu
Buche, auf den Plätzen zwei,
drei und vier landeten
Italien, Frankreich und
Spanien.
Für den perfekten Auftakt für das DLV-Team hatte am Samstag in der
Hansestadt Potsdamer Geherin
Charlyne Czychy gesorgt. Die
Potsdamerin siegte über
3.000 Meter in 13:33,04
Minuten, anschließend
triumphierte auch ihr
Vereinsgefährte Hagen Pohle
über 5.000 Meter in 20:49,56
Minuten.
In der Folge sorgten vor
allem die DLV-Athletinnen
zahlreiche erste Plätze. Im
200-Meter-Sprint setzte sich
Anna-Lena Freese (FTSV Jahn
Brinkum) durch, blieb in
24,28 Sekunden aber deutlich
über ihrer Zeit von der
Jugend-Hallen-DM in
Leverkusen, wo sie 23,96
Sekunden gelaufen war. „Hier
sind die Kurven nicht so
hoch“, sagte sie, war aber
mit ihrer Leistung ansonsten
zufrieden.
Weitere Topergebnisse
steuerten Weitspringerin
Tilia Udelhoven (LAV Bad
Godesberg; 6,21 m), die
Schwestern Isabell und Lisa
Ollesch (TV Wattenscheid 01)
über 1.500 Meter (4:28,72
min) und 800 Meter (2:11,06
min), 60-Meter-Sprinterin
Annika Drazek (TV Gladbeck;
7,45 sec), Franziska Hofmann
(LAC Erdgas Chemnitz; 8,54
sec) über 60 Meter Hürden,
400-Meter-Läuferin Christina
Zwirner (TV Erkelenz; 54,65
sec), Kugelstoßerin Lena
Urbaniak (LG Filstal; 16,27
m) und die
4x200-Meter-Staffel bei
(1:37,19 min).
Sieg bei männlicher Jugend
härter umkämpft
Weitaus spannender verlief
das Duell um den Teamerfolg
unterdessen bei der
männlichen Jugend, zumal die
DLV-Auswahl beim letzten
Wechsel der abschließenden
4x200-Meter-Staffel das Holz
verlor. Trotz des Malheurs
aber reichte es zum ersten
Platz.
Zuvor hatten
200-Meter-Sieger Patrick
Domogala (MTG Mannheim;
21,50 sec), Hürdensprinter
Gregor Traber (LAV asics
Tübingen; 7,73 sec),
Stabhochspringer Carlo Peach
(SV electronic Hohen
Neudorf; 5,50 m),
Kugelstoßer Christian
Jagusch (SC Neubrandenburg;
19,61 m) und
1.500-Meter-Läufer Stephan
Abisch (Hallesche LAF;
4:02,09 min) für die
Höhepunkte gesorgt.
„Das ist das, was ich
erwartet habe. Zum Abschluss
der Hallensaison bin ich
ganz zufrieden“, sagte
Patrick Domogala nach seinem
Rennen. Gregor Traber freute
sich nach seinen 7,73
Sekunden im ersten von zwei
Hürdensprints über den
„Abschluss einer
unglaublichen Saison und die
Punkte für die Mannschaft“.
Christian Jagusch im letzten
Versuch
Die Maximal-Ausbeute an
Punkten sicherte Christian
Jagusch erst im letzten
Versuch. „Ich wusste nach
dem Einstoßen, dass etwas
geht“, sagte der spätere
Sieger, der sich im sechsten
Durchgang um 50 Zentimeter
auf seine Tagesbestweite
steigerte.
Bei Carlo Peach indes
mischte sich in die Freude
über die persönliche
Bestleistung auch ein wenig
Ärger. Nach zwei
misslungenen Versuchen über
5,60 Meter ließ er 5,69
Meter auflegen -
Weltrekordhöhe in der
Altersklasse U20. „Ich kann
ja verstehen, dass es
Abläufe gibt, aber bei so
einer Höhe sollte man den
Athleten dann vielleicht
nicht so lange warten
lassen."
Drei Doppelsiege bei
Winterwurf
Beim
Winterwurf-Vergleichskampf
verbuchte das deutsche Team
gleich drei Doppelsiege. Im
Diskuswerfen setzten sich
Benedikt Stienen (LAC
Veltins Hochsauerland; 55,83
m) und der Potsdamer Gordon
Wolf (55,28 m) durch. Bei
ihren Disziplinkolleginnen
ließen die
Neubrandenburgerin Anna Rüh
(53,71 m) und die
Potsdamerin Kristin Pudenz
(51,11 m) die Disken am
weitesten fliegen.
Stark präsentierten sich
auch die deutschen
Speerwerfer. Der Ulmer
Florian Janischek knackte
mit 70,87 Metern als
einziger die 70-Meter-Marke.
Der Berliner Franz Burghagen
blieb mit 69,60 Metern nur
knapp darunter.
STADTALLENDORF/GIESSEN (ras).
Die hessischen
Hallenmeisterschaften in
Stadtallendorf wurden zu den
Festspielen der Lisa Mayer, denn
die Athletin der LG
Langgöns-Oberkleen heimste in
der W15 mit überragenden
Leistungen gleich drei
Meistertitel ein. Ebenfalls mit
Gold belohnt wurden ihr
gleichaltriger Vereinskamerad
Felix Repp im Weitsprung, sowie
Nico Gremm vom LAZ Gießen, der
in der Alterklasse der
14-Jährigen einen souveränen
Auftritt über die Hürden
ablieferte.
In der M14 lief
Nico Gremm vom LAZ Gießen über
60 m Hürden zu seinem ersten
Hessentitel. Bereits mit der
Vorlaufzeit von 9,16 s setzte
Gremm in der Altersklasse die
Maßstäbe. Im Endlauf steigerte
er sich noch deutlich und gewann
souverän in herausragenden 8,98
s vor Christopher Wieth (9,24)
vom TV Dillenburg. Auch auf der
60-m-Geraden erreichte Gremm das
Finale. Nach 7,82 s als
Drittschnellster der mit 28
Schülern besetzten Vorläufe
sowie 7,80 s im Zwischenlauf
musste sich Gremm im Finale in
7,93 s mit Rang sechs begnügen.
Den finalen Sprint gewann der
Dillenburger Wieth in 7,67 s.
Zusammen mit seinen
LAZ-Kameraden Christopher
Nagorr, Clemens Grau und Julius
Grau landete Gremm in der 4x1/2
Runde-Staffel der A-Schüler in
47,87 s auf dem fünften Rang.
Nach dem im
Vorjahr
erstmals mit
Erfolg
durchgeführten
Rahmenwettkampf
der
B-Schüler
und
Schülerinnen
verzeichnete
der HLV
diesmal in
Stadtallendorf
nur eine
enttäuschende
Beteiligung
bei den
Sprinter-Dreikämpfen.
In der mit
gerade mal
sieben Jungs
besetzten
M13 belegte
Christopher
Nagorr nach
30 m
fliegend
(3,60 s), 30
m aus dem
Startblock
(4,74) und
60 m Hürden
(9,82) nach
Addition der
Zeiten mit
18,16 s ganz
knapp vor
seinem
LAZ-Trainingsgefährten
Julius Grau
(18,19) den
zweiten
Platz.
Hochgemeldet
in den
Stabhochsprung
der M14
durfte sich
Christopher
Nagorr
allerdings
über den
Gewinn der
Bronzemedaille
bei neuer
persönlicher
Bestleistung
von 2,40 m
freuen. Es
gewann
Maximilian
Kappesser
aus der
Stab-Hochburg
Darmstadt
mit 2,80 m.
Auch bei den
Mädchen der
W12 war das
LAZ Gießen
durch Selina
Hildebrand
im
Sprintdreikampf
vertreten.
Trotz der
besten Zeit
über 30 m
fliegend
(3,82)
erreichte
Hildebrand
bei der
vorrangig
von der
Hürdenleistung
beeinflussten
Wertung nur
Platz drei
(20,22 s)
der fünf
Teilnehmerinnen.
Mit 21
Mädchen war
die W13 am
stärksten
beim
Dreikampf
besetzt.
Beatrice Marscheck mit Rang 4
bei Hallen-DM
27.02.2011 - LEIPZIG
Für die deutschen Leichtathleten
ging es an diesem Wochenende bei den Deutschen
Hallen-Meisterschaften in Leipzig um Titel, Medaillen und
Bestleistungen. In allen Disziplinen gab es nicht nur einen
heißer Kampf um den Sieg, sondern es ging auch um die Tickets
für die Hallen-Europameisterschaften in Paris. Lediglich zwei
Startplätze stehen dafür zur Verfügung. Mit im Feld der Stars
und Talente war auch Beatrice Marscheck vom LAZ Giessen / SV
Garbeteich vertreten. Auf der 60 m Sprintdistanz erreichte die
Lehramtsstudentin das Halbfinale und schied als sechste dort mit
7,61 sec aus. Am Sonntag stand dann mit dem Weitsprung die
Parade-Disziplin der Garbenteicherin an. Mit 6,40 m verfehlte
sie nur um zwei Zentimeter den Bronzerang und wurde vierte. Den
besten Sprung ihrer bisherigen Karriere machte jedoch die
Siegerin Michell Weitzel von der LG Telis Finanz Regensburg . Im
fünften Versuch des Weitsprungwettbewerbs hob Michelle Weitzel
am Sonntag ab und landete erst nach 6,61 Metern. Mit der
Verbesserung der persönlichen Hallenbestleistung um elf
Zentimeter sicherte sich die Regensburgerin Gold bei den
Meisterschaften und erfüllte zudem als zweite Springerin nach
der Hamburgerin Nadja Käther die Norm für die Hallen-EM in Paris
„Nach dem
Verlauf der bisherigen Wintersaison muss man sich wohl
überraschen lassen! Wir haben den Sprint ganz oben angestellt
und das hat sich auch in den Trainingsergebnissen deutlich
gezeigt. Das Ziel ist ganz klar: Bestzeit über 60m (unter
7,57sec.) und im Weitsprung kann alles passieren. Vorgenommen
haben wir uns hier eine Weite von 6,40m und ein Platz unter den
ersten Fünf “ so Trainer Markus Czech zu den
Eingangsvoraussetzungen.
Im zweiten 60 m
Vorlauf hatte es die Lehramtstudentin unter anderem mit der
späteren viert Platzierten Carolyn Moll ( ART Düsseldorf) zu
tun.„Die ersten drei, vier Schritte nach dem Start waren dann
auch nicht so das gelbe vom Ei. Hinten heraus konnte ich dann
bei der kurzen Distanz nichts mehr kompensieren und es standen
7,61 sec zu buche“ so Beatrice Marscheck. Doch die erzielte Zeit
reichte aus um sich für das Halbfinale zu qualifizieren .
Mit einer
besseren Reaktionszeit verlies die Garbenteicherin, im
Halbfinale dann den Startblock. Mit in ihrem Lauf war auch die
spätere deutsche Meisterin Verena Sailer von der MTG Mannheim,
die das Halbfinale souverän mit 7,25 sec für sich entscheiden
konnte. „ Beatrice hatte diesmal eine gute Reaktion im Block,
doch auch diesmal waren die ersten Schritte ein bisschen passiv.
Dass am Ende nochmals 7,61 sec herausgesprungen sind, ist
bemerkenswert , denn wir hatten in dieser Hallensaison den
Sprint ganz oben angestellt“.
„Mein heimliches
Ziel waren unter 7,57 sec. es ist nur knapp daneben. Ich kann
mich jetzt verletzungsfrei dem Weitsprungwettbewerb am Sonntag
widmen. Hier will ich die Konkurrentinnen ein bisschen
überraschen, denn in der Hallensaison bin ich noch nicht so
richtig in Erscheinung getreten, so die Studentin in der
Vorschau.
„Für die
Spitzenleistung im Weitsprung sind wir in dieser Hallensaison
nicht ganz vorbereitet, denn Beatrice fehlt es wegen einer
Fußverletzung an der spezifischen Sprungkraft. Erst in den
letzen beiden Wochen konnten wir in eine spezielle Vorbereitung
einsteigen “ so Markus Czech. Um 11:55 Uhr ging es für die
Sportstudentin dann los. Der Hallenmoderator kündigte den
Weitsprungwettbewerb als ein der Highlight der DM an, denn zwei
Springerinnen haben in der Hallensaison bereits die EM-Norm
übertroffen.
Beatrice
Marscheck startete mit zwei etwas schwächeren Sprüngen von 6,17
und 6,26 m. Im dritten Durchgang flog sie dann auf 6,40 m und
qualifizierte sich somit sicher für den Endkampf der besten
deutschen Springerinnen. Im Endkampf konnte sie dann mit 6,36 m
und 6,30 m noch mal gute Weiten anbieten doch, drei
Konkurrentinnen flogen an ihr vorbei. „ Es hat bei mir heute
der Ausreißer gefehlt. Nadja Käther ( HSV) gelang mit 6,42 m der
Bronzerang und Silber ging mit 6,50m an ihre Vereinkollegin
Annika Leipold. Dass Michell Weitzel als ehemalige hessische
Mehrkämpferin mit 6,61 m gewinnt ist schon eine Überraschung“ so
Beatrice Marscheck. Für die LAZ –Athletin ist nun die
Hallensaison vorbei und nach einer Woche Pause wird sich nun
intensiv auf die Sommersaison vorbereitet. „ Es hat sich heute
wieder gezeigt, dass Bea zu den schnellsten Weitspringerinnen
zählt. Wenn wir jetzt noch die Anlaufgeschwindigkeit mit der
Sprungkraft kombinieren können, steht einem Erfolg im Sommer
nichts mehr im Wege „ so Markus Czech.
LEVERKUSEN/GIESSEN (ras). Selbstverständlich
hatte sich Julia Gerter vorgenommen, bei den
deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften der
Leichtathleten in Leverkusen gut abzuschneiden.
Nach ihrem gelungenen Hallensaisondebüt mit 5,83
m bei den hessischen Hallentitelkämpfen im
Januar, war der Athletin vom LAZ Gießen selbst
ein Sprung in den Bereich um sechs Meter zu
zutrauen. Aber es kam noch besser. Die
16-Jährige setzte bereits im ersten Versuch 6,01
m in die Weitsprunggrube, verbesserte sich im
dritten Durchgang auf 6,15 und sprang im fünften
gar sensationelle 6,35. Das bedeutete Platz zwei
hinter der zwei Jahren älteren Tilia Udelhoven
vom LAV Bad Godesberg.
Nach dem ersten Sprung hatte sich Gerter
praktisch schon den Einzug ins erhoffte Finale
gesichert. In den nachfolgenden Versuchen
imponierte die Schülerin des Butzbacher
Weidig-Gymnasium mit Konzentration und
Nervenstärke. Nach einem ungültigen zweiten
Versuch folgten Weiten von 6,15, 5,66 und 6,35.
Dann war „die Luft raus“ und der letzte Sprung
ungültig. Mit der selbst auf europäischer
Jugendebene beachtenswerten Leistung führte die
Pohl-Gönserin das Klassement nach dem vorletzten
Durchgang sogar an, bevor Udelhoven, im Vorjahr
Fünfte der U20-Weltmeisterschaften im
Siebenkampf, die Goldmedaille mit 6,40 an sich
riss.
Der Wettkampf blieb aber bis zur allerletzten
Springerin spannend, denn die nach den ersten
drei Versuchen führende Lena Malkus (LG Ratio
Münster) kam Gerter in ihren letzten beiden
Versuchen mit 6,33 und 6,27 noch sehr nahe und
wurde Dritte.
„Wir haben uns alle gegenseitig hochgepusht“,
beschrieb Titelgewinnerin Udelhoven den
hochklassigen Wettkampf, bei dem sechs der
Springerinnen zwischen 15 und 19 Jahren die
Sechsmetermarke übertrafen. Gewohnt sachlich und
zurückhaltend analysierte LAZ- und Landestrainer
Philipp Schlesinger (Pohlheim) die
Leistungsexplosion von Gerter: „Wir haben wenig
Sprünge gemacht, aber viel an der Stabilität
gearbeitet und großen Wert auf die Schnelligkeit
gelegt.“ Der zweite Platz von Leverkusen hat für
die Springerin ein Nachspiel, denn als Belohnung
folgt in 14 Tagen der erste Auftritt im
Nationaltrikot beim U20-Länderkampf zwischen
Deutschland, Italien und Frankreich in Hamburg.
Strack im Sprint-Finale
Mit sich zufrieden durfte auch Ann-Christin
Strack die Heimreise aus dem südlichen
Nordrhein-Westfalen antreten. Die LAZ-Sprinterin
qualifizierte sich in den 200 m Vorläufen in
25,02 s als Achte für die Teilnahme am Finale.
Das bedeutete zudem persönliche
Hallenbestleistung. Vor dem Endlauf bestritt
Strack zuerst die 60 m-Vorläufe. Mit der Zeit
von 7,87 sprintete die Gießenerin in den
Zwischenlauf. In diesem gelang der Ostschülerin
in 7,83 eine weitere Bestzeit und sie wurde
damit 16.. Im 60 m-Finale siegte Alexandra
Burghardt vom LAZ Inn in 7,42. Keine zwei
Stunden später stand für Strack das 200 m-Finale
auf dem Plan. Durch die anhand der Zeiten des
Vortages vergebenen Bahnen musste sie sich mit
der in den Kurven engen und damit zeitraubenden
Innenbahn begnügen. So war keine Steigerung
möglich: Strack landete in 25,32 auf Platz acht.
Es gewann Anna-Lena Freese vom FTSV Jahn Brinkum
in der Zeit von 23,96. „Ann-Christin hat in den
beiden Tagen sehr gute Sprints mit persönlichen
Bestzeiten abgeliefert. Die ungünstige Innenbahn
verhinderte leider eine Zeit unter 25“, sagte
ihr Trainer Markus Czech.
Im 60 m-Sprint der männlichen Jugend,
verpasste Laurenz Costa (ebenfalls LAZ) knapp
den Zwischenlauf. Bei einer Vorlaufzeit von 7,20
fehlten Costa ganze vier hunderstel Sekunden zum
Weiterkommen. „Laurenz hat in den letzten Tagen
super trainiert. Aber er hat ja erst vor gut
einem halben Jahr mit der Leichtathletik
begonnen. So war er bei diesem Topwettkampf
etwas zu nervös und es fehlt noch
Wettkampfroutine,“ erläuterte später Trainer
Czech.
Als die erste Sportlerwahl des Gießener
Anzeigers in Zusammenarbeit mit dem Kaufhaus
Karstadt über die Bühne ging, war eine
Basketballmannschaft mit dem Namen MTV 1846
Gießen nominiert - und ein blutjunger Spieler
namens Vladi Bogojevic. Es wurde noch mit der
guten alten D-Mark bezahlt, Deutschland war
Fußball-Europameister in England geworden, der
deutsche Trainer hieß Berti Vogts -
Bundeskanzler war Helmut Kohl. 15 Jahre später
ist die dereinst von Wilfried Heuser und
Wolfgang Lehmann ersonnene Idee quicklebendig,
auch die Sportlerwahl 2010 war ein voller
Erfolg.
Eingebettet zwischen
Auftaktveranstaltung mit hochkarätig besetztem
Podium und den bekannt kontroversen Themen und
der nun im festlichen Ambiente des Karstadt
Restaurant-Cafés zelebrierten Gala, beteiligten
sich wieder weit über 10 000 Teilnehmer an der
Wahl. Dass auch diesmal manch ein Spaßvogel
Louis van Gaal, Joachim Löw oder Sebastian
Vettel auf den Stimmzettel geschrieben hatte,
wie Anzeiger-Chefredakteur Wolfgang Maaß in
seiner Eröffnungsrede hervor hob, gehört derweil
ebenso zum lieb gewonnenen Ritual wie der
proppenvoll gefüllte Saal. Und nachdem auch
Karstadt-Geschäftsführer Lothar Schmidt die etwa
300 geladenen Gäste begrüßt hatte, übernahm mit
FFH-Moderator Frank Piroth ein neuer Mann das
Ruder, mit dem er in gleichmäßigem Takt die
Veranstaltung sicher ins Ziel führte.
Schon bei den Nachwuchskräften erschloss sich
die ganze Bandbreite des heimischen Sports, denn
mit Alexander Donchenko landete ein 12-jähriger
(!) Schachstratege noch vor dem
Bundesliga-Basketballer Matthias Perl auf dem
zweiten Rang hinter der Siegerin Ann-Christin
Strack, die über die Sprintstrecken Titel
sammelt. So weit das Feld der Sportarten, so eng
beieinander lagen auch in diesem Jahr wieder die
Nominierten, die sich zurecht alle als Sieger
fühlen durften und für ihre Top-Leistungen -
angesiedelt zwischen deutschen und
Weltmeistertiteln, persönlichen Bestleistungen
und herausragenden Mannschaftsresultaten -
zurecht viel Applaus erhielten. Und
entsprechende Lobeshymnen zu hören bekamen.
(jth) Die
Hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend A in der
Leichtathletikhalle in Frankfurt Kalbach wurden für die
Mittelhessischen Sprinterinnen und Sprinter ein erfolgreicher
Ausflug. Die amtierende B-Jugend Freiluft-Hessenmeister aus dem
vergangenen Jahr, Costa Laurenz ( LAZ Giessen), holte sich nun
auch seinen ersten Hessentitel bei der A-Jugend. Mit 7,07 sec im
60 m Finale war er nicht zu schlagen. Auf der längeren 200
Meterdistanz sicherte er sich mit 22,54 sec die Silbermedaille.
Dies gelang auch Lara Matheis von der TSG Gießen-Wieseck mit
25,91 sec im A-Jugend-Finale über die Hallenrunde. Im Weitsprung
der weiblichen Jugend A ergatterte sich Julia Gerter vom LAZ
Giessen mit 5,84 m die zweite Giessener- Goldmedaille. Lisa
Magel ( LAZ Giessen ) konnte zudem im 60m Hürdenfinale noch
einen Bronzerang in 9,14 sec. hinzufügen.
„Ich habe mit den
7,07 sec im Finale nun die Qualifikation für die Deutschen
Hallenmeisterschaften geschafft. Wenn ich in den nächsten Woche
noch am Start arbeite, geht es noch ein bisschen schneller“ so
Costa Laurenz nach dem Zieleinlauf. Nach 7,18 sec im Vorlauf
konnte sich der Schüler der Anne-Frank-Schule in Linden, locker
und sicher für das Finale der acht besten Sprinter
qualifizieren. Im Finale wurde es dann jedoch sehr spannend,
denn Niklas Müller ( SG Johannesberg) setzte mit 7,09 sec eine
super Zeit dagegen. Mit dem Elan eines Hessenmeisters stellte
sich dann der „Rohdiamant“, wie ihn sein Trainer Christian Noack
bezeichnet, auch noch der 200 m Sprintstrecke. Nach 22,77 sec im
Vorlauf konnte er sich mit 22,54 sec als zweiter, hinter dem
Sieger Niklas Müller ( 22,20 sec), seine zweite Medaille
abholen. „ Ich freue mich für Costa, wir werden uns jetzt
intensiv für die Deutschen vorbereiten. Schade nur, dass er über
die 200 m um nur vier Hundertstel die DM- Norm verfehlt hat.
Langfristig peilen wir jedoch die Sommersaison als Höhepunkt an.
Hier möchten wir auch mit der 4 x 100 Meterstaffel weit nach
vorne kommen“ so Trainer Christan Noack.
Mit dem
B-Jugendlichen Tobias Kretzschmar war ein weitere Athlet des LAZ
Giessen am Start. Nachdem er in der vergangenen Woche bei
Hessischen B-Jugend-Meisterschaften den Kugelstoßwettbewerb mit
16,05 m gewonnen hatte, stelle er sich nun der Herausforderung
der schwereren Kugel. „ Mein Ziel war die 14 m Marke, was ich
mit 14,05 m als fünfter optimal umsetzen konnte“ so Tobias
Kretzschmar. Der Berufsfachschüler aus Ebersgöns peilt nun bei
den Süddeutschen Meisterschaften einen Rang unter die Top fünf
an.
Julia Gerter vom LAZ
Giessen hatte dann gegen Ende der Hessenmeisterschaft ihr großes
Erfolgserlebnis. Mit 5,83 m im sicherte sie sich nicht nur die
Hessenmeisterschaft sondern auch die DM-Norm. Der Wettkampf ging
für die groß gewachsene Athletin von Trainer Philipp Schlesinger
mit 5,46 m ausgezeichnet los. Es folgte ein ungültiger Versuch
und dann der Supersatz auf die letztendliche Siegesweite von
5,84 m. „ Schade ist nur, dass ich im fünften Versuch einen
ungültigen Sprung hatte, der wäre noch weiter gewesen. Ich
möchte bei den Deutschen die magische 6 m Marke anpeilen“ so die
Schülerin des Butzbacher Weidig Gymnasium.
Im 60 m Hürdenfinale
konnte sich Lisa Magel ( LAZ Giessen) mit neuer Bestleistung von
9,14 sec als dritte über einen Treppchenrang freuen. „ Nach 9,22
sec im Vorlauf bin ich mit neuer Bestleistung zufrieden. Die
Hallensaison ist nun für mich vorbei“ so die Steinbacherin . Auf
dem vierten Rang konnte sich mit 9,34 sec Ruth Hillebrand ( TSG
Giessen-Wieseck) platzieren.
Hessische Hallen-Meisterschaften 2011 Jg.A - Costa Laurenz -
200m FINALE
Hessische Hallen-Meisterschaften 2011 Jg.A - Lisa Magel - 60m
Hürden FINALE
Hessische Hallen-Meisterschaften 2011 Jg.A - Costa Laurenz - 60m
FINALE
25-Jährige bei Hessenmeisterschaften im
Weitsprung und im Sprint nicht zu schlagen -
Insgesamt vier Landestitel gehen an die
LAZ-Athleten
FRANKFURT/GIESSEN (ras).
Seit Jahren ist Beatrice Marscheck in Hessen auf
der Sprintgeraden und im Weitsprung nicht zu
schlagen. Das stellte die Athletin des LAZ
Gießen bei den Hessischen
Landes-Hallenmeisterschaften der Männer, Frauen
und Jugend B einmal mehr eindrucksvoll unter
Beweis. Von den in der Frankfurt-Kalbacher
Leichtathletikhalle insgesamt vier zu
vergebenden Weitsprungtitel gingen noch zwei
weitere an den Gießener Raum.
Der LAZ-Mehrkämpfer Konstantin Grißmer gewann
bei den Männern und Lisa Mayer von der LG
Langgöns-Oberkleen siegte überraschend bei den
B-Jugendlichen. Einen weiteren obersten
Treppchenplatz für das LAZ Gießen erkämpfte
Tobias Kretzschmar im Kugelstoß der Jugend B.
Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerkes
sprintet Beatrice Marscheck derzeit die
60-m-Finalläufe, denn nach einem lockeren
Vorlaufsieg in 7,83 s und 7,63 s im Zwischenlauf
gewann die 25-Jährige, wie bei ihren beiden
Siegen in der Vorwoche, das Finale in 7,58 s.
Als einzige Finalistin hielt dabei Ksenia
Achkinadze (7,65) von der LG Eintracht Frankfurt
auf den ersten 30 Metern dagegen. Knapp eine
Stunde nach den Sprints stand für die Frauen der
Weitsprung auf dem Plan. Marscheck sprang in
allen Versuchen deutlich über sechs Meter und
knabberte mit ihrer Tagesbestweite von 6,38 m im
fünften Sprung wieder am hessischen Hallenrekord
von 6,41 m. „Beatrice konnte durch eine
Fußverletzung im Dezember nur stark
eingeschränkt trainieren. Das machte sich durch
die kurz aufeinander folgenden Disziplinen im
Weitsprung womöglich bemerkbar. Im
60-m-Hallensprint bin ich zuversichtlich, dass
nach dreimal identischer persönlicher Bestzeit,
noch eine Steigerung im Hundertstelbereich
denkbar ist“, sagte ihr Trainer Markus Czech.
Durch Konstantin Grißmer ging auch der
Weitsprungtitel bei den Männern an das LAZ
Gießen. Grißmer sprang im zweiten Versuch mit
7,22 m persönliche Bestleistung und legte im
fünften Sprung 7,21 m nach. „Konstantin brauchte
das erste Jahr bei uns, um sich zu festigen. Nun
entwickelt er sich körperlich und technisch
weiter, wie sich in seinen Ergebnissen - nicht
nur im Weitsprung - zeigt“, freute sich Czech.
Adrian Becker musste seine geplanten Starts
in Kalbach wegen Muskelverhärtungen absagen. In
LAZ-Kreisen ist man jedoch zuversichtlich, dass
der Troher seine zuletzt hervorragende Form bei
den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften
Ende Januar unter Beweis stellen kann.
Bei den B-Jugendlichen wuchtete Tobias
Kretzschmar die Kugel bereits im ersten Versuch
zur neuen persönlichen Bestweite von 16,11 m.
Kretzschmar, der einen großen Teil seines
Trainings bei Wurfkadertrainer Jörg Schulte in
Frankfurt absolviert, übertraf seinen härtesten
Konkurrenten Hendrik Nungeß (LG
Neu-Isenburg/Heusenstamm/15,05) zudem in drei
weiteren Versuchen.
Bewerten
Sie
die
unten
stehenden
Organisationen
mit
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von
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(5
ist
die
bestmögliche
Bewertung).
Pro
PC
kann
nur
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Das
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endet
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31.01.2011.
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uns.
Zum 1. Januar hat die physiotherapeutische Praxis
„KörperKonzept“ eine neue Inhaberin: Antje Vetter übernimmt das
etablierte Haus in Pohlheim bei Gießen. Sie arbeitet dort seit
der Gründung der Praxis 2004 und wurde bereits kurz danach die
leitende Physiotherapeutin. „Ich freue mich sehr darauf, das mit
meinem Vorgänger Dirk Lösel gemeinsam aufgebaute Konzept
weiterzutragen und auszubauen“, sagt die frisch gebackene
Praxisinhaberin. Die Kunden sehen nach wie vor die ihnen
vertrauten Gesichter: Alle 23 Mitarbeiter bleiben im Hause.
Ganzheitlicher Ansatz
Das Konzept der Praxis unterscheidet sich von klassischen Praxen
dadurch, dass nicht nur Physiotherapie angeboten wird, sondern
auch medizinisches, betreutes Fitnesstraining. Im Trainingsraum
mit modernsten Geräten ist bei jedem Training ein kompetenter
Physiotherapeut ansprechbar. „KörperKonnterstützt“, betont Antje Vetter.
Betreuung von Bundesliga-Clubs
Solch umfassende Kompetenz und Erfahrung werden weit über die
Stadtgrenzen hinaus geschätzt. „Unser Einzugsgebiet reicht von
Marburg bis Frankfurt“, sagt die Geschäftsführerin stolz. Zudem
betreut KörperKonzept auch die Spitzensportler der Region. Beim
Basketball sind dies sogar zwei Clubs der Ersten Bundesliga: die
„LTi Gießen 46ers“ und der „BC Pharmaserv Marburg“. „Darüber
hinaus vertrauen uns auch zahlreiche Leichtathleten und
Triathleten aus dem Spitzensport“, so Antje Vetter.
Breitgefächerte Erfahrung
Die Dreißigjährige verfügt über eine fundierte Ausbildung: Die
klassische Physiotherapieausbildung – mit Examen an der
Uniklinik in Münster – ergänzte sie um Ausbildungen zur
Manualtherapeutin und zur Europäischen Sportphysiotherapeutin (ESP).
Natürlich kommt dazu der betriebswirtschaftliche Hintergrund:
Ihre Familie betreibt eine Konditorei, in der sie schon als
Jugendliche mitarbeitete. „In meiner Praxis werde ich neben der
Geschäftsführung auch praktisch weiter tätig sein“, sagt Antje
Vetter. Und sie ist sicher: „KörperKonzept wird auch in Zukunft
Patienten und Sportlern der richtige Partner sein.“
Im Jahr 2009 rückte die Leichtathletin Beatrice
Marscheck schlagartig ins Rampenlicht, als sie sich
im Weitsprung für die WM in Berlin qualifizierte und
dort die deutschen Farben vertrat. Nun stehen neue
Ziele an, und die Garbenteicherin möchte ihrer
(ohnehin schon langen) Erfolgsliste noch eine
Olympiateilnahme im Jahre 2012 in London hinzufügen.
Die Weichen dafür sind bereits gestellt: Die
25-jährige Starterin des LAZ Gießen gehört dem
Top-Team 2012 des Deutschen Leichtathletik-Verbandes
(DLV) - quasi der Leichtathletik-Nationalmannschaft
- an und war mit diesem erst Anfang dieses Dezembers
für eine Woche auf Trainingslager in der
zypriotischen Hauptstadt Nikosia.
»Es bedeutet mir sehr viel, zum Top-Team zu gehören
und sehen zu können, wie die anderen trainieren. Man
kann sich gut untereinander austauschen und viel
voneinander lernen. Das möchte ich nicht missen«,
verbucht die Studentin für gymnasiales Lehramt in
den Fächern Deutsch und Sport die Förderung durch
den DLV als wertvolle Erfahrung. Als eine von gerade
einmal sieben Hessen im Top-Team, das insgesamt 65
Sportler umfasst, wurde sie gemeinsam mit ihren
Kollegen auf Zypern vor allem in Sachen
Mentaltraining und Ernährungsberatung fit gemacht.
Zudem stand für »Bea« Training in der sechsköpfigen
Gruppe des Weitsprungnationaltrainers Ulrich Knapp
auf dem Plan, der stets in regem Austausch mit ihrem
Heimtrainer Markus Czech steht: »Mein Training
gestaltet wie immer Markus, aber er und der
Bundestrainer stimmen sich regelmäßig über die
Inhalte ab«, so Marscheck über die ideale Betreuung,
denn bei Deutschen Meisterschaften sitzen somit
gleich zwei hoch qualifizierte Trainer an ihrer
Seite.
Im Bundeskader fühlt sie sich auf jeden Fall wohl:
»Dabei gefällt mir am meisten, dass hier so viele
Leute sind, die dasselbe Niveau haben«, weiß
Marscheck, dass die Leistungsdichte im Top-Team
förderlich für ihr Vorankommen ist. Auch im
Heimatverein wird sie künftig eine schnelle
Trainingspartnerin für die Sprinteinheiten haben,
denn mit der 17-jährigen Cynthia Schmidt wechselt
eines der größten hessischen Sprinttalente von den
TSF Heuchelheim zum LAZ. »Davon werden wir beide
profitieren«, hofft Beatrice, dass die
Heuchelheimerin, die schon als B-Jugendliche die 100
Meter in 12,04 Sekunden lief, sie einerseits
»ziehen« und andererseits von ihr lernen wird.
Als bisher größten sportlichen Erfolg verweist die
25-Jährige, die rund achtmal wöchentlich trainiert,
auf 2009: »Das ganze Jahr war super, allem voran die
Teilnahme bei der WM in Berlin, der zweite Platz bei
den Deutschen Meisterschaften oder die Teilnahme an
der Universiade.« Und nicht zuletzt sprang sie im
selben Jahr ihre Bestweite von 6,73 Metern, mit
denen sie den hessischen Rekord hält: »Der Rekord
bedeutet mir schon viel, und ich hoffe, er hält noch
ein paar Jahre. Aber vielleicht breche ich ihn ja
selbst noch mal...«, so Marscheck, die demnächst
auch Inhaberin des hessischen Hallenrekords sein
könnte. Dieser wurde erst in diesem Jahr von der für
die LG Eintracht Frankfurt startenden Claudia Rath
auf 6,41 Meter verbessert, »und über 6,40 Meter
möchte ich schon springen«, so die Gießenerin.
Am 9. Januar wird sie in Kalbach ihr Hallendebüt für
diese Saison geben und eine Woche darauf bei den
hessischen Meisterschaften die Titelverteidigung
über 60 Meter und im Weitsprung in Angriff nehmen.
Der Sprint soll also auch künftig nicht zu kurz
kommen, »denn er ist die Grundlage für den
Weitsprung und macht mir einfach Spaß«, erzählt
Marscheck, die auch schon über 100 Meter Süddeutsche
Meisterin war.
Sportwahlen in Gießen
Ann-Christin Strack
nominiert
Der Dezember ist
traditionell die Zeit der
beliebten Sportlerwahl in
Gießen.
Die Anzeiger-Wahlperiode am
kommenden Samstag, den 4.
Dezember. Hier kann man
unter
http://www.mittelhessen1.de/votspw/
seine Stimme abgeben oder
bei Karstadt sein Kreuz auf
den ausliegenden
Stimmzetteln machen. Mit der
LAZ-Sprinterin hat das LAZ
in der Kategorie
"Nachwuchssportler" ein
Eisen im Feuer.
GIESSEN (jth). „Kaltes aber trockenes
Oktoberwetter, klasse Leistungen, gute
Organisation und eine Fahrradbegleitung für die
Führenden, dies alles sind Voraussetzungen, die
zu einem reibungslosen Ablauf des Gießener
Volks- und Straßenlauf in der Wieseckaue
beitragen“, so Eckhard Paul, Vorsitzender des
ausrichtenden LAZ Gießen. Knapp 340
Teilnehmerinnen und Teilnehmer, zehn Prozent
weniger als im letzten Jahr, nahmen das
Abenteuer über die fünf, zehn respektive 21,1 km
lange Strecke auf sich. Die Veranstaltung wird
auch weit über die Grenzen von Gießen
angenommen. Der flache Wendepunktrundkurs ist
immer wieder Garant für schelle Zeiten. Die
Läuferinnen und Läufer, die im Besitz eines
gültigen Startpasses des Deutschen
Leichtathletik Verbandes (DLV) sind, starteten
im bestenlistenreifen Straßenlauf, alle anderen
Teilnehmer im Volkslauf.
Über die
10-km-Straßendistanz siegte Jan-Philipp
Starostzik (SF Blau-Gelb Marburg) mit 33:49
Minuten vor Benedikt Heil (LG ovag
Friedberg-Fauerbach), der mit 34:22 min dahinter
das Ziel erreichte. Gesamtdritter wurde Lucian
Rothe von der LG Wettenberg in 34:55 Minuten.
„Ich hatte drei Wochen Trainingspause und
wollte meinen Leistungsstand testen. Im Winter
strebe ich die Cross-Meisterschaften an und dann
bereite ich mich langsam auf die Straßenlauf-DM
vor“, so der Sieger Starostzik. Im Volkslauf
über die 10 km erreichte der Treiser Jens Freese
(TSV Treis) in 36:18 Minuten als Sieger das
Ziel. Carsten Oehler vom Lauftreff Biebertal
folgte dem Treiser in 37:58 Minuten und der
Vogelsberger Markus Schubath (Lauftreff
Vogelsberg) lief mit 38:51 Minuten auf Rang drei
ein. Der älteste Teilnehmer Arno Kammerer (M 70)
vom TV Burgsolms erreichte in 51:33 Minuten das
Ziel und bewies, dass ausdauernd laufen keine
Frage des Alters ist.
Im Straßenlauf über die Halbmarathondistanz
ging der Sieg an Hakim Ouahioune von den SF
Blau-Gelb Marburg in beeindruckender Manier in
1:13,23 Minuten vor seinem Vereinkollegen Lars
Siegmund, der 1:15,37 für die Strecke benötigte
und somit vor dem Drittplatzierten Alexei
Larionov (LGV Marathon Gießen / 1:16,03) lag.
Der Sieger Hakim Ouahioune war sehr zufrieden
mit seiner Leistung „ Ich bin voll aus der
Trainingsbelastung heraus gelaufen. Beim
Frankfurt-Marathon peile ich eine Zeit um die
2:30 Stunden an“, so der Sieger bei der
Entgegennahme des Tagespreises.
Den Volkslauf über die Halbmarathon-Strecke
gewann Jan Rittgen in 1:16:31 Minuten vor
Jan-Hendrik Hans (TSV Krofdorf Gleiberg) in
1:20:56 Minuten und Silvio Welkner (RV
Kleinlinden), der nach 1:24:42 Minuten das Ziel
am SWG-Torbogen erreichte.
Neue Bestzeit für Rühl
Nicht einzuholen war bei den Frauen im
10-km-Straßenlauf Hanna Rühl vom ausrichtenden
Verein LAZ Gießen. Die Läuferin der Hauptklasse
siegte in ausgezeichneten 38:39 Minuten und
blieb somit deutlich unter der 40 min Marke. „Es
ist für mich super gelaufen. Obwohl ich auf den
letzten zwei Kilometern leichte Probleme mit der
Atmung bekam, konnte ich meine Bestzeit um mehr
als einen Minute toppen. Der Lauf war die ideale
Vorbereitung für den Frankfurt-Marathon, wo ich
eine Zeit unter 3:10 Stunden anpeile“, so die
Lokalmatadorin Hanna Rühl. Julia Galuschka von
der LG Wettenberg platzierte sich mit 39:04
Minuten als Zweite knapp vor der
Vorjahressiegerin Sonja Kiefer (ASC Breidenbach),
die als Dritte das Ziel nach 39:14 Minuten
erreichte. „Die ersten drei Frauen sind unter
der 40-Minuten-Marke geblieben, das Niveau war
in diesem Jahr hier sehr hoch“, sagte die
Drittplatzierte. Im 10-km-Volkslauf der Frauen
gab es einen Sieg durch Anne Greifelt (LG Eder)
mit einer Zeit von 42:48 Minuten, vor der
Läuferin Johanna Heibrock- die nach 45:53
Minuten das Ziel erreichte. Dritte im Bunde
wurde die Ele v. Laufenberg (Run for Fun) in
47:44 Minuten.
Schnellste Frau im
Straßenlauf über die
Halbmarathon-Strecke von
21,1 km war Rosi Hausner
(Treiser LWT) in 1:36:02
Minuten. Dahinter platzierte
sich die
Altersklassensiegerin der
W40, Katja Schmidt von dem
SC Oberlahn, mit 1:41:10,
als Dritte lief Simone
Siebenkorn (LGV Marathon
Gießen) in 1:43:56 ins Ziel
ein. „Dank eines intensiven
Tempotrainings konnte ich
hier meine Bestzeit
steigern, es lief einfach
nur super für mich. Ende
Oktober peile ich nun in
Athen eine Marathon-Zeit von
3:30 Stunden an“, erklärte
die Treiser Siegerin Rosi
Hausner.
Die Konkurrenz
des Volkslaufes der Frauen
gewann Heike Lüdecke in
1:38:33 Minuten. Auf Rang
zwei folgte Ann-Katrin
Arlinghaus vom TSV
Krofdorf-Gleiberg in 1:39:09
Minuten, die somit vor
Andrea Dulling vom TV
Großen-Buseck (1:39:32) das
Ziel erreichte.
Gut in Form präsentierten
sich auch die Läufer und
Läuferinnen des 5-km-Volks-
und Straßenlaufes. Den
5-km-Straßenlauf gewann
Tobias Schulz (FV Wallau) in
17:08 Minuten. Dahinter lief
in 17:19 Minuten Ali Yüksel
vom TSV Eintracht
Stadtallendorf in das Ziel
ein. Platz drei belegte
Patrick Bock (LAZ/TSG
Lollar), der nach 19:02
Minuten das Ziel an der
Sporthalle der
Theodor-Litt-Schule
erreichte. Niklas Harsy vom
ASC Licher Wald lief als
Vierter ein und verpasste
mit seinen 19:35 min einen
neuen Kreisrekord nur knapp
um dreizehn Sekunden.
97er-Kreisrekord
geknackt
Die beste Zeit bei den
Läuferinnen erreichte
Franziska Bock vom LAZ
Gießen/TSG Lollar in
ausgezeichneten 21:21 min.
Die Schülerin, die der
Altersklasse W 11 angehört,
knackte damit den alten
Kreisrekord von ihrer
Vereinkollegin Katharina
Döring (21:54 min) aus dem
Jahre 1997. Im
5-km-Volkslauf setzte sich
Kai Saerbeck in 20:23
Minuten vor Oliver Harsy
(ASC Licher Wald) in 20:30
Minuten und Jan Burkart in
20:38 durch.
Bei den jüngsten im
Bambinilauf, an dem sich
leider nur zehn
Nachwuchs-Cracks
beteiligten, gab es einen
Erfolg für Sascha Maroldt
(Germania Schwanheim) zu
vermelden, denn er war über
die 1000-m-Distanz in 4:16
Minuten der Schnellste. Auf
den zweiten Rang behauptete
sich Julia Wolff (ASC Licher
Wald) als schnellstes
Mädchen in 4:17 Minuten. Als
Dritter lief Fynn Nissen vom
MTV 1846 Gießen in 4:49
Minuten durch den
SWG-Torbogen in das Ziel
ein.
Sieben
Hessen im DLV-Top-Team 2012 - Beatrice Marscheck
ist auch dabei
(jth)Knapp zwei Jahre
vor den Olympischen Spielen in London 2012 gibt es
personelle Änderungen im Deutschen
Leichtathletik-Verband (DLV). Drei DLV-Teamleiter
werden in den beiden kommenden Jahren die
DLV-Cheftrainer Herbert Czingon (Field) und Idriss
Gonschinska (Track) unterstützen. Dies gab
DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen in Frankfurt
bekannt. Neben Claus Marek, der als Teamleiter für
den Mehrkampfbereich fungieren wird, werden ab dem
1. Januar 2011 zudem zwei Teamleiterstellen für die
Bereiche Wurf/Stoß und Lauf besetzt, die Ende
Oktober ausgeschrieben werden. Die vom Deutschen
Olympischen Sportbund finanzierten Stellen werden
vorerst bis Ende 2012 besetzt. "Sie werden vor allem
die beiden Cheftrainer in der Planung, Durchführung
und dem Controlling von Leistungssportmaßnahmen
entlasten", erklärte Thomas Kurschilgen, der
verstärkt auf Kompetenzteams setzt und den
Teamgedanken weiter fördern will.
Zudem wurde das Top-Team 2012 mit den
aussichtsreichsten deutschen Athleten für die
Weltmeisterschaften 2011 und Olympischen Spiele 2012
sowie das Junior-Elite-Team 2012-2016 (mit dem
Zehnkämpfer Jan Felix Knobel/LG Eintracht Frankfurt)
bekannt gegeben. Das Top-Team 2012 trifft sich vom
3. bis 10. Dezember bei einem Lehrgang in Nikosia
auf Zypern zu einem "Countdown zu den Olympischen
Spielen und einem Auftakt zur WM", sagte Idriss
Gonschinska.
Rund 100 Athleten und Trainer aus allen Disziplinen
werden dort unter Einbeziehung zahlreicher
Spezialisten gemeinsam trainieren. In das
Top-Team-London 2012 sind auch sieben Hessen
aufgenommen worden: Pascal Behrenbruch (Zehnkampf/LG
Eintracht Frankfurt), Ariane Friedrich
(Hochsprung/LG Eintracht Frankfurt), Beatrice
Marschek (Weitsprung/LAZ Gießen), Betty Heidler und
Kathrin Klaas (beide Hammerwurf/LG Eintracht
Frankfurt), Claudia Rath (Siebenkampf/LG Eintracht
Frankfurt) sowie Kamghe Gaba (4x400 Meter/LG
Eintracht Frankfurt).
„ Für uns ist dies
eine Bestätigung der Arbeit der letzten beiden
Jahre. Wir können uns nun auf die Olympischen Spiel
intensiv vorbereiten und hoffen, dass wir dann den
Sprung nach London schaffen“ so Trainer Markus Czech
Einen zentralen Aspekt bei dem Lehrgang in Nikosia
wird der Bereich Psychologie und Mentaltraining
bilden, den der DLV-Verbandspsychologe Dr. Michael
Gutmann und der Olympia-Dritte Edgar Itt, der heute
als Motivationstrainer aktiv ist, leiten werden.
"Weltmeisterschaften in Südkorea und Olympische
Spiele stellen unsere Athleten vor besondere
Herausforderungen, auf die wir sie vorbereiten
wollen", erklärte Czingon.
Insgesamt zog er ein zufriedenes Fazit des EM-Jahres
2010. "Wir haben mit 16 Medaillen sechs mehr
gewonnen als bei der letzten EM 2006. Zehn dieser 16
Medaillengewinner hätten mit diesen Leistungen auch
bei Weltmeisterschaften eine Medaillenchance
gehabt", sagte er. "Wir haben eine erfolgsträchtige
und junge Mannschaft, die uns selbstbewusst auf die
beiden kommenden Jahre blicken lässt, in denen wir
den positiven Weg nach oben weiter fortsetzen
wollen."
DSMM-Finale
mit zwei Vize-Hessen-Titel
04.09.2010 - MARBURG
(jth)
Das Hessenfinale der DSMM-Endkämpfe ist ein Erlebnis
für die ganze Familie, so auch in diesem Jahr für
Eltern, Fans und natürlich den Schülerinnen und
Schülern des LAZ Giessen Stadt und Land. Für das
Finale der sechs besten hessischen Mannschaften, in
Marburg, konnten sich die Schülerinnen C, B und die
Schüler B des LAZ Giessen qualifizieren.„ Bei uns
lief es mit beiden Mannschaften super, denn wir
haben mit beiden Mannschaften den Vize-Hessentitel
nach Gießen geholt“ so die LAZ-DSMM-Koordinatorin
Andrea Ewald.
Die
DSMM-Mannschaftswettbewerbe in der Leichtathletik
stellen für die Trainer und Betreuer eine große
Herausforderung dar, gilt es doch, die Athletinnen
und Athleten so einzusetzen, dass am Ende möglichst
viele Punkte herausspringen; und da ist ein
glückliches Händchen gefragt, darf jeder Athlet doch
nur in drei Disziplinen eingesetzt werden.
Diese
Aufgabe setzten die Trainer und Betreuer mit den
C-Schülerinnen des LAZ Giessen mit 5284 Punkten
hervorragend um. Wichtig ist für die Truppe, dass
die Leistungssteigerung von 660 Punkten zum Vorkampf
durch eine geschlossene Mannschaftsleistung
entstanden ist, in der alle Athletinnen sich
hundertprozentig ins Zeug legten.
Als
wichtige Punktegarantin ist die MTV-Ahletin Lucy
Weingarten hervorzuheben. Sie sprintete
ausgezeichnete 7,55 sec auf der 50 m Strecke und
landete mit 4,20 m als beste LAZ- Teilnehmerin in
der Weitsprunggrube. Franziska Bock lief mit 2:47,78
min neue Bestzeit in einem engagierten Tempolauf
über 800 Meter und steuerte mit übersprungenen 1,32
m im Hochsprung und 32,50 m im Schlagballwurf
weitere wichtige Punkte bei. Selina Hildebrand aus
Lollar überzeugte ebenfalls im Hochsprung mit 1,28
m sowie mit 4,04m im Weitsprung. Die 4 x 50 m
Sprintstaffel mit Anna Lina Janoth, Sarah Müller,
Lucy Weingarten und Schlussläuferin Damaris
Schneider sprintete 30,46 sec. " Es lief einfach
optimal bei den jungen Damen, alle haben richtig
gute Leistungen gebracht. Wir sind mächtig stolz auf
die Punktesteigerung. Dies ist auch ein Verdienst
von guter Trainingsarbeit “ so ein zufriedene
Trainerkoordinatorin Andrea Ewald. In der
Gesamtwertung belegte das Team einen hervorragenden
zweiten Rang. Es gewannen die Mädchen der LG
Eintracht-Frankfurt mit 5.284 Punkten. Auf dem
dritten Rang platzierte sich die LG EVO Seligenstadt
mit 4942 Zählern.
Die
B-Schüler des LAZ Giessen fuhren ebenfalls mit
dem zweiten Rang und 6.489 Punkten nach Hause. Ein
toller Erfolg für die Trainerriege, denn die
Konkurrenz auf Hessenebene ist extrem groß und das
Finale der besten sechs Mannschaften zu erreichen,
ist die erste große Hürde. Auf der 75 m Strecke
brachten sich „Supersprinter“ Nico Gremm mit 9,57
sec und Jannik Schmitt in 10,84 sec ausgezeichnet in
das Mannschaftsgefüge ein. Christopher Nagorr
(10,35) und Nico Gremm (9,70) auf der 60 m
Hürdenstrecke sicherten der Mannschaft weitere
wertvolle Punkte. „ Der Hochsprung war eine
Schlüsseldisziplin, denn nicht nur Nico Gremm mit
überfloppten 1,47 sondern auch Julius Grau mit
übersprungenen 1,43 m, waren ein Garant für den
Erfolg“ so Andrea Ewald. Julius Grau landete bei
4,72 m und Jannik Schmitt mit neuer Bestleistung von
4,71 m in der Weitsprunggrube. Im Ballwurf konnten
sich Christopher Nagorr mit 49,50m und Nino
Faulhuber mit neuem persönlichem Rekord von 43,50 m
gut in Szene setzen. Bei angenehmen Temperaturen
hatten die beiden 1.000 m Läufer Marcel Jeschke (
3:28,05) und Marlon Welsch ( 3:37,72) weitere
wichtige Punkte zum Erfolg beigesteuert. Die
abschließende 4 x 75 m Sprintstaffel mit Marcel
Jeschke, Christopher Nagorr, Jannik Schmitt und
Julius Grau brachte den Staffelstab in 41,15 sec
sicher ins Ziel, so dass am Ende die
Vize-Meisterschaft gefeiert werden konnte. „ Wir
konnten unser Vorkampfleistung um 236 Punkte
steigern, was der Schlüssel zum Erfolg war. Es
herrschte eine super Teamgeist innerhalb der Truppe.
Sie haben sich gegenseitig angefeuert worauf wir als
Trainerteam besonders stolz sind“ so Andrea Ewald.
Es gewann die Mannschaft des ASC Darmstadt mit 6.515
Zählern. Auf dem dritten Rang rangierte die
Startgemeinschaft Dipperz-Flieden-Neuhof mit 5.966
Punkten.
(jth)
Mit einem beherzten 1.500-Meter-Lauf hat Adrian
Becker (LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck) am Freitagabend
bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in
Potsdam die 7.000-Punkte-Grenze geknackt und somit
die Bronzemedaille gewonnen. Am Ende standen 7.077
Zähler zu Buche. Basis des Erfolges waren gute 11,25
sec im 100 m Sprint sowie 7,10 m im Weitsprung und
60,12 m mit dem Speer. In der Teamwertung sicherte
er sich, gemeinsam mit seinen Zehnkampfkollegen
Konstantin Grißmer ( 6364 Punkte) und Rouven Höfer (
6355 Punkte) einen unerwarteten zweiten Rang mit
19.796 Punkten hinter dem LAV Asics Tübingen (
20.171). Die Heuchelheimerin Nastasia Lich, gewann
mit der Mannschaft der LG Eintracht Frankfurt die
deutsche Meisterschaft mit 15.437 Zählern. Lich
erreichte 4902 Punkte und damit den vierten Rang.
„Es waren
für uns Mehrkämpfer katastrophale
Wettkampfbedingungen, denn es war sehr kühl und es
regnete den ganzen Tag, hinzu kam noch ein leichter
Gegenwind. Es konnte also nicht in allen
Disziplinen optimal laufen, doch in den Läufen, im
Weitsprung und im Speerwurf habe ich die Grundlagen
für den Erfolg gelegt“ so Becker. Er startete mit
der drittschnellsten Zeit aller Zehnkämpfer von
11,25 sec im 100 m Lauf und sprang im Anschluss 7,10
m weit. „ Es ging sehr wackelig los, doch am Ende
konnte ich hinter Michael Schrader die zweitbeste
Weite anbieten, so der Grundschul-Lehramtsstudent“.
Im Kugelstoßen gelang ihm dann mit 12,25m endlich
mal ein „Zwölfer“. Doch im folgenden Hochsprung
konnte er nicht sein Potential abrufen. „Adrian
hatte als bester Hochspringer der drei LAZ - Jungs
bei diesen Bedingungen Riesenprobleme mit seinem
schnellen Anlauf und schaffte leider nur 1,79 und
blieb so gute 10 cm unter seinen Möglichkeiten“ so
der Coach. Im abschließenden 400m Lauf fand er recht
schnell zu alter Stärke zurück und lief gute 51,30
sec. Mit erzielten 3641 Punkten lag der
Lehramtsstudent nach dem ersten Tag auf einem
ausgezeichneten dritten Rang. Das LAZ-
Mehrkampfteam führte nach dem ersten Wettkampftag
mit 10.568 Zählern. „ Wir sind auf Kurs, doch das
Team der LAV Asics Tübingen ist uns dicht auf den
Fersen und die Truppe hat einen ausgezeichneten
zweiten Tag“ so Markus Czech.
Der
zweite Wettkampftag begann für Becker mit 15,11 sec
auf der 110 m Hürdenstrecke und einer guten
Diskuswurfleistung von 35,79 m. „Trotz der für ihn
guten Leistung, ist er auf den vierten Rang
zurückgefallen, denn Tom Bechert ( LG Telis Finanz
Regensburg) hatte mit 41,39 m eine ausgezeichnete
Weite angeboten. Ausgerechnet zum Beginn des
Stabhochsprunges fing es wieder an zu regnen, somit
waren es keine optimalen Bedingungen, denn wichtig
ist, dass der Stab sicher gegriffen werden kann“ so
Trainer Markus Czech. Mit übersprungenen 4,10 m im
Stabhochsprung, meisterte Becker die Regenschlacht
souverän. „ Ich brauche jetzt einen Kracher im
Speerwurf, um wieder auf den Bronzerang zu kommen “
so der Toher-Mehrkämpfer. Mit 60,12 m setzte er sein
Vorhaben um und erhielt ein besonderes Lob vom
Trainer. „ Im Speerwurf zeigten unsere Jungs der
Konkurrenz aus Tübingen die Zähne. Auch wenn zu
diesem Zeitpunkt eigentlich schon klar war, dass
Tübingen die Mannschaftswertung für sich entscheiden
würde, setzten die LAZ-Jungs einiges dagegen. Durch
Addis hervorragende Leistung ergatterte er sich
seinen Bronzerang zurück. Den galt es nun im
abschließenden 1500 m Lauf zu verteidigen. Mit
4:47,36 min gelang ihm auch dies in beeindruckender
Manier, er hatte den viertplatzierten ständig unter
Kontrolle und hätte auch noch reagieren können. „ In
diesem Jahr bin ich Deutscher Hochschulmeister im
Weitsprung geworden und jetzt zum Saisonabschluss
eine Bronzemedaille im Zehnkampf bei der DM. Es war
klasse und unglaublich ! “ so Adrian Becker.
LAZ-Vereinskollege Rouven Höfer war ebenfalls in der
Männerwertung am Start. „ Mein Wettkampf verlief bei
diesen Bedingungen optimal, denn ich konnte meine
Normalleistung abrufen und hatte keinen extremen
Aussetzer“ so Rouven über sein Wochenende. Mit 11,57
sec im Sprint und 6,64 m im Weitsprung fing das
Zehnkampfabenteuer für den Studenten sehr gut an.
Nach 12,81m mit der Kugel und übersprang er 1,73m im
Hochsprung. „Beim Einspringen wurde schnell klar,
dass das Hochspringen bei den immer schlechter
werdenden Wetterbedingungen zu einer Zitterpartie
wird. Anlaufen durch Pfützen und Abspringen auf
nassem Untergrund macht die Teilnehmer nervös“ so
Czech. Im abschließenden 400m Lauf zauberte Höver
dann eine Zeit von 52,28 sec auf die Tartanbahn und
mit 3405 Zählern übernachtete er auf dem neunten
Rang der Männerwertung. Mit 16,83 sec über die
Hürden startete der zweite Tag optimal und auch mit
dem Diskus warf er sehr gute 38,45 m. Der
Stabhochsprung mit nassem Anlauf und feuchten
Stabhochsprungstäben wurde zur Horrorsituation. Um
ein Haar wäre der Traum eines Mannschaftserfolgs
geplatzt. Rouven hatte große Probleme in den
Wettkampf zu kommen und hatte keinen Sprung im
Einspringen, der richtig funktionieren sollte. Dann
wäre die Anfangshöhe fast schon das AUS für ihn
gewesen, wenn er nicht mit aller Kraft im letzten
Versuch die Höhe von 3,30 m gemeistert hätte. Durch
die neue Bestleistung von 57,93 m im Speerwurf ging
es punktemäßig steil bergauf.„ 5:04,07 min über die
1500 m Distanz sind bei diesem Wetter für ihn super
und am Ende konnte er mit 6.355 Zählern den zehnten
Rang im Männerklassement erzielen.
Bei
den Junioren ging LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer
an den Start. Der Student hatte sich als Ziel
gesetzt deutlich die 6.500 er Marke zu knacken. Der
Wettkampf fing mit 11,54 sec bei leichtem Gegenwind
nicht optimal an und auch im Weitsprung war es ein
Zitterspiel, doch nach zwei ungültigen Sprüngen
konnte er zwar mit 6,69 m noch einen akzeptable
Weite anbieten, doch mit 11,24 m mit der Kugel lag
er dann wieder unter seinem Soll. „ Im Hochsprung
zeigte er mit überfloppten 1,85m, was neue
Bestleistung bedeutete eine solide Leistung und die
50,17 sec auf der 400 m Distanz sind spitze. So
konnte er mit 3522 Zählern und Rang neun in der
Juniorenwertung den ersten Wettkampftag abschließen“
so Trainer Czech. Am zweiten Zehnkampftag startete
„Konni“ mit 15,75 sec auf der 110 m Hürdenstrecke
und schwachen 27,94 m im Diskuswerfen.. „Im
Stabhochsprung konnte ich mich dann wieder fangen
und 3,70 m überqueren“ so Grißmer. Im Speerwurf
lieferte er mit 44,15 m ein akzeptables Ergebnis ab
und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber
entscheiden, ob er zumindest die 6300 Marke knacken
konnte. Bei strömendem Regen holten die
LAZ-Mehrkämpfer alles aus sich raus und erzielten
persönliche Topleistungen. Konstantin lief gleich im
ersten Lauf 4:49,96 persönliche Bestleistung. Ein
gutes Ergebnis und der Lohn für 6364 Zähler was ihn
am Ende den zwölften Rang im Juniorenklassement
einbrachte.
„Wir sind als Mehrkampfteam hier angetreten um
20.000 Punkte zu machen. Jetzt sind es 19.796 Zähler
bei schlechten Bedingungen geworden. Der
DM-Vize-Titel ist eine absolute Überraschung. Ich
bin Stolz auf die Jungs, denn die haben einen
intensive und ausgezeichnete Vorbereitung
absolviert, die sich nun gelohnt hat. Ich glaube in
der LAZ-Geschichte gab es noch keine deutsche
Vizemeisterschaft für ein Zehnkampfteam. Wir haben
somit Vereinsgeschichte geschrieben“ so Trainer
Markus Czech.
Im Feld
der weiblichen Jugend A konnte LAZ-Athletin Lisa
Magel ( LAZ / SV Garbenteich) mit erzielten 4745
Punkten zum Saisonausstand einen neunten Rang mit
nach Hause bringen. Die Schülerin der Ost-Schule
startete mit 14,96 sec im 100 m Hürdenlauf und
überfloppte danach 1,66 m. Es folgten 9,86m mit der
Kugel und 26,72 sec im abschließenden 200 m Sprint.
Der zweite Tag begann mit 5,41 m im Weitsprung und
28, 93 m im Speerwurf. In der letzten Disziplin, dem
800 m Lauf zeigte sie mit 2:28,85 min noch einmal
gute Kämpferqualitäten und sicherte sich so verdient
die Platzierung unter den Top-Ten in Deutschland.
„Mein Wettkampf ist leider nicht wie gewünscht
verlaufen, da ich unbedingt 8. werden wollte. Dies
habe ich leider durch meinen Speerwurf verhindert,
da 28m einfach zu wenig waren und ich so viele
Punkte auf meine Konkurrenz eingebüßt habe.“ so Lisa
Magel in der Selbstanalyse.
Julia
Gerter ( LAZ / SV Garbenteich) die in der weiblichen
B-Jugend an den Start gehen wollte, musste
kurzfristig wegen einer Verletzung die
Wettkampfteilnahme absagen.
(ras). Ann-Christin Strack vom
LAZ Gießen lieferte bei ihrem
letzten Freiluftauftritt als
B-Jugendliche einen tollen
Saisonabschluss ab, denn sie
gewann bei den Süddeutschen
Meisterschaften in Schwäbisch
Gmünd mit starken Zeiten die
Sprinttitel über 100 und 200 m.
Zudem erkämpfte ihre
Trainingsgefährtin Julia Gerter
im Weitsprung Silber. Freuen
durfte sich auch die TSG
Gießen-Wieseck, denn über 4 x
100 m gewannen Nikola Graupner,
Lara Matheis, Theresa Wedemeyer
und Anna Julia Beimdicke bei den
Frauen Bronze.
Die Motivation von
Ann-Christin Strack, bei den
„Süddeutschen“ anzutreten, war
laut ihres Trainers Philipp
Schlesinger eher gering. „Nach
einer langen Saison und den
nicht gerade nach Wunsch
verlaufenen Deutschen
Jugendmeisterschaften, habe ich
es Ann-Christin freigestellt, ob
sie in Schwäbisch Gmünd antreten
möchte. Ein Blick in die
Meldeliste überzeugte sie
jedoch. Nun musste Ann-Christin
aber mit der Favoritenrolle
klarkommen“, sagte Schlesinger
nach Abschluss der Wettkämpfe.
Die Ostschülerin nahm die
Favoritenbürde mit Bravour.
Trotz langer Wartezeit im
Callroom sprintete Strack im
letzten der sechs 100-m-Vorläufe
mit 12,25 s die mit Abstand
schnellste Zeit der 30
Teilnehmerinnen. Im Zwischenlauf
folgte mit 12,16 s eine
persönliche Bestzeit, die Strack
im Finale mit 12,11 s nochmals
steigerte und so vor Sandra
Dinkeldein (12,17) vom TuS
Steißlingen siegen konnte. Mit
der Zeit von 12,11 s unterbot
Ann-Christin Strack zudem den
seit 1982 von Birgit Clarius
gehaltenen Gießener
100-m-Kreisrekord von
handgestoppten 12,0 s und zählt
damit in dieser Saison zu den
drei schnellsten
100-m-Sprinterinnen Hessens aus
allen Altersklassen.
Handgestoppte Zeiten können laut
Reglement mit elektronischen
Ergebnissen verglichen werden,
wenn man bei Sprintstrecken 24
Hundertstel Sekunden hinzu
addiert.
Nach dem ersten Titelgewinn
standen die 200 m auf dem Plan.
Im Vorlauf begnügte sich Strack
mit der Laufbestzeit von 25,37
s. Auch im Finale zeigte sich
die LAZ-Athletin nervenstark und
gewann in 25,02 s, diesmal vor
Luisa Valeske (25,13) vom SV
Schlau Com Saar 05.
Im Weitsprung der
B-Jugendlichen traten 23 Mädels
aus sieben Bundesländern an. Den
Titel machten jedoch durch Kyra
Buhlmann von der LG Eintracht
Frankfurt und Julia Gerter vom
LAZ Gießen zwei Hessinnen unter
sich aus. Die Entscheidung fiel
bereits in den ersten Versuchen.
Julia Gerter sprang 5,63 m, aber
die Frankfurterin konterte mit
5,66 m. Gerter setzte in der
Folge ausnahmslos Sprünge über
5,50 m in die Grube, aber ein
wechselnder Wind störte nun beim
Anlauf, so dass keine
Verbesserung erfolgte. Gerter
startete zudem über 100 m und
erreichte nach 12,53 im
Zwischenlauf gemeinsam mit
Ann-Christin Strack das Finale,
welches die Schülerin der
Butzbacher Weidigschule mit
erneut 12,53 s als Sechste
beendete.
Über die 100 m der männlichen
Jugend B hatten Issam Ammour und
Laurenz Costa für das LAZ Gießen
gemeldet. Auf Grund der bei den
deutschen Jugendmeisterschaften
erlittenen Verletzung musste
Costa jedoch auf den Start in
Schwäbisch Gmünd verzichten. Als
Zweiter seines Vorlaufes, in
11,23 s, qualifizierte sich
Issam Ammour im Zwischenlauf mit
11,29 s für das Finale. Im
Endlauf siegte überlegen der
Württemberger Dennis Schwarze
(10,96) vom TSV Riederich.
Hinter Dameon Jones (Eintracht
Frankfurt/11,25) und Tim
Ruhstorfer (LAZ
Zweibrücken/11,26) verfehlte
Ammour in 11,30 s nur ganz knapp
einen Podestplatz.
Deutsche
Jugendmeisterschaften für mittelhessische
Starter unter keinem guten Stern - Gerter und
Strack scheitern knapp
ULM (ras). Bei den dreitägigen Deutschen
Jugendmeisterschaften in Ulm setzten sich mit
der Dillenburgerin Gesa Krause und Sara Gambetta
von der TG Schlitz zwei Athletinnen herausragend
in Szene. Die seit der Saison 2009 für die LG
Eintracht Frankfurt startende Krause, vor 14
Tagen bereits Vierte über 3000 m Hindernis bei
der U20-WM in Moncton/Kanada, pulverisierte in
6:23,42 Minuten den Deutschen A-Jugendrekord
über 2000 m Hindernis und gewann mit einer
halben Minute Vorsprung. In Kanada erkämpfte die
erst siebzehnjährige Sara Gambetta Silber im
Siebenkampf. Nun lehrte die Schlitzerin in Ulm
die nationalen Spezialistinnen das Fürchten und
gewann im Hochsprung mit 1,82 m Gold, das sie
vier Stunden später durch 6,24 m im Weitsprung
mit Silber ergänzte.
Weniger gut lief es im Donaustadion für die
Athleten aus Gießener Vereinen, denn keiner
erreichte ein Finale. Eine gute Chance auf die
Endlaufteilnahme hatte sich Ann-Christin Strack
vom LAZ Gießen bei den B-Jugendlichen über 200 m
ausgerechnet. Aber ein Gegenwind von 0,3 m/s
schuf im letzten der fünf Vorläufe für die noch
Sechzehnjährige schlechte Voraussetzungen.
Strack sprintete als Zweite des Laufes in 25,30
über die Ziellinie und verpasste mit der
zehntschnellsten Vorlaufzeit den Endlauf der
besten Acht um knapp drei Zehntel Sekunden. Den
Titel gewann Katharina Grompe (LG Olympia
Dortmund) in 24,13.
Einen Tag zuvor bestritt Strack die 100 . In
ihrem Vorlauf stellte die Ostschülerin mit 12,22
ihre persönliche Bestzeit ein und qualifizierte
sich als Fünfzehnte für die drei Zwischenläufe.
Auf der ungeliebten Außenbahn musste sich Strack
nach einem schwachen Start in 12,29 mit Platz
sechs begnügen. „Anni hatte einen guten Vorlauf.
Schade, dass sie im Zwischenlauf keinen guten
Start erwischte, dann wäre es eine persönliche
Bestleistung geworden,“ bedauerte anschließend
ihr Trainer Philipp Schlesinger. Erwartungsgemäß
gewann das Finale Stefanie Pähler (11,82 von der
LG Olympia Dortmund.
LAZ-Staffel auf Platz 14
Mit Julia Gerter schrammte eine weitere
B-Jugendliche des LAZ Gießen knapp an einem
Finale vorbei. Im Weitsprung landete sie im
ersten Versuch bei 5,57 m. In den beiden
nächsten Sprüngen trat Gerter leicht über das
Brett und verpasste als Neunte das Finale um
drei Zentimeter. Die Disziplin gewann Lena
Malkus (LG Ratio Münster) mit 6,34 m.
Am Sonntagmorgen stand vor den 200 m ür
Ann-Christin Strack, Julia Gerter sowie Isabell
Pastau und Lisa Magel bereits der Vorlauf der
4x100 m der Jugend A auf dem Plan. „Beim zweiten
Wechsel von Gerter auf Strack musste Anni
gewaltig Tempo herausnehmen, um noch eine
reguläre Übergabe zu schaffen. Das verhinderte
eine ähnliche Zeit wie die 48,36 bei den
hessischen Meisterschaften in Neu-Isenburg.
Schade, denn 48,48 hätten zum Finale gelangt,
kommentierte Schlesinger den nicht optimal
gelungenen Lauf. In 49,04 Sekunden landete das
LAZ-Quartett so auf Rang vierzehn der 21
Staffeln.
Lisa Magel bestritt in der Jugend A am
Samstag zudem Hürdensprint und Hochsprung. Die
Siebenkämpferin sah die Einzeldisziplinen als
Vorbereitung auf die Deutschen Mehrkämpfe und
schied über 100 m Hürden mit passablen 14,81 im
Vorlauf aus. Im Hochsprung überwand sie ohne
Fehlversuch die Einstiegshöhe von 1,60 m und
meisterte anschließend 1,65 m im zweiten
Versuch. Mit einer Saisonbestleistung von 1,71 m
angetreten, war für die Steinbacherin die
folgende Höhe von 1,70 m an diesem Tag nicht zu
bezwingen, sie wurde Zehnte. Den Hochsprung
gewann Nele Hollmann (LG Elsey-Kabel) vor der
höhengleichen Julia Stockmann (TV Jahn Rheine)
mit 1,79 m.
Ab heute deutsche
Jugendmeisterschaften mit LAZ Gießen, TSG
Wieseck und TSF Heuchelheim in Ulm
GIESSEN/ULM (ras). Von Freitag bis
Sonntag finden in Ulm die Deutschen
Jugendmeisterschaften statt. Für die
Wettkämpfe im Donaustadion haben auch
Jugendliche des LAZ Gießen Stadt und Land,
der TSG Gießen-Wieseck und von den TSF
Heuchelheim gemeldet. Auf die Finalteilnahme
hoffen darf in der weiblichen A-Jugend die
4x100 m Staffel des LAZ. Ergänzt durch
Dorina Ludwig, kann das LAZ-Quartett mit
Lisa Magel, Isabell Pastau, Ann-Christin
Strack und Julia Gerter mit 48,36 Sekunden
die achtbeste Zeit der 26 gemeldeten
Staffeln vorweisen.
Dank großen Engagements des früheren
langjährigen LAZ-Vorsitzenden Volker Clarius
tritt zudem eine männliche 4x100 m Staffel
an. Bereits die Normerfüllung für deutsche
Jugendmeisterschaften zeugt von
außergewöhnlichem Niveau und so steht für
Dennis Titow, Issam Amour, Matia N‘Dongo und
Costa Laurenz im Feld der 30 Jugend A
Staffeln vornehmlich Erfahrung sammeln und
die Steigerung ihrer Bestzeit von 43,74 s im
Vordergrund. Gespannt sein darf man auf die
Einzelstarts von Amour und Laurenz über die
100 m bei den B-Jugendlichen. Denn als
Fünfter, beziehungsweise Zehnter der
Setzliste, besteht für beide durchaus
Chancen auf die Endlaufteilnahme. Ein hartes
Programm nimmt Costa Laurenz in Angriff, der
zudem noch über 200 m startet.
In der weiblichen A-Jugend wird sich Lisa
Magel (LAZ Gießen) über die Hürden und im
Hochsprung mit den Besten Deutschlands
messen. Die lange Zeit verletzte
Siebenkämpferin sieht Ulm jedoch laut ihres
Trainers Philipp Schlesinger vorwiegend als
Vorbereitung auf die Deutschen
Mehrkampfmeisterschaften Ende des Monats in
Potsdam.
Über die 100 m Gerade ist Lara Matheis
von der TSG Wieseck gemeldet. Nach zwei
Erkrankungen in den letzten Wochen muss die
Watzenbornerin ihre Erwartungen aber
deutlich zurückschrauben. In der B-Jugend
stehen für Ann-Christin Strack und Julia
Gerter neben dem Staffeleinsatz sowohl 100 m
als auch 200 m auf dem Plan. Mit ihrer 200 m
Bestleistung von 24,87 s ist Strack
Zehntschnellste der Meldeliste. Gerter ist
zudem eine von elf B-Jugendlichen, die die
Qualifikationsnorm von 4,75 m im Weitsprung
erfüllen. Zwar gemeldet, aber in Ulm nicht
am Start, ist Cynthia Schmidt von der TSF
Heuchelheim. Die Vorjahressechste über 100 m
laboriert an einer Muskelverhärtung und hat
die Freiluftsaison deswegen bereits beendet.
Hessische Jugendliche im Ländervergleich
in Baunatal ohne Siegchance - Höhen und Tiefen
für heimische Starter
BAUNATAL (ras).
Es war nicht der Tag der Hessen beim
U18-Ländervergleich der Leichtathleten mit
Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Nicht
zuletzt durch verletzungsbedingte Absagen
deutete sich schon vor Wettkampfbeginn im
Baunataler Parkstadion an, dass sich das
Hessenteam wie im Vorjahr gegen die zwei wohl
stärksten deutschen Landesverbände mit Platz
drei würde begnügen müssen. Letztlich gewann
Baden-Württemberg mit 261,5 Punkten knapp vor
Nordrhein-Westfalen (257,5) und Hessen, das
abgeschlagen mit 172 Punkten auf Rang drei
landete.
Einen guten Eindruck in Baunatal hinterließ
jedoch Laurenz Costa vom LAZ Gießen. Trotz einer
14-tägigen Trainingspause durch Erkrankung und
eine Zerrung lieferte Costa über 100 m in 11,27
s eine ansprechende Zeit ab. Viel Achtung erwarb
sich der Schüler der Anne-Frank-Schule Linden,
als er erstmals über die 200 m-Distanz antrat
und nach einem beherzten Lauf in 22,93 Platz
vier der Länderwertung erkämpfte. „Die letzten
50 m waren schon hart,“ gestand Costa
anschließend. Sein gelungener Auftritt als
Startläufer in der schnelleren hessischen
4x100m-Staffel wurde nicht belohnt, denn beim
letzten Wechsel kam es im Wechselraum nicht zur
Staffelholzübergabe.
Die Erwartungen erfüllte auch Julia Gerter im
Weitsprung, denn mit 5,70 m blieb sie nur fünf
Zentimeter unter ihrer Bestleistung. Das
bedeutete Platz zwei in einem „Zielspringen“,
denn gleich drei Mädels erzielten eine
Tagesbestweite von 5,70 m. So gewann mit zwei
5,70 m-Sprüngen die Frankfurterin Kyra Buhlmann
vor der LAZ-Athletin, deren zweitbester Versuch
mit 5,68 m gemessen wurde. Das „Punktspringen“
ergänzte Franziska Braun (Nordrhein-Westfalen),
die in ihrem zweitweitesten Satz bei 5,65 m
landete. Über 200 m blieb Gerter als Sechste in
26,03 deutlich unter ihren Möglichkeiten und
erläuterte später, „ich hatte mir schon eine
bessere Zeit erhofft, aber ich musste mich in
den letzten Wochen mit Tempoläufen zurückhalten
und habe nach zwei Monaten Pause gerade erst
wieder mit Krafttraining angefangen.“
Über 200 m startete mit Ann-Christin Strack
eine weitere Sprinthoffnung des LAZ Gießen im
Hessentrikot. Hinter Katharina Grompe (NRW), die
sich in 24,32 auf Platz neun der deutschen
U20-Bestenliste schob und der
Baden-Württembergerin Carina Frey, die mit
persönlicher Bestleistung von 24,60 nun als
Achte der deutschen Rangliste in der U18 geführt
wird, sprintete Strack in 25,23 s als Dritte
über die Ziellinie. Auch über die 100 m Strecke
wurde Strack mit vier Punkten in der
Länderwertung belohnt. Bei unzulässigem
Rückenwind von 2,3 m/s blieb sie in 12,26 vier
hundertstel Sekunden über ihrer Bestleistung.
Kein Glück hatten die beiden LAZ-Athletinnen in
der abschließenden 4x100m Staffel, die wegen
eines Wechselfehlers ebenfalls nicht gewertet
werden konnte.
GIESSEN. Enttäuscht,
aber dennoch zufrieden. Das Abschneiden seines
Schützlings Beatrice Marscheck trägt Trainer
Markus Czech mit erstaunlicher Gelassenheit.
Natürlich hatte sich das Duo vom LAZ Gießen
Stadt und Land mehr erwartet von den deutschen
Meisterschaften der Leichtathleten in
Braunschweig. Denn über die 100 Meter war „Bea“
Marscheck im Vorlauf hängen geblieben. Und im
Weitsprung, ihrer Paradedisziplin, hatte sie mit
6,08 Metern nicht mal die Finalqualifikation
geschafft, musste mit Platz 13 vorlieb nehmen.
Nach dem WM-Start im Vorjahr wurde es diesmal
nichts mit der Qualifikation für die
Europameisterschaft in Spanien.
Czech, der schon rund zehn Jahre die vom SV
Garbenteich stammende Läuferin und Springerin
betreut, verweist im Gespräch mit dem Anzeiger
vielmehr auf die konstante Weiterentwicklung von
Beatrice Marscheck und blickt optimistisch in
die Zukunft: „Wir werden nächstes und
übernächstes Jahr wieder angreifen.“
War die Enttäuschung groß nach der DM in
Braunschweig?
Markus Czech: Das kann man schon so sagen.
Natürlich hatten wir uns mehr erwartet. Wir
hatten in dieser Saison das Ziel, uns frühzeitig
für die Europameisterschaft in Barcelona zu
qualifizieren. Bea ist auch konstant in die
Saison gestartet. In der letzten Saison hatten
wir einen Ausreißer nach oben. Den hatten wir
diesmal nicht. Dazu kam, dass wir durchweg besch...
Windverhältnisse hatten. Die waren auch in
Braunschweig miserabel. So schon beim
100-Meter-Lauf am Samstag. Das mussten wir dann
erst einmal verdauen.
Aber beim Einspringen sah es so gut aus. Beim
ersten Sprung herrschte dann starker Gegenwind.
Da hat Bea den letzten Schritt zu weit gemacht
und hat dadurch nicht genug Sprungkraft gehabt.
Beim zweiten Sprung herrschte ein starker
Rückenwind. Dadurch ist sie einen Zentimeter
übergetreten. Der Sprung wäre bei 6,45 Metern
gewesen. Beim dritten Sprung hatte ich Bea den
Rat gegeben, auf die Windverhältnisse bei ihrer
Vorspringerin zu achten und sich nach der zu
richten. Das hat sie auch gemacht. Aber während
ihres Laufs hörte der Wind auf einmal auf.
Dadurch hat sie eineinhalb Füße verschenkt. Das
sind knapp 40 Zentimeter. Damit wäre sie
zumindest im Endkampf gewesen. So war sie mit
6,08 raus.
Dabei waren Sie doch optimistisch in die
Saison gegangen.
Czech: Es lief ja auch eigentlich ganz gut.
Und ihre Leistung kann sich ebenfalls immer noch
sehen lassen. Beatrice ist immer noch Vierte der
deutschen Bestenliste im Weitsprung. Und sie ist
unter den 15 besten deutschen Sprinterinnen über
100 und 200 Meter. Sie hat im Blick auf ihre
Schnelligkeit noch nie so gute Spitzenwerte
gehabt. Sie ist so schnell wie nie. Und als
Schnitt in dieser Saison hat sie im Weitsprung
einen Wert von Ende 6,30. Bei den ersten vier
Wettkämpfen waren alle Sprünge um die 6,50
Meter. Unter anderem ist sie zweimal deutsche
Hochschulmeisterin geworden. So schlecht ist die
Saison für Beatrice gar nicht.
Was hat es mit dem längeren Anlauf von
Beatrice Marscheck auf sich?
Czech: Die Anlaufgeschwindigkeit spielt eine
massive Rolle im Weitsprung. Und man
benötigt zusätzlich viel Kraft, um nach oben
zu springen. Die Kernkompetenz von Bea ist
ihr schneller Anlauf. Den wollen wir nutzen,
damit sie vorne am Brett stärker wird. Die
höhere Höchstgeschwindigkeit wirkt sich bei
längeren Strecken besser aus. Das haben wir
im Training getestet. Das muss man dann
vorne beim Sprung umsetzen. Dazu braucht es
mehr Sprünge. Das war uns klar. Aber die
Pleite von Wattenscheid war uns rätselhaft.
Es hat sich nach vielen Gesprächen auch
gezeigt, dass der mentale Druck auf Bea
immer größer wird. Da muss sie noch ein
bisschen Erfahrung reinbringen. Es hängt oft
am ersten Sprung.
Auf der anderen Seite ist sie wesentlich
konstanter geworden. Ihre reellen Werte,
also vom wirklichen Absprung aus gemessen,
das hat der Olympiastützpunkt ermittelt,
liegen ab 6,40 Meter aufwärts. Nur steht das
nicht in den Ergebnislisten. Und man muss
bedenken, dass Bea erst seit 2007 in diesem
Bereich springt.
Haben Sie denn in den vergangenen Wochen
das Gefühl gehabt, etwas falsch gemacht zu
haben als Trainer?
Czech: Das ist jedes Jahr so. Auch weil
wir viele Dinge abseits des gewohnten Weges
machen. Wir probieren mangels wirklicher
Konkurrenz hierzulande viel aus. Ich spreche
mich aber auch oft mit dem Bundestrainer ab.
Der hat viel Erfahrung. Und auch ich war als
Athlet selbst im Bundeskader und kenne mich
dort ein bisschen aus.
Bea hat erst spät mit dem Krafttraining
begonnen. Dafür habe ich viel Kritik
erhalten. Aber ich habe erst den Wert auf
das Schnelligkeitstraining gelegt. Und bin
letztendlich bestätigt worden.
Ist die Saison jetzt für Beatrice
Marscheck beendet oder gibt es noch Ziele?
Czech: Wir wollen auf jeden Fall bei den
süddeutschen Meisterschaften in
Schwäbisch-Gmünd Mitte August starten. Und
auch bei einigen Abendsportfesten wird Bea
über 100 und 200 Meter und im Weitsprung
starten. Sie hat auch keinen Frust. Es hat
halt nicht geklappt. In den letzten fünf,
sechs Jahren ging es bei ihr immer steil
nach oben. Sie hat nie einen Tiefpunkt
gehabt. Da muss man ihr auch schon mal eine
Situation wie jetzt zugestehen. Das Glück,
das sie im vergangenen Jahr mit den 6,73
Metern in Ulm gehabt hat, das hatte sie
diesmal nicht. Aber wir werden nächstes und
übernächstes Jahr wieder angreifen. Es wird
ihre vierte Saison im Spitzenbereich sein.
Sie wird dann ein ganz anderes Standing
haben. Dabei ist sie noch gar nicht im
richtigen Sprungalter. Das liegt so um die
27 Jahre. Deshalb bin ich gar nicht so
traurig, dass das am Wochenende nicht so
geklappt hat.
BRAUNSCHWEIG (jth). Unter dem Motto „Von B(erlin)
über B(raunschweig) nach B(arcelona)“ fanden im
Eintracht Stadion in Braunschweig die 110.
deutschen Leichtathletik-Meisterschaften statt.
Denn es ging bei der DM auch um die letzten
EM-Tickets.
Für Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV
Garbenteich ging es darum, ihre gezeigten
Vorleistungen über 100 m und dem Weitsprung im
Feld der nationalen Spitze zu bestätigen und
sich dort zu behaupten. Mit der 100 m-Zeit von
12,06 sec lieferte die Sportstudentin keine neue
Saisonbestleistung ab, hatte jedoch die ideale
Vorbelastung für den Weitsprungwettkampf. Doch
der Weitsprungwettbewerb war für die Studentin
nicht wie im Vorjahr mit der Vizemeisterschaft
die Krönung des Wettbewerbes, denn mit 6,08 m
war sie als 13. nicht für das Finale der besten
acht Springerinnen qualifiziert.
„Ich hatte eigentlich ein super Laufgefühl.
Der Start war optimal, denn ich hatte die beste
Reaktionszeit, doch bei 60 m verkrampfte ich ein
wenig, kam nicht mehr in Tritt und konnte die
entstandene Lücke zur Spitze nicht mehr
verringern. Es herrschte ein gewaltiger
Gegenwind, es war ein Kampf ohne Ende“, sagte
Marscheck. Den Vorlauf gewann Yasmin Kwadwo (TV
Wattenscheid) in 11,69 vor Cathleen Tschirch
(Bayer Leverkusen/11,92). „Bea hat einen etwas
unglücklichen Auftritt im Sprint gehabt, sie ist
fit für den Weitsprung“, orakelte ihr Trainer
Markus Czech.
Am Sonntag stand der im Vorfeld erwartete
Weitsprung-Krimi auf dem Programm. Gleich sechs
Kandidatinnen klopfen an die EM-Norm von 6,60 m,
die bisher nur von Bianca Kappler zwei mal
erfüllt wurde. „Heute geht es um die Wurst. Bea
ist gut drauf und wurde noch mal vom HLV-Physio
behandelt. Sie kann ihren Vizetitel aus dem
Vorjahr verteidigen und sich in der nationalen
Spitze etablieren. Erstes Etappenziel ist jedoch
in das Finale zu kommen, hierzu ist schon eine
Weite von 6,40 von Nöten“, sagte Trainer Czech
vor dem Wettkampf.
Doch man hatte den Eindruck, als wäre
Braunschweig kein gutes Pflaster für die
Studentin des LAZ, denn im ersten Durchgang
landete sie nur bei 6,06 m. „Wir haben heute
hier mit wechselnden Winden zu kämpfen, auf
diese Bedingungen müssen sich alle Athletinnen
erst einmal einstellen“, meinte ihr Trainer. Der
zweiten Versuch wurde er als ungültig in die
Statistik aufgenommen. „Im dritten Versuch hieß
es also dann für mich, alles auf eine Karte zu
setzen. Was passiert, werden wir sehen“, lautete
das Vorhaben von Marscheck. „Kurz vor dem Ablauf
kam noch mal eine Windböe auf und ich ging
sicherheitshalber einen Fuß zurück, so
verschenkte ich aber am Brett 30 cm“, berichtete
die Springerin. Ihr dritter Durchgang landete
auch nur bei 6,08 m. Der Endkampf war ihr somit
als 13. verwehrt geblieben.
„Es war nicht unser Wochenende, wir sind
natürlich enttäuscht über das Abschneiden. Jetzt
möchte Bea noch mal bei den Süddeutschen ihr
Saisonbestleistung von 6,56 m unter Beweis
stellen“, gab sich Trainer Markus Czech aber
nicht geschlagen.
Den Wettbewerb gewann in einem spannenden
Finale, durch den Saisonverzicht von Sophie
Krauel (TuS Jena), der deutschen Meisterin von
2008 und 2009, Bianca Kappler (LC Rehlingen),
die sich mit 6,59 m klar durchsetzte. Vier ihrer
fünf gültigen Versuche hätten zum Titel
gereicht. Rang zwei sicherte sich Nadja Käther.
Die Hamburgerin sprang im fünften Versuch 6,50 m
weit, verpasste damit aber die zweite
EM-Normerfüllung um zehn Zentimeter. Gar nicht
erst in den Endkampf kam Sosthene Moguenara. Die
Wattenscheiderin verließ als Neunte mit 6,21
Metern frühzeitig das Stadion. Da aber keine
andere Springerin die EM-Norm schaffte, kann die
im Tschad geborene Weitspringerin aber davon
ausgehen, mit in Barcelona dabei zu sein. Bronze
ging an Melanie Bauschke (LG Nike Berlin, 6,47).
(jth) Die Hessischen
Mehrkampf-Meisterschaften in Darmstadt waren am vergangenen
Wochenende, nach der Weltmeisterschaft in Südafrika, das
sportliche Großereignis auf hessischer Ebene. Aus heimischer
Sicht waren vier Athletinnen und Athleten am Start und die
beiden LAZ-Zehnkämpfer Konstantin Grißmer bei den Junioren und
Rouven Höfer im Feld der Aktiven konnten zwei Hessentitel an die
Lahn holen.
Im Feld der Schüler A war Clemens
Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar einer von 14 Schülern, die das
Abenteuer Achtkampf bei einer „Gluthitze“ angehen wollten. „Sein
Ziel war es, die Punktzahl vom ersten Achtkampf beim
LAZ-Mehrkampfmeeting ( 3258) zu verbessern, so das Trainerteam
Andrea Ewald und Erich Gebhardt. Für den Lollarer fing der
Wettkampf mit 13,78 sec über die Hürdendistanz an und im
Anschluss lies er den Diskus auf 15,80 m segeln. Im
Stabhochsprungwettbewerb steigerte er sich mit 2,40 m zum
LAZ-Mehrkampf sehr deutlich und der Speer landete in der letzten
Übung des Tages bei 27,17m. Tag zwei startete mit überfloppten
1,30 im Hochsprung und 6,96 m mit der Kugel. Eine neue
Bestleistung konnte Clemens Grau dann mit 4,61 m im Weitsprung
beisteuern und im abschließenden 1000 m Lauf blieben die Uhren
bei 3:21,03 Minuten stehen. „ Clemens ist mit 3308 Zählern
Vierter geworden, er stellte dabei vier neue Bestleistungen auf
und konnte seine Punktzahl um 50 Zähler steigern. Es fehlten nur
sechs Punkte zu Rang drei“ so das Trainerteam.
Bei den Junioren ging
LAZ-Neuzugang Konstantin Grißmer an den Start. Der Student
hatte sich als Ziel gesetzt die 6.500 er Marke zu knacken. Der
Wettkampf fing mit 11,37 sec bei leichtem Gegenwind mit der
zweitbesten Zeit aller Teilnehmer gut an. Auch mit den 7,05 m im
Weitsprung und 12,12 m mit der Kugel lag er im Soll. „ Im
Hochsprung zeigte er mit 1,81 eine solide Leistung und die 49,83
sec auf der 400 m Distanz sind spitze, so dass er mit 3678
Zählern und Rang eins in der Juniorenwertung nach dem ersten
Wettkampftag abschloss“ so Trainer Czech. Am zweiten
Zehnkampftag startete „Konni“ mit 15,83 sec auf der 110 m
Hürdenstrecke und schwächeren 33,49 m im Diskuswerfen.. „Im
Stabhochsprung hatte ich super Sprünge, doch als Höhe konnte ich
nur 3,60 m überqueren, es war ein bisschen Pech dabei “ so
Grißmer. Im Speerwurf lieferte er mit 49,10 m ein akzeptables
Ergebnis ab und der abschließende 1500 m Lauf sollte nun darüber
entscheiden, ob er die 6600 Marke knacken konnte. „Konni ist bei
einer Außentemperatur von annähernd 40 Grad eine 4:52,67 min
gelaufen. Ein gutes Ergebnis und der Lohn für 6651 Zähler. Bei
den Deutschen peilen wir die 6800 Punkte an“ so Trainer Markus
Czech. Mit dieser Leistung holte er sich dann auch die
Hessenmeisterschaft in der Juniorenwertung vor
Im Feld der Männer zeigte
LAZ-Athlet Rouven Höfer seine Mehrkampfqualitäten. „ Mein
Wettkampf verlief optimal, denn ich konnte mich deutlich
gegenüber dem LAZ-Mehrkampf verbessern“ so Rouven über sein
Wochenende.
Mit 11,41 sec im Sprint und 6,45
m im Weitsprung lief es trotz einer Fersenprellung optimal an
für den Studenten. Nach 12,35m mit der Kugel und übersprungenen
1,75m im Hochsprung zauberte er im abschließenden 400m Lauf,
dann eine gute Zeit von 51, 83 sec auf die Tartanbahn und mit
3401 Zählern übernachtete er auf dem ersten Rang der
Männerwertung. „Mit 16,92 sec startete er über die Hürden am
zweiten Tag optimal und auch mit dem Diskus warf er gute 36,46
m“ so Trainer Markus Czech. Durch die 3,50m im Stabhochsprung
und sehr guten 57,39 m im Speerwurf ging es punktemäßig steil
bergauf mit dem Studenten des LAZ Giessen. „ 4:58,09 min über
die 1500 m Distanz sind bei dieser Hitze für ihn super und am
Ende konnte er mit 6.379 Zählern den Hessentitel im
Männerklassement gewinnen. „Rouven´s Ziel, die 6.500 Punkte zu
knacken, ist eine Aufgabe für die Deutschen Meisterschaften Ende
August in Potsdam. „Mit Adrian Becker, der einen leichte
Oberschenkelverletzung hat und deshalb nicht starten konnte und
Konstantin Grißmer kämpft das Team um den DM-Titel “, so Markus
Czech.
GIESSEN (V). Am Tag vor Beginn der Sommerferien versuchten
die vier schnellen Läufer der 4x100m Staffel des LAZ/MTV Gießen
bei einem Abendsportfest im südhessischen Riedstadt die
Qualifikationsnorm für die Deutschen-Jugendmeisterschaften in
Ulm zu erreichen. Wegen Klassenfahrten, Verletzung und andere
Belastungen hatten die vier Schüler nicht bei den hessischen
Meisterschaften in Neu-Isenburg in den Kampf um Norm und
Spitzenplatzierung eingreifen können. Auch ein gemeinsames
Staffeltraining war selbst bis zur Fahrt nach Riedstadt fast
unmöglich. Dennoch gingen die vier Sprinter, von denen die
beiden schnellsten noch der Jugendklasse B angehören, im
Vertrauen auf ihre Stärke hoffnungsvoll das Unternehmen
„Qualifikation“ an, wollten sie es doch ihren vier schnellen
LAZ-Kameradinnen gleichtun, die in Neu-Isenburg dieses Ziel
bereits erreicht hatten. Dennis Titow, Costa Laurenz, Issam
Ammour und Matis N´Dongo mussten schließlich aber ihr ganzes
läuferisches Vermögen auspacken, um nach sehr schlechten
Wechseln mit 43,74 Sekunden ihr gestecktes Ziel zu erreichen.
Wenn bis zu den „Deutschen“ die Wechsel dem läuferischen Können
angepasst werden können, kann in Ulm ein sehr gutes Ergebnis
erzielt werden.
(ras). Eine Gluthitze herrschte
im Neu-Isenburger Stadion beim zweiten Teil
der hessischen Einzel-Meisterschaften und
beeinflusste besonders die spät an beiden
Wettkampftagen gelegenen Sprintendläufe und
Langstrecken. Nach dem starken Auftritt Gießener
Athleten in Wetzlar gab es auch in
Neu-Isenburg bei der A-Jugend und den A-Schülern
viele Titel und Podestplätze. In der Jugend A
gewannen Cynthia Schmidt von der LG
Erda-Heuchelheim im 100 m Sprint und Lisa
Magel vom LAZ Gießen beim Hochsprung.
Den zweiten Titel für eine A-Jugendliche
aus dem Gießener Raum gab es am Sonntag.
Bereits nach dem Zeitlauf (14,69) über 100 m
Hürden sah Lisa Magel wie die sichere
Siegerin aus. Im Finale fädelte sie deutlich
in Führung liegend an einer Hürde ein, kam
dadurch aus dem Tritt, und landete in 16,07
auf dem Bronzerang. Eineinhalb Stunden später
hatte die Siebenkämpferin ihren Ärger
überwunden und dominierte klar den
Hochsprung. Mit 1,71 m qualifizierte sich die
Steinbacherin für die deutschen
Jugendmeisterschaften in Ulm und konnte wieder
lächeln. »Ich bin die Hürden aggressiv
angegangen, und es lief eigentlich gut. Ab der
siebten Hürde habe ich aber mehrfach
touchiert, und das brachte mich aus dem
Rhythmus.« Einen Silberplatz gab es für
Magel zudem in der 4x-100-m-Staffel. Die
LAZ-Mädels Isabell Pastau, Julia Gerter,
Ann-Christin Strack sowie Lisa Magel mussten
sich in 48,36 s nur der Startgemeinschaft
Wiesbaden-Reisen (47,83) geschlagen geben
Im Weitsprung sprang Julia Gerter (LAZ)
im letzten Versuch mit 5,62 m auf den
Bronzeplatz. Hier siegte Gesa Kratsch von der
LG Friedberg-Fauerbach (5,79) vor Kyra
Buhlmann (5,70) von der LG Eintracht
Frankfurt.
Den hochklassigsten Wettbewerb der
Meisterschaften lieferte die 22 Mädels der
Jugend B über 200 m ab. „Rund 10
Teilnehmerinnen haben Chancen auf das Finale.
Da muss man schon im Vorlauf vollen Einsatz
laufen,“ bedauerte Cynthia Schmidt.
Entsprechend eng wurde es in den Vorläufen,
bei denen Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/25,35)
um eine Hundertstel das Finale verpasste. Im
Endlauf sah Julia Gerter nach dem Startschuss
die rote Karte. „Ich habe ein wenig
gezuckt,“ gestand Gerter nach ihrer
Disqualifikation. Schmidt und Ann-Christin
Strack gingen in diesem Finale ohne Medaillen
von der Bahn. Strack wurde in 25,26 Vierte.
Nach den Vorläufen Zweite (25,22), musste
sich eine entkräftete Schmidt mit Rang fünf
(25,80) begnügen. In 24,36 siegte Julia
Schaefers (LAV Kassel) und schob sich damit
auf Rang sieben der deutschen
Jugendbestenliste vor.
Patricia
Bock überzeugt mit kämpferischer Leistung bei
Berglauf Jugend-WM in Italien
Das
Nachwuchstalent vom LAZ Gießen startete
erstmals bei einem Berglauf - und dann gleich im
Trikot des DLV!
Der
erste Start im Nationaltrikot kam für die
Patricia Bock vom LAZ Gießen / TSG Lollar etwas
überraschend. Erst eine Woche vor dem Wettkampf
erfuhr die B-Jugendliche von ihrer Nominierung für
die 5. WMRA (World Mountain Running Association)
Youth Team Challenge, der
Berglauf-Weltmeisterschaft für Jugendliche in
Sauze d’Oulx / Italien (bei Turin) am Samstag
den 26. Juni 2010. In der kurzen Zeit war für
Patricia natürlich keine vernünftige
Vorbereitung auf den Wettbewerb möglich, während
sich die meisten ihrer Konkurrentinnen aus neun
Nationen schon lange spezifisch auf diese
Herausforderung hatten vorbereiten können.
Dennoch kam es für die Buseckerin nicht in
Frage, diese anspruchsvollen Aufgabe abzulehnen,
obwohl es für sie nicht nur der erste
internationale Einsatz für den DLV, sondern
zugleich auch der erste Berglauf war.
Angesichts
dieser Umstände schlug Patricia Bock sich sehr
achtbar und kam nach großem Kampf als 32. von
46 gestarteten Teilnehmerinnen ins Ziel. Allein
dem Erreichen des Ziels ist schon Respekt zu
zollen, mussten doch nicht wenige Läuferinnen
auf dem selektiven Kurs das Rennen aufgeben.
Beste deutsche Läuferin war Clara Hildt (TV
Waldstraße Wiesbaden) auf dem 28. Platz. Weil
die dritte deutsche Läuferin leider
krankheitsbedingt ausfiel, kam
bedauerlicherweise keine Mannschaft zustande.
"Die Strecke war hammerhart,
so etwas bin ich noch nie vorher gelaufen",
sagte die Nachwuchsläuferin im Gespräch mit
dem Anzeiger. Auch die meisten schnelleren Läuferinnen
hätten an den steilsten Anstiegen gehen müssen,
so das junge Talent weiter. Kein Wunder, schließlich
handelte es sich bei einem Teil des Rundkurses
um eine Skipiste, auf der im Jahr 2006 noch die
Freestyle Wettkämpfe der olympischen
Winterspiele in Turin stattfanden: Fast 200 Höhenmeter
waren auf etwa 3,5 km Länge zu bewältigen. Vor
Ort hatte die Athletin vom LAZ Gießen zwar die
Strecke begutachten, aber natürlich nicht mehr
ernsthaft auf dem Gelände trainieren können.
Der Start im Nationaltrikot hat Patricia Bock
trotz der widrigen Umstände sehr viel Spaß
gemacht, sie möchte auf jeden Fall im nächsten
Jahr wieder dabei sein und wird rechtzeitig
anfangen, für dieses Ziel zu trainieren.
Patricia Bock
startet im Nationaltrikot bei der Berglauf – WM
in Italien
Patricia Bock vom LAZ
Giessen / TSG Lollar ist vom
Bundesausschuss-Vorsitzenden „Lauf“ Harald Rösch
des Deutschen Leichtathletikverbandes für die
5.WMRA (World Mountain Running Association)
Youth Team Challenge Berglauf-Weltmeisterschaft
am kommenden Wochenende nominiert worden. Die
LAZ-Athletin startet somit erstmalig gemeinsam
mit Ihren Teamkolleginnen Clara Hild (TV
Waldstraße Wiesbaden) und Franziska Hühn (LG
Eintracht Frankfurt ) in Sauze d’Oulx / Italien
(bei Turin) im Nationaltrikot. Die Laufstrecke
beträgt 3,5 km und wird einen Höhenunterschied
haben. „ Es ist einen Anspruchsvolle Strecke und
ich hoffe, dass wir sowohl in der Einzelwertung
als auch im Teamwettkampf gut abschneiden
werden“ so das Ziel von Coach Reinhold Helder,
der die Athletinnen auch bei der WM betreuen
wird.
GIESSEN (beg). Er kam aus
dem Nichts und sorgte gleich
für eine große Überraschung.
Mit einer ganz starken Zeit
von 11,08 Sekunden gewann
der „Leichtathlet“ Costa
Laurenz den Hessentitel im
100 Meter-Sprint der
männlichen B-Jugend - und
das als gelernter Fußballer.
Große Erfahrung brachte er
nicht mit im
Leichtathletikbereich, mit
seiner beeindruckenden
Leistung bei der Hessischen
Meisterschaft in Wetzlar
weckte der 16-Jährige aber
Begehrlichkeiten. Für die
heimische
Leichtahletik-Szene ist ein
solcher Rohdiamant ein
Segen. Schon in den
Vorläufen sorgte der
drahtige Sprinter für
Furore.
Zwei Mal legte er die
Bestzeit hin. Im ersten 100
m-Lauf ging er mit einer
Zeit von 11,24 Sekunden als
Erster durchs Ziel, den
Zwischenlauf absolvierte er
in 11,23 Sekunden -
ebenfalls der Bestwert.
Volker Clarius,
Leichtathletik-Abteilungsleiter
des MTV 1846 Gießen, für den
der Nachwuchssportler an den
Start ging, ist von dem
Talent des Lang-Gönsers
begeistert. „Aus kalter Hose
auf 11 Sekunden, das ist
Wahnsinn“, erklärt Clarius
voller Euphorie. Er und sein
Verein wollen Laurenz
natürlich für ihren Sport
gewinnen. Einziges Problem:
Der Schüler der
Anne-Frank-Schule Linden ist
zudem ein sehr talentierter
Fußballer und stürmt mit
ebenfalls sehr viel Erfolg
für die B-Junioren der TSG
Wieseck in der Hessenliga,
der höchsten
Jugendspielklasse auf
Landesebene.
Per Zufall zum Sprint
Parallel sind die zwei
Sportarten nur schwer zu
betreiben, die geforderten
Leistungen verlangen nach
einer Entscheidung. Bei zwei
Schulwettkämpfen, an denen
Costa Laurenz erfolgreich
teilnahm, wurden die
MTV-Verantwortlichen um
Clarius aufmerksam. „Wir
wollen versuchen, dass er
die Saison soweit wie
möglich mitmacht und für
unser LAZ Gießen Stadt und
Land startet“, sagt der
Abteilungsleiter.
Startberechtigt ist das
Nachwuchsjuwel sowohl in der
B- als auch in der A-Jugend.
In den Einzelwettbewerben
soll Laurenz bei den
B-Junioren laufen, bei den
Staffelwettkämpfen in der
A-Jugend.
Fußball oder
Leichtahletik
Bis dahin kommt aber noch
viel Arbeit auf den
zurückhaltenden, ja fast
schüchternen jungen Mann zu.
Sein Interesse, weiterhin im
Sprint an den Start zu gehen
ist auf jeden Fall
vorhanden. Das sagte er
schon nach dem Endlauf und
dem Titelgewinn im Gespräch
mit dem Gießener Anzeiger.
Wie seine sportliche Zukunft
konkret aussieht, ob in
Stollen- oder
Sprinterschuhen, auf grünem
Rasen oder auf roter Asche
oder Tartan, steht noch
nicht endgültig fest. Sein
großes Potenzial Talent hat
er auf jeden Fall schon in
beiden Sportarten
nachgewiesen. Spätestens
nach seinem Auftritt in
Wetzlar wird er sich wohl
dem Werben aus beiden Lagern
gegenübersehen.
(ras). Selten war der
Gießener Raum bei hessischen
Leichtathletik-Meisterschaften
so erfolgreich wie am
Wochenende in Wetzlar. Durch
die dreifache
Titelgewinnerin Beatrice
Marscheck sowie Adrian
Becker, Laurenz Costa,
Ann-Christin Strack und
Julia Gerter gingen sieben
Titel an Athletinnen und
Athleten des LAZ Gießen.
Bei den Aktiven und
Trainern aus dem Gießener
Raum sah man nur zufriedene
Gesichter. Beatrice
Marscheck erkämpfte als
einzige Teilnehmerin in
Wetzlar drei Titel. Die
Garbenteicherin lief über
100 m in 11,98 locker die
schnellste Zeit der 27
Vorlauf-Teilnehmerinnen. Im
Zwischenlauf sprintete sie
bei 0,9 m/s Rückenwind mit
11,69 eine Zeit, die aktuell
Platz neun der deutschen
Bestenliste bedeutet. Im
Finale ließ die 24-Jährige
den weiteren
Medaillengewinnerinnen
Katharina Hoffart (LG
Odenwald/12,21) und der noch
A-Jugendlichen Chantal
Buschung (Wiesbaden/12,25)
keine Chance und stürmte
nach 11,84 über die
Ziellinie.
Schon im Vorfeld der
Meisterschaften sah Trainer
Markus Czech dem Weitsprung
mit gemischten Gefühlen
entgegen: „Bea ist gut drauf
und ich erwarte über 100 m
eine Zeit unter 10,80. Aber
mit der Renovierung des
Wetzlarer Stadions ist die
Weitsprunggrube vor der
Tribüne weggefallen. So wird
vermutlich die windanfällige
Anlage im Westbogen benutzt.
Hier gab es bei viel Wind
nur selten herausragende
Weiten.“ Die Aussage von
Czech wurde in den von
böigem Gegenwind geprägten
Wettbewerben bestätigt.
Marscheck sprang im dritten
Versuch ihre Tagesbestweite
von 6,18 m und beendete nach
6,03 m im vierten Durchgang
die Disziplin, um sich auf
das 100 m Sprintfinale
vorzubereiten.
Auch am Sonntag war die
LAZ-Athletin erwartungsgemäß
über 200 m nicht zu
schlagen. Nach 24,28 im
Vorlauf, gewann die
Lehramtsstudentin in 24,07
das Finale vor Christiane
Klopsch (24,24) von der LG
Friedberg-Fauerbach. Für
Czech war klar, „Beatrice
hätte im 200 m Vorlauf
deutlich unter 24 Sekunden
laufen können, denn die
letzten 40 m ist sie nur
ausgetrabt. Im Finale zeigte
sich, dass Bea derzeit wegen
der Trainingsausrichtung
keine zwei Topläufe binnen
zwei Stunden abliefern
kann.“
Silber
bei den
Frauen
gab es
für die
A-Jugendliche
Lisa
Magel.
Die
Siebenkämpferin
vom LAZ
begann
den
Hochsprung
fehlerfrei
bei
1,60.
Die
Steinbacherin
bewies
Nervenstärke
und
übersprang
nach
1,63
ohne
Fehlversuch
die 1,66
im
dritten
Durchgang.
Den
Titel
gewann
Bianca
Schmid
von der
LG
Friedberg-Fauerbach
mit 1,84
m.
Premiere
für
Becker
Bei
den
Männern
setzte
sich
Adrian
Becker
vom LAZ
Gießen
erstmals
bei
einem
Weitsprungwettbewerb
der
Aktivenklasse
gegen
Remigius
Roskosch
(Heppenheim,
7,02)
durch
und
siegte
mit 7,09
m. Mit
Fassung
trug der
Troher
seine
Disqualifikation
beim 100
m-Hürdenfinale,
denn
weder
von den
Zuschauern
noch
seitens
der
anderen
Finalisten
war ein
Frühstart
von
Becker
erkennbar.
So ging
der Sieg
an Sven
Medenbach
(15,04)
von der
LSG
Goldener
Grund,
vor
Konstantin
Grißmer
(LAZ
Gießen,
15,62),
der sich
bei
brutalem
Gegenwind
von 3,0
m/s
zusätzlich
Bronze
mit 6,79
im
letzten
Weitsprungversuch
erkämpfte.
Sensationell
war der
Auftritt
von
Laurenz
Costa
über 100
m der
männlichen
Jugend
B. Der
bis
dahin
nur im
heimischen
Fußball
bei der
TSG
Wieseck
aktive
Schüler
der
Anne-Frank-Schule
Linden,
gewann
nach den
Bestzeiten
im
Vorlauf
(11,24)
und
Zwischenlauf
(11,23)
den
Hessentitel
in
11,08.
Qualifiziert
hatte
sich
Costa
zwei
Wochen
zuvor in
Wetzlar
beim
Schulvergleich
auf
Regionsebene
bei
„Jugend
trainiert
für
Olympia“,
worauf
Elmar
Knappik
als
Leichtathletiktrainer
der TSG
dem
Schüler
Jahrgang
93
empfahl,
einen
Startpass
beim LAZ
Gießen
zu
beantragen,
um
adäquate
Trainingsgefährten
zu
haben.
„Vor
rund
vier
Jahren
habe ich
beim LSC
Bad
Nauheim
etwas in
die
Leichtathletik
hinein
geschaut.
Die
beiden
Schulwettkämpfe
in
Lollar
und
Wetzlar
haben
wieder
mein
Interesse
geweckt“,
sagte
der
leichtathletische
Rohdiamant
nach dem
Endlauf.
Bereits
im
Vorfeld
der
Meisterschaften
stand
fest,
ein Sieg
in den
Sprints
über 100
m und
200 m
der
B-Jugend
führt
nur über
Cynthia
Schmidt
von den
TSF
Heuchelheim
oder
Ann-Christin
Strack
vom LAZ
Gießen.
Ihre
Vorläufe
auf der
Sprintgeraden
gewannen
beide in
jeweils
12,36.
Im
Zwischenlauf
lieferte
Schmidt
eine
Zeit von
12,29
ab,
während
Strack
(12,24)
sich
strecken
musste,
um
Theresa
Schacht
(12,26)
von der
LG
Reinhardswald
in
Schach
zu
halten.
Im
Finale
siegte
Schmidt
mit
Saisonbestleistung
in 12,08
vor
Strack,
die in
12,22
zum
dritten
Mal an
diesem
Tag eine
neue
persönliche
Bestleistung
über die
100 m
aufstellte.
Der
Zweikampf
fand
über 200
m seine
Fortsetzung.
Beide
bestritten
den
selben
Vorlauf
und
befolgten
die
Aufforderung
des
hessischen
Sprintkadertrainers
Dominic
Ulrich
(Heppenheim),
„aggressiv
um die
Kurve,
und dann
ausrollen
lassen.“
Im
Finale
ging es
richtig
zur
Sache.
Beide
Sprinterinnen
erreichten
mit
klarem
Abstand
zur
Konkurrenz
parallel
die 100
m-Startlinie,
dann
setzte
sich
Ann-Christin
Strack
kontinuierlich
in Front
und
gewann
in
24,87.
Schmidt
erkämpfte
in
persönlicher
Bestzeit
von
25,25
Silber.
Mit
ihrer
Siegeszeit
verbesserte
die
Ostschülerin
Strack
deutlich
den
bisherigen
Gießener
Kreisrekord
von
25,44,
welcher
von
Beatrice
Marscheck
2001 in
Ulm
aufgestellt
wurde.
Mit Gold
belohnt
wurde
auch
Julia
Gerter.
Die noch
15-Jährige
steigerte
sich
direkt
nach
Rang
zwei im
Hürdensprint
(14,82)
im
letzten
Weitsprungversuch
von
zuvor
5,55 m
auf die
Siegesweite
von
5,75.
Voller
Lob war
Trainer
Czech
bezüglich
der
beiden
LAZ-Mädels
aus der
B-Jugend:
„Anni
war
mental
Spitze
und
zeigte
im 200
m-Finale
das
Toprennen
ihrer
bisherigen
Saison“,
und
ergänzte,
„Ähnliches
gilt für
Julia
Gerter.
Julia
ist
durch
das
Hürdenfinale
noch mal
richtig
warm
geworden
und
bewies
in ihrem
letzten
Sprung
nicht
nur das
schon
lange
bekannte
Talent,
sondern
zeigte
auch
tolle
Konzentration
und
Nervenstärke.“
Christopher
Nagorr & B-Schüler-Team sind Hessenmeister
13.06.2010 - BAD HOMBURG
Die Mannschaft wurde mit 6.769 Punkten
Hessischer Meister (Nico Gremm, Julius Grau,
Christopher Nagorr) und stellte gleichzeitig den
Kreisrekord ein (Fünfkampf 5374 LAZ Gießen
Stadt und Land 26.04.2008 Gießen). Weiterhin
erreichte Christopher Nagorr mit 2.275 Punkten
den Hessenmeistertitel mit herausragenden
Leistungen und persönlichen Bestleistungen über
60 m Hürden (10,15 sec.) sowie über 75 m (10,34
sec.). Vor der letzten Disziplin, dem 1.000 m
Lauf, führte Christopher knapp mit 10 Punkten
vor Severin Zentraf vom TV Dipperz. Den
spannenden letzten Lauf konnte Severin zwar für
sich entscheiden, doch dank eines furiosen
Endspurts konnte sich Christopher Nagorr mit
einem Vorsprung von 3 Punkten den
Hessenmeistertitel sichern. Gleichzeitig
verbesserte er seinen in Flieden aufgestellten
Kreisrekord nochmals um 90 Punkte.
Nico Gremm erzielte in seiner Altersgruppe M13
einen sehr guten 7. Platz mit herausragenden
Sprintzeiten jeweils unter 10 sec. über die
Hürden und 75 m. Julius Grau wurde in der
Altersgruppe M12 fünfter mit persönlichen
Bestleistungen im Weitsprung, über die 60
m Hürden sowie im 75 m Sprint.
Issam Ammour
sprintet 11,03 sec
09.06.2010 - WETZLAR
Der B-Jugendliche Issam Ammour ( LAZ / MTV
Giessen) sprintete sich bei regulären
Windverhältnissen mit 11,03 sec am
Abendsportfest der LG Wetzlar in die hessische
Spitze vor, denn in der letztjährigen
Hessischen-Bestenliste hätte er damit den
vierten Rang belegt. Mit der erzielten Zeit hat
er auch die Norm für die
Deutschen-B-Jugendmeisterschaften in Ulm ( 11,30
sec.) am 6 -8. August sowie für die
Süddeutschen B-Jugendmeisterschaften ( 11,50
sec.) in Schwäbisch Gmünd am 21-22. August
erreicht.
Mannschafts-Meisterschaften:
B-Schüler weiter auf Kurs
GIESSEN (ras). Bei den
leichtathletischen
Mannschafts-Meisterschaften,
im Schülerbereich DSMM
genannt, traten im Wetzlarer
Stadion Vereine aus Gießen
und Wetzlar in verschiedenen
Gruppen an, die sich in der
Anzahl der doppelt zu
besetzenden Disziplinen
unterscheiden. Aber nur in
der Gruppe eins, die alle
altersgerechten
Basis-Disziplinen
berücksichtigt, wird Anfang
September ein Landessieger
zwischen den jeweils sechs
punktbesten Vereinen
ermittelt. Beste Chancen zu
diesem Hessenfinale haben
die B-Schüler des LAZ
Gießen, die in Wetzlar einen
neuen Kreisrekord in der
Staffel aufstellten.
Als einziges Team trat
das LAZ bei den B-Schülern
in der Gruppe eins an.
„Unser Ziel ist das
Hessenfinale. Dazu müssten
rund 6000 Punkte reichen, “
sagte ihre Trainerin Andrea
Ewald zu Wettkampfbeginn.
Mit 6233 Punkten erfüllten
die 11- bis 13-Jungs voll
die Erwartungen. Allen voran
das Staffelquartett mit
Marcel Jeschke, Nico Gremm
und Julius Grau, das in
40,51 Sekunden über 4 x 75 m
den bestehenden Kreisrekord
aus 2002 um 24/100 Sekunden
verbesserte. Richtig schnell
zeigte sich Gremm zudem auf
der 75-Meter-Sprintgeraden
(9,92) und über 60 m Hürden,
die er in 10,15 bewältigte.
In den Sprungdisziplinen
imponierte Julius Grau, der
die Hochsprunglatte
inklusive 1,46 m überquerte
und in der Weitsprunggrube
mit 4,76 m gemessen wurde.
In der auf vier Disziplinen
reduzierten Gruppe zwei
gewann die LG Aßlar-Werdorf
(3170) vor der TSF
Heuchelheim, die 2943 Punkte
erzielte. Die meisten Punkte
für die TSF erkämpfte Moritz
Horn im Sprint (10,37) und
mit 4,59 m im Weitsprung.
Bei den Schülern A der
Gruppe 2 musste sich die
LGLO (7598) dem TV Burgsolms
(7613) knapp geschlagen
geben. Für die Langgönser
erkämpften Niklas Peppler im
Hochsprung (1,68), sowie
Felix Repp über 80 m Hürden
(12,14) und im Weitsprung
(5,85) wertvolle Punkte.
Zudem wuchtete Lucas Heinz
die Vier-Kilogramm-Kugel auf
achtbare 11,30 m.
Bei den C-Schülern der
Gruppe eins dominierte
erwartungsgemäß der TSV
Nauborn mit 4693 Punkten.
Kaum eine Chance, die Runde
der besten sechs Teams zu
erreichen, hat mit 3728
Punkten das LAZ Gießen. Ohne
Punkte in der Staffel blieb
die LGLO (1891), die mit
ihren neun- bis elfjährigen
Jungen in der Gruppe zwei
antrat.
Als einziges Team trat
die STG Buseck-Linden bei
den Schülerinnen A in der
Gruppe eins an und erkämpfte
8406 Punkte. Mit 13,03
sprintete Luca Helen Schmitt
über 100 m das punktbeste
Einzelergebnis (559) der
Startgemeinschaft. Gewohnt
stark zeigte sich Carolin
Schmeel auf der
800-Meter-Strecke. Vom Start
weg setzte sie sich vom Feld
ab und gewann souverän in
2:30,13. Von den anderen
Mädels des Teams lautstark
bejubelt wurde der
Hochsprung von Charlotte
Urra, die mit übersprungenen
1,51 m wertvolle 511 Punkte
ablieferte. Herausragend
auch der Speerwurf von Alexa
Peusch, die mit 31,83 m
persönliche Bestleistung
warf. In der Gruppe zwei
startete die LG
Langgöns-Oberkleen. Bei
insgesamt 7445 Punkten
imponierte aus der
LGLO-Truppe Lisa Mayer über
100 m (12,97) und mit
herausragenden 5,33 m im
Weitsprung. In sechs
Disziplinen wird die Gruppe
drei bei den A-Schülerinnen
ausgetragen. Hier startete
das LAZ Gießen und erzielte
4646 Punkte. Die besten
Leistungen der Gießener
erzielten Lina Schäfer
(2:35,69) und Paula
Bodenstedt (2:36,71) jeweils
über 800 m.
(jth) Beatrice
Marscheck ( LAZ Giessen / SV Garbenteich) nahm
an Fronleichnam am Weitsprungmeeting um den Hans
Baumgartner Pokal in Heppenheim teil und sprang
erstmalig mit 6,68 m über die EM-Norm von 6,60
m. Leider war der Rückenwind zu stark, so dass
die Leistung keine Anerkennung findet. Das
Regelwerk lässt nur Leistungen mit einem
Rückenwind von maximal zwei Metern pro Sekunde
zu.
Hans Baumgartner
der bei den Olympischen Spielen 1972 in München
die Silbermedaille im Weitsprung gewann
(8,18m-), stiftetet erstmalig im neuen
Starkenburg – Stadion den Siegerpokal. Er nahm
auch an den Olympischen Spielen 1976 im
Weitsprung teil, jedoch ohne Medaillenerfolg
ebenso wie bei den
Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 und
1974. In den Jahren von 1971 bis 1974 gewann
Baumgartner viermal die Deutsche Meisterschaft
im Weitsprung. 1970, 1976 und 1977 wurde er
jeweils Dritter. Den DLV-Rekord hingegen musste
er seinem stärksten nationalen Konkurrenten,
Josef Schwarz, überlassen.
„Wir sind sehr
zufrieden, denn Beatrice hat hier die nationale
Spitze besiegt und eine sensationelle Serie mit
6,68 m – 6,36m -6,48m- 6,58m und 6,21 m
abgeliefert. Die Sprünge waren alle super,
jedoch zum Teil mit einem Rückenwind von bis zu
5 m pro Sekunde. Es ist nun nur eine Frage der
Zeit bis sie die DLV – Norm offiziell knackt “
so Trainer Markus Czech.
Im letzten
Versuch, der leider ungültig war, hatte sie
einen Weite jenseits ihrer Bestweite von 6,73 m
erzielt. „ Der Olympiastützpunkt hatte den
Versuch auf eine Sprungweite von mehr als 6,80
vermessen. Leider war er mit zwei Zentimetern
ungültig gewesen und der Rückenwind wäre auch
viel zu stark gewesen. Es ist nicht leicht die
Sprünge bei extremen Rückenwinden zu gestalten
und zu koordinieren “ so der Trainer.
Die nächste
Möglichkeit die Europameisterschaftsnorm zu
erfüllen hat die Lehramtsstudentin am 12. Juni
beim Springermeeting in Dillingen. Hier konnte
sich Beatrice vor zwei Jahren erstmalig mit 6,62
m in die nationale Spitze springen. „ Dillingen
ist ein gutes Pflaster für mich, hier versuche
ich die DLV-Norm von 6,60m erstmalig zu knacken
“ so Marscheck.
Marscheck mit
6,43 m in Wesel
30.05.2010 - WESEL
(jth) Beatrice
Marscheck kehrte am Sonntag an die
Wirkungsstätte nach Wesel zum internationalen
Springermeeting zurück. Hier hatte sie im
vergangenen Jahr mit 6,73 m die WM-Norm schaffte
und zugleich einen neuen Hessenrekord aufstellt.
Einen Tag nach den
Deutschen-Hochschulmeisterschaften, bei denen
sie zwei Titel gewinnen konnte war es der
nächste Versuch für die EM-Norm von 6,60 m.
„ Die Bedingungen
waren im Vergleich zu den
Hochschulmeisterschaften katastrophal, denn es
war windig und kalt und der Regen zeigte sich
auch das ein oder andere mal. Für Beatrice war
der Wettkampf sehr wichtig, denn durch die
Doppelbelastung Samstag/Sonntag gewinnt sie an
Wettkampfhärte“ so Trainer Markus Czech.
Beatrice
Marscheck kam in diesem Jahr nicht so richtig in
Fahrt beim traditionellen Weitsprungmeeting,
denn der Wettkampf startetet für die
Lehramtsstudentin mit 6,09 m und einem zweiten
Durchgang mit 6,28 m. Im Jahr 2009 gelang ihr
dann im dritten Durchgang die Weite von 6,73m.
In diesem Jahr erzielte sie im vierten Durchgang
mit 6,43 m ihre Tagesbestweite. Im letzen
Versuch setzte sie dann noch mal alles auf einen
Karte. „ Im vorletzten Versuch hatte sie
deutlich verschenk, so dass ich sie 1,5 Fuß nach
vorne geholt habe. Bea war somit nun sehr eng am
Brett und der Körperschwerpunkt war optimal
getroffen, doch leider konnte sie den Sprung
nicht bis zum Ende durchhalten. Ihr fehlt hier
immer noch die Sprungerfahrung “ so Trainer
Markus Czech. „Ich habe im mittleren Anlaufteil
das Tempo verringert somit war ich nie auf dem
Brett. Im Verhältnis zu meinen letzen
Regenwettkämpfen bei der WM in Berlin und in Bad
Langensalza habe ich mich schon deutlich
steigern können. Die Duschschnittsweite bei
schlechte Bedingungen wird besser “ so Beatrice
Marscheck. Die nächste Chance auf die E-Norm
bekommt die Garbenteicherin an Fronleichnam beim
Hans Baumgartner Pokal in Heppenheim. Der
Vizeolympiasieger von München 1972 mit 8,18 m
und dreimaliger Europameister ist Ausrichter des
nächsten DLV-Normwettkampfes.
Den Wettkampf in
Wesel gewann Nadja Käther ( Hamburger SV) mit
neuer Bestleistung von 6,66m und hat sich somit
in den Kreis der EM-Anwärterinnen katapultiert.
Die 21-Jährige war von ihrem Sprung nicht
sonderlich überrascht: „Mein Trainer und ich
hatten mit einer solchen Weite gerechnet. Ich
hatte bereits aus dem Trainingslager gute
Zubringerwerte.“ Auch die äußeren Bedingungen
machten ihr wenig aus: „Ich bin nicht so
regenempfindlich. “Selbstbewusst blickt sie nun
auf die kommenden Wochen, in denen es für sie um
das Ticket nach Barcelona (27. Juli bis 1.
August) geht: „Das war noch nicht das letzte
Wort.“ Zweite wurde WM Starterin Melanie
Bauschke ( LG Nike Berlin / 6,58m) und dritte
Bianca Kappler ( LC Asics Rehlingen / 6,49m).
(jth) Beatrice
Marscheck und Adrian Becker vom LAZ Giessen
gelangen bei den Deutschen
Hochschulmeisterschaften in Friedberg die ersten
„Kracher“ der Saison, denn die Studierenden der
Justus-Liebig-Universität Gießen, die für die
Wettkampfgemeinschaft Gießen ( Uni + FH) am
Start waren, holten sich das „Tripel“. Beatrice
Marscheck holte sich mit 6,53 m im Weitsprung
was zugleich neuer deutscher „ADH-Freiluft-Rekord“
bedeutete und im Anschluss mit 11,80 sec im 100
m Finale den DM-Titel und Adrian Becker sicherte
sich mit 7,30 m im Weitsprung überraschend
seinen ersten Hochschulmeistertitel.
Knapp verpasst
hat die Garbenteicherin jedoch die EM-Norm, denn
zum zweiten Mal kam die Studentin der WG Gießen
mit 6,53 Meter ganz nah ran, an die vom DLV
geforderten 6,60 Meter - aber eben nicht drüber.
"Das ist schon ärgerlich", sagte ihr Trainer
Markus Czech nach dem Wettkampf, "Sie hatte die
Weite locker drauf. Wir warten jetzt auf den
Ausreißer. Erfreulich ist jedoch, dass Bea diese
Weiten nun permanent anbieten kann".
Nach Titel Nummer
eins im Weitsprung folgte zudem Titel Nummer
zwei über 100 Meter. In 11,80 Sekunden gewann
Beatrice Marscheck Gold, und mit dieser
schnellen Zeit war sie dann auch "voll
zufrieden". „ Nach den Saisoneinstand in
Pliezhausen dachte ich schon, dass ich eine Zeit
Ende der siebzig laufen kann. Der Vorlauf mit
12,01 sec war daher enttäuschend, doch das
Finale war viel besser. Es war keine Hektik wie
im Vorlauf, denn die Kombination Weitsprung /
100 m ist immer ein Vorbereitungsproblem“ so die
Doppelsiegerin.
Den
Überraschungs-Coup des Tages landete in
Friedberg jedoch der Troher Mehrkämpfer Adrian
Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck, denn im
letzten Sprung erreichte er mit neuer
persönlicher Bestleistung von 7,30 m seinen
ersten großen Titel im Aktivenbereich. Der
Lehramtsstudent steigerte sich von Versuch zu
Versuch und knackte im fünften Durchgang mit
7,19 m bereits zum zweiten mal die siebener
Marke. Bis zu diesem Zeitpunkt lag jedoch noch
Philipp Imhof ( WG Köln ), der eine Woche zuvor
in Weinheim mit 7,71 m überzeugen konnte, mit
7,28 m in Front. „ Im Vorfeld hatte ich mir
einen Weite um die 7,30 m als Ziel gesetzt. Die
Anlaufzeiten waren nicht so optimal. Ich konnte
mich von Sprung zu Sprung verbessern und als
dann im letzten Versuch die positive Stimmung
der Zuschauer überschwappte, bin ich einfach
angelaufen und abgesprungen. Dass ich mein Ziel
auf den Punkt genau getroffen habe, ist super
und eine große Motivation für die Saison“ so
Becker nach dem Erfolg. Vereinskollege
Konstantin Grißmer landete mit 6,88 m ebenfalls
auf einem guten siebten Rang und bescherte der
WG Gießen somit zwei Endkampfplatzierungen. Auch
Trainer Markus Czech war vollen Lobes „ bei Addi
waren die 7,30 schon lange fällig, denn seine
alte Bestmarke vom Länderkampf in Bern aus dem
Jahr 2006 lag bei 7,21m und auch Konny ist auf
dem Weg in Richtung der siebener Marke“.
Nastasia Lich (
LG Eintracht Frankfurt ) die ebenfalls für die
WG Gießen am Start war sicherte sich im
Speerwurf der Studentinnen eine Bronzemedaille
mit 36,99 m. Im 100 m Hürdenlauf konnte sie
einen fünften Rang in 14,47 sec hinzufügen und
im Weitsprungwettbewerb erreichte sie mit 5,43 m
einen achten Platz.
Der Giessener –
Student Marco Kornrumpf von LG Neu-Isenburg
Heusenstamm ging in Friedberg über die 1500 m
Distanz an den Start und sicherte sich mit
3:56,96 min einen guten fünften Rang in der
Konkurrenz. Tags darauf sicherte sich er im 800
m Finale mit 1:55,91 min den fünften Rang. Nils
Dudenhöfer ( LG Wetzlar ) erreichte nach 23,30
sec im Vorlauf das B-Finale und steigerte sich
hier auf 23,09 sec, was am Ende Rang vier
bedeutete. Adrian Becker ging am zweiten
Wettkampftag noch im 110 m Hürdenlauf an den
Start, wo er mit 15,07 sec als vierter nur knapp
an einer Medaille vorbeischrammte.
Den Abschluss der
Deutschen-Hochschulmeisterschaften bildeten die
4 x 100 m Staffeln. Bei den Studentinnen konnte
die WG Gießen in der Besetzung: Katharina
Eberling, Nastasia Lich, Laura Merten und Nina
Sänger den siebten Rang in 51,40 sec hinter den
Siegerinnen der Uni Paderborn ergattern. Das
Sahnestückchen des zweiten Wettkampftages
erreichten jedoch die 4 x 100 m Sprintstaffel
der WG Gießen, denn in der Besetzung: Adrian
Becker, Peter Seel, Bruno Philipp Gärtner und
Nils Dudenhöfer holte sich das Quartett den
DM-Titel in der Zeit von 42,47 sec vor der Uni
Jena (42,75 sec) und der Uni Tübingen ( 43,08
sec) .
(jth) Man hatte fast den Eindruck, als wäre man
im Mehrkampf-Mekka Götzis oder Ratingen, denn
die Stimmung, Organisation sowie die gezeigten
Leistungen der Athletinnen und Athleten waren
zum Mehrkampfsaisoneinstand beeindruckend. Das
LAZ Gießen Stadt und Land um seinen Vorsitzenden
Eckhard Paul, hatte im Stadion West mit 62
Athletinnen und Athleten ein kleines, aber
feines Mehrkampfmeeting über zwei Tage
organisiert. „Wir hatten Teilnehmer aus
Göttingen, Kassel, Frankfurt, Twiste und
Darmstadt. Unsere Veranstaltung wird somit weit
über die Grenzen von Gießen hinaus angenommen,
ein Indiz für eine tolle Familiäre-Veranstaltung
“ so der LAZ-Boss. Aus überregionale Sicht
gesehen war der neue Hessenrekord im
Stabhochsprung der Schüler M 15 von Fabian
Christ ( LG Eintracht-Frankfurt) das
Mehrkampf-Highlight. Mit 4,40 m knackte er die
von Ulrich Lehl (Usinger TSG) aus dem Jahre 1985
gehaltene Bestleistung von 4,31m sehr deutlich.
Adrian Becker vom LAZ Giessen / TV Gr.-Buseck
und Julia Gerter LAZ Giessen / SV Garbenteich,
waren die dominierenden Athleten der zweitägigen
Mehrkampfveranstaltung aus heimischer Sicht,
denn beide sicherten sicher die
DM-Qualifikation. Der Lehramtsstudent Adrian
Becker ist zudem im Club der „7000 er“
aufgenommen worden, denn mit 7031 Punkten
erzielte er neue Bestleistung und knackte
erstmalig die Schallmauer der 7000 Punkte im
Männer-Zehnkampf.
„Es
lief nicht in allen Disziplinen optimal, doch im
Weitsprung, Stabhochsprung und im Hochsprung
habe ich die Grundlagen für den Erfolg gelegt“
so Becker. Er startete mit 11,18 sec im 100 m
Lauf und sprang im Anschluss 7,17 m weit. „ Mit
7,00 – 7,11 und 7,17 m hatte ich eine super
Serie so der Grundschul-Lehramtsstudent“
Im
Kugelstoßen blieb er dann jedoch mit 11,70m
unter seinen Erwartungen, fand aber im
Hochsprungwettbewerb recht schnell zu alter
Stärke zurück und überfloppte nach langer Zeit
wieder einmal 1,90m. Abschließende 51,67 sec im
400 m Lauf waren ein weiteres gutes Resultat des
ersten Tages. Der zweite Wettkampftag begann mit
15,23 sec auf der 110 m Hürdenstrecke und einer
ausbaufähigen Diskuswurfleistung von 33,97m
sowie übersprungenen 4,20 m im Stabhochsprung,
was neue persönliche Bestleistung bedeutete.
„Mit 56,72 m konnte Addi im Speerwurf dann gegen
Ende des Zehnkampfes noch einmal überzeugend. Er
ist auf einem guten Weg und kann nun die
Deutschen-Mehrkampfmeisterschaften anpeilen.“,
so sein Coach Volker Clarius, der ihn für
seinen etatmäßigen Trainer Markus Czech vertrat.
Erfreulich ist von dem Mehrkampfmeeting zu
berichten, dass der LAZ-Ehrenpräsident Volker
Clarius im Trainergeschäft zurück ist. Es ist
bewundernswert, wie der Vater der ehemaligen
Spitzensiebenkämpferin Birgit Clarius mit den
Zehnkämpfern umgegangen ist. „ Die zwei Tage mit
Volker haben uns allen riesen Spaß gemacht. Er
hat eine unheimliche Erfahrung und
Wettkampfkompetenz “ so Adrian Becker am Ende
des 1500 m Laufes, den er in 4:55,15 min
absolvierte. LAZ-Vereinskollege Konstantin
Grißmer sicherte sich in seinem ersten Zehnkampf
für das LAZ Giessen ebenfalls mit 6471 Zählern
die DM Norm. Seine Stärken lagen an den beiden
Tagen auf der 400 m Distanz in 51,07 sec sowie
34,96 m mit der Diskusscheibe und 50,66 m im
Speerwurf. Der dritte im Bunde Rouven Höfer
konnte leider nach einer Muskelverhärtung im 400
m Lauf den Zehnkampf nicht vollständig beenden.
„ Seine Chance für die DM-Quali wird er bei den
Hessischen in Angriff nehmen“ so Volker Clarius.
Im
Feld der weiblichen Jugend B konnte
LAZ-Neuzugang Julia Gerter ( LAZ / SV
Garbenteich) mit erzielten 4569 Punkten sicher
zum Saisoneinstand die Qualifikation für die
deutschen Meisterschaften einfahren. „ Julia
hatte einen Zeh gebrochen, dass sie nun schon
wieder in der Lage ist hier den Siebenkampf an
beiden Tagen zu absolvieren, ist schon
bemerkenswert“ so Trainer Philipp Schlesinger.
Die Schülerin des Weidig - Gymnasiums startete
mit 14,75 sec im 100 m Hürdenlauf und
überfloppte danach 1,50 m. Es folgten 9,24m mit
der Kugel und 12,79 sec im abschließenden 100 m
Sprint. Tag zwei begann mit 5,38 m im Weitsprung
und 29, 33 m im Speerwurf. In der letzten
Disziplin, dem 800 m Lauf zeigte sie mit 2:32,79
min noch einmal gute Kämpferqualitäten und
sicherte sich so verdient den Tagessieg sowie
die DM-Norm. Auf dem sechsten Rang im Klassement
konnte sich Tabea Köhler ( LG Wettenberg) mit
3729 Punkten vor Victoria Münch ( Sportfreunde
Burkhardsfelden / 2951 Punkte) platzieren, die
achte wurde.
Bei
den Schülerinnen A, W 15 sicherte sich Alexa
Peusch von der TSG Alten-Buseck mit 3101 Zählern
den Kreismeistertitel vor Vereinskollegin
Charlotte Urra mit 3040 Zählern und Anna
Bößendörfer ( ASC Licher-Wald / 2979 Punkte).
Alexa Peusch überzeugte vor allem im Weitsprung
mit 4,72 m sowie einem ausgezeichneten
Speerwurfresultat von 29,28 m, was zugleich auch
ihr bestes Einzelresultat war. Bei den jüngeren
Schülerinnen W 14 ging der Sieg in der
Kreiswertung ebenfalls an eine Athletin der TSG
Alten-Buseck. Es konnte sich hier Janna Muscheid
mit 2939 Punkten gegen ihre Vereinskollegin
Johanna Schubert ( 2856) durchsetzen.
Bei
den A-Schülern M 15 konnte sich Pierre Brück (
Sportfreunde Burkhardsfelden ) mit 3010 Zählern
in Szene setzen und bei den jüngeren Schülern M
14 Clemens Grau vom LAZ Giessen / TSG Lollar mit
3258 Punkten. Pierre Brück hatte sein bestes
Tagesergebnis im abschließenden 1000 m Lauf mit
3:17,34 min den Zuschauern angeboten. Clemens
Grau überzeugte im Weitsprung mit 4,52 m sowie
ebenfalls im 1000 m Lauf in 3:23,52 min.
Marscheck
zufrieden mit Saisoneinstand
(jth) Die Kurpfalz-Gala in Weinheim stand am
Pfingst-Samstag im Fokus der besten deutschen
Weitspringerinnen, denn für den ersten
EM-Testwettkampf des Deutschen
Leichtathletik-Verbandes (DLV) hatten sich bei
den Frauen gleich einige der bekannten Namen
angesagt. Die WM-Starterinnen Bianca Kappler (LC
Asics Rehlingen), Melanie Bauschke sowie
Beatrice Marscheck ( LAZ Gießen / SV
Garbenteich) nahmen einen ersten Anlauf auf die
vom DLV als A-Norm für die EM in Barcelona (26.
Juli bis 01. August) geforderten 6,60 Meter.
„Wir
hatten hier in Weinheim den besten
Saisoneinstand der letzen Jahre“ so das kurze
und knappe Resümee von Trainer Markus Czech.
Die Lehramtsstudentin Beatrice Marscheck aus
Garbenteich zeigte ein souveränes Auftreten,
denn in diesem Jahr kannte sie bereits das
Umfeld und die Anlage. Bundestrainer Ulli Knapp
sah im ersten Sprung leider einen ungültigen
Versuch doch im zweiten Versuch konnte „Bea“
gleich ihre EM-Ambitionen unter Beweis stellen,
denn mit 6,50m reihte sie sich auf dem zweiten
Rang hinter Bianca Kappler ein. „ Die Sprünge
drei bis fünf waren technisch nicht so sauber.
Es fehlte ihr ein wenig die Spritzigkeit “ so
die Kurzanalyse des Trainers. Im letzten Versuch
sollte die Marscheck dann noch mal alles auf
eine Karte setzen, doch leider hatte sie in der
Flugphase die Füße ein wenig hängen gelassen und
hat den Sprung nicht korrekt zu Ende gebracht. „
Ich war völlig überrascht, denn es stand einen
Weite von 6,46 m auf der Anzeige. Hätte ich den
Sprung voll durchgezogen, wäre es sehr
wahrscheinlich die EM-Norm gewesen. Aus der
Sache habe ich wieder gelernt und mein Motto
lautet nun : Ab sofort wird jeder Sprung
durchgesprungen, egal wie das subjektive Gefühl
ist “ so Beatrice Marscheck. Lob für die
derzeitige Verfassung gab es nach dem Wettkampf
auch vom Bundestrainer, der beim letzten Versuch
bereits von seinem Sitzplatz aufgesprungen war,
denn er erhoffte sich die EM-Norm. Im letzten
Versuch sicherte sich Bianca Kappler mit 6,70 m
nicht nur den Sieg im Sepp-Herberger-Stadion,
sondern sie knackte bereits damit auch die
DLV-Norm.
Im
Anschluss startete dann Beatrice Marscheck noch
im 200 m- Lauf. Hier konnte sie sich mit 24,15
sec gegen die vierundzwanzig Spezialistinnen als
vierte ausgezeichnet behaupten. „ Die 200 m
Distanz ist gut für den Saisonaufbau, denn Bea
sammelt hier die notwendige Wettkampfhärte für
die kommenden Aufgaben“ so Trainer Markus Czech.
Am
kommenden Wochenende stehen für das Duo
Marcheck/Czech am Samstag in Friedberg die
deutschen Hochschulmeisterschaften an. Hier
möchte sie für die Uni Giessen ihren Titel aus
dem vergangenen Jahr verteidigen. Tags darauf
geht es direkt nach Wesel zum traditionellen
Springermeeting. Dies sollte ein gutes Pflaster
für die LAZ-Athletin werden, denn im letzten
Jahr knackte sie hier mit 6,73 m die WM-Norm für
Berlin
Beatrice
Marscheck bei den "Krummen Strecken"
erfolgreich
16.05.2010 - Pliezhausen
(jth) Beatrice
Marscheck (LAZ Giessen / SV Garbenteich) hat am
Sonntag beim Meeting der "Krumme Strecken" in
Pliezhausen für einen guten Saisoneinstand
gesorgt. Die Sportstudentin unterzog sich
gemeinsam mit Bianca Kappler (LC asics
Rehlingen) und Christian Reif (ABC Ludwigshafen)
im Schönbuchstadion einem ersten
Schnelligkeitstest.
"Auf den krummen
Strecken steckt die Magie der Zahlen noch nicht
so im Vordergrund", begründet
DLV-Sprung-Teammanager Uli Knapp, warum er mit
seinen Weitspringern auch diesmal wieder nach
Pliezhausen fuhr. "Die 150 m sind die ideale
Unterdistanzstrecke für die 200 Meter-Läufer,
die 80 Meter für die Schnelligkeit zum
Einrollen", sieht Uli Knapp den
trainingsmethodischen Vorteil der krummen
Strecken. "Pliezhausen war zudem wieder ein
großes Familientreffen zu Saisonbeginn in
traumhafter Lage im Schönbuchstadion."
Das Wetter meinte
es zur 26. Auflage nicht gut mit den 550
Athletinnen und Athleten aus 14 Nationen. Kalte
Temperaturen von nur 10 Grad Celsius machten es
den Läufern und Läuferinnen nicht einfach Top
Leistungen abzurufen.
Für Beatrice
Marscheck startetet das Abenteuer „Krumme
Strecken“ mit den 80 m Finallauf. Mit 9,91 sec
konnte sie sich hinter der Siegerin Sara Jäpel
(Dresdner SC / 9,84 sec) überraschend auf den
zweiten Rang platzieren. „ Gerade auf der kurzen
Distanz ist der Start der Erfolgsfaktor. Es
sieht schon ganz gut aus bei Bea“ so Trainer
Markus Czech. Ihre Weitsprungkollegin Bianca
Kappler ( LC Rehlingen) blieb mit 10,07 sec über
der Schallmauer der 10 sec Marke.
Zum Abschluss
stand dann die ungewohnte 150 m Distanz auf dem
Programm für die Studentin aus Garbenteich. „
Der zweite Rang hinter Sara Jäpel mit 17,94 sec
ist überraschend gut. Teammanager Uli Knapp
traute Bea nach den Trainingsleistungen eine
Zeit um die 18,20 sec zu. Das Trainingslager in
Portugal war also im Bereich der
Grundschnelligkeit erfolgreich. Froh bin ich,
dass wir ohne Verletzung die Heimreise antreten
konnten“ so der Kommentar von Markus Czech.
Bianca Kappler erreichte nach 18,45 sec den
Zielstrich der krummen Strecke. Marscheck wird
am Pfingstsamstag in Weinheim erstmalig in
dieser Saison in das Weitsprunggeschäft
einsteigen. Bei der Kur-Pfaz-Gala wird sie auch
auf ihre WM-Kolleginnen Melanie Bauschke (
Berlin) und Bianca Kappler ( Rehlingen) treffen.
80 m
Frauen
+0,2
1.
Jäpel,
Sara
1989
Dresdner SC
9,84
sec.
2.
Marscheck, Beatrice
1985
LAZ
Gießen
9,91
sec.
3.
Elsler,
Josefina
1991
SC
Rönnau 74
9,97
sec.
4.
Kappler, Bianca
1977
LC
Rehlingen
10,07
sec.
5.
Habitzel, Sophia
1991
WÜ
VfL
Sindelfingen
10,32
sec.
150 m
Frauen
16.05.2010
Rangfolge Zeitläufe
1.
Jäpel,
Sara
1989
Dresdner SC
+0,0
17,92
sec.
2.
Marscheck, Beatrice
1985
LAZ
Gießen
+0,0
17,94
sec.
3.
Taslakian, Gretta
1985
LIB
Libanon
+0,0
18,10
sec.
4.
Frey,
Carina
1994
LG
Kurpfalz
+0,0
18,16
sec.
5.
Kappler, Bianca
1977
LC
Rehlingen
+0,0
18,45
sec.
6.
Grompe,
Katharina
1993
LG
Olympia Dortmund
+0,0
18,48
sec.
7.
Mannebach, Ina
1990
LG
Olympia Dortmund
+0,0
18,83
sec.
8.
Chabrová, Marta
1991
CZE
Tschechien
-0,5
18,84
sec.
9.
Habitzel, Sophia
1991
WÜ
VfL
Sindelfingen
-0,5
18,85
sec.
10.
Putalova, Iveta
1990
SLO
Slovenien
+0,0
18,93
sec.
11.
Schmidt, Lena
1989
LG
Hilden
+0,0
19,07
sec.
12.
Lindenmayer, Sabrina
1989
WÜ
VfL
Sindelfingen
-0,5
19,11
sec.
13.
Balke,
Janina
1991
LG
Olympia Dortmund
+0,0
19,24
sec.
HM-Langstaffel
16.05.2010 - STEINBACH
hinterer Reihe
vl.: Nico Gremm, Clemens Grau, Vincent Größer ,
Karsten Kopp, Dennis Bock, Patrick Bock,
Christopher Nagorr, Julian Leinweber - Es fehlt:
Marcel Jeschke
vordere Reihe
vl. Franziska Bock, Seline Werdecker, Selina
Hildebrand
(jth)Kalte
Temperaturen, ein wenig Sonne aber trotzdem
tolle Leistungen, so in kurzen Worten die
Beschreibung der Hessischen
Langstaffelmeisterschaften in Steinbach im
Taunus. Erich Gebhardt, verantwortlicher
LAZ-Trainer vor Ort, hatte insgesamt vier
Staffeln zu betreuen. Überraschen konnten im
neuen Stadion die 3 x 1000 m Staffel der Schüler
B des LAZ Giessen.
„Alle drei Läufer
konnten ihre persönliche Bestzeit steigern, so
dass am Ende ein sehr guter 5. Platz in 10:14,87
min errungen werden konnte. Startläufer Marcel
Jeschke konnte lange Zeit in der Spitzengruppen
mitlaufen und übergab auf Platz 5. liegend an
Julian Leinweber, der diese Position verteidigen
konnte. Da die Konkurrenz weit enteilt war, lief
Schlussläufer Christopher Nagorr ein einsames
Rennen gegen die Uhr und brachte somit Platz 5
sicher ins Ziel “ so das Resümee des Trainers.
Achtbar schlug sich im Taunus die Schülerinnen
B-Staffel mit Selina Hildebrand, Seline
Werdecker und Franziska Bock. „Zwar konnten sie
gegen die 800m-Spezialistinnen nur zu Anfang
mithalten, doch liefen sie mit den
herausgestoppten Einzelzeiten alle persönliche
Bestleistung und konnten sie sich über Platz 8,
in 8:49,04 min freuen“ so die einheitliche
Meinung der Trainercrew.
Die Schüler A des
LAZ Giessen, die schon am Vortag bei der
Regionsmeisterschaften in Flieden im Einsatz
waren, merkte man den Kräfteverschleiß deutlich
an, so dass sich das Trio Vincent Größer,
Clemens Grau, Nico Gremm mit 10:35,80 min und
dem erkämpften12. Platz recht achtbar schlugen.
Die männliche
Jugend A konnte mit der Zeit von 9:54,36 min
Rang vier in der 3 x 1000 m Staffel mit nach
Hause nehmen . Startläufer Patrick Bock konnte
600m in der Spitzengruppe mithalten, musste
aber dann abreißen lassen, und übergab an
Position 4 liegend an Karsten Kopp, der
versuchte den Rückstand zum Feld nicht noch
größer werden zu lassen. „Bei der
Wechselübergabe auf Schlussläufer Dennis Bock,
berührte Kopp den Laufschuh von Dennis, so dass
dieser seinen Schuh verlor und er das Rennen mit
nur mit einem Laufschuh zu Ende bringen musste.
Aus dieser Sichtweise heraus eine sehr
lobenswerte und kämpferische Einstellung “ so
Erich Gebhardt.
Christopher Nagorr vom LAZ
Giessen / TSG Lollar stellte am vergangenen
Sonntag bei der Bahneröffnung in Alsfeld-
Erlenstadion einen neuen Kreisrekord im
Stabhochsprung der Schüler B M 12 auf. Mit
übersprungenen 2,22 m knackte der Athlet von
Trainerin Andrea Ewald die alte Marke von Frank Lösel ( LAZ / SV Garbenteich) aus dem Jahre
1983. Frank Lösel sprang damals in Wiesbaden
2,10 m hoch. „Wäre der Wettkampf wegen Regens
nicht abgebrochen worden, wäre noch die ein oder
andere Höhe mehr drin gewesen“ so die Trainerin.
(ras) »Es war schon ein
Risiko, den 1. Mai für die
Wetzlarer Bahneröffnung
auszuwählen«, bekannte
Rainer Finkernagel,
Regions-Leichtathletik-Koordinator
sowie »Chef« der LG
Langgöns-Oberkleen.
Allerdings nutzten viele
Leichtathleten aus dem
Großraum Frankfurt und dem
Westerwald die Veranstaltung
zu einer ersten
Saisonüberprüfung, sodass
sich über 150 Teilnehmer
Maßstäbe für die
Freiluftsaison setzten.
Einen achtbaren
Saisoneinstieg in dem vom
Umbau geprägten Stadion
lieferte Adrian Becker vom
LAZ Gießen ab.
Im Speerwurf blieb der Troher
mit 58,04 m nur rund eineinhalb
Meter unter seiner
Vorjahresbestleistung. Aber auch
mit seiner Siegesweite von 6,86
m im Weitsprung und Platz zwei
bei 35,06 m mit dem Diskus
konnte der Mehrkämpfer
imponieren. Auf Platz zwei und
drei im Weitsprung landeten
hinter Becker mit Johannes Remy
(6,01) und Maximilian Remy
(5,87) zwei weitere LAZ-Athleten.
Noch weiter als Becker ließ
jedoch der für die LG Wetzlar
startende Nico Althenn den Speer
fliegen. Der A-Jugendliche und
Neunte der deutschen
Jugend-Bestenliste des Vorjahres
aus Ebersgöns toppte bereits
jetzt mit 65,06 m seine
persönliche Bestleistung, was
Erwartungen für den weiteren
Saisonverlauf weckt.
Flotte Läufe bot mit Jennifer
Maedicke auch ein Mädel der LGLO.
Maedicke gewann den Sprint der
W14 in 13,57 s und setzte zudem
über die Hürden in 13,43 s die
Maßstäbe. Den Hochsprung schloss
die Herderschülerin mit 1,44 m
auf Rang zwei ab. Rang drei im
Sprint der W14 eroberte Verena
Ludwig (LAZ Gießen) in 13,98 s.
Über die 100 m gelang Svenja
Rühl von den TSF Heuchelheim
eine Bestleistung von 13,40 s
und damit die zweitschnellste
Tageszeit der W15. Diese mit 15
Starterinnen besetzte Disziplin
gewann Luisa Debus (TV Burgsolms)
in 13,01 s. Debus siegte auch
über 300 m (43,67 s), diesmal
vor Carolin Schmeel vom TV
Großen-Linden, die nach 44,59 s
die Ziellinie überquerte. Über
Rang drei im Hochsprung der W15
darf sich Leonie Weiß (TSF
Heuchelheim) freuen, die in
Wetzlar erstmals die Höhe von
1,41 m überwand.
Bahn-Eröffnung auf
der Schulsportanlage
Gießen-West - Zeitplan
erstmals erfüllt - Knapp 300
Nachwuchsakteure vor Ort
GIESSEN (jth). Startschuss
zur Bahn-Eröffnung der
Leichtathleten auf der
Schulsportanlage im Stadion
Gießen-West: Nun laufen,
springen und werfen sie
wieder, die Nachwuchs-Asse.
Und kämpfen um nationale und
internationale
Meisterlorbeeren. Der
Leichtathletik-Kreis um den
Vorsitzenden Eckhard Paul
lud zur Bahn-Eröffnung mit
integrierten
Kreis-Blockmehrkämpfen ein.
Bei optimalen
Witterungs-Bedingungen
folgten fast 300
Schülerinnen und Schüler aus
knapp 30 Vereinen der
Einladung.
„Die Veranstaltung findet
seit mehreren Jahren auch
großen Anklang bei Vereinen,
die nicht aus dem Kreis
Gießen kommen. Gerade der
Zulauf aus dem
Rhein-Main-Gebiet ist enorm
groß. Erstmalig konnten wir
den ausgegebenen Zeitplan
einhalten, mein Dank geht
deshalb an alle Kampfrichter
und Helfer“, so Eckhard
Paul.
Felix Repp von der LG
Langgöns-Oberkleen
überzeugte im Sprint der
Schüler M15 mit 2578 Zählern
als Sieger. Vor allem sein
Hochsprungergebnis von
übersprungenen 1,64 m
erfreute die Lang-Gönser
Trainer-Crew. Bei den
Schülern M14 sicherten sich
die LAZ-Athleten Chanatip
Steinmüller (2067) und
Clemens Grau (2054) die
vorderen Ränge der
Kreismeisterschafts-Wertung.
Die beste Tagesleistung
aus heimischer Sicht ging
bei den A-Schülerinnen W15
auf das Konto von Charlotte
Urra von der TSG
Alten-Buseck mit 2232
Punkten im Sprint. Die
Athletin von Klaus Moch
lieferte mit 13,67 sec im
Hürdensprint und 4,49 m im
Weitsprung ansprechende
Leistungen zum Einstand ab.
Carolin Schmeel (TV
Großen-Linden) sicherte sich
im Lauf mit 2117 Punkten und
Alexa Peusch im Wurf mit
2199 Punkten jeweils die
interne
Kreismeisterschaftswertung
der W15.
Im Sprint der
Schülerinnen W14 setzte sich
Jennifer Maedicke von der LG
Lang-Göns/Oberkleen mit 2349
Zählern als Rangzweite gut
in Szene. Ihre besten
Disziplinen hatte die
LG-Athletin mit 13,59 sec im
Sprint und 4,72 m im
Weitsprung. Luca Schmitt vom
TV Großen-Linden war im Wurf
die einzige heimische
Athletin und sicherte sich
2328 Zähler. Ihre
überragenden Ergebnisse
lieferte sie im 100 m Sprint
mit 12,93 sec sowie im
Weitsprung (4,97 m) ab.
Bester heimischer
Fünfkämpfer bei den Schülern
M13 war Nico Gremm (LAZ
Gießen/MTV Gießen), der sich
mit 2186 Zählern hinter dem
Sieger Eike Kratzsch (VfL
Wolfhagen/2385) als Fünfter
platzierte. Seine 10,16 sec
im 75-m-Sprint und 10,11 sec
im Hürdensprint waren die
Grundlagen für den
Kreismeistertitel. Bei den
jüngeren Schülern (M12)
lieferten die heimischen
Athleten ausgezeichnete
Leistungen ab. Christopher
Nagorr (2153) und Julius
Grau/2053), beide vom LAZ
Gießen/TSG Lollar, sowie
Adrian Becker (1957/LG
Treis) lieferten sich ein
packendes Duell. Christopher
Nagorr sicherte sich
wichtige Punkte mit seinen
10,42 sec im Sprint sowie
guten 4,57 m im Weitsprung.
Julius Grau stand ihm mit
10,49 sec im Sprint und
ebenfalls erzielten 4,57 m
im Weitsprung nicht nach.
Entscheidend zum Sieg waren
die ausgezeichneten 49 m im
Ballwurf von Christopher
Nagorr. Adrian Becker gelang
mit 11,26 sec ein
ordentliches Hürdenergebnis.
Im Feld der Schülerinnen W13
behauptete sich Luisa Rückel
(KSG Bieber) mit 2390
Punkten und neuem
Kreisrekord als
Fünfkampfsiegerin. Der
Schlüssel zum Erfolg im
Stadion-West waren gute 45,5
m mit dem Schlagball und
10,58 sec im
60-m-Hürdenlauf. Zudem
gelang ihr im Weitsprung mit
4,73 m der weiteste Satz in
ihrer Konkurrenz.
Stefanie Weiß vom LAZ
Gießen/ TV Großen-Buseck
trat als zweitbeste
Fünfkämpferin die Heimreise
an. Die Athletin von
Reinhard Böttner zeigte
durchweg ausgeglichene
Leistungen und hatte mit 45
m im Schlagballwurf ihr
bestes Tagesergebnis zu
verzeichnen. Marie Spenner
(TSG Alten-Buseck/2137) als
Dritte und ihre
Zwillingsschwester Theresa
Spenner (TSG
Alten-Buseck/2079) als
Fünfte rundeten die Busecker
Erfolge ab. Bei den
Schülerinnen W12 erreichte
mit Tamia Hill eine weitere
Alten-Buseckerin mit Rang
vier (2031) eine gute
Bilanz. Den Dreikampf der
Schüler M11 gewann Matthias
Urra (TSG Alten-Buseck) mit
1029 Punkten vor Marcel
Jeschke (LAZ/1020) und
Kilian Ortwein (LG
Treis/1011). Im Dreikampf
der Schüler M10 setzte sich
mit Noah Bergmann-Franke ein
Athlet der LG Treis mit 1058
Zählern durch. Max Lechner (LAZ/905)
und Jan Keil (LAZ/896)
hießen die nächsten
Platzierten aus heimischer
Sicht.
Bei den Schülerinnen W11
gelang der LG Treis mit
Hannah Becker (1268) dank
eines ausgezeichneten
50-m-Laufs in 7,89 sec der
Sieg vor Deborah Spatz (LG
Wettenberg), die mit 41,50 m
im Schlagballwurf ihr bestes
Einzelresultat eingefahren
hatte. Auf Rang drei
platzierte sich Julia Wagner
(TSG Alten-Buseck/1237), vor
allem aufgrund des besten
Weitsprung-Ergebnisses (4,04
m).
Im Dreikampf der
Schülerinnen W10 lief Chiara
Herzberger von der LG Treis
mit 1010 Zählern hinter der
Siegerin Pauline Grabiger
(LC Steinbach/1025) als
Dritte ein. Pauline Drescher
von der LG Wettenberg (1009)
und Annabell Marker (TV
Großen-Linden/988) waren die
nächsten Platzierten.
Auch die jüngste
Altersklasse der Schüler D
(M9/M8) war im Stadion West
aktiv. Bei den Schülern M9
setze sich Hanno Brach vom
LAZ Gießen mit 852 Punkten
vor Vereinskollege Philipp
Luh (840) und Tizian Ortwein
(LG Treis/811) durch. In der
Altersklasse M8 gab es einen
Sieg von Nils Muskau (LG
Wettenberg/848) vor
Sebastian Oertel (LAZ/746)
zu verzeichnen. Dritter
wurde hier Björn Langer von
der LG Wettenberg (730).
Kyra Seidlmann vom TV
Großen-Linden landete mit
1044 Punkten vor ihrer
Vereinskameradin Hannah
Weinandt (939). Frederike
Wagner (Rang vier/935) und
Hannah Ulferts (Platz
fünf/921) zeigten, dass in
dieser Altersklasse der TV
Großen-Linden dominieren.
Bei den jüngsten
Schülerinnen (W8) gelang
Lena Reuschling von der LG
Wettenberg mit 897 Zählern
vor den beiden Lindenerinnen
Laura Atzbach (717) und
Julia Schwarz (812) der
Sieg.
Neue
Herausforderungen auf
"alter" Strecke bei
Bezirks-Cross-Meisterschaften
- Hanna Rühl gewinnt
Langstreckenlauf
LOLLAR (ras). Wie bereits
bei den Gießener
Kreis-Crossmeisterschaften
vor zwei Jahren bot nun auch
die TSG Lollar bei den
Cross-Meisterschaften des
Alt-Bezirk Gießen Strecken
im Bereich des "Lollarer
Kopfes" mit Start und Ziel
an der Sporthalle Süd an.
Neu war allerdings die
Streckenführung bei allen
Distanzen zwischen den 1000
m der jüngsten
Schülerklassen und der
abschließenden
Männer-Langstrecke über 7760
m.
Einen starken Eindruck
hinterließ dabei Jens Freese
(LG Treis) als Gesamtzweiter
über die Mittelstrecke und
Fünfter der Langdistanz.
Heimische Siege gab es bei
den Frauen durch die
B-Jugendliche Patricia Bock
(Mittelstrecke) und Hanna
Rühl (Langdistanz), die
beide für das LAZ Gießen
starteten.
Eröffnet wurden die Läufe
mit der 2195 m langen
Mittelstrecke für Männer,
Frauen und die Jugendlichen.
Hier siegte Tobias Schulz
vom FV Wallau nach 7:09
Minuten. Platz zwei ging mit
23 Sekunden Rückstand an
Jens Freese (7:32) von der
LG Treis. Im Kampf um Rang
drei musste sich Christof
Röhl (7:44) von der TSG
Alten-Buseck dem
A-Jugendlichen Moritz Weiß
(TV Großen-Linden/7:43) im
Zielsprint knapp geschlagen
geben. "Der Schlussanstieg
vor der abfallenden Geraden
zum Ziel machte noch mal
richtig zu schaffen,"
äußerte sich Moritz Weiß
anschließend. Bei den Frauen
lieferten sich zwei
Jugendliche einen engen
Kampf. Es gewann die
B-Jugendliche Patricia Bock
vom LAZ Gießen in 9:08 min
vor ihrer Vereinskameradin
Franziska Rachowski (9:10),
die nun der A-Jugend
angehört. Der Bezirkstitel
der Frauen ging durch Simone
Horn (10:42) ebenfalls an
das LAZ.
Bei den Schülern der
Altersgruppe D wurde eine
Wendepunktstrecke über 1000
m durchgeführt, die auf dem
Anstieg direkt nach dem
Start - wie auch in allen
anderen Läufen - die Felder
bereits kräftig auseinander
zog. In der W9 konnte sich
Selina Schütz (4:43) vom TV
Großen-Linden als Zweite
hinter Johanna Michel (TSV
Nauborn/4:31)
beglückwünschen lassen. Im
selben Lauf holte sich Luisa
Müller (ASC Licher
Wald/4:54) den Sieg in der
W8. Auf Rang zwei folgte
Lara Riedel (5:02) von der
LG Wettenberg. Bei den Jungs
der M9 lieferte Tizian
Ortwein (LG Treis) ein
souveränes Rennen ab und
gewann in 4:14 min mit einem
Vorsprung von 14 Sekunden.
Platz zwei der M8 eroberte
Tim Schneider von der LG
Wettenberg in 4:52 min.
Die Läufe der C-Schüler
wurden über 1250 m
ausgetragen. Als mit Abstand
Schnellste der insgesamt 26
Mädels aus W10 und W11
zeigte sich Franziska Bock
vom LAZ. Sie gewann die W11
in 5:04 min. Bei den Jungs
durchliefen die Treiser
Kilian Ortwein (4:57/M11)
und Noah Bergmann-Franke
(5:20/M10) jeweils als
Dritte ihrer Klasse die
Zielgasse. In der
Altersgruppe B betrug die
Wendepunktstrecke 1500 m.
Durch Chiara Schneider
(6:41) und Yasmina Harsy
(6:48) erkämpften sich in
der W12 zwei Mädels des ASC
Licher Wald die Plätze eins
und zwei. Bei den Jungs der
M13 musste sich Niklas Harsy
(ASC Licher Wald/5:45) dem
Ettingshausener Fabian Kraft
(5:42) knapp geschlagen
geben. In der M12 belegten
Jonathan Seidel (LG
Langgöns-Oberkleen/5:47),
Christopher Nagorr (LAZ/5:53)
und Lukas Müller (ASC Licher
Wald/5:54) die Podestplätze.
Die Schüler und
Schülerinnen A absolvierten
ihr Rennen auf einer 2195 m
langen Runde. In starken
8:58 min gewann Carolin
Schmeel (TV Großen-Linden)
die W15 vor Louise Schlüter
(9:03) vom ASC Licher Wald.
Hinter Dominic Schröder
(8:17) von der LG Wetzlar,
überquerten Chanathip
Steinmüller (LAZ/8:42) und
Johannes Schlüter (ASC
Licher Wald/9:06) als
Zweiter und Dritter der M14
die Ziellinie.
Auf der Männerlangstrecke
über vier Runden war Rolf
Schüler (27:49) vom LC DIABÜ
Eschenburg nicht zu
schlagen. Es folgte Ralf
Nowak (Blau-Gelb Marburg),
der in 28:13 min hinter
Schüler auch Rang zwei der
M45 erkämpfte. Gesamtrang
vier ging an den M40
Gewinner Jens Möbus (28:50)
von der LG Wettenberg. Ein
weiteres Mal flott unterwegs
zeigten sich Jens Freese (LG
Treis/30:24) und Christof
Röhl (TSG Alten-Buseck), der
in 31:45 Rang zwei der M35
belegte. Als Schnellste
ihrer Altersklassen zur
Siegerehrung gerufen wurden
Jürgen Wissner (LAZ/33:22)
aus der M55, Wendelin
Häusler (LGV
Marathon/35:18), der sich
den Titel der M60 sicherte,
sowie Stefan Behrens (36:41)
und Helmut Scholtz (beide LG
Wettenberg/36:43) aus der
M60 und M65. Bei den Frauen,
die drei Runden von
insgesamt 5890 m
absolvierten, gewann Hanna
Rühl (LAZ) in 24:43 min in
der Frauenwertung und die
Hauptklasse. Rang zwei ging
an die W30 Gewinnerin Katja
Mergenthal (25:07) von der
SG Fronhausen. Mangels
Konkurrenz konnte an Eva
Rühl (LAZ/35:37) aus der
W50, Brigitte Perner (LG
Wettenberg/37:24/W60) und
Hannelore Friedl (TV
Großen-Linden/39:31/W65)
kein Altersklassentitel
vergeben werden.
Walter Müller und Henry Mohr
sind alte Fahrensleute, was das
Sportfunktionärsdasein angeht. Müller ist
Vorsitzender des größten Gießener
Sportvereins MTV 1846, engagiert sich seit
Jahren in Sportgremien der Stadt,
beeindruckt durch seinen Einsatz für Kinder-
und Jugendsport, ist ein Vereinsmensch, ohne
Vereinsmeier zu sein, weiß, dass der Sport
nicht nur bewegen, sondern auch sich bewegen
muss, um zukunftsfähig zu sein. Seit bereits
25 Jahren plädiert er in der Stadt für
nachhaltige Förderung und bedarfsgerechte
Sportstättenplanung.
Gießen aber sei, so sagt er, „ein
Flickenteppich, in dem die agierenden
Politiker sich selbst Denkmäler setzen
wollen und Steuergelder für sinnlose
Vorhaben verschwenden, anstatt sich mit den
Fachleuten abzusprechen.“ Das ist deutlich.
Henry Mohr, der als Kreisfußballwart seit
einem Jahrzehnt die Geschicke der Sportart
Nummer eins in Gießen und Umgebung lenkt,
sieht das ähnlich. „Am Ende ist es so, dass
man sich völlig schizophren vorkommt, weil
man als Sportler plötzlich gegen einen
Fußballplatz ist.“ Mohr bezieht sich dabei
auf den Kunstrasenplatz an der Miller Hall,
der „an diesen Standort nicht gehört.
Ansonsten sind wir natürlich für jeden
Sportplatz. Aber braucht Gießen noch einen?
Vor allem an dieser Stelle?“ Mohr und Müller
gehen in die Offensive, fühlen sich als
Sportler bzw. Sportkommissionäre als „Abnicker
in bedeutungslosen Gremien“ fehl behandelt.
Nachhaltige Sportstättenentwicklung
jedenfalls sei so nicht möglich.
Tatsächlich ist Gießen ein seltsames
Pflaster. Während in Marburg und Wetzlar auf
den ersten Blick Sportzentren entstanden
sind, an denen sinnvoll und koordiniert
Vereins- und Trainingsarbeit möglich ist,
wird in Gießen geflickt, gebastelt, laviert.
Vor Jahren wurde der staubtrockene
Blau-Weiß-Hartplatz für viel Geld
vermeintlich saniert, dann wieder
aufgerissen, dann wieder saniert. Jetzt soll
er möglicherweise der Landesgartenschau
weichen. Seit Jahren bemühen sich der TSV
Kleinlinden und TSV Rödgen um adäquate
Lösungen, was ihr Sportgelände angeht,
gebaut wurde ein Kunstrasen beim VfB 1900.
Für viel Geld wurde zudem der Betonplatz am
ehemaligen TÜV für einen B-Ligisten ohne
Jugendarbeit hergerichtet, bei dem nicht
absehbar ist, wie lange es ihn noch gibt.
„Es gibt keine Bedarfsplanung, keine Idee
zur Sportstättenentwicklung, es ist alles
Kraut und Rüben“, kritisiert der auch im
sportpolitisch relevanten Freiburger Kreis
engagierte Müller, der in vielen Städten
sich umgesehen hat, wie es besser gehen
könnte.
Ein Jahrzehnt alt ist mittlerweile die
Präsentation von Walter Müller, ein
Sportzentrum unter Einbeziehung des VfB 1900
Gießen, der heimischen Wirtschaft und der
Uni am Kugelberg zu schaffen. Im Clubraum
des MTV 1846 klatschte die Polit- und
Funktionärsprominenz damals eifrig Beifall,
die Idee auch nur in Ansätzen aufgegriffen
wurde aber nicht. „Es sind halt immer mal
wieder Wahlen, da wird sich immer neu
positioniert“, glaubt Müller an politische
Akteure, denen es „nicht immer um die Sache
geht.“
Aktuell für Müllers und
Mohrs Vorstoß ist die
allgegenwärtige
Diskussion um
Landesgartenschau und
den
Blau-Weiß-Sportplatz.
„Da spricht der Sport
endlich mit einer
Stimme“, freut sich
Mohr, dass die
Solidariät mit dem
engagierten Stadtverein
nicht bröckelt. Auch
hier gebe es „eine
Vielzahl von
Möglichkeiten, wie man
die Blau-Weißen an ihrem
Standort belassen kann“,
sagt Müller, der bei den
zuständigen Stellen
zeitig eine „Umwidmung
der Gelder“ beantragt
hatte. „Der Kunstrasen,
der jetzt an der Miller
Hall gebaut wird, hätte
in der Nähe der
Theodor-Litt-Halle
seinen Zweck wesentlich
besser erfüllt“, sagt
der 65-Jährige.
Blau-Weiß hätte seinen
Standort erhalten
können, Theo-Litt- über
Pestalozzi- bis zur
Landgraf-Ludwig-Schule
wären im Einzugsgebiet,
um ihren Sportunterricht
dort abzuhalten. Die
Freie TSG könnte
ebenfalls partizipieren.
Nicht zu
vernachlässigender
Nebeneffekt: Auf einem
Kunstrasen wäre die
gerade noch mit dem
Integrationspreis
ausgezeichnete
Jugendarbeit der
Blau-Weißen noch besser
voranzutreiben als auf
dem knallharten
Rotascheplatz. „Aber
nein, es muss ja die
Miller Hall sein“, sagt
Müller.
Was aber haben die
Sportfunktionäre gegen
einen schönen Kunstrasen
im Norden Gießens? „Es
kostet letztlich zuviel
Geld, Steuergeld, es ist
viel weniger zentral als
beispielsweise in der
Ringallee, wo zudem mehr
Schulen angesiedelt
sind. Zudem haben sich
die Politiker offenbar
keine Gedanken über
Pflege und Folgekosten
gemacht“, weiß Müller
als MTV-Vorsitzender
wovon er spricht. An der
Miller Hall müsse die
Infrastruktur komplett
neu geschaffen werden,
zudem sei es von
städtischer Seite
notwendig, die
Platzpflege zu
organisieren und
regelmäßig
durchzuführen.
„Wie wir vom MTV her
sehr genau wissen,
bedarf ein Kunstrasen
ähnlich intensiver
Pflege wie ein
Naturrasen. Wenn nun
sich täglich Vereine
abwechseln, fühlt sich
sicher keiner
zuständig.“ Und Mohr
ergänzt: „Der Platz ist
dann ruckzuck hinüber.“
Einen weiteren Aspekt
bringt der
Kreisfußballwart, der
auch Jugendtrainer bei
seinem Stammverein TSV
Allendorf/Lahn ist,
zudem ins Spiel: „Klar
würden wir auch mal die
Kinder in vier, fünf
Autos packen und dann da
hochfahren zum Training.
Aber ist das im Sinne
des Erfinders? Ein Platz
relativ weit draußen, wo
dann alle möglichen
Vereine abwechselnd mit
ihren Autos anrücken, um
hinzukommen?
Umweltfreundlich ist das
auch nicht gerade.“ Aber
dafür könne ja dann die
„Blümchenschau“
herhalten, wie Müller
süffisant formuliert.
Was ihn auf den nächsten
Punkt bringt: „Weder
Henry noch ich sind
gegen eine
Landesgartenschau. Warum
aber ein Sportplatz
darin nicht integrierbar
sein soll, das kann
keiner erklären. Ich
habe auch Planer
gesprochen, das sind
innovative und kreative
Leute, die hätten das
hinbekommen.“ Und merkt
an: „Den Planern wurden
offenbar falsche
Vorgaben gemacht.
Vielleicht ist es ja
gewollt, dass Blau-Weiß
da weg soll.“
Dreimal weit, aber
dreimal übergetreten
02.03.2010 - GIESSEN
Deutsche Hallenmeisterschaft:
Enttäuschung für Beatrice Marscheck im
Weitsprung - Persönliche Bestleistung im
Sprint
(jth/wi). Mit einer
durchwachsenen Bilanz kehrte Beatrice
Marscheck (LAZ Gießen/SV Garbenteich) von
den Deutschen Hallenmeisterschaften der
Leichtathletik aus Karlsruhe zurück nach
Mittelhessen. Im Weitsprung hatte Marscheck,
die im Verlauf der Wintersaison drei
Erkältungen und ein Magen-Darm-Virus immer
wieder im Training zurückwarfen, drei
ungültige Versuche. Besser lief es über 60
m, wo die Garbenteicherin zwar im Halbfinale
ausschied, mit 7,60 Sekunden aber eine
persönliche Bestzeit aufstellte und Zwölfte
wurde.
Im dritten 60-m-Vorlauf hatte es die
Lehramtsstudentin mit der
WM-Bronzemedaillengewinnerin Cathleen
Tschirch ( Bayer Leverkusen ) und der
deutschen Jugendmeisterin Tatjana Pinto (LG
Ratio Münster) zu tun. Nach einem
vorausgegangenen Fehlstart kam Marscheck
nicht optimal in Tritt" Die ersten drei vier
Schritte waren nicht so das Gelbe vom Ei",
kommentierte Marscheck ihre 7,66 Sekunden
und rechnete ebenso wie Trainer Markus Czech
mit dem Ausscheiden. Doch plötzlich erschien
ihr Name doch in der Halbfinalliste.
Mit einer guten Reaktionszeit von 0,160
Sekunden verließ die Garbenteicherin den
Startblock, doch auch diesmal waren die
ersten Schritte "ein bisschen vergurkt"
(Czech). Dennoch sprang am Ende Rang zwölf
mit neuer Bestzeit von 7,60 Sekunden heraus.
"Mein heimliches Ziel waren 7,57 Sekunden,
das ist nur knapp daneben gegangen", war die
25-Jährige mit dem Resultat ganz zufrieden
und konzentrierte sich auf den Weitsprung am
nächsten Tag. "Im Weitsprung kann alles
passieren, das Ziel sind 6,50 m und ein
Platz unter den ersten Fünf" so die Worte
von Trainer Markus Czech im Vorfeld.
Moderator Wolf-Dieter Poschmann vom ZDF
kündigte um kurz nach 12 Uhr den
Weitsprungwettbewerb als ein Highlight der
DM an, denn vier Springerinnen hatten in der
Hallensaison bereits die 6,60 m übertroffen.
Eine knappe Stunde später waren für
Marscheck alle Hoffnungen zerplatzt. Drei
ungültige Versuche bedeuteten das schnelle
Aus. Markus Czech fasste das Geschehen so
zusammen: "Der erste Versuch war mit 1 bis 2
Zentimetern knapp übergetreten. Es wäre eine
Weite um die 6,70 m gewesen. Dann habe ich
sie im Anlauf zurückgeschickt, doch auch der
zweite Versuch war wieder knapp
übergetreten. Danach noch einen Fuß zurück -
wieder ungültig. Wenn man mindestens 6,38 m
springen muss für den Endkampf, muss man
viel riskieren". So blieb Beatrice Marscheck
am Ende nur die Gewissheit, Sprünge um 6,60
m oder 6,70 drauf zu haben und jetzt den
Kopf frei zu bekommen, um diese Weiten in
der anstehenden Freiluftsaison zu springen.
Marscheck will in die Top 5
19.02.2010 - GIESSEN
(jth) Im vergangenen Sommer begeisterten sie die
Leichtathletik-Fans bei den Weltmeisterschaften in Berlin -
jetzt werden sie bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften in
Karlsruhe am 27. und 28. Februar wohl für Top-Leistungen sorgen.
Hochspringerin Ariane Friedrich (LG Eintracht Frankfurt) und die
Kugelstoßer Nadine Kleinert (SC Magdeburg) und Ralf Bartels (SC
Neubrandenburg) gehören zu den Top-Favoriten in der Europahalle.
Aus heimischer Sicht liegen alle Hoffnungen auf der
WM-Teilnehmerin Beatrice Marscheck vom LAZ Gießen/SV
Garbenteich, die immerhin amtierende Deutsche
Vize-Freiluftmeisterin ist.
Nach dem bisherigen Verlauf der
Wintersaison zu urteilen wird der Auftritt in Karlsruhe aber
eine Wundertüte. Drei Erkältungen und eine Magen-Darm-Grippe
bedeuteten ständige Unterbrechungen des Trainings. »Seit
vergangener Woche funktioniert es wieder sehr gut. Wir haben den
Sprint oben angestellt. Das hat sich in den Trainingsergebnissen
deutlich gezeigt. Unser Ziel ist eine Bestzeit über 60 m, also
unter 7,60 Sekunden. Im Weitsprung haben wir uns eine Weite von
6,50 Meter und ein Platz unter den ersten fünf Teilnehmerinnen
vorgenommen«, erklärte Trainer Markus Czech.
Der Weitsprungwettbewerb dürfte spannend werden, dabei geht es
auch um die Tickets für die Hallen-Weltmeisterschaft in Doha
(12. bis 14. März). Lediglich zwei Startplätze stehen dort zur
Verfügung. Sowohl die Deutsche Hallen-Meisterin Sosthene
Moguenara (Wattenscheid), die U23-Europameisterin Melanie
Bauschke (Berlin), die Deutsche Meisterin Sophie Krauel (Jena)
und Bianca Kappler (Rehlingen) haben die für Doha geforderten
6,60 Meter bereits geschafft.
Im Hochsprung geht mit Ariane Friedrich die dominierende
deutsche Hochspringerin der vergangenen Jahre als klare
Favoritin an den Start. Sieben der acht nationalen
Meisterschaften im Freien und in der Halle hat die WM-Dritte
seit 2006 gewonnen. Die letzten vier Hallentitel gingen an sie.
In Karlsruhe will die 26-Jährige nun den fünften Titel in Folge
einspringen. Schlagen kann sie sich dabei wohl nur selbst. Zwar
sind ihr die Verfolgerinnen um die Berlinerin Meike Kröger, die
sich in diesem Winter auf 1,96 Meter gesteigert hat, auf den
Fersen. Doch Friedrich überzeugte zuletzt mit zwei Siegen und
einem Satz über zwei Meter.
Julia Gerter erreicht
200-m-Finale
23.02.2010
Jugend-DM: Ann-Christin Strack
verpasst Endläufe nur um Haaresbreite -
Cynthia Schmidt muss Verletzung Tribut
zollen
HALLE/GIESSEN (ras). Recht
unterschiedlich waren die Empfindungen der
vier heimischen Sprinterinnen nach den zwei
Tagen der Deutschen
Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/Saale.
Während Julia Gerter vom LAZ Gießen bereits
am Samstag nach dem Erreichen des
200-m-Finales strahlen konnte, mischten sich
bei ihrer Vereinskameradin Ann-Christin
Strack die Freude über eine persönliche
200-m-Bestleistung mit dem Bedauern, sowohl
den 200-m-Endlauf als auch den
60-m-Zwischenlauf um Haaresbreite verpasst
zu haben. Nicht gerade nach Plan verliefen
die Sprints der Heuchelheimerin Cynthia
Schmidt und Lara Matheis von der TSG
Gießen-Wieseck.
Für LAZ-Trainer Philipp Schlesinger stand
schon vor den Wettkämpfen fest, "es dürfte
ganz eng für meine beiden Athletinnen
werden, einen Finalplatz der besten Acht
über 200 m zu erreichen." Es wurde jedoch
noch spannender, als der Pohlheimer im
Vorfeld ahnen konnte. Seine Hoffnung,
persönliche Bestzeiten seiner Schützlinge
über 200 m beim Saisonhöhepunkt präsentieren
zu können, erfüllten in den Vorläufen am
Samstag sowohl Gerter als auch Strack.
Im Sog der Vorjahres-Hallenmeisterin
Martina Riedl (SC Vöhringen/24,69), lief
Julia Gerter die Hallenrunde zum Auftakt in
25,21. Nachfolgend gewann Ann-Christin
Strack ihren Vorlauf in 25,29. Nach Ablauf
der sieben Rennen durfte sich Gerter als
Achte auf die Teilnahme am Sonntag im Finale
freuen.
Dort auf Bahn eins laufend bereitete der
enge Kurvenradius der hochgewachsenen
Athletin jedoch erwartungsgemäß
Schwierigkeiten, so dass die Zeit von 25,80
Rang acht bedeutete. Den Titel gewann
Friedericke Möhlenkamp (TV Gladbeck) in
24,16. Noch vor dem 200-m-Finale trat die
Fünfzehnjährige über 60 m an. Hier erreichte
Gerter in 7,94 den Zwischenlauf. Mit Blick
auf die starke Konkurrenz und in Gedanken
schon etwas beim 200-m-Endlauf kam in 7,98
Sekunden das Aus.
Nur neun Hundertstel Sekunden trennten
Ann-Christin Strack als Zehnte vom
200-m-Finale. Über 60 m wurde es noch enger.
Wie Trainingsgefährtin Gerter sowie eine
Läuferin aus Dortmund lief Strack im Vorlauf
7,94. Das bedeutete für alle Drei die
vierundzwanzigschnellste Zeit. So musste das
Los über die Zwischenlaufteilname
entscheiden, bei dem Gerter das Glück hold
blieb.
Nach einer zehntägigen Verletzungspause
hatte Cynthia Schmidt nur noch drei
Trainingseinheiten zur Verfügung, um sich
auf die DM-Teilnahme über 60 m
vorzubereiten. Zwar lief die TSF-Athletin in
ihrem Vorlauf hinter der späteren Siegerin
Stefanie Pähler (LG Olympia Dortmund/7,57)
auf Rang zwei, die Zeit von 7,79 war jedoch
alles andere als befriedigend. So kam
Schmidt nach einer von Verletzungen und
Erkrankung geprägten Hallensaison im
Zwischenlauf nur auf 7,73. Das bedeutete
nach allen drei Zeitläufen Rang neun mit
einer hundertstel Sekunde Rückstand zur
Achtbesten.
"Schade, bereits eine Cynthia in
Normalform hätte um Platz drei mitkämpfen
können," bedauerte ihr Trainer Hans Muhl.
Wie erwartet siegte Pähler (7,44) vor
Tatjana Pinto (7,49) von der LG Ratio
Münster. Bronze eroberte Franziska Braun
(Düren) in 7,66.
Deprimierend verlief das Wochenende für
Lara Matheis. Die für die TSG Wieseck
startende Watzenborn-Steinbergerin
verkrampfte im letzten von sieben
200-m-Vorläufen (25,78) auf den letzten 50
Metern und musste den Kontakt zu ihren
Konkurrentinnen abreißen lassen. "Beim über
halbstündigen Warten auf meinen Lauf habe
ich mich zu sehr unter Druck gesetzt," sagte
Matheis anschließend. Auch am Folgetag
fehlte über 60 m die nötige Lockerheit, so
dass sie in 8,05 die Erwartungen nicht
erfüllen konnte.